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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Erwin
Eingestellt am 03. 05. 2010 22:36


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heike von glockenklang
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Erwin

Erwin Schreiber war ein attraktiver FĂŒnfziger. Vor sechs Wochen erst hatte er im Gemeindehaus seines Dorfes mit all seinen Freunden aus dem Kirchenkreis, der Feuerwehr und dem Fußballverein MĂŒnztal seinen Geburtstag gefeiert. Der erste Vorsitzende vom FC hatte ihm mit feierlicher Laudatio einen speziell in Auftrag gegebenen Trainingsanzug ĂŒberreicht. Einen, der mit Erwins Namen und seinem neuen Titel bedruckt war. Erwin war ja vor kurzem zum Jugendtrainer der F-Junioren, auch Pampers-Mannschaft genannt. Auf diese Aufgabe freute er sich besonders. Er konnte gut mit Kindern umgehen; das zumindest hatte seine Frau ihm frĂŒher immer wieder bestĂ€tigt, wenn er sich liebevoll und in zĂ€rtlicher Aufmerksamkeit um seine beiden Kinder kĂŒmmerte. Das allerdings war inzwischen schon zwanzig Jahre her. Doch er dachte sehr gern an diese Zeit. In dieser hatte er nur ganz selten schlaflose NĂ€chte. AlptrĂ€ume und Blackouts schienen fĂŒr immer ein Thema der Vergangenheit zu bleiben. Es war eine absolut gute Zeit, wahrscheinlich sogar die beste seines Lebens.

Seine Frau hatte Erwin bei einem Kreiskirchentag kennengelernt. Sie war als Referentin angereist und hielt, als blutjunge Studentin, eine so brillante Rede, dass sie dafĂŒr tosenden Beifall erntete. Zu allem Überfluss war sie auch noch bildhĂŒbsch. Die braunen Locken umschmeichelten den schlanken Hals und betonten volle geschwungene Lippen. Ihre Kurven schienen wie nach den Maßen von Marilyn Monroe gezeichnet. Er, Erwin hatte sich die ganze Zeit gefragt ob sich ĂŒberhaupt ein Mann auf ihre Rede konzentrieren konnte.
Keinen Moment hatte er sie aus den Augen gelassen, keine Gelegenheit wollte er verpassen um sich ihr zu nÀhern.
Frech und gewitzt wie er sich gern zeigte, war er am Ende ihrer Rede blitzschnell auf die BĂŒhne gesprungen, hatte das Micro ergriffen und sie gebeten, fĂŒr den Rest des Tages sein Gast zu sein.

Damals agierte sein Vater als KĂŒster der Gemeinde und er Erwin, hatte von klein an bei den Gottesdiensten und vielen anderen Aufgaben mitgeholfen. So wunderte sich niemand besonders ĂŒber seine öffentliche Einladung. Man war schon einige unkonventionelle Verhaltensweisen von ihm, Erwin, gewohnt.
Es hatte sofort zwischen ihm und ihr gefunkt.
Komischerweise verlor er bei Karin die Scheu vor einer engen Beziehung.
Obwohl er im Dorf von den MÀdels sehr umschwÀrmt wurde, war Karin seine erste intime Freundin. Es war ein Traum mit ihr, den er niemals zu Ende trÀumen wollte.
Erwin trug sie auf HĂ€nden. Brachte ihr Blumen. Und wenn er beruflich eine Reise unternahm ging er in Dessous-LĂ€den und kaufte ihr neckische Hemdchen und Babydolls. Nach einigen Monaten aber wagte er sich auch, ihr andere zarte und aufreizende Dessous mitzubringen. Er kannte ihre GrĂ¶ĂŸe, beim Kauf hatte er stets ihren Körper und ihr strahlendes Gesicht vor Augen. Karin war dankbar und glĂŒcklich ĂŒber Erwins Aufmerksamkeit.

Im folgenden Jahr heirateten sie und wiederum ein Jahr spÀter wurden seine Töchter geboren.
Diese kleinen, zarten Wesen, wagte er die ersten Wochen erst gar nicht anzufassen. Aber Karin ermutigte ihn sehr. So begann er, Windeln zu wechseln, Brei zu kochen und die beiden, je eins links und rechts auch Nachts herumzutragen.
Ein bisschen neidete er den Babys ihre Zartheit und Feingliedrigkeit. Sie waren als MĂ€dchen geboren und durften ohne sich zu blamieren, diese auch zur Schau stellen. Er aber musste immer den Coolen mimen. Den Alleskönner, den Alleswisser. Den, der sich auch mal mit einem Fußballschuhstollen gegen das Schienbein treten ließ und der sich nicht vor brennenden HĂ€usern fĂŒrchtete. So witzig und cool fand er seine Aufgabe in den Vereinen nun auch wieder nicht. (Aber in einem Dorf hatte nun mal jeder seinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen. Wie sonst konnte ein lebendiges Miteinander zustande kommen? Was wĂ€re wenn kein Dorfbewohner Bereitschaft zeigt eine ehrenamtliche TĂ€tigkeit zu auszuĂŒben?
Erwin war nicht von der Sorte der DrĂŒckeberger. Er machte sich klar, dass die MĂ€dchen seine Schutzbefohlenen waren und er fĂŒr sie zu sorgen hatte. Punkt und basta. Was nutze es, sich mit NeidgefĂŒhlen zu beschĂ€ftigen. Und ĂŒberhaupt

