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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Fragment
Eingestellt am 02. 05. 2001 11:51


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Chrissie
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2000

Werke: 67
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Die erste Nacht

Ich gehe in einen Club, hole mir ein Bier und wandere ziellos durch die RĂ€ume. Die TanzflĂ€che ist zu leer und ich nicht in der Laune heute, den Affen fĂŒr andere zu machen. Der Tatsache Tribut zollend, zehn Mark Eintritt bezahlt zu haben verharre ich, obschon ich lieber gehen möchte. Ein alles in allem trostloser Abend. So trostlos wie mein Leben momentan. So verfahren und glĂŒcklos wie meine derzeitige Beziehung.
Meine Wanderungen fortsetzend, neue Biere ordernd, die TanzflÀche und der ganze Laden mir immer noch zu leer, um mich verstecken zu können hinter anderen Menschen und absolut keine Lust vorhanden, mich dergestalt zu produzieren, dass alle Anwesenden mein eigenes Selbst focussieren.

Plötzlich dieser Blick. WĂ€rme durchdringt mich und macht mich fast ein wenig verlegen. Hatte ich dieses GefĂŒhl nicht schon abgelegt unter „Es war einmal...“? Ach, egal. Stelle mich daneben und sage etwas unendlich kluges ĂŒber die Musik. Wir lachen. Ein tiefer Blick aus beidseitig nachtdunklen Augen. Ouverture fĂŒr das, was kommen wird. Nachgesang auf alles, was je war. Wir einigen uns still, ohne davon zu sprechen.
Ich berĂŒhre dich nicht. Du berĂŒhrst mich nicht. Nicht mit HĂ€nden. Das hat noch Zeit. Erst berĂŒhren sich unsere Seelen. Tief und innig. Verschmelzen, ohne dass unsere Hirne dessen gewahr werden. Die halten wir schön beschĂ€ftigt mit Verbalismen. Eine wundervolle, selbstverstĂ€ndliche Ruhe breitet sich aus. Es muß nichts, aber auch gar nichts getan werden. Alles entsteht aus sich selbst. Wir wandern zusammen durch diese Nacht. Ohne Angst. Redend. Über nichts besonderes, aber sehr vertraut.
SelbstverstÀndlich nehme ich dich mit in meine Wohnung. Ohne Angst. Und, fast das Schönste, ohne Absicht. Wir reden und rauchen uns in den Sonnenaufgang.
Ich berĂŒhre dich nicht. Du berĂŒhrst mich nicht. Nicht mit HĂ€nden. Unsere Seelen unterdessen sind bereits fest verschmolzen. In Karmaliebe. Du gehst, ohne mich jemals wieder zu verlassen. Es ist noch zu frĂŒh fĂŒr Körperliches. Einzig wichtig ist: wir haben uns gefunden.
Wiedergefunden.

