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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Erna Matschkes neues Leben
Eingestellt am 21. 08. 2004 18:07


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flammarion
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Erna Matschkes neues Leben

Es war ein herrlicher Sommertag. Erna Matschke stand am Fenster und pflĂŒckte die vertrockneten BlĂŒtenblĂ€tter von ihren Usambara-Veilchen ab. Dabei fiel ihr Blick auf die spielenden Kleinkinder im Buddelkasten. Ihre Muttis saßen daneben auf der Bank und hielten ein SchwĂ€tzchen. Welch eine Idylle! Wie gut es denen ging! Hoffentlich wissen sie es auch, dachte Erna.
Ihre Kinder waren lĂ€ngst erwachsen, hatten ihre eigenen Familien und ihre eigenen Sorgen. Nur selten durfte Erna daran teilhaben. Vielleicht wollten sie ja ihre Mutter schonen? Erna seufzte und eine kleine TrĂ€ne kullerte ĂŒber ihre Wange. Sie wurde weggewischt, und mit einem letzten Blick auf die Nachbarskinder zog Erna sich zurĂŒck. Die Leute sollten ihr nicht nachsagen, dass sie die neugierige Alte sei, die den ganzen Tag nichts weiter zu tun habe, als andere zu beobachten.
Ohnehin war die Werbepause gerade vorĂŒber und die Talk-Show ging weiter. Ach, was die jungen Leute von heute so alles fĂŒr Sorgen haben! Die da weiß nicht, von wem ihr Kind ist, der da glaubt, seine Freundin geht fremd, die hier bekommt noch Geld von einer alten Freundin, der hier fĂŒhlt sich von seinen Eltern im Stich gelassen, eine andere meint, dass sie zu dick sei, jene meint, dass ihre Mutter sich falsch kleidet und so weiter, und so weiter. Alles dummes Zeug, aber womit soll man sonst die Zeit totschlagen?
FrĂŒher hatte sie viel fĂŒr ihre Kinder gestrickt, doch die Enkel tragen leider nicht gerne selbst gemachtes. Muss alles Markenware sein. Eine Zeit lang fertigte sie Topflappen und umhĂ€kelte TaschentĂŒcher, aber bald fand sie keine Interessenten mehr. Bei der hohen Arbeitslosigkeit ist das Geld knapp, da kauft man nur, was man wirklich braucht. Wer braucht kunstvoll umhĂ€kelte TaschentĂŒcher in der Zeit von „Tempo“?
FrĂŒher hat sie auch gern und viel gelesen, aber jetzt wusste sie nicht einmal, wo die nĂ€chste Bibliothek ist, nachdem die im Kiez geschlossen worden war. Und sich auf die Suche zu machen, dazu war sie zu schwerfĂ€llig geworden. Seit vierzehn Jahren saß sie nun schon in ihrem Fernsehsessel, so gut wie festgenietet. Wenn sie ging, sah sie von hinten aus, als hĂ€tte sie ein Kissen in der Hose.