Karin hatte die Kinder geboren. Sie hatte Melanie und Marissa nahezu neun Monate lang unter dem Herzen getragen. Ihr Bauch war zu einer unförmigen Kugel heran gewachsen. Karin hatte wĂ€hrend dessen ĂŒber zwanzig Kilo zugenommen. Trotzdem kam kein einziges ĂŒbles Wort aus ihrem Mund. Er hĂ€tte ihr so gern von der Last abgenommen, hĂ€tte wenn möglich auch Mal fĂŒr eine lĂ€ngere Zeit den Bauch getragen. Ja und sogar Ihre riesigen BrĂŒste hĂ€tte er gern genommen.

Damals geschah es, das er sich das erste Mal beim BĂŒstenhalter fĂŒr Karin verkauft hatte. Karin war im siebten Monat schwanger und er wollte ihr zeigen, dass sie nach wie vor begehrenswert war. Er kaufte ihr einen rosafarbenen, seidenen BĂŒstenhalter, der zwei Nummer zu klein war. Erwin sollte ihn umtauschen. Aber er kaufte lediglich ein grĂ¶ĂŸeres Modell in gleicher AusfĂŒhrung und legte sich das kleinere Modell ganz hinten in den WĂ€scheschrank. Es konnte ja sein, dass er Karin spĂ€ter wieder passen wĂŒrde.
Karin wurde zwar wieder schlanker, aber nie mehr so schlank wie sie zuvor. So schlummerte der rosefarbene immer noch, jetzt zwanzig Jahre spÀter, in der hintersten Ecke seines Schrankes.
Erwin kaufte seiner Karin nun wieder entsprechend passende Oberteile. Im Laufe der Jahre entwickelte er eine immer grĂ¶ĂŸere Begeisterung fĂŒr zarte FrauenwĂ€sche. Im engsten Freundeskreis blieb dies nicht verborgen, da Erwin bei ĂŒppigen Dekolletes Stielaugen bekam. Mit seinem losen Mundwerk hatte er dazu immer ein paar lockere SprĂŒche auf Lager. Ab und an spöttelten seine Freunde mit lautem Gegröle, er solle sich doch Silikontitten machen lassen, dann könne er sie immer ungeniert anfassen. Schließlich gĂ€be es auch Frauenfußball.

Erwin saß sicher mehr als eine Stunde auf der Toilette. Im NachhĂ€ngen seiner Gedanken an frĂŒhere Zeiten hatte er alles andere um sich herum vergessen.
Was wussten die denn schon wie ihm zu Mute war, welche WĂŒnsche und Heimlichkeiten er hegte, was ihn quĂ€lte.

