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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Freund oder Feind: die Fliegenallegorie
Eingestellt am 19. 06. 2012 13:11


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atzmuellersand
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2012

Werke: 31
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Freund oder Feind: die Fliegenallegorie?

Gibt es eine erkennbare Richtung der Entwicklung, die dieses Universum einschlägt? Wir werden diese Frage nicht klären können, aber vielleicht können wir uns der Antwort nähern. Dazu gönnen wir uns ein kleines Gedanken-Experiment, das wir gehörig ausschmücken werden, damit es sein Ziel nicht verfehlt.
Stellen Sie sich vor, Sie schlüpfen in die Rolle eines Raumfahrers, der schon seit schier unendlich langer Zeit in seiner Mission unterwegs zwischen den Welten ist.

Lassen Sie sich ruhig Zeit damit.

Sie fahren schon seit Jahren in den kalten und weiten Räumen des Weltalls ohne jeglichen Kontakt zu einem Lebewesen. Millionen Kilometer pro Stunde, immer weiter fort, fort von Zuhause.. Ihre Heimat, die gute, alte Erde, ist schon seit Jahren nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen und sie spüren langsam am ganzen Körper und in jeder Ritze des Raumschiffes, dass Sie wirklich das einzige Lebewesen sind, dass hier existiert. Beklemmung macht sich breit. Ein leises frösteln am ganzen Körper. Der Mensch ist ein Sozialwesen, fällt ihnen ein. Was gäben Sie dafür, jetzt ein Plauderstündchen zu halten? Aber sie wissen, das Raumschiff wurde vor der Fahrt generalgereinigt. Es sollen ja auch nicht die feinsten Spuren irdischen Lebens in diese fremden Welten getragen werden. Verunreinigung, heißt das, Kontamination mit irdischen Lebenssporen. Wenn sie so sinnen, hoffen sie immer mehr, hätten’s die Ingenieure doch nicht so sauber und gewissenhaft gemacht. Nur ein kleines Stäubchen von Zuhause. Ein Dreck – vergessen.. Ein achtlos dahingeworfener Kern. Gäb er nicht Botschaft von Zuhause? Stünd‘ er nicht für all die irdische Pracht? Schlummerte in seinem Innern nicht das Geheimnis des Lebens. Des irdischen Lebens, das ihnen nun tausendmal wichtiger erscheint als all die ganze Sternenpracht. Soll’s der Teufel holen, die Außerirdischen.

Sie dösen so vor sich hin, beim Anblick all der Sterne. Ihr Auge sucht nach einem Halt in dieser Sternenwüste: Sterne, wie Sand am Meer. Unerreichbar weit, weit weg von hier.

Langsam, ganz langsam aber unaufhaltsam wird es ihnen kalt bei dem Gedanken, hier ganz allein und einsam zu sein. Hatte nicht Robinson Crusoe selbst da noch eine ganze Vielzahl von Freunden um sich. Er war nicht allein, er war nur nicht zuhause. Aber sie sind allein – mutterseelenallein. Wirklich allein. Selbst Kolumbus hätte nicht mit ihnen getauscht. Er war nicht weit weg. Ein kurzer Trip über den Teich. Er verließ nicht einmal für einen kurzen Augenblick den allumspannenden Raum der irdischen Biosphäre. Auf einem Papyrusboot hätte er zurückrudern können. Etwas laut gehustet und man hätte es bis nach Spanien gehört. Aber sie sind wirklich allein. Hier zwischen Milchstraße und Andromeda gibt es kein Funksignal mehr. Sie sind einfach abgeschnitten. Gestrandet in der Fülle der Leere. Wahrscheinlich ist selbst der Tod noch unterhaltsamer.

