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Leselupe.de > Ungereimtes
Flammenspuren
Eingestellt am 10. 03. 2002 19:22


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Haget
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F l a m m e n s p u r e n
        Haget # 142

Der Sirenenton gellt -
        hell ist erleuchtet die nächtliche Welt,
        vom Schadensfeuer - aus Nachbars Haus
        schlagen hell-lodernd Flammen zum Dache heraus!
        Hilfeschreie - Weinen - Gerenne wie Aufruhr -
        wer bannt die entfesselte Kraft der Natur?
        Hektik bei den Männern in Blau - ein Kind wird vermisst!
        Ein grausiges Schauspiel, das man nie mehr vergisst!

Das Osterfeuer brennt -
        ein Bild wie man’s vom Vorjahr kennt.
        In Flammen steht der Reisig-Haufen
        und ‘s ganze Dorf kommt angelaufen;
        hoch lecken die Flammen empor -
        kaum einzelne Stimmen unterscheidet das Ohr;
        ein Prasseln und Knattern, Rufen und Singen,
        Unterhaltung mit Freunden will hier kaum gelingen.

Ein Lagerfeuer vor dem Zelt -
        nur klein der Kreis den es erhellt.
        Ums wärmende Feuer schart sich die Gruppe,
        singt Wanderlieder, löffelt still dann die Suppe,
        Würste - Kartoffeln - an Stöcken gebraten,
        manch Scherz macht die Runde, dann Rätselraten;
        das Feuer wird kleiner - bald herrscht ringsum Nacht.
        es wird besprochen, was der Tag so gebracht -

Das Kaminfeuer frisst die Kloben -
        während draußen Unwetter toben:
        Ruhe herinnen; des Feuers Prasseln störet nicht,
        nicht Knallen und Knacken, wie ein Zweig, der zerbricht!
        Das Gespräch verstummt - still wird ins Feuer gesehn;
        jeder denkt seine Geschichten, erträumt ein eignes Geschehn.
        Die Phantasie wandert - die Gedanken schlafen fast ein -
        wo kann’s so gemütlich wie hier am Kaminfeuer sein?

Auf dem Tisch brennt ein Licht -
        Dämmerung, eh schwarz die Nacht anbricht -
        Andacht im Raum. Erstaunlich der kleinen Flamme Kraft,
        wie sie Blicke fesselt, sich Beachtung verschafft!
        Ã„hnlich der Wirkung, wenn die Lohe laut und groß -
        von Feuersbrunst bis Kerzenflamme kleine Unterschiede bloß?
        Riesige, schreiende Dinge verändern UM uns die Welt -
        IN uns wirkt das Zarte, das tief in unsre Herzen fällt.


Kein fester Silben-Rhythmus. Hoffentlich auch für Euch flüssig lesbar. - Kritik immer willkommen.

__________________

Haget wünscht Dir Gutes!
Selbst dümmste Sprüche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Daniel J.
???
Registriert: Feb 2002

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Hallo Haget,
beim ersten lesen ist es nicht ganz einfach den Rythmus zu finden, aber nach wiederholtem Probieren gehts ganz gut. Dieses Werk ist gut zum Vortragen geeignet (Ballade eben).Mir gefaellt wie du durch die Wahl der Wortlaenge die Stimmung bestimmst. Hier dennoch zwei kleine Vorschlaege:

Zeile 5: Hilfeschreie-Weinen-Gerenne-Aufruhr (ohne wie)

Zeile 31+32:
Die Fantasie wandert-die Gedanken schlafen beinahe ein
wo kann's so gemuetlich wie am Kaminfeuer sein.

Das passt mehr in meinen Leserythmus, vielleicht liest du es aber anders. Auf dann.
__________________
Ich ist ein Anderer (Rimbaud)

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Haget
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Registriert: Dec 2001

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Danke Daniel,
ich freue mich über Kritik! Warte nun mal ab, ob noch weitere Meinungen kommen und denke dann "am Stück" darüber nach (ohne WIE stimmt auf jeden Fall!).
Ich lese übrigens viel von Dir - aber bei "Ungereimtem" weiß ich zwar, ob es mir entweder mehr oder weniger gut gefällt, aber ich finde meistens nicht den richtigen Draht zu Vorschlägen. (Schau mal "zu mir" in HORROR, bitte.)

Liebe Grüße
Hans-Georg
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