Die zweite Nacht, der erste Kuß

Die Freiheit hat mich wieder und nach nichts anderem steht mir der Sinn, als zu dir zu laufen und dir zu berichten. Drei Wochen haben wir nur via E-Mail kommuniziert. Meine letzte quÀlerische Beziehung hat sich endlich selbst beendet und ich will nichts anderes, als dir ins Gesicht zu berichten. Will dich sehen, nur sehen.
So sei es denn und ich suche dich heim. So weiblich wie lange nicht mehr fĂŒhle ich mich, nicht nur, weil ich einen Rock trage. Wir sitzen in der warmen Junisonne und berichten. Viel hast auch du mir zu sagen, doch deine Augen sprechen BĂ€nde im Vergleich zu deinen Lippen. Die NĂ€he wird grĂ¶ĂŸer, greifbarer, körperlicher. Immer noch berĂŒhren wir uns nicht. (Von meiner schĂŒchternen Hand an Deiner Brust zur BegrĂŒĂŸung mal abgesehen. Eine zurĂŒckgehaltene Umarmung. Impulsiv wollte ich dich, gerade angekommen, umhalsen und bremste, schon im Ausholen, den Schwung meiner Arme, so dass meine rechte Hand nur schĂŒchtern ĂŒber deine Brust strich. Du hieltest die Luft an.) Körperliches ist nicht das, was uns vordringlich interessiert. Wir haben beide schon so viele Sexualpartner gehabt, dass dies nicht mehr das Besondere sein kann. Nicht so. Nicht dieses Mal.
Und doch wird die NĂ€he immer grĂ¶ĂŸer, die Anziehung zerrt an allen Zellen meiner Haut, es ist schier nicht mehr auszuhalten.
Es ist Nacht geworden und wir gehen von der Terrasse ins Zimmer. Sitzen nun neben einander auf deinem Sofa. Links von dir sitzend spĂŒre ich ein magnetisches Kribbeln an meiner rechten Seite. Ich möchte dich kĂŒssen und zwinge mich, es nicht zu tun, wohl wissend, dass du auf keinen Fall den ersten Schritt machen wirst. Es schmerzt mich und gleichermaßen genieße ich diesen Schmerz. Den freiwilligen Verzicht als Akt der Schöpfung einer neuen Art der Liebe. Einmal nicht meinem geilen Leib zu folgen. Zum ersten Mal nicht. Unsere Gesichter sind sich inzwischen so nah, dass sich unsere Nasenspitzen fast berĂŒhren. Kleine Funken springen. Deine Augen sind so tief, so traurig. So Ă€ngstlich. Wir reden. Ich habe keine Ahnung mehr, wovon. Das einzige, was ich erinnere ist, dass mir mit einem Schlag alles egal ist, dass ich nur noch deine WĂ€rme fĂŒhle und deine tiefe innere Einsamkeit, die der meinen so Ă€hnelt. Ich seufze ein wenig und nehme dann dein Gesicht in beide HĂ€nde und drĂŒcke meinen Mund auf deinen. Deine Lippen sind voll und weich und ausgehungert. Bereitwillig lĂ€sst du mich in die feuchte Höhlung, in der deine Zunge zitternd auf mich wartet. Die Zeit bleibt stehen und die Welt besteht nur noch aus diesem Kuss. Ich löse mich von dir, um in deine Augen zu sehen. Angst und Liebe schimmern gleichermaßen in ihnen. Wir kĂŒssen uns wieder und wieder und ich will es nicht enden lassen. Will nicht fortgehen und dich ungekĂŒsst zurĂŒcklassen.
Meine einzige Bitte, die du sofort erhörst ist, dass es beim KĂŒssen bleiben soll heute Nacht. Und so bleibe ich und wir schlafen zĂŒchtig bekleidet, doch kĂŒssend ein.
Nun wissen auch unsere Gehirne, dass wir uns lieben.