Er riss eine Fahne Klopapier ab und versuchte, wÀhrend er sich sÀuberte auf andere Gedanken zu kommen.
Karin hatte ihn gebeten den Abfluss vom SpĂŒlbecken zu reinigen, bevor sie in die Stadt fuhr. Seine Töchter blieben Wochentags im Studentenwohnheim. Wenn Karin ihre Freundin traf, kam sie selten vorm spĂ€ten Abend zurĂŒck. So konnte er den ganzen Nachmittag, ohne wenn und aber, fĂŒr sich genießen.
Mit einem tiefen Atemzug verließ er das Bad und begab sich in der KĂŒche ans Werk. Aber es klappte nichts. Er war fahrig, unkonzentriert. Hatten ihn die Gedanken an frĂŒher so von der Rolle gebracht? Er ging in die Garage, um passendes Werkzeug holen. Auch ein paar Putzlappen brauchte er noch. Er wĂŒhlte in der Altkleiderkiste und entdeckte darin Karins Umstandkleidung. Endlich hatte sie ausrangiert.
Sein Herz begann zu flattern. Seltsames Geschick; eben erst hatte er von der Zeit getrĂ€umt und nun
. Mit zittrigen HĂ€nden nahm er das rote Kleid mit dem etwas zu tiefen Ausschnitt und RĂŒschen auf. Erwin presste seine Nase tief hinein. Es hatte noch immer einen Hauch des betörenden Duftes von damals. Ihm wurde schwindelig und gleichzeitig fĂŒhlte er, wie eine innere Leichtigkeit und ein großes SelbstverstĂ€ndnis in ihm wuchs, so als habe er Cannabis geraucht. Er wĂŒhlte weiter, und fand all die Dinge die er so liebte, um die er Karin beneidete, wie konnte sie diese nur wegwerfen.
Erwin vergaß seinen ursprĂŒnglichen Anlass der ihn in die Garage trieb, nahm den Arm voller Kleidung und trug sie hinauf ins Schlafzimmer. Er suchte den kleinen rosefarbenen BH, riss sich sein T-Shirt vom Körper, hielt sich das winzige Etwas vor seine haarige Brust. Nein, der passte nicht. Kurz entschlossen machte sich Erwin an Karins WĂ€scheschrank zu schaffen. Erwin wĂŒhlte alles auf einmal aus der Schublade, fand aber keine passende BH-GrĂ¶ĂŸe. Er hatte doch in letzter Zeit schon Mal zu große Bustiere und Höschen gekauft. Wo waren die nur? Ach ja, er hatte sie im Koffer versteckt anstatt einen Umtausch zu organisieren. Zitternd kramte er im Koffer und entschied sich fĂŒr ein dunkelrotes Satinhemdchen.
Es hatte ausgepolsterte BĂŒstenteile. Ein passendes Höschen war angeheftet.
Zögernd glitten seine HĂ€nde ĂŒber die glatte kĂŒhle Faser. Er spĂŒrte Erregung pur. Schnell entglitt er seiner Boxershorts und zwĂ€ngte seine aufmĂŒpfige MĂ€nnlichkeit in den knappen Tangaslip. Es war nicht gerade geschickt von "klein Erwin" dass er sich partout ans Tageslicht drĂ€ngeln wollte. „Groß Erwin“ hatte in der Tat seine liebe Not mit diesem vorwitzigen Kerl. Die Brust war zu flach, irgendwo im Bad gab es Watte.