Und da. Zeit verstreicht. Viele Minuten. Hörten sie da nicht etwas surren? Es klang so vertraut. Aus Kindertagen. Nein. Bestimmt nicht. Das summen musste von der Elektronik kommen. Wahrscheinlich irgendeine Lötstelle, tief drinnen im Bauch der Technik. Ruhe kehrt wieder ein. Totenstille.
Dann plötzlich ein -- -- -- Summen: „Sssss ssssss ssssssssssssss sssss sss“
Dann Totenstille. Sie spannen all ihre Sinne an. Was war das? Träumen sie schon? Fängt nach so langer Isolation der Wahnsinn an? Der Mensch ist ein Sozialtier, höre ich mich denken? Sage ich es, oder höre ich es, wie von einer inneren Stimme? Nur nicht wahnsinnig werden. Vielleicht rettet mich da ein Musikstück von Beethoven, oder doch lieber ein Ratespiel: ich und der Computer?
Nein. Ich habe keine Lust mehr. Mag es für alle Zeiten und mehr als ein Menschenleben reichen, dieser Lese-, Lern- und Unterhaltungsstoff, den mir diese verdammte Maschine liefern kann. Aber es ist doch nur Halbleiterwissen. Halbleiter-sprache. Halbleiterseele. Strom weg – Affe tot. Solange forscht man nun schon an Intelligenz. Und was hat es gebracht? Diese Reise. Ich hätte sie nie antreten dürfen. Warum habe ich mich damals als Freiwilliger gemeldet. Dieses Himmelfahrtskommando. Ins Nichts. Das volle Weltall. Leer wie – ja wie? Wie meine Geldbörse, meinetwegen. Die brauche ich hier ja sowieso nicht. Und meine Lieben zuhause sind versorgt. Ja – da ließ sich die Agentur nicht lumpen. Es gab reichlich Kohle für die Angehörigen. Als Auslöse und Entschädigung – versteht sich. Ich kann ja für Keinen mehr sorgen. Bin hier auf diesem Höllentrip.

Diese Stille. Dieses Nichts. Es macht mich rasen, macht mich kirre, macht mich wütend, macht mich verzweifelnd, macht mich nachdenklich, macht mich ruhig, zerstört mein Ich.

Diese Einsamkeit. Diese brüllende Einsamkeit. Diese schreiende, klagende Einsamkeit. Nicht einmal Fliegen, die mich hier belästigen könnten.
Plötzlich -- Ruhe. Totenstille. Jetzt weiß ich, an was mich das surren erinnerte. Früher waren sie auf der Erde allgegenwärtig. FLIEGEN! Fliegen. Wie schön das jetzt klingt: fliegen. Nein. Das wäre zu viel des Guten. Was gäbe ich, eine Fliege hier in dieser Einsamkeit zu treffen. Ein Königreich? Nein, mein ganzes Leben!
Ich erinnere mich, als ich als Kind in den Speicher ging. Da lagen diese Fliegen. Allesamt langsam verhungert und verdurstet, nachdem sie x-tausendmal versucht hatten, durch die geschlossenen Fensterscheiben hinaus ins Licht zu fliegen. „Fliegen“ – was für ein Wort. Was für ein Lebewesen? So weit ist mir nun schon die Erinnerung an dieses verlorengegangene Paradies entfernt. Selbst die schlimmsten Plagegeister, waren doch vom gleichen Fleisch und Blut. Sie könnten mich verstehen – irgendwie. Sie fühlen. Sie fühlen den Schmerz, die Kälte. Sie lieben die Gesellschaft. Sie besuchen uns immer und immer wieder. Sie stehen zu uns von Kindesstatt bis zum Sarg. Selbst ihre Kinder suchen noch unsere verwesenden Überreste. Irgendwie sind wir alle auch ein bisschen Fliegen. Jedenfalls war sicherlich jedes Atom unseres Körpers schon einmal ein Baustein eines Fliegenkörpers. Welche innigste Verwandtschaft wir doch gemeinsam haben. Biologisch und sozial. Was für ein Freund, könnte das sein – hier in dieser Öde, in dieser herzzerreißenden Einsamkeit.