Der erste Morgen und seine Folgen

Der Morgen beginnt mit einem LĂ€cheln, das sich im Halbschlaf auf mein Gesicht zaubert, weil ich spĂŒre, dass du mich ansiehst. Auf eine Art ansiehst, die als einzige solch ein LĂ€cheln auslösen kann. Ein LĂ€cheln, dass ich nur wenige Male schenken konnte. Bisher.
Seit zwei Stunden liegst du wach und beobachtest meinen Schlaf. Ich schlafe gut in deinem Bett, geborgen. Noch nicht ganz wach, schenke ich dir mein LĂ€cheln und du mir deinen Kuss. Dein Kuss ist der sĂŒĂŸeste meines Lebens. In deinem Kuß kann ich mich auflösen und flöge davon, klammerte ich mich nicht geradezu an dich dabei.
Mir ist so warm und weich in deinen Armen, vor Äonen habe ich mich letztmals so warm und weich gefĂŒhlt – als ich meine neugeborene Tochter zum ersten Mal in meinen Armen hielt. Dieses tiefe, unerschĂŒtterliche Wissen: „Wir gehören zusammen.“. Ein Wissen, das jeglicher intellektueller Grundlage entbehrt, da es tief in der Seele sich grĂŒndet.
Wir sind uns einig, bewusst den Akt der Penetration hinaus zu zögern, nichts zu ĂŒberstĂŒrzen und jedes MĂŒ, das wir uns weiter aneinander wagen, zu genießen. Wir haben so viel Zeit, den Rest unserer Leben. Und obwohl ich nicht aufhören kann, mich ganz fest an dich zu drĂŒcken, so dicht, dass kein Haar mehr zwischen uns passt, reicht mir das in dem Moment auch schon aus. Seltsam, sonst bin ich ganz anders. Es ist, als wĂ€re mein Panzer, den ich mir in all den Jahren habe wachsen lassen, Schicht um Schicht um Schicht, mit einem Mal aufgebrochen und von mir abgefallen, dem Gesetz der Schwerkraft folgend und gleichzeitig mich von aller Schwere befreiend, die mich zwang, ihn anzulegen. Du hast mich den SchlĂŒssel zu meinem Herzen wieder finden lassen, doch ich wollte ihn gar nicht behalten und habe ihn dir bereitwillig ĂŒberlassen. Was immer du bei mir finden magst, es gehört dir. Ich schenke dir mein Herz, meine Liebe, mein Vertrauen, meine Angst, meine innere Einsamkeit, meine Traurigkeit, meine Freude, meinen Zorn, mein Versagen, meine Kunstfertigkeit – und meine Lust, die schenke ich dir auch noch. Ein bisschen spĂ€ter, nicht gleich.
Du bist der Mann meiner JungmĂ€dchentrĂ€ume, von dem ich, saturiert und abgeklĂ€rt wie der Mensch des Westens sich mit Mitte dreißig sieht, mir sicher war, er existiere gar nicht. In dir trĂ€gst du die gleiche Traurigkeit und tiefe Einsamkeit wie ich, nur kannst du sie nicht so perfekt verbergen. Ich bin eindeutig der bessere Schauspieler von uns beiden und ich bin ĂŒberglĂŒcklich, dass es nicht anders herum ist. Denn wĂ€re dem so, hĂ€ttest du mich den SchlĂŒssel meines Herzens nicht wieder finden lassen und dann gĂ€be es nichts, was ich dir schenken könnte außer intellektuellem Austausch und vielleicht, wenn du das wolltest, sexueller Ekstase von der traurigen Art. Doch du bist nun mal der schlechtere Schauspieler und ich habe Dir mein wiedergefundenes Herz geschenkt und nun glĂŒhe ich vor Liebe, weil Du mein Innerstes erkennst und verstehst; als erster Mann in meinem Leben. Ich öffne mich dir ganz weit, bis ich beginne zu fließen.
Ach ja, die Arbeit ruft mittels eines piepsenden Weckers. Es ist ja Dienstag. Ein Tag des Dienstes. Du meinst, vor ein paar Jahren hÀttest du jetzt blau gemacht und ich, wÀre ich schneller gewesen als du, hÀtte genau das selbe gesagt. Wir lachen. Also gehen wir ins Bad und duschen uns die Nacht von den Leibern, einzeln, nach einander, um das Geheimnis der Nacktheit noch zu wahren.
Du fĂ€hrst mich auf dem Weg zur Arbeit nach Hause und ich finde es sehr seltsam, morgens um Sieben in die Wohnung zu gehen. Irgendwie die falsche Richtung. Meine Tochter ist todkrank und ich war nicht da. Hat die ganze Nacht gekotzt und jetzt Fieber. O je, wenn ich einmal egoistisch bin, dann gibt’s gleich eine mittelprĂ€chtige Katastrophe...
Aber ich bereue es nicht, keine Sekunde, mein GlĂŒck gepackt zu haben und lasse es unter Garantie nicht mehr los.
Ich mache mich fertig und fahre ins BĂŒro. Komisch alles, heute. Doch da lacht mir mein Mailprogramm ins Gesicht, dieses freundlichste Ikon von allen. Seit Ewigkeiten kein Gedicht mehr geschrieben, aber Dir kann ich:

morgens, 8 uhr

ich bin noch nicht ganz wach
heute morgen
weil ich's nicht sein will
lieber weitertrÀume

mag nichts zu tun haben
mit klingelnden telefonen
und piepsenden computern
und leuten, oje

also schalte ich kurz mal um
auf eine andere wahrscheinlichkeit
und kuschel immer noch mit dir
unter einer decke

Irgendwann holt mich dann das TagesgeschĂ€ft doch ein und ich muss wohl oder ĂŒbel aufhören zu trĂ€umen. Dennoch bleibt das LĂ€cheln auf meinem Gesicht.
Ich lebe wieder. Weil ich dich liebe. Und das macht alles, was kommen mag, unendlich leichter.