Im Spiegel sah er seinen dunklen Stoppelbart. Weg damit, mit einer grĂŒndlichen Nassrasur, und Peelinggel rubbelte er sein Gesicht. Die Rötungen versuchte er mit Karins Makeup zu ĂŒberdecken. Seine ungeĂŒbten HĂ€nde waren nicht besonders geschickt dabei. So nahm er lieber etwas mehr von der dunklen Creme. Sein schwarzes Haar trug er seit seiner Jugend zu einem kurzen Pferdeschwanz zusammengebunden. Er wagte es ihn zu öffnen und klemmte sich links und rechts ĂŒbers Ohr je eine zierliche Haarklammer hinein.
Plötzlich tauchte ein Bild vor im auf, ein Bild aus Kindertagen, an denen seine Mutter ihm auch Haarklammern ins Haar gesteckt hatte, ihn liebkoste und manchmal flĂŒsterte, wie schön es wĂ€re, wenn er ihr kleines MĂ€dchen wĂ€re. Sie hatte sich schon immer ein MĂ€dchen gewĂŒnscht. Aber dann wurde Erwin geboren. Mutter durfte keine Kinder mehr bekommen. So blieb er ihr Ein- aber nicht Alleskind. Was hĂ€tte er dafĂŒr gegeben, wenn er statt Erwin eine Elke oder Edelgard geworden wĂ€re! Ihr kleines MĂ€dchen eben!
Ach was, er verdrĂ€ngte diese Gedanken mit einem unbewussten KopfschĂŒtteln. Nun hatte er endlich den Mut, seine heimliche Sehnsucht einmal in die Tat umzusetzen, ohne dass er Karin in Angst und Schrecken bringen wĂŒrde. Bisher wollte Erwin auf gar keinen Fall riskieren, dass sie vielleicht auch noch die Achtung vor ihm verlor. Nach all den Jahren war sie fĂŒr ihn immer noch die schönste und liebenswerteste Frau die er nach seiner Mutter jemals kennengelernt hatte. Und jetzt wĂŒrde er völlig mit ihr verschmelzen, Barfuss mit den Schritten eines HĂŒnen, wohlgemerkt in außergewöhnlicher Kampfkleidung, eilte er ins Schlafzimmer zurĂŒck.
Dann streifte er sich behutsam, beinahe zĂ€rtlich das rote Kleid aus Singlejersy ĂŒber. Wie wunderschön es war, obwohl, soviel Bauch hatte Egon nie besessen. Er begab sich wieder an Karins Schrank und lieh sich einen weichen schwarzen LedergĂŒrtel aus, den er so eng schnallte, dass man ein bisschen Taille erahnen konnte.
Im Grunde fehlten nur noch die passenden Schuhe. Das allerdings stellte bei SchuhgrĂ¶ĂŸe fĂŒnfundvierzig ein Problem dar. Karins Schuhe hatten die GrĂ¶ĂŸe neununddreißig. Seine Töchter auch. Als er an sich herunterschaute, musste er schmunzeln. Er war eine Lady mit ElbkahnschuhgrĂ¶ĂŸe.
Fieberhaft ĂŒberlegte Erwin wie er an entsprechende Schuhe herankommen konnte. Plötzlich fuhr es im durch den Kopf das seine Mutter frĂŒher in einem SchuhgeschĂ€ft gearbeitet hatte und das sie manchmal AusstellungsstĂŒcke mit kleinen MĂ€ngel geschenkt bekam. Eines Tages brachte Mutter ein Paar riesengroße graue Pumps mit, die fĂŒr Werbezwecke ausgedient hatten. Wenn es diese Schuhe noch gab, dann war die einzige Möglichkeit sie auf dem Dachboden Er griff in die Ecke wo der Stab stand mit dem er die FalltĂŒre des Spitzbodens öffnete. In gewohnter Manier stieg er gleich auf die zweite Stufe der Treppenleiter und ratsch
 riss er sich die linke Saumnaht seines Schwangerschaftskleides auf. Er wĂŒrde sich noch gewaltig umstellen mĂŒssen, um mit den Bedingungen eines Frauendaseins klar zu kommen. Ärgerlich kletterte er nun vorsichtig Stufe fĂŒr Stufe hoch. Auf dem Spitzboden konnte er nur sehr gebeugt gehen, weil dieser mit ein Meter achtzig Höhe zu niedrig fĂŒr seine stattliche GrĂ¶ĂŸe war. Es dauerte eine Ewigkeit bis Erwin sich zum Giebel des Hinterhauses vorgearbeitet hatte und die Stapel Kartons, vollgepackt mit unnĂŒtzen Dingen vergangener Tage, durchsucht hatte. Er fand sie einfach nicht. Hatte er sich getĂ€uscht. Waren die Pumps, von ihm unbemerkt, entsorgt worden? Solche Anwandlungen traute er Karin durchaus zu.
Missmutig
 drehte er sich zur FalltĂŒre hin, wĂ€re zu schön gewesen um wahr zu werden. Genau in dem Moment als der auf die obersten Stiege der Leiter seinen Weg nach unten antrat, hörte er Stimmen vor seinem Haus. Sein Körper erstarrte.
Erwin wollte eilig wieder die Stufen hinaufsteigen, doch das LĂ€hmungsgefĂŒhl hielt an. Sein Atem stockte, im Erdgeschoß wurden SchlĂŒsselgerĂ€usche deutlich. Ihm wurde heiß und kalt wĂ€hrend er jeden einzelnen Pulsschlag vernahm. Aus der Diele rief eine sehr vertraute Stimme: Erwin, hallo Erwin ich bin wieder da! Erwin rĂŒhrte sich nicht, sein Kopf dröhnte und schien jeden Moment zu platzen. Herzstiche, EngegefĂŒhl in seiner Brust. Erwin, warum antwortest du denn nicht, hallo. Dicke Schweißperlen bildeten sich auf Erwins Stirn. Das Dröhnen wurde zunehmend stĂ€rker.
Erwin: „Wo bist du denn? Ich habe uns Kuchen mitgebracht.“
Erwin wollte sich wieder mit großem Kraftaufwand nach oben bewegen. Doch vor seinen Augen bildeten sich Blitze. Gleichzeitig empfand er wahnsinnige Schmerzen, die bis in den linken Arm ausstrahlten.
Karin lief in jeden Raum des Untergeschosses. Erwin hatte nichts davon gesagt, das er außer Haus gehen wollte. Auf dem KĂŒchenboden lag der auseinander gebaute Siphon des SpĂŒlbeckens. Verwundert stieg Karin langsam die Stufen zur oberen Etage hoch. Von dem Linksknick der Treppe aus konnte sie Erwins nackte FĂŒĂŸe erkennen.
Erwins Atem ging schwer, vor seinen Augen wurde es Nacht. Karin setzte leicht erbost zum wiederholten Rufen an als Erwin die Leiter regelrecht herabrutsche sich ĂŒberschlug und ihr unaufhaltsam entgegen flog. Sie wollte ihn aufhalten, er aber riss sie mit nach ganz unten.

