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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Es ist besser, geliebt und verloren als nie geliebt zu haben
Eingestellt am 26. 04. 2002 17:18


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dont_worry
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Es ist besser, geliebt und verloren als nie geliebt zu haben


mein Vorwort ist, zugegebener Ma├čen etwas unklug, bereits vorangegangen

darum eine Leseprobe meiner Probeschritte, aus beschriftetem Papier vielleicht, irgenwann einmal, ein Buch werden zu lassen


Eigentlich war es so, wie sonst auch.

Wie immer, wenn Peter nach langer Zeit aus dem Ausland nach Hause kam, - manchmal nur f├╝r ein Wochenende - bin ich mit Staubsauber, Mop und anderen Reinigungsutensilien viel zu lange und zu gr├╝ndlich durchs Haus gerast. Habe geputzt, was das Zeug h├Ąlt ... nicht etwa, weil es n├Âtig war, nur w├Ąre ich sonst wohl an meiner irrsinnigen Vorfreude mit all ihren Begleiterscheinungen zugrunde gegangen.

Nur an dem Freitag, da war es dann doch etwas anders.

Geht es Peter wirklich besser oder hat er das nur so gesagt, um mich nicht zu beunruhigen? Noch am Abend zuvor, bei unserem Ritual, uns mindestens t├Ąglich telefonisch eine gute Nacht zu w├╝nschen, hat er es mir versichert. Ganz konnte ich das nicht glauben, denn schon lange klagte er ├╝ber R├╝ckenschmerzen. Hatte in Bratislava bereits einen Hom├Ąopathen konsultiert, trank seit Wochen die von ihm verordnete Teemischung und mi├čachtete dessen Empfehlung, in K├╝rze einen Internisten aufzusuchen. Peter zu einem Arztbesuch zu bewegen war gleichbedeutend mit dem Versuch, Eulen nach Athen tragen zu wollen. L├Ąchelnd hat er mir oft gesagt: "Erst die Arbeit, dann das Vergn├╝gen und Arztbesuche erst im Rentenalter. Wobei ich nur zu gerne bereit bin, manchmal die Arbeit dem Vergn├╝gen zu opfern, nicht aber die Arztbesuche nach vorne zu verlagern." Ein bi├čchen plagte sie mich schon, diese Ungewi├čheit.

Endlich war es so weit, ich mu├čte mich sputen, um nicht zu sp├Ąt am Flughafen zu sein, denn der Elbtunnel ist immer dann verstopft, wenn ich da durchfahren mu├č. Schrecklich aufgeregt, wie sonst auch - das konnte ich mir nie abgew├Âhnen - schaffte ich es tats├Ąchlich, p├╝nktlich anzukommen

Schon, als ich ihn durch die Absperrung kommen sah, stieg die Angst um seine Gesundheit in mir hoch. Er wirkte so verloren, war entsetzlich bla├č und hatte einiges an Gewicht eingeb├╝├čt. Eifrig darum bem├╝ht, mir nichts anmerken zu lassen, fielen wir uns in die Arme. An nichts anderes mehr denkend als froh zu sein, uns wiederzuhaben machten wir uns auf den Heimweg. Nicht einmal die sonst ├╝bliche Verschnaufpause von Flug wollte er sich g├Ânnen und darum war es schlagartig wieder da, dieses ungute Gef├╝hl. Ich f├╝hlte mich entsetzlich, hielt es aber f├╝r kl├╝ger, ihm die Wiedersehensstimmung nicht dadurch zu verg├Ąllen, schon jetzt nach seinem gesundheitlichen Zustand zu fragen. Also plauderte ich unentwegt, fast zwanghaft, Banales, um die Sorge um ihn nicht Oberhand gewinnen zu lassen und so au├čerstande zu sein, mich einfach nur dar├╝ber zu freuen, ihn bei mir zu haben.

Zu Hause angekommen, ging es zun├Ąchst so weiter. Tasche auspacken, essen und, alles in allem, nur halbherziger Genu├č.

Was, zum Teufel, war nur geschehen in den letzten drei Wochen?




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Fea
Schriftsteller-Lehrling
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Hallo dw,

darf ich mal raten, es wird ein Buch ├╝ber die Bew├Ąltigung oder den Umgang mit einer t├Âdlichen Krankheit? Nun, dann w├╝rde ich dir wirklich dazu raten in der Vergangenheit zu schreiben und vorallem die Romanform wegzulassen. Wenn du das wirklich erlebt hast und es bew├Ąltigen m├Âchtest, dann ist eine Berichtsform besser. In dieser Form w├╝rde ich das Ding nicht mehr weiterlesen, weil es irgendwie merkw├╝rdig kommt und mich gar nicht anspricht.

Der Titel ist als Arbeitstitel brauchbar, allerdings f├╝r das fertige Buch w├╝rde ich dir raten, einen k├╝rzeren nehmen. Er wirkt etwas kitschig, was dem Thema nicht guttun und in ein falsches Licht ziehn w├╝rde.

Gr├╝sse Fea


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dont_worry
Autorenanw├Ąrter
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Hallo Fea

ich danke dir f├╝r deine Anregungen

bew├Ąltigt mu├č nichts mehr werden, aber es geht, wie du schon richtig vermutest hast, um dem Umgang mit einer t├Âdlichen Krankheit

der Titel ist zun├Ąchst auch nur der Arbeitstitel

Lieben Gru├č
Ute
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