Einige Tage spĂ€ter begab sie sich zum BĂŒrger-Amt. Ihr Personalausweis war abgelaufen, sie musste einen neuen beantragen. WĂ€hrend sie wartete, erblickte sie an der gegenĂŒberliegenden Wand einen Schaukasten. Darin waren niedliche Topflappen, umhĂ€kelte TaschentĂŒcher, gestickte Gratulationskarten, gerahmte Seidenmalereibildchen, gestrickte StrĂŒmpfe und herrlich bunte Kokarden ausgestellt.
Nanu, wer produziert denn heute noch so was? Das wollte sie wissen und trat nĂ€her. Mitglieder eines Senioren-Clubs hatten den Kasten gestaltet und warben auf diese Weise um neue Mitglieder. Angeboten wurde tĂ€glicher Mittagstisch, Spielenachmittage, Geselligkeit, Gymnastik, Joga, AusflĂŒge, Tanztees, Konzerte, Beratung und Hilfe in allen Lebensdingen; es gab eine Handarbeitsgruppe, einen Singekreis und die Bewegungsstunde des „Altweibersommers“.
Hm. Soso. Joga, nee, so n Quatsch kam fĂŒr Erna nicht in Frage. Beratung brauchte sie auch nicht. Hilfe schon, aber sie konnte sich nicht vorstellen, wie das vonstatten gehen sollte. Sollten die vielleicht ihren Kindern sagen, wie sehr sie ihr fehlen? Schon wieder wollte sich eine TrĂ€ne in Ernas Auge bilden.
Dann aber sah sie die Adresse des Clubs. Mann, das war ja ganz in ihrer NĂ€he, nur ein paar Schritte hinter der Spar-Filiale! Das traf sich gut. Morgen wollte sie ohnehin einkaufen gehen, da könnte sie doch erst einmal sehen, was es in dem Club so zu essen gibt. Schmeckt es, dann könnte sie sich den Einkauf sparen, das Kochen und den Abwasch. Und wenn es preisgĂŒnstig ist, könnte das fĂŒr lange Zeit so sein. Das wĂ€re toll. In Gesellschaft essen und lĂ€stige Arbeit sparen! Singen wollte sie auch ganz gerne mal wieder, und das andere alles wird ja wohl kein Muss sein. Obwohl – ein Ausflug wĂ€re auch nicht schlecht!
Um die Mittagszeit des folgenden Tages öffnete Erna die TĂŒr der „Abendsonne“, einer BegegnungsstĂ€tte fĂŒr Senioren, Behinderte und Ă€ltere Arbeitslose. Sie wurde sehr freundlich empfangen und mit den RĂ€umlichkeiten vertraut gemacht. Nach und nach trafen die Senioren zum Mittagstisch ein. Fast alle mit einem LĂ€cheln auf den Lippen. FĂŒr Erna ein Zeichen, dass es hier wohl recht harmonisch zugehen dĂŒrfte.
Darin hatte sie sich nicht getĂ€uscht. Nach dem Essen –das ĂŒbrigens ganz ausgezeichnet und preiswert war – wurde ein Lied gesungen, dann saß man noch lange plaudernd zusammen. Keiner sprach ĂŒber das Wetter oder irgendwelche Krankheiten! Alle waren besorgt um eine alte Dame, die schon seit ein paar Tagen nicht mehr zum Mittagstisch kam. SpĂ€ter stellte sich heraus, dass ihr Sohn sie auf sein GartengrundstĂŒck mitgenommen hatte.
Erna fĂŒhlte sich sehr wohl in dieser Runde. FĂŒr den Spielenachmittag standen diverse Brettspiele zur VerfĂŒgung, auch Domino und Mikado, aber das absolute Lieblingsspiel war Romme. Erna war dankbar fĂŒr diese Abwechslung und spielte fleißig mit. Ehe sie es sich versah, war es Abend.
Beim Singekreis sang jeder in seiner eigenen Dur und keinen störte es. Da auch Erna in dieser Beziehung nicht sehr anspruchsvoll war, hatte sie große Freude am Mittun. Leider kannten die meisten immer nur die erste Strophe eines Liedes. Der Pianist, ein schwergewichtiger Mittachtziger, unter dem der Klavierhocker jĂ€mmerlich quietschte, spielte zwar brav alle Strophen runter, aber dank seiner Schwerhörigkeit merkte er nicht, dass nur „Lalala“ gesungen wurde.
Das wollte Erna Ă€ndern. Sie ging mit ihrem alten Wander-Liederbuch zum Copy-Shop und ließ von den beliebtesten Liedern Kopien in ausreichender Anzahl drucken. Von allen Seiten tönte es: „Det haste jut jemacht, Meedel!“ Vor GlĂŒck ĂŒber das unverhoffte Lob wurde Erna ganz verlegen und vergaß, sich das verauslagte Geld zurĂŒck geben zu lassen.
Die Sachen, die von der Handarbeitsgruppe gefertigt wurden, waren entweder bestellt oder wurden auf Basaren verkauft. Einiges wurde auch als Geburtstagsgeschenke unter einander verwendet. Erna lernte neue Techniken, und besonders die Seidenmalerei hatte es ihr angetan. Sie staunte selber, was da unter ihren HĂ€nden entstand!