Es war inzwischen Samstagmorgen. Melanie und Marissa hatten wie jeden Samstag Brötchen eingekauft. Beide staunten ĂŒber den vollen Briefkasten. Das war doch gar nicht Papas und erst recht nicht Mamas Art. Marissa steckte den SchlĂŒssel ins Schloss und öffnete die HaustĂŒre. Nach wenigen Zentimetern aber blockierte etwas ihren Eintritt. WĂ€hrend Melanie zum Kellereingang eilte kramte sie den KellerschlĂŒssel aus ihrem SchlĂŒsselbund hervor, lies die TĂŒre einfach weit offen stehen und rannte förmlich die Stufen zur Diele hinauf. So etwas hatte es noch nie gegeben, die Eltern waren immer zu Hause. Marissa hörte von draußen Melanies schrillen Schrei. AngsterfĂŒllt rannte sie durch den Keller ins Haus. Im Flur lag Mama unterm Papa begraben und Melanie hatte sich laut schluchzend ĂŒber die beiden geworfen. Ihr begannen die Knie zu zittern. Sie zog Melanie zur Seite Schulter und befahl ihr mit heißerer Stimme den Arzt anzurufen wĂ€hrend sie erstmal ihrem Vater die Hand auf Stirn legte und dann die Schlagader ertastete. Es gab kein pulsieren mehr. Unschwer konnte sie erkennen dass die Leichenstare bereit eingetreten war.
Auch Karin war blass und kalt... ihr Puls war schwach, sehr schwach.
Marissa schrie auf: Melanie solle ihr zu Hilfe kommen. Gemeinsam zehrten die Schreiber-Töchter den Vater von Mutters Körper doch der Tod schwebte ein zweites Mal durch den Raum.

Weitaufgerissenen Augen stellten wortlose Fragen
© Heike Keuper-g / Mai 2010


__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06


Version vom 03. 05. 2010 22:36

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Dominik Klama
???
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Can your hearts stand the shocking facts of the true story of Edward D. Wood, Junior?

Ich bin nicht gut informiert, aber es soll „primitive Kulturen“ geben, bzw. zu allen Zeiten und an verschiedensten Punkten der Welt Naturvölker gegeben haben, wo sich Jungen, bevor sie zu Erwachsenen erklĂ€rt werden, aussuchen können, ob sie ein Mann-Mann oder ein Frau-Mann sein wollen. Und diese Frau-MĂ€nner seien dann voll geachtet und anerkannt in der Stammesgemeinschaft und es gebe soziale Rollen und Aufgaben fĂŒr sie. Besonders von Indianern habe ich das gehört. (Kann aber Ethnologie-Mythos sein, weiß ich nicht.) Wohl gemerkt: Diese Frau-MĂ€nner sind dann keine Schwulen. Schwule gibt es bei diesen Völkern auch. Die sind aber was anderes.

Heike, tut mir leid, aber du kannst einfach keine gute Schriftstellerin sein, wenn dir so oft das GefĂŒhl mangelt, was leicht fließende SĂ€tze und was sperrige Wortmonster sind.
„Erwin vergaß seinen ursprĂŒnglichen Anlass, der ihn in die Garage trieb.“
Erwin wusste nicht mehr, was er in der Garage gewollt hatte.
„Ihm wurde heiß und kalt, wĂ€hrend er jeden einzelnen Pulsschlag vernahm.“
Ihm wurde heiß und kalt, sein Herz schlug ihm bis zum Hals.
„Doch er dachte sehr gern an diese Zeit. In dieser hatte er nur ganz selten schlaflose NĂ€chte.“
An jene Zeit dachte er gerne zurĂŒck. Schlafstörungen hatte es damals nicht gegeben.
„Im NachhĂ€ngen seiner Gedanken an frĂŒhere Zeiten hatte er alles andere um sich herum vergessen. Was wussten die denn schon, wie ihm zu Mute war, welche WĂŒnsche und Heimlichkeiten er hegte, was ihn quĂ€lte.“
Ganz verloren hatte er sich in seine TagtrĂ€umerei. All die heimlichen SehnsĂŒchte, von denen keiner etwas ahnte.

„Seine Mutter flĂŒsterte, wie schön es wĂ€re, wenn er ihr kleines MĂ€dchen wĂ€re. Sie hatte sich schon immer ein MĂ€dchen gewĂŒnscht. Aber dann durfte Mutter keine Kinder mehr bekommen. Was hĂ€tte er dafĂŒr gegeben, wenn er ihr kleines MĂ€dchen geworden wĂ€re!“

Du beschĂ€ftigst dich zu viel mit psychologischen ErklĂ€rungen. Das bringt nichts. Die Menschen sind, wie sie sind, und mĂŒssen genommen werden, wie sie sind. ErklĂ€ren, wie sie möglicherweise geworden sind, ist nur interessant fĂŒr Leute, die sie Ă€ndern wollen. Und die haben meist keinen Erfolg mit solchen Versuchen.