Der Rest der Woche und die Belohnung

Es war C., der Schluss gemacht hatte. Bevor ich dich zu unserer zweiten Nacht besuchte. Nun denkt er, er könne alles mit einem „War ja nicht so gemeint...“ wieder rĂŒckgĂ€ngig machen. Dass offensichtlich ein anderer Mann mit im Spiel ist, gibt ihm kurzfristig noch mehr Elan. Er tut Dinge, die er sonst nie fĂŒr mich getan hat, fĂŒllt meinen KĂŒhlschrank, bringt mir rote Rosen ins BĂŒro, putzt meine Wohnung. Das macht es nicht leichter fĂŒr ihn, was ich ihm sage, immer wieder: „Vorbei ist vorbei.“

Du und ich, wir schreiben uns tagsĂŒber mehrere E-Mails, von BĂŒro zu BĂŒro. Ab und zu ruft einer den anderen an, wenn die Sehnsucht nach dem Klang der geliebten Stimme zu groß wird. Deine Stimme lĂ€sst mir kleine Schauer ĂŒber die Haut laufen, wenn sie diesen gewissen Subbass annimmt. Immer, wenn du von Liebe sprichst. Geht mir direkt in den Bauch. Sozusagen das Gegenteil von Ultraschall.

Es dauert alles so lange. C. wohnt immer noch bei mir, klar, so schnell findet der keine andere Bleibe. Am Donnerstag die Abschlussfeier wegen meiner beendeten Fortbildung. Du kommst. Ich stehe vor der Pizzeria, wo wir essen wollen und du kommst ĂŒber die Straße. Zum ersten Mal Gelegenheit, dich von fern zu betrachten. Meine GĂŒte, bist du gut aussehend! Da ich bisher fast nur damit befasst war, in dein Inneres zu kriechen, habe ich mir das Äußere noch nicht so genau angesehen. Es kann doch einfach nicht wahr sein, dass alles so zusammen stimmt!
(Jedes GefĂŒhl von GlĂŒck wird von Zweifeln getrĂŒbt. Der Fluch der Zivilisation?)
Das Essen schnell absolvierend beschließen wir, noch ein wenig zu laufen, draußen am mystischen Ort der alten Kelten. NatĂŒrlich verlaufen wir uns ein wenig, aber das macht nichts – durch fast mannshohes Gras bahnen wir uns schließlich doch unseren Weg zu unserem Ziel – der alte Kraftplatz oben auf dem HĂŒgel, umrundet von uralten Eichen.
Der Himmel ĂŒber uns ist so weit wie unsere Herzen. Die Nacht breitet einen Schleier nach dem anderen ĂŒber den Tag und sĂ€t ihre Sterne. Mit jedem Aufblinken steigt meine Begierde nach Dir, bis sie mich fast sprengt.
Ich liebe Dich. Ich will dich. Ich lass‘ dich nie mehr los.
Und so umklammere ich dich und du mich nachts auf diesem mystischen HĂŒgel und ich gebe dir mein Treuegelöbnis, ganz freiwillig. Auch wenn wir diese Nacht getrennt beenden, so bleibt doch ein Teil von jedem von uns stets beim Anderen.

