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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Es wird immer schlimmer mit dem Okkultismus
Eingestellt am 22. 02. 2003 13:21


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Das Jahresende rĂŒckte nĂ€her, die NĂ€chte wurden lĂ€nger und ich versuchte schon seit Wochen genĂŒgend Freunde zusammenzustellen, die Lust auf Feuerzangenbowle hegen.

Es wÀre zwar auch die ideale Zeit um sich mit einer Kashmirwolldecke (mit tollen, nicht aber aufregenden Applikationen) auf das Sofa zu begeben und ein gutes Buch zu lesen, doch was hÀtte man lesen können?

Donys Burger wird nicht vielen Leuten und potentiellen Lesern ein Begriff sein, sein Buch \"SilvestergesprĂ€ch eines Sechsecks\" dĂŒrfte allein vom Titel her jedoch durchaus eine adĂ€quate Alternative fĂŒr einen Feuerzangebowleabend sein.

Doch auch ich habe von Herrn Burgers Werken vormals nie etwas gehört oder gelesen, sodass ich mich zum Einen an dieser Stelle schonmal beim Autor entschuldigen muss und ihm zum Anderen sage, dass es mich einfach zu sehr in den Fingern juckt, als dass ich mich, grade in Anbetracht der zeitlichen Lage (ein Tag vor Sylvester), unverrichteter Dinge wieder von dieser, vor mir liegenden, Tastatur verschwinden könnte.

Also, ich wĂŒnsche gute Unterhaltung-

Lange habe ich schon ĂŒberlegt, welche FestivitĂ€ten unwiderruflich wiederkehren und welche von diesen von mir gerne dabei gesehen werden, dass sie es meist auch noch jĂ€hrlich tun.
Zu den Evergreens der wiederkehrenden \"Jahresevents\" zĂ€hlen neben Geburtstagen, Ostern und Weihnachten auch solche Tage wie der Weltkindertag oder der Tag der deutschen Einheit, nicht jedoch der WĂŒstenrottag.

Schon jetzt höre ich bei einigen Lesern FĂŒĂŸescharren begleitet von einem nervösen Lidzucken, denn hier scheint ganz offensichtlich ein Datum zu fehlen. Um dem sohlenproduzierenden Gewerbe nicht zur Ungnade zu fallen, gebe ich zu, dass tatsĂ€chlich ein Event in dieser AufzĂ€hlung Einzug finden mĂŒsste: Sylvester (oder Silvester, um nochmal Herrn Burger Tribut zu zollen)!

Doch ich bin mir seit geraumer Zeit nicht mehr der Sicherheit treuester Kunde, denn seit einigen Tagen bin ich etwas verwirrt, besonders Fragen betreffend, die den Jahrewechsel angehen.
Auslöser war ein Besucher einer Fast Food Kette, den es aus platztechnischen Gegebenheiten neben mich verschlug und der, neben seinem kargen Hunger auch die Marotte pflegte, vor der Verspeisung seiner erworbenen Lebensmittel grĂŒndlichst auf Finger- und Handhygiene zu achten.

So schien es den Anschein zu haben, er sei so etwas wie DER Vorzeigelobbyist der FastFoodBranche, als er den nun noch heißen Kostbrocken neben mir stehen ließ um sich um seine Handpflege zu kĂŒmmern.

Da ich wiedermal eines dieser hinterlistigen Sparmenues mit extra Eis in der Cola vor mir hatte, brauchte es nicht lange, bis alle Ingridientien meiner SpartĂŒte verbraucht waren -was an sich nicht schlimm ist, da ich ja jederzeit hĂ€tte aufstehen können, um mir weiteres Material zu beschaffen- doch der Geruch des mittlerweile schon im Feld der niederen Temperaturen befindlichen Leckerbissens neben mir reizte mich bei Weitem mehr.

Kurz ĂŒberlegte ich, ob sich der doch schon lĂ€nger verschwundene Zwangstischnachbar seiner Obhutpflichten dieses kleinen Kandidaten bewusst sei, bevor ich völlig schamlos die Papierverpackung entfernte und gerade einen großen Biss tĂ€tigen wollte. Doch kurz bevor ich meinen GelĂŒsten freien Lauf lassen konnte, bediente sich der Burger unterbewußter Kommunikationstechniken und teilte mir mit, er sei ein verwunschener Burger, der, sobald der Jahreswechsel vollzogen sei, zu einem Maximenue mit \"ohne Eis\" in der Cola mutieren wĂŒrde.

Nur essen dĂŒrfe ich ihn dann halt nicht.

Ich fragte natĂŒrlich nach hieb- und stichfesten Argumenten, die mir der gewitzte Burger auch feilbot; er malte mit einem Teil seiner Remouladensauce ein Sechseck auf den angloamerikanisch gestylten Tisch und begann mystische Vokabeln zu trĂ€llern. Der Himmel verdunkelte sich und eine JuniortĂŒte wehte lautlos von draußen in dieses doch sonst so nettes Restaurant.