„Er spĂŒrte Erregung pur.“
Ich war mal Werbetexter. Das ist fast zehn Jahre her. Seinerzeit hatte ich den Eindruck, dass all diese „Urlaub pur“, „Natur pur“, „Leidenschaft pur“, „Genuss pur“ seit mindestens fĂŒnf Jahren viel zu oft auf irgendwelchen LitfasssĂ€ulen oder Flyern gestanden hatten. Ich schwor mir, das wĂŒrde ich nie schreiben, auch wenn es so einfach und wirkungsvoll schien. Sprachlich war es falsch und mittlerweile doch arg, arg abgedroschen. Allerdings waren die Experten in Sachen KreativitĂ€t in der Agentur nun ja nicht die Texter, sondern die studierten VerkĂ€ufer. Eine davon war mal mit mehreren EntwĂŒrfen von mir dauerhaft unzufrieden, bis sie schließlich selber drei Sekunden nachsann und meinte: „Schreib doch so etwas wie „Mode pur“, das klingt doch gut!“ Das machte ich auch, um meine Ruhe zu haben. Der Text kam beim Kunden gut an. Von diesem Tag an haute ich „Wellness pur“, „Technik-Faszination pur“, „Sinnlichkeit pur“ heraus, wann immer ich eine ruhige Kugel schieben wollte. Es fiel nie einem was auf.

„...als Erwin sich ĂŒberschlug und ihr unaufhaltsam entgegen flog. Sie wollte ihn aufhalten, er aber riss sie mit nach ganz unten.“
Dieses tödliche Ende ist völlig ĂŒberzogen. Ein Mann möchte Frauenkleider tragen. Bumms, muss jemand sterben. Als ob das so das Drama wĂ€re! Bis hierher war es doch eher eine amĂŒsante Miniatur, jetzt will es große Tragödie sein.

Lieber Leser!
Kannst du dir auch nur annĂ€hernd einen Begriff davon machen, wie viele MĂ€nner es gibt, die Erwins Faszination fĂŒr weibliche Kleidung teilen? Vor allem die Faszination fĂŒr weibliche UnterwĂ€sche, die sie gerne selbst auch tragen wĂŒrden! Wahrscheinlich hat die Dessous-Industrie harte Zahlen darĂŒber, ĂŒber die vielen ÜbergrĂ¶ĂŸen, die gekauft werden.

Da wir ja gern geneigt sind anzunehmen, dass MĂ€nner und Frauen sich mehr oder weniger gleich sind, liegt die Frage nahe, ob es dann auch so unheimlich viele Frauen gibt, die sich gern als Mann verkleiden. Tja, einerseits haben sie es ja viel einfacher. Können Hosen und Hemden und Westen und Jacketts tragen und es sieht oft richtig gut aus an ihnen. Können das tatsĂ€chlich, ohne gleich fĂŒr Mannweiber und Lesben gehalten zu werden. Aber das ist dann schon was anderes. Die MĂ€nner, von denen ich weiß, legen Wert auf KleidungsstĂŒcke, die „zur Frau machen“, je intimer die KleidungsstĂŒcke desto besser. Gibt es also einen nennenswerte Anzahl von Frauen, die langbeinige Liebestöter und Schiesser Feinripp mit Seiteneingriff tragen, weil das sexy kommt? Da schmunzeln wir jetzt alle, das können wir uns nicht denken. Ja, ich denke mir das auch nicht so. Ich glaube es nicht. (Hab aber zu wenig Detailkenntnisse, um es beschwören zu können.)

Nöö, nöö, dies scheint schon eine reichlich mĂ€nnlich-exklusive Eigenart zu sein, die WĂ€sche des anderen Geschlechts Ă€ußerst erregend auf dem eigenen Körper zu empfinden. Viele von euch glauben das jetzt nicht. Das sind nur eine Handvoll Clowns, die das machen, sagt ihr. Heike von Glockenklang ist eine Clownin und schreibt Clownsgeschichten mit absurden Helden, die nur da sind, dass wir was zum Lachen haben. Liebe Herrn, da habt ihr euch so was von geschnitten!