Sie verbrachte mehr und mehr Zeit in der „Abendsonne“. Ihre Stromrechnung wurde merklich niedriger, der Fernseher lief ja nun nicht mehr den ganzen Tag, sie schaltete ihn oft nicht einmal abends an. Die TagesausflĂŒge mit dem clubeigenen Bus zeigten ihr die schönsten Ecken und PlĂ€tze ihrer Heimat. Sie hatte bald ihren Stammplatz beim Fahrer, wo keiner gerne sitzen wollte, weil der SteuerknĂŒppel immer wieder unversehens gegen das linke Knie stieß. Aber da versperrte nichts und niemand die Aussicht! Und einen Mann an der Seite zu haben, ist ja auch nicht in jedem Falle zu verachten. Seit der Scheidung damals hatte sie keinen Mann mehr so nah an sich heran gelassen.
Die Tanztees und andere Geselligkeiten nahm Erna mit allen Sinnen auf. Es gefiel ihr von Tag zu Tag besser im Club. NatĂŒrlich wurde Erna auch aufgefordert, bei Joga, Gymnastik und der Bewegungsstunde des „Altweibersommers“ mit zu machen. Joga und Gymnastik kamen fĂŒr sie nicht in Frage, dafĂŒr war sie viel zu ungelenkig, sie hatte schon in der Schule eine FĂŒnf im Turnen. Aber eine Bewegungsstunde konnte man sich ja mal ansehen.
Es gefiel ihr nicht so recht. Turnschuhe sollte man tragen, sie wollte aber kein Geld dafĂŒr ausgeben. Eine Alternative war barfuss gehen. Dagegen hatte sie nichts einzuwenden. Hindernisse waren zu ĂŒberqueren, kleine HolzstĂŒcke. Man konnte drauftreten oder darĂŒber hinweg steigen. Das fand sie ungemĂŒtlich, sie fĂŒrchtete, das Holz könnte unter ihrem Gewicht wegrutschen, zumal es oben rund war. Dann wurde ein Lied mit irrealem Text gesungen, bei dem man an bestimmten Stellen vorgeschriebene Bewegungen zu machen hatte. Das fand sie ĂŒberaus albern. Als danach eine Dart-Scheibe an die Wand gehangen wurde und ein Wettkampf startete, hatte Erna genug vom „Altweibersommer“.
Etliche Monate spĂ€ter kamen die Teilnehmer der Bewegungsstunde lachend und singend an den Mittagstisch. Sie erzĂ€hlten lautstark, dass sie heute Zirkus gespielt hĂ€tten und beim nĂ€chsten mal soll es richtige Dressuren und echte Zirkusnummern geben. Erna war ein großer Zirkus-Fan. Also wollte sie noch einmal zum „Altweibersommer“ gehen und auch eine Nummer vorfĂŒhren. Noch wĂ€hrend des Essens sickerte nĂ€mlich durch, dass die dressierten Tiere schon bei den Senioren auf dem Bett bzw. Sofa saßen.
So hatte Erna am nĂ€chsten Montag ein StĂŒck Seife an eine Schnur gebunden, um „Die schwebende Seefee“ vorzufĂŒhren. Nachdem der eine seinen kleinen PlĂŒschlöwen durch einen Ring „springen“ ließ und eine alte Dame absichtlich wacklig ĂŒber ein am Boden liegendes „Hochseil“ gegangen war, gab es noch einen „rechnenden“ Hund zu sehen, ein BĂ€r „spielte“ seinen Bass, ein Affe schlug seine Schellen aneinander und eine Seniorin jonglierte mit zwei BĂ€llen.
Dann redete Erna lang und breit ĂŒber das international einmalige Ereignis, dass jetzt gleich eine echte, lebendige schwebende Seefee aus ihrer Tasche kommen und in ihrer ganzen Anmut zu bewundern sein wird. Als das SeifenstĂŒck an der Schnur ĂŒber dem Boden kreiste, dauerte es einen Moment, ehe man begriff, dass sie der Berliner Seefe noch ein weiteres e angehangen hatte und dass das die ganze Eleganz war. Aber es gab GelĂ€chter und Erna hatte ihren Spaß, auch am ĂŒbrigen Teil der Stunde. So ließ sie sich zum Schluss dazu hinreißen, sich zu melden, als gefragt wurde, wer denn die nĂ€chste Stunde vorbereitet. Dies Amt ging nĂ€mlich reihum, damit jeder auf seine Kosten kam.
Mit großer Sorgfalt und Liebe ging sie an die Vorbereitung. Es sollte allen Spaß machen und recht abwechslungsreich werden. Sie erinnerte sich an die wenigen Übungen, die ihr einst im Sportunterricht gefallen hatten, an einige Kinderspiele und Lieder, bei denen man sich bewegen musste. Sie ĂŒbte das Ganze mehrmals durch, bis sie mit sich zufrieden war.