Ich bekam es gerade mit der Angst zu tun, als mein verschwundener Tischnachbar auftauchte und mich mit strengem Blick betrachtete. Er wusste um die Magie, die sein Burger zu verstrahlen vermag und stellte sich mir vor: \"Gestatten\", sagte er, \"mein Name ist Dony, sie kennen mich nicht, doch ich kenne Sie!\", er zog seine noch benetzten Brauen hoch und zeigte auf ein Plakat an der RĂŒckwand zum Kinderspielbereich.

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, klar, das ist er, der große Magier, zwar bei weitem nicht so bekannt wie Ronald McDonald, doch um lĂ€ngen begabter.

Er zog nun schon seit Jahren mit seinem okkulten Burger von Restaurant zu Restaurant und verwirrte die Leute noch kurz vor Jahresschluss.

Ich war natĂŒrlich völlig von der Rolle und versuchte die Situation auf meine Seite zu bringen; dazu biss ich beherzt in den Burger und fragte Dony, warum er denn in einem Restaurant sein Unheil verteilen zu gedenkt, indem es anstatt Burgern nur Whopper gibt?

Nun liegt das alles schon sehr lang zurĂŒck, Dony arbeitet in der TÜV-Abnahmestelle fĂŒr landwirtschaftliche AnhĂ€nger und erzĂ€hlt auch heute noch gerne die Geschichte, als ein Fremder seine Existenzsicherung aß.
Doch- geht es Ronald McDonald besser als ihm?

Mir gefĂ€llt die Leselupe, deshalb unterstĂŒtze ich sie... ... indem ich bereits regelmĂ€ĂŸig die Leselupen-Shop-Links nutze.
... indem ich die Leselupen-Shop-Links in Zukunft nutzen werde.

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doktordigitalis
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Hallo Ansprechpartner!
Ich habe mal ein paar Anmerkungen zu Deiner Story gemacht.