Ich betreibe Feldforschung seit Jahrzehnten. Da mĂŒsst ihr mir schon abnehmen, dass ich mich möglicherweise etwas besser auskenne als ihr. Geht so: Man ist schwul. Man besucht Jahre lang PlĂ€tze, die vornehmlich dazu dienen, rasche Sexkontakte mit anderen MĂ€nnern anzubahnen. Da gibt es öffentliche Parks, AutobahnrastplĂ€tze, Sexkinos, Saunen, Nachtlokale mit Dark Rooms, öffentliche Toiletten und vielleicht noch dies und das. Gewöhnlich geben sich dort die MĂ€nner keineswegs so, wie ihr euch das möglicherweise denkt. Sie schwuchteln nicht herum, sie paradieren nicht in irgendwelchen Fummeln, wackeln nicht mit den Hinterteilen und stoßen keine schrille Kiekser aus. Sie sind nicht geschminkt und sie sĂ€useln und singen nicht mit hoch gestellten Stimmchen. Sondern sie sehen aus und gehen und benehmen sich wie ganz gewöhnliche MĂ€nner. Allerdings reden sie recht wenig miteinander, meist sagen sie nahezu nichts, geben vielmehr nonverbal bekannt, dass sie ĂŒberhaupt nur auf eine Sache aus sind: Sex zu machen. (Oder, noch öfter eigentlich, sie geben dir nonverbal zu verstehen, dass sie auf keinen Fall aus sind, Sex zu machen, nicht mit dir, du Arsch, um gar keinen Preis! Na, Pech gehabt.) Was man dort immer ĂŒberein bekommen muss, ist zweierlei: 1) Es gibt gewisse körperliche Merkmale, die man selber anziehend findet, die man haben will; auch gibt es gewisse seelische Merkmale, die per Ausstrahlung auch in so einem Kontext durchaus vermittelt werden und ĂŒberaus wichtig sind. 2) Der Andre muss halt auch wollen. Der schönste Prinz nĂŒtzt nix, wenn er mich Frosch nicht kĂŒssen will. Dagegen haben sich schon viele Frösche als verzauberte Prinzen geoutet, wenn man selber ein wenig ĂŒber den Schatten des Traumprinzen gehĂŒpft ist. Das ist Leben: Man geht Kompromisse ein und erlebt dabei Überraschungen.

Mit der langen Einleitung wollte ich sagen: In solchem Umfeld sieht man erst einmal gar nicht, ob da ein sogenannter „WĂ€schetrĂ€ger“ dabei ist. Weil, die sind nĂ€mlich nicht besonders weibisch oder so. Das sind ganz gewöhnliche MĂ€nner wie du und ich. Haben sich da dann zwei gefunden, die es machen wollen, dann machen sie es meist ziemlich rasch und sofort und ohne weitere Worte. Oft gleich da an diesem Platz, wo man hingeht, um jemanden zu finden. Oft gibt es verschwiegene Ecken, wo man vor den Voyeuren, die es leider auch sehr oft gibt, einigermaßen sicher ist. Dann entblĂ€ttert man sich etwas und dann sieht man, nicht so sehr oft, aber gar nicht mal selten: „Hui! Ein WĂ€schetrĂ€ger.“ Oder man ist gleich selber einer. Ich nicht.

Internet hat diese Partnersuche selbstverstĂ€ndlich weltweit und online gemacht. Es gibt da so eine Plattform, die Adresse verrate ich nicht, Voyeure gibt’s auch dort ĂŒberreichlich und vor allem gibt es arg viele, die zwar ernsthaft was wollen, vor den Voyeuren, die sie ja vielleicht kennen könnten, aber eine Wahnsinnsangst haben, sodass sie nie ein Foto von sich einstellen, was die Kontaktfindung beschwerlich macht. (Vor allem Bisexuelle sind das, und viele davon sind in den mehr oder weniger festen HĂ€nden einer Frau.) Da in dieser Datenbank Hunderttausende von MĂ€nnern registriert sind, kommt man ĂŒberhaupt nur zu was, wenn man Suchkriterien den eigenen Neigungen entsprechend bĂŒndelt und abfragt. Kriterien werden eine ganze Menge vorgehalten. Zum Beispiel das Kriterium: DamenwĂ€sche. Außerdem kann man nach Wunsch einen freien Prosatext auf sein Profil schreiben. Und den wieder können alle anderen User mit einer „Inhaltssuche“ auf bestimmte SchlĂŒsselwörter abklappern. Zum Beispiel probieren könnte man es mal mit: VorfĂŒhrung, Abrichtung, Benutzen, WĂ€sche, Fötzchen, Schlampe, Nutte, Lack, Dessous, Spitze, High Heels... Da klingeln einem die Ohren, wenn man das zum ersten Mal macht. Vor allem diese riesige Zahl von Usern an jeglichem Ort zwischen Bludenz und Kleinkleckersdorf raubt einem schier den Atem. Die nĂ€chsten Tage sieht man die Nachbar-MĂ€nner im Haus mit ganz neuen Augen: Ob sie auch rote Spitzenhöschen anhaben unter ihrer deutschen Normalmannkluft?