Eine Woche spĂ€ter war es endlich soweit. Alle wĂŒrden nach ihrer Pfeife tanzen, dachte erna belustigt. Womit sie nicht gerechnet hatte, war, dass heute eine Amtsperson anwesend war, um zu prĂŒfen, ob diese Gruppierung die beantragten Fördergelder auch wert war. Erna bekam es mit der Angst zu tun. Zum ersten mal ĂŒbernahm sie die FĂŒhrung, und hatte dann gleich eine derartige Verantwortung! Aber sie wollte sich nicht umsonst geplagt haben. Augen zu und durch!
Sie schob einen fröhlichen Ausdruck auf ihr Gesicht und begann mit ihrem Programm. Erst ein paar LockerungsĂŒbungen, leichte Gymnastik, die Kinderspiele und die Lieder mit den Bewegungen, alles nacheinander weg, ein paar lockere SprĂŒche zwischendurch und alle machten begeistert mit, auch die Amtsperson! Zwei Wochen spĂ€ter war das Geld bewilligt mit der Auflage, es fĂŒr Werbemittel zu verwenden. Ein Banner, Flyer und ein Videofilm sollten damit finanziert werden.
Es wurde beschlossen, eine knappe Woche nach Bad Saarow zu fahren, dort in der Jugendherberge zu ĂŒbernachten und das Geforderte zu produzieren. Erna wackelte vor Lachen der Bauch – die alten Leute schlafen in der Jugendherberge! Und dann war es wunderschön dort. Alles sauber und ordentlich, herrliche Lage und das Wetter war auch fantastisch.
Die Doppelstockbetten waren zum GlĂŒck sehr stabil und keiner musste oben schlafen. Arbeit wechselte sehr moderat mit Freizeitgestaltung ab.
Aber sie kamen nicht voran. Zuerst musste ein passender, mitreißender Slogan gefunden werden. Der Betreuer hatte schon einige als zu lang, zu schwĂŒlstig, zu betulich oder zu reißerisch abgewiesen. Erna traute sich gar nicht, den Mund aufzumachen, konnte ihn aber doch nicht halten. „Wie wĂ€re es denn mit Sport, Spaß und Spiel bringt im Alter viel?“ Der Betreuer schlug mit der Faust auf den Tisch und alle zuckten zusammen. „Das ist es, Erna, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!“ Erleichtertes Aufatmen ringsum. Die erste HĂŒrde war genommen.
Nun ging es vorwĂ€rts. Der Werbeslogan stand und ĂŒber den Text auf dem Flyer war man sich schnell einig. Jetzt kam die Schwierigkeit, einen werbewirksamen Film zu drehen. Und das in drei Tagen und mit Leuten, die noch nie vor der Kamera standen! Obendrein betrug das Durchschnittsalter in der Gruppe 77 Jahre.
Erna erinnerte sich daran, dass sie einmal – wenn auch nur fĂŒr kurze Zeit – Mitglied in einem Amateur-Filmclub war. Damals hatte sie sogar bei einem Kurzfilm fĂŒr Idee, KamerafĂŒhrung und Schnitt zustĂ€ndig gezeichnet. WĂ€hrend die anderen Senioren weiter darĂŒber diskutierten, was alles unbedingt in den Film mit rein soll, schrieb sie das Drehbuch. Als sie es vorlas, war der Betreuer restlos begeistert und die Dreharbeiten konnten beginnen. So wurde alles fristgerecht fertig und man hatte noch viel Zeit zum Sonnenbaden.
Die Schneidearbeit und das Vertonen erledigte eine Praktikantin. An einem Nachmittag wurde der fertige Film in der „Abendsonne“ vorgefĂŒhrt. Erna staunte sehr, dass der Film mit ihrem Gesicht und ihren Worten begann. WĂ€hrend des Sonnenbadens war der Betreuer nĂ€mlich mit der Kamera von einem zum anderen gegangen und hatte gefragt, was der „Altweibersommer“ eigentlich darstellt und bezweckt, und aus gerechnet sie hatte eine filmgerechte Antwort gegeben!
Eine sehr gute Idee war, einfach eine normale „Altweibersommer“ Stunde ablaufen zu lassen und zu filmen. So waren alle Beteiligten ganz locker und unverkrampft, keiner achtete auf die Kamera, sondern nur darauf, was er gerade tat. Ob er den Luftballon ordentlich ĂŒber die Schnur bringt, nicht fehltritt oder gegen ein Möbel rennt. Keine Filmszene wirkte gestellt oder unnatĂŒrlich, das war ein großer Gewinn. Der Film atmete Frohsinn, Lebensfreude, VitalitĂ€t und Lebensmut. Er war nicht zu kurz und nicht zu lang, und mit seinem Facettenreichtum genau richtig fĂŒr einen Werbefilm. An das Ende des Films war ein Spiel unter Ernas Leitung gesetzt, so waren ihr Gesicht und ihre Worte auch das Ende des Films. Sie zeigte ein so nettes LĂ€cheln, wie sie es sich selbst gar nicht zugetraut hatte.
Wieder stiegen TrĂ€nen in ihre Augen. Diesmal aber waren es FreudentrĂ€nen. Freude ĂŒber das neu gewonnene Leben.
Und abgenommen hat die Erna auch!