Der Freitag ist ein wahrer Freutag. Ganz geplant und arrangiert bis Sonntag Auszeit genommen vom Rest meines Lebens, um endlich ohne Zeiteisen dir meine Lebenszeit zu schenken. Befreit und entspannt. Ich sinke in deine Arme, wo ich Halt finde und tausende wohlriechende Pheromone.
Wir legen uns ins Bett, weiter mit dem Vorhaben, nicht zu penetrieren, offenbaren uns aber den grĂ¶ĂŸten Teil unserer Nacktheit und verlassen bald die Ebene der bereits erlebten Zartheit, um in tiefere Gefilde der Lust vorzudringen. Den ersten Orgasmus verschaffst du mir mit Mund und HĂ€nden und ich singe wie eine brĂŒnftige Hirschin das Lied meiner Lust an dir. Dann liegen wir nebeneinander und du siehst mich fragend an, als meine HĂ€nde beginnen, ĂŒber deinen Körper zu wandern. Immer noch hast du deinen Slip an und ich will endlich deinen Schwanz kennen lernen. Vorsichtig schnĂŒffle ich am Gummibund und werde schier ohnmĂ€chtig vor Wonne. Ich befreie den kleinen Lustspender und eine Wolke von Moschus dringt ein in mein Gehirn und macht mich trunken. Oh, ich mag ihn, den Lumpen. Ich bin ganz zart zu ihm, was ihm sehr gefĂ€llt. Und wie du mir, so verschaffe ich dir den ersten Orgasmus mit Mund und HĂ€nden. Und finde es schön, dass du Laut gibst dabei. Und finde es höchst angenehm, wie du schmeckst.
Wir spielen die ganze Nacht mit einander. Dann schlafen wir. Wachen auf und spielen weiter. Um elf hast du eine Verabredung zum Badminton – das gibt mir Zeit, noch ein wenig zu schlafen. Du kommst mit FrĂŒhstĂŒck zurĂŒck und ich bin froh, an Nahrungsaufnahme erinnert zu werden. Wir essen mit dem Tisch zwischen uns, damit wenigstens ein wenig in unseren MĂ€gen ist, bevor wir wieder unsere HĂ€nde und MĂŒnder nicht von einander lassen können. Weiter gilt die Abmachung: keine Penetration. Nein, inzwischen haben wir gewettet – der, der verliert, muss den anderen verfĂŒhren. So gibt es im Grunde nur Gewinner bei unserem Spiel. Trotzdem will ich nicht nachgeben.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck sehen wir uns an – es ist inzwischen Mittag – und beschließen, wieder ins Bett zu fallen. Auch wenn draußen die Sonne lockt – wir schließen die RollĂ€den und spielen Regentag. Es werden noch so viele sonnige Tage folgen, auf den einen kommt es nicht an. Wieder im Bett, werden peu Ă  peu unsere Liebkosungen immer wilder. Du treibst mich in den Wahnsinn, spielst meinen Körper wie ein vertrautes Instrument. Eine Woche, nur eine Woche durchgehalten, egal, ich will dich. Du wirst es nicht sein, der nachgibt, ich weiß; also tu‘ ich es, weil aller Stolz von mir abfĂ€llt in deinen Armen, komm zu mir, ich ergebe mich. „Scheiß drauf, ich hab‘ verloren und es ist mir so egal – ich will dich ficken!“ Darauf hast du nur gewartet, dass ich mich ergebe, dass ich nachgebe, dass ich mich dir hingebe.
Du dringst in mich ein und es ist, als ob zwei lange getrennte Teile einer Form endlich wieder zusammen gepasst wĂŒrden. Ich werfe meinen Verstand von mir und mutiere zu dem kleinen geilen Tier, das tief in mir geschlummert hat. Bis sein BĂ€ndiger kam, um es zu wecken und zu zĂ€hmen. Ich verliere meine Sprache, ich liefere mich dir aus, ich öffne dir mein Innerstes, mein Geheimnis, meine dunkle Blume, ja, stoss‘ deine Liebe in mich hinein so fest du kannst, imprĂ€gniere mich mit deiner Leidenschaft; nie wieder wird ein anderer Mann dies dĂŒrfen, besitze mich, ich gehöre dir von diesem Moment an bis ans Ende der Zeit... wir lösen uns auf, vermischen uns und treiben eine Weile in unserer eigenen Zwischenwelt.

Wieder zurĂŒck, sehe ich dich an, einsamer alter Wolf, und sage dir, dass du nun nie mehr einsam sein wirst. Weil ich dich nie mehr verlassen werde. Nie mehr. Denn du bist mein Mann und ich dein Weib.

__________________
Pseudonym? Nein Danke!
Christine Mell von Mellenheim

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