Das Jahresende rĂŒckte nĂ€her, die NĂ€chte wurden lĂ€nger und ich versuchte schon seit Wochen genĂŒgend Freunde zusammenzustellen, die Lust auf Feuerzangenbowle hegen. entweder „hegten“ oder einen unverfĂ€nglicheren Ausdruck wĂ€hlenEs wĂ€re zwar auch die ideale Zeit um sich mit einer Kashmirwolldecke (mit tollen, nicht aber aufregenden Applikationen) auf das Sofa zu begeben und ein gutes Buch zu lesen, doch was hĂ€tte man lesen können? die Klammer ruhig weglassenDonys Burger wird nicht vielen Leuten und potentiellen Lesern ein Begriff sein, sein Buch \warum die Slashes immer bei den AnfĂŒhrungszeichen?"SilvestergesprĂ€ch eines Sechsecks\" dĂŒrfte allein vom Titel her jedoch durchaus eine adĂ€quate Alternative fĂŒr einen Feuerzangebowleabend sein. O.K. Ich lasse mich auf ein Nebengleis locken....warum nicht... vielleicht ist es ja interessant...Doch auch ich habe von Herrn Burgers Werken vormals nie etwas gehört oder gelesen, sodass ich mich zum Einen an dieser Stelle schon mal beim Autor entschuldigen muss und ihm zum Anderen sage, dass es mich einfach zu sehr in den Fingern juckt, als dass ich mich, grade in Anbetracht der zeitlichen Lage (ein Tag vor Sylvester), unverrichteter Dinge wieder von dieser, vor mir liegenden, Tastatur verschwinden könnte.klingt umstĂ€ndlichAlso, ich wĂŒnsche gute Unterhaltung- weglassen?Lange habe ich schon ĂŒberlegt, welche FestivitĂ€ten unwiderruflich wiederkehren und welche von diesen von mir gerne dabei gesehen werden, dass sie es meist auch noch jĂ€hrlich tun. Zu den Evergreens der wiederkehrenden \"Jahresevents\" vielleicht einfach ohne AnfĂŒhrungszeichen zĂ€hlen neben Geburtstagen, Ostern und Weihnachten auch solche Tage wie der Weltkindertag oder der Tag der deutschen Einheit, nicht jedoch der WĂŒstenrottag. Sehr guter Gag! Schon jetzt höre ich bei einigen Lesern FĂŒĂŸescharren ,begleitet von einem nervösen Lidzucken, denn hier scheint ganz offensichtlich ein Datum zu fehlen. Um dem sohlenproduzierenden Gewerbe nicht zur Ungnade zu fallen Vorschlag: Um beim sohlenproduzierenden Gewerbe nicht in Ungnade zu fallen..., gebe ich zu, dass tatsĂ€chlich ein Event in dieser AufzĂ€hlung Einzug finden mĂŒsste: Sylvester (oder Silvester, um nochmal Herrn Burger Tribut zu zollen)! Hier herrscht KlĂ€rungsbedarf! Diesem Gedankengang ist es schwer zu folgen: Ă€h. Moment mal, Gewerbe, Event, Einzug in dieser AufzĂ€hlung, Sylvester und Herr Burger? Äh, wer denn jetzt?Doch ich bin mir seit geraumer Zeit nicht mehr der Sicherheit treuester Kunde, denn seit einigen Tagen bin ich etwas verwirrt, besonders Fragen betreffend, die den Jahrewechsel angehen.Auslöser war ein Besucher einer Fast Food Kette, den es aus platztechnischen Gegebenheiten neben mich verschlug und der, neben seinem kargen Hunger auch die Marotte pflegte, vor der Verspeisung seiner erworbenen Lebensmittel grĂŒndlichst auf Finger- und Handhygiene zu achten. So schien es den Anschein zu haben, er sei so etwas wie DER Vorzeigelobbyist der FastFoodBrancheentweder Bindestriche, oder sonst als ein Wort, als er den nun noch heißen KostbrockenKotzbrocken neben mir stehen ließ um sich um seine Handpflege zu kĂŒmmern.zwei mal „um“...Vorschlag: um sich der Handpflege zu widmen. Da ich wiedermal eines dieser hinterlistigen Sparmenues mit extra Eis in der Cola vor mir hatte, brauchte es nicht lange, bis alle Ingredientien Ingredienzien meiner SpartĂŒte verbraucht waren -was an sich nicht schlimm ist, da ich ja jederzeit hĂ€tte aufstehen können, um mir weiteres Material zu beschaffen- doch der Geruch des mittlerweile schon im Feld der niederen Temperaturen befindlichen Leckerbissens neben mir reizte mich bei Weitem mehr. Mmmh, du machst mir Appetit, wenn ich mich nur nicht an den Zeitenwechseln stören wĂŒrde....Kurz ĂŒberlegte ich, ob sich der doch schon lĂ€nger verschwundene Zwangstischnachbarköstlicher Ausdruckseiner Obhutpflichten dieses kleinen Kandidaten? bewusst sei, bevor ich völlig schamlos die Papierverpackung entfernte und gerade einen großen Biss tĂ€tigen wollte. Doch kurz bevor ich meinen GelĂŒsten freien Lauf lassen konnte, bediente sich der Burger unterbewußter Kommunikationstechniken und teilte mir mit, er sei ein verwunschener Burger, der, sobald der Jahreswechsel vollzogen sei, zu einem Maximenue mit \"ohne Eis\" in der Cola mutieren wĂŒrde. Nur essen dĂŒrfe ich ihn dann halt nicht. Ich fragte natĂŒrlich nach hieb- und stichfesten Argumenten, die mir der gewitzte Burger auch feilbot; er malte mit einem Teil seiner Remouladensauce ein Sechseck auf den angloamerikanisch gestylten Tisch und begann mystische Vokabeln zu trĂ€llern. Der Himmel verdunkelte sich und eine JuniortĂŒte wehte lautlos von draußen in dieses doch sonst so nettes Restaurant. Schön, wie du hier das Bild benutzt um deiner Phantasie freien Raum zu lassen zu einer WeiterentwicklungIch bekam es gerade mit der Angst zu tun, als mein verschwundener Tischnachbar auftauchte und mich mit strengem Blick betrachtete. Er wusste um die Magie, die sein Burger zu verstrahlen vermag und stellte sich mir vor: \"Gestatten\", sagte er, \"mein Name ist Dony, sie kennen mich nicht, doch ich kenne Sie!\", er zog seine noch benetzten Brauen hoch und zeigte auf ein Plakat an der RĂŒckwand zum Kinderspielbereich. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, klar, das ist er, der große Magier, zwar bei weitem nicht so bekannt wie Ronald McDonald, doch um lĂ€ngen begabter. Er zog nun schon seit Jahren mit seinem okkulten Burger von Restaurant zu Restaurant und verwirrte die Leute noch kurz vor Jahresschluss. Ich war natĂŒrlich völlig von der FĂŒhlings-?Rolle und versuchte die Situation auf meine Seite zu bringenVorschlag: die Situation unter Kontrolle zu bringen; dazu biss ich beherzt in den Burger und fragte Donysehr guter Spitzname, warum er denn in einem Restaurant sein Unheil verteilen zu gedenkt, indem es anstatt Burgern nur Whopper gibt?Nun liegt das alles schon sehr lang zurĂŒck, Dony arbeitet in der TÜV-Abnahmestelle fĂŒr landwirtschaftliche AnhĂ€nger und erzĂ€hlt auch heute noch gerne die Geschichte, als ein Fremder seine Existenzsicherung aß. Doch- geht es Ronald McDonald besser als ihm?
Gut, gut. Noch ein bisschen am Duktus-Fluktus arbeiten, dann wird es!

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

__________________
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