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Leselupe.de > Erzählungen
Erinnerung (Teil III )
Eingestellt am 02. 12. 2002 19:25


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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

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„ Robert wusste nicht wie er sich verhalten sollte, wie er mir helfen konnte. Irgendwie redete er dann auf mich ein, doch das kam bei mir gar nicht so richtig an.. Es war schön seine Stimme zu hören… Ich weiss nicht wie er es geschafft hat, aber plötzlich saß ich bei der Polizei… meine Mutter war auch da. Sie heulte die ganze Zeit und machte sich Vorwürfe. Ich verstand nicht warum. Ich hatte den Fehler begangen. Ich war schuld, dass das passierte. Ich nicht sie.
Eine Polizistin sprach mit mir. Sie sagte irgendwas von Arzt und untersuchen und dann reden… Ich konnte ihr nicht so richtig folgen, da mein Kopf wie in Watte gepackt war.. alles von einem Schleier umgeben. Ich hatte keine Kraft mehr diesen Schleier zu vertreiben.“
Andy hielt die ganze Zeit über meine Hände fest, die eiskalt waren. Es war mir unangenehm, doch er hielt sie weiter fest und hörte mir zu. Als ich ihn anschaute durchzuckte mich ein warmer Schauer. Ich fühlte, dass es richtig war ihm davon zu erzählen. Also berichtete ich weiter.
„ Sie brachten mich zu einer Ärztin. Ich sträubte mich dagegen meine Kleidung auszuziehen, doch irgendwie wurde ich dann doch überredet. Meine Mutter musste draußen warten, nur ich und die Ärztin waren in dem Untersuchungszimmer. Ich war froh darüber. Ich wollte nicht, dass mich irgendwer so sieht.
Die Untersuchung dauerte lange und es tat weh. Ich war froh als das überstanden war und ich endlich duschen durfte. Ich stand mindestens 20 Minuten unter der Dusche. Das Wasser war kochend heiß, doch ich spürte es nicht. Mir war so kalt und ich zitterte am ganzen Körper. Mir kam es vor wie ein Traum.“
Ich lachte trocken, während meine Tränen langsam trockneten. „ Die Polizistin fragte mich dann alles Mögliche, ob ich den Täter kannte, warum ich mit in seine Wohnung bin, ob ich ihm gesagt hätte, das ich das nicht wolle.. und all so was.
Ich kann mich nicht mehr richtig daran erinnern, das ist sicher auch besser so.
Ich wurde nach Hause gebracht. Dann ging alles ganz schnell. Staatsanwalt, Anklage, Zeugenaussage, Verurteilung!
Die Gerichtsverhandlung.. es war schwer ihm in die Augen zu sehen.. schwer seine Gegenwart zu ertragen. Er sagte die ganze Zeit über, er sei unschuldig und das ich es gewollte habe, besonders hart, weil ich auf Schläge und so was stehen würde….
Der Richter glaubte ihm zum GlĂĽck nicht. Er wurde verurteilt. Ich dachte, dass ich mich freuen wĂĽrde, wenn er in den Knast geht. Doch ich fĂĽhlte nichts, absolut nichts!!
Nachdem das Urteil verkündet und er abgeführt wurde, rief er mir noch zu : „ Du kleine Schlampe, ich kriege dich und dann wirst du es bereuen zu den Bullen gegangen zu sein.“
Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Hatte er mir nicht schon genug angetan, musste er mich noch mehr bestrafen? Ich wusste nicht weiter.
Zu dieser Zeit wurden dann die Gedanken vom Tod immer deutlicher, während des gesamten Prozesses hab ich diese Gedanken verdrängt, doch dann brachen sie aus mir raus.“
Ich zog meine Hand unter Andys weg, stand auf und dreht mich mit dem Rücken zu ihm, um aus dem Fenster schauen zu können. Ich wollte nicht, dass er die Tränen sah, die wieder an meinem Gesicht runter rollten.
Er blieb still sitzen und lieĂź mir Zeit, bis ich weiter reden konnte.
„Nach dem Urteil hab ich überall Max gesehen.. In allen Menschen.. überall sah ich sein Gesicht. Ich dachte ich werde verrückt..
Robert war die ganze Zeit ĂĽber fĂĽr mich da. Meine Eltern natĂĽrlich auch, doch mit ihnen konnte ich nicht so reden. Meine Mutter gibt sich noch immer die Schuld dafĂĽr. Ich hab ihr schon 100-mal gesagt, dass sie keine Schuld hat, doch sie glaubt mir nicht..
Durch Robert schaffte ich es wieder mich langsam Männern zu nähern, ich brach nicht mehr in Panik aus sobald ich einen Mann sah. Robert hat mir sehr geholfen. Ohne ihn hätte ich aufgegeben! Ich hab ihm viel zu verdanken. Er hat sich vor ungefähr 2 Monaten verlobt und ist nach München gezogen. Wir telefonieren noch oft. Er ist wie ein großer Bruder für mich.
Robert sagte immer, dass Max die Drohung nur so gesagt hätte, dass er nie wieder in meine Nähe kommen würde. Ich wollte ihm so gerne glauben, doch ich wusste es besser.
Heute ist es passiert und es wird wieder passieren. Max wird mich nicht in Ruhe lassen.“
Nun drehte ich mich doch zu Andy um, die Tränen flossen noch immer, und sagte:“ Andy, bitte hilf mir!“
Er sagte nichts. Er stand auf und kam auf mich zu. Er nahm mich in den Arm und flüsterte mir ins Ohr:“ Keine Angst Kleines, ich pass auf dich auf!“