Nein. Es war kein elektronischer Fehler. Kein Summen in der Apparatur. Es war – es muss förmlich eine Fliege gewesen sein. Hier in diesem Raumschiff ein Freund. Mein Freitag. Ich Robinson, du Freitag. Umgedichtet wohl in: ich Astronaut, du Fliege – nein. Ich, Mensch, du Freund! Ja, das ist hier der richtige Ton: du Freund, Menschenfreund!

Ging nun mein Wunsch endgültig mit mir durch? War das der erste Anflug von Wahnsinn? Wie man es auch nennen mag, ich musste mich auf diese Expedition begeben. Jetzt heißt es, retten, was noch zu retten ist. Wir müssen den Schatz suchen und den Menschenfreund befreien. Hoffentlich war’s nun noch nicht zu spät. Wie sollte man eine Fliege wiederbeleben, die ihr Leben ausgehaucht hätte. Wahr-scheinlich durch meine Schuld, durch meine tiefste eigene Schuld. Weil ich so lange nicht gehandelt hatte. Nicht verzagen. Auf das gute Hoffen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, fällt mir nun ein – ein ganz doofer Satz, aber berühmt. Vielleicht was Wahres dran?

Woher kam das Surren? Fenster, Licht? Vielleicht – vielleicht. Fenster gab es hier zwar, aber die schauten alle hinaus in die dunkle schwarze, ewige Nacht des Universums. Dahin würde wohl auch die Fliege nicht wollen. Das hellste Licht war wohl die Schreibtischlampe, die ich mir von der Erde mitgenommen habe. Sollte sie mich erinnern und träumen lassen. Ich habe sie heute zum ersten Mal angeknipst. Auch und trotzdem es mir verboten wurde. Zu viel Hitze, diese steinzeitlichen Glühlampen, haben die Experten gesagt. Zuviel Energieverschwendung, haben sie gesagt. Aber ich bin jetzt mein eigener Herr. Hier gelten nur mehr die Gesetze, die ich mir hier selber gebe und ein paar lumpige Naturgesetze. Auch wenn ich mich wiederhole: hol’s der Teufel. Irgendwann ist Leben und Sterben dasselbe.
Also habe ich sie angeknipst
– meine alte Schreibtischlampe.

Vielleicht hat sich darin eine Fliege versteckt? War das nicht auch auf Erden deren Lieblingsversteck? Hoffentlich ist der Fliege nichts passiert. Verbrannt nach einem so kurzen Leben. Durch meine Schuld hingerichtet auf dem Weg zwischen Erde und Andromeda. Habe ich vielleicht meinen einzigen und treuesten Freund auf dem Gewissen, den letzten Gefährten?

Mein Blick schweift zur Lampe. Nein – nichts regt sich. Entweder schon tot, fährt es mir in die Glieder – der Blutdruck steigt ins unermessliche, oder – oder rücklings, irgendwo auf dem Boden. Aber was ist schon Boden in einem Raumschiff? Die Schwerkraft wurde hier durch ständige Drehung des ganzen Schiffes praktisch künstlich erzeugt.

„Sssss- ssss-ssss-ss“ --- „sss-sss-ss-s“ --- „ss-ss-ss-s-s-ss-s“. Es wird schwächer. Ich seh sie. JA! Es ist ein weiteres Lebewesen hier auf dem Raumschiff! Ich bin nicht mehr allein! Nie mehr allein! Schnell hin und schauen. Prüfen. Helfen. Aufheben. Vorsicht!

Vorsicht! Bestimmt ausgehungert. Vielleicht verbrannt an der heißen Glühlampe. Es bewegt sich. Es bewegt sich! Es lebt. Es steht auf eigenen Füßen! Ja, ich habe meinen Freund gefunden und gerettet. Er soll immer bei mir bleiben. Nie mehr sterben. Nicht mehr alleine sein. Schnell automatische Beleuchtung an und Glühlampe aus. Das ist hier viel zu gefährlich für meinen neuen Freund. Aber das Raumschiff ist so groß. Wie finde ich meinen Freund hier, zwischen all der Technik? Wie kann ich meinen Schützling beschützen? Muss ich meinen Freund einsperren, damit er bei mir bleibt?