__________________
Old Icke

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Hallo FlÀmmchen,


bei Dir scheint die Abendsonne ja erstaunlich hell und freundlich!
Du konzentrierst Dich völlig auf Deine Hauptfigur und zeichnest sie augenzwinkernd und liebevoll. Die Einblicke in den Alltag des Seniorentreffs zeigen Neues und sind fĂŒr mich sehr interessant zu lesen gewesen.

Etwas fiel mir aber auf.
WĂ€hrend am Anfang noch eine Handlung dargeboten wird, gerĂ€t der zweite Teil immer mehr zum Bericht, gerade der Abschnitt mit dem Video wird dadurch fĂŒr mich etwas zergliedert, da Resultat und Dreharbeiten in umgekehrter Reihenfolge erzĂ€hlt werden.
Der Film ist fertig und dann wird ĂŒber die Entstehung berichtet. Dieser Sprung ist mir nicht ganz klar.

Du könntest auch den zweiten Teil noch aufteilen, zum Beispiel nach der mÀnnlichen NÀhe ist ein inhaltlicher Schnitt, da könnte mir als Leser eine Leerzeile gefallen.

Bei der ganzen Sympathie, die fĂŒr Erna zu spĂŒren ist, wĂŒnscht man sich mehr ĂŒber sie und ihre Mitspieler zu erfahren und natĂŒrlich, ob es mit dem Busfahrer klappt.


cu
lap


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flammarion
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vielen

dank fĂŒrs lesen und kommentieren. und natĂŒrlich fĂŒr die wertvollen hinweise. werde daran arbeiten.
mit dem kraftfahrer kann es nicht klappen, der ist 30 jahre jĂŒnger als erna.
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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Fellmuthow
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nur eine Idee

Hallo flammarion,

eine interesssnte Sache, was du da erzÀhlst/berichtest.
Ich glaube sie wĂŒrde noch gewinnen, wenn sie von einem Beobachter erzĂ€hlt wĂŒrde.

Wie ich das meine? Dazu mal ein Versuch:

Dein Text:
"FrĂŒher hat sie gern und viel gelesen, aber jetzt wusste sie nicht einmal, wo die nĂ€chste Bibliothek ist, nachdem die im Kiez geschlossen worden war. Und sich auf die Suche machen, dazu war sie zu schwerfĂ€llig geworden. Seit vierzehn Jahren saß sie nun schon in ihrem Ferhnsehsessel, so gut wie festgenietet. Wenn sie ging, sah sie von hinten aus, als hĂ€tte sie ein Kissen in der Hose."

Vorschlag:
"Wie ich Erna kenne, war die eine Leseratte. Heute weiß sie nicht einmal mehr, wo die nĂ€chste Bibliothek zu finden ist. Ihre alte im Kiez, die wurde geschlossen und eine neue zu suchen, dazu kann sie sich nicht mehr ĂŒberwinden.
Sie ist zu schwerfÀllig geworden. Sitzt seit nunmehr vierzehn Jahren (vielleicht nicht ganz so lange), so gut wie festgenietet, in ihrem Fernsehsessel und wenn man sie gehen sieht, scheint sie hinten ein Kissen in der Hose zu haben."

lg
Fellmuthow

__________________
HW

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flammarion
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ah,

super, dein vorschlag. das probiere ich aus.
lg
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Old Icke

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