Liebes Tagebuch, du siehst mein Tag war grausam, und doch irgendwie gut. Ich weiss nun, das ich jemanden habe, dem ich vertrauen kann, jemand der fĂĽr mich da ist, jemand der mir hilft, jemand der mir Hoffnung gibt.
Irgendwie muss ich Max dankbar sein, dass er heute in der Schule war, ohne ihn wäre ich Andy wahrscheinlich sonst nie so nahe gekommen.
Ich werde es schaffen, dank Andys Hilfe werde ich nicht aufgeben und kämpfen, kämpfen darum ein glückliches Leben ohne Angst führen zu können.

HDL,

deine Chrissie

__________________
Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele (Cicero)

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hoover
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo hopeless-1,

auch der Teil war nicht schlecht, auch wenn du die Geschichte stellenweise einfach erzählt hast. Mit einfachen Mitteln ausgedrückt.
Besonder gestört hat mich das:

"Nachdem das Urteil verkündet und er abgeführt wurde, rief er mir noch zu : „ Du kleine Schlampe, ich kriege dich und dann wirst du es bereuen zu den Bullen gegangen zu sein.“"

Ich denke, das ist zu viel Kitsch, zu viel Klischee, das kennt man schon aus billig produzierten sechzehn Uhr Spielfilmen mit dem guten Bulle und dem bösen Verbrecher und so ;-)

Ich glaub, du hast zu wenig mit dem Klischee gespielt, du hast keine Pointe reingebracht, wo sich die Handlung umdreht und wo der Leser sagen könnte, dass er mit DEM jetzt nicht gerechnet hätte. Es ist alles ein bisschen vorraussehbar, zu sehr.
Da hat mir der zweite Teil besser gefallen ... vielleicht solltest du Geschichte nochmal überarbeiten. Ich glaub, das wär besser.

Tut mir leid, dass ich nichts anderes sagen kann.

Liebe GrĂĽĂźe
Patrick

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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

Werke: 22
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danke


Hi Patrick,

Danke fĂĽr deine Kritik :-)

Ich finde so eine Kritik besser als nur" war gut, weiter so" mit sowas kann man nichts anfangen :-)

werde die story sicher noch mal ĂĽberarbeiten :-)

achso und das mit der mail.. nicht so schlimm.. passiert mal :-)

LG, Hopeless-1
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