Nein. Er soll freiwillig bei mir bleiben. Ich muss es ihm einfach schön genug machen, damit er mich so oft möglich besuchen kommt. Das fällt mir gottseidank als Mensch doch leicht. Die Natur hat es wohl doch so eingerichtet, fange ich an, mich zu erinnern, dass Fliegen auf den Schweiß von Menschen stehen. Also werde ich mich einfach nicht mehr so häufig waschen. Es eh schädlich und verschwenderisch. Dumme Angewohnheit der letzten Jahrhunderte. Des Weiteren ist es dann auch viel ungefährlicher für meinen Freund unter die Räder – äh, unter den Wasserhahn zu kommen.

Ich kann ihnen sagen, das war ein Duo: die Fliege und ihr Freund der Astronaut. Wie sie sich so unterhielten. Einer jagte zum Spaß den anderen. Sie beobachten sich, ganz nah, auf du und du. Wie schön doch so ein Fliegenkörper gebaut ist – dachte sich der Astronaut und verliebte sich tagtäglich mehr in ihn. Es konnte keiner mehr auf den anderen verzichten. Sie lebten so einen ganzen Sommer lang -- einen Fliegensommer, meine ich. Leider war die Fliege wirklich das einzige wirklich lebende Ding, neben dem Astronauten, in dieser intergalaktischen Bombe, so wenigstens dachte der Astronaut. Somit ist das Ende dieser Freundschaft von vornherein absehbar. Der Astronaut beerdigte die Fliege als seinen besten und treuesten Freund. Da wir hier nicht auf der Erde sind, mussten angefeuchtete Staubfussel die Erde ersetzen und zusammengerollte Papierschnipsel – ebenso ein antikes Gerät – die Steine darstellen. Er ließ sich lange Zeit, das Grab zu basteln, die Totenrede zu schreiben. Es war wohl seine schönste Rede, die er jemals geschrieben hatte. Als er sie hielt, war er davon sehr ergriffen. Man konnte sich förmlich vorstellen, wie etwaige Trauergäste hier Rotz-und-Wasser geheult hätten. Mit schweren Worten legte er die Papierschnipsel über das angefeuchtete Grab. Danach gab’s den Leichenschmaus. Mit tränenden Augen und angeschwollenen Lippen wurden die besten Astronauten-menüs hervorgezaubert. Das Herz hätte jeden dahinschmelzen müssen, der diese kleine Trauergemeinschaft beobachtet hätte (allerdings hätte der Beobachter sich mit dem Raumschiff in riesiger Umdrehungszahl mitdrehen müssen; daher können wir davon ausgehen, dass wohl kein Beobachter zufällig dabei war).

Was ist nun aus dem Astronauten geworden?
Als das Schiff nach vielen Äonen schließlich von irgendeiner dahergelaufenen außerirdischen Spezies eingefangen wurde, lebten weder die Fliegen noch der Raumfahrer noch. Sorgfältig wurde das Schiff geöffnet und es bot sich ein Bild des Grauens. Das Raumschiff-Innere war übersäht mit vertrockneten Fliegenleibern, von unserem Raumfahrer war weit und breit nichts zu sehen, nur ein für irdische Experten sofort erkennbarer Verwesungs-geruch lag dick in der Luft. Aber woher sollten Außerirdische wissen, welche Düfte in der Atmosphäre der Erde so ihre Liebhaber finden. Natürlich bemerkten sie in ihren langen Forschungen auch das reich ausgeschmückte Grab der Fliege und schlossen daraus, dass die Fliegen hier wohl einen ihrer großen Könige bestattet hatten. Lange wurde noch gerätselt, wie so kleine Wesen mit sechs Beinen, solche großen Raumschiffe, und vor allem solche Apparaturen betätigen könnten. Des Weiteren bleibt wohl für immer ungeklärt, wie Fliegen eine Schrift entwickeln, die im Weltraumvergleich eigentlich viel zu groß ist, setzt man die Buchstabengröße zur Größe der einzelnen Fliege. Man schloss messerscharf, dass Fliegen wohl in einem hochentwickelten sozialen Netz leben und gemeinsam irgendwie im Stande seien einen Füller so zu führen, dass sie mit großen Buchstaben auf etwas Weißes schreiben konnten. Mit Hilfe der noch funktionierenden Apparate konnte die irdische Sprache entschlüsselt werden. Damit ging das letzte Schreiben des Astronauten fälschlicherweise in die Annalen des Andromeda als Schrift der Fliegen ein, mit den bewegenden Worten auf dem im Raumschiff aufgefundenen Zettel:
„Nicht will ich mehr sein, ohne dich mein bester Freund. Der Wahnsinn scheint mich zu erobern, ohne dich, höre ich doch dich schon in meiner Einsamkeit -- dein leises Summen vernehmen immer noch meine Ohren. Mein liebstes Wesen, meine Fliege. Also werde ich den Freitod wählen. Bei dir an deinem Grabe will auch ich die Ruhe finden. In Liebe, Dein bester Freund.“