Gut. Soweit ich das erzĂ€hlt habe, versteht das jeder. Schwule gibt’s ne Menge. Da machen es MĂ€nner mit MĂ€nnern. Und, weiß man ja, dann ist da einer halt immer der Mann und der andre die Frau. Muss ja so sein. (Ihr seid naiv, wisst ihr das?) Die, welche Frau sein wollen, stehen auf Frauenfummel, schon verstanden. (Wahrscheinlich auch mal eine Mutter gehabt, die sich lieber MĂ€dchen gewĂŒnscht hĂ€tte und sie so verzĂ€rtelt hat, als sie klein waren. – HĂŒtet euch vor simpler Psychologisiererei im Leben, ich sag’s euch!)

Diese gĂ€ngigen Vorstellungen, in zahlreichen FĂ€llen mögen sie ja sogar zutreffen. Aber in extrem vielen anderen FĂ€llen begreifen sie gar nichts. Was ich so erlebe mit MĂ€nnern, die WĂ€sche tragen, in dem oben beschriebenen „Feld“ erlebe, oft - und vielleicht wirklich vor allem erlebe mit MĂ€nnern, die anderweitig mit Frauen zusammen sind, mit ihnen Sex haben, von ihnen Kinder haben, sie lieben und so weiter (hab schon ein wenig das „Vorurteil“, dass die meisten WĂ€schefetischisten tatsĂ€chlich zu diesem Lager zĂ€hlen, also keineswegs die lebenslangen Obertucken sind), ist ihre jungenhafte Bewunderung von Weiblichkeit. Oft kommt das so rĂŒber, als seien sie tatsĂ€chlich nicht eigentlich schwul, auch wenn sie mich Schwulen vorĂŒbergehend an sich ranlassen fĂŒr Sex, sondern als seien sie von dieser Vorstellung „Frau-Sein“ so sehr fasziniert, dass sie es möglichst echt selber erleben wollen, wie das ist, eine Frau zu sein. Drum in diesen Anzeigen dann immer diese Sprache, die so ziemlich jede Von-Geburt-an-Frau empört von sich weisen wĂŒrde: „BenĂŒtz mich!, richte mich ab!, zwing mich zu schmutzigen Dingen!, fĂŒhr mich in der WĂ€sche deinen Freunden vor!“

Es ist alles ein Trick, ein Spiel mit sich selbst. Es kommt ihnen gar nicht drauf an, ob ein Mann schön ist. (Üblichen Schwulen kommt es enorm auf das an.) Es kommt drauf an, dass er ein möglichst normaler Mann ist, der, indem er sie nimmt, sie sich als Frau erfahren lĂ€sst. Sei’s nur, indem er ihnen mit fordernder Hand ĂŒbers kĂŒhl glĂ€nzende Bustier streicht.

Dies ist so und geht so zu auf der Welt. Und wird so bleiben. Und Àndert sich kein bisschen, falls ihr es lÀcherlich, elendig, pervers oder irgendwas findet. Es wird sich nur weiter vor euch verheimlichen, wenn ihr das tut. Und im Schock einer vermeintlichen Entdeckung vielleicht sogar von der Dachbodenleiter fallen.

Also, ich finde, so Geschichten wie Heike sie hier schreibt, sind nicht sehr hilfreich. Sie machen ein Thema, das vorhanden ist, zum x-ten Mal zu einem Witzthema. Statt irgendwie eine wĂŒrdige Sache draus zu machen. Ich sah mal einen Film, erinnere mich jetzt schon nicht mehr an Titel und Handlung, da waren so Jugendliche drin, die sich vielleicht lieben könnten oder auch nicht. Ein MĂ€dchen freundete sich mit einem Jungen an und wusste nie so genau, will er nun was von mir oder nicht. Sie wusste nur, dass sie ihn sehr mochte. Schließlich rief der Junge sie zu sich, er mĂŒsse ihr was zeigen. Er, ein BrillentrĂ€ger, hatte sich die Lippen geschminkt, eine PerĂŒcke aufgesetzt und trug, nein, ich glaube, nicht mal einen BH, einfach nur ein Unterhemd. Er sah sie Ă€ngstlich an. Sie sah ihm lang in die Augen und sagte kein Wort. Dann fing sie an, sein Gesicht zu streicheln. So Filme mag ich.
__________________
14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit AufklÀrung Verteidiger: Es ist genug.

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