Hier starb wohl zum ersten Mal ein Mensch nicht durch sondern für eine Fliege – aus Liebe. So sei’s.

Die Evolution des Weltalls ist nicht an die Spitze angekommen, weil es aus anfänglicher Energie die Materie gebar, noch weil aus der Materie Sterne und Galaxien entstanden. Weder das Ausbrüten neuer Materiebaustoffe in Sternen und Sternenexplosionen noch die Naturgesetze zwischen diesen Bausteinen ist das zentrale Ziel der Evolution. Aus der Asche längst vergangener Sternzeitalter wurden chemische Reaktionen möglich, welche am Ende biologische Gebilde entstehen ließen, die im Stand waren, sich selbst zu reproduzieren und sich die Umwelt günstig formen konnten. Auch dies ist nur ein Zwischenschritt in eine Evolution der Verhaltensweisen, die auf Gemeinsinn und gemeinschaftliches Überleben zielt. Irgendwann in dieser evolutiven Kette von Vorfahren, Kindern und Nachfahren wurden Gefühle und Strategien geboren. Es entstanden Partnerschaften und damit auch Feinde. Am Ende dieser Entwicklungskette manifestierte sich Freude, Fürsorge und Liebe. Natürlich ist die Liebe immer schon ein Teil des Universums – auch wenn es noch niemanden gibt, der diese Möglichkeit aus der Tiefe aller Möglichkeiten zum ersten Mal manifestiert. Ist es nicht wunderbar, dass hier überall in diesem, unserem, Raum- und Zeitkontinuum schon Ausformungen angelegt sind, die sofort abrufbar sind, wenn die Zeit reif dazu geworden ist. Hier kann man nicht einfach nur von Zufall reden. Es wäre so als wolle man bei der Mona Lisa nur von dem Farbmalkasten reden, der dafür verwendet wurde und zufällig die richtigen Farben mixte. Am derzeitigen Ende, nach dem Was des Kindes, nach dem Wie des Naturwissenschaftlers steht das Warum des fragenden und staunenden Menschen – des gläubigen und freien Menschen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Warum den Anfang einer weiteren Evolutionsstufe darstellt, die sich langsam auftut, nachdem der Mensch die Möglichkeit dazu erahnen ließ. Die Evolution ist ein göttliches Prinzip. Der rechte Glaube muss dieses Wunder unseres Weltalls in sich integrieren. Aber Vorsicht: wir beten nicht das Weltall an, sondern wir bestaunen das Wunder, das darin steckt und fragen weiter nach dem Warum.

Ein Fazit aus diesen Überlegungen könnte sein:
Die Evolution führt uns auf immer höheren Wegen in die Geheimnisse des Universums ein. Jeder neue Schritt dabei enthüllt neue wunderbare Ideen.
__________________
Robert Atzmüller

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