Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87739
Momentan online:
72 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Frieden
Eingestellt am 12. 10. 2001 18:22


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Feder
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2000

Werke: 413
Kommentare: 1763
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Feder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil



K├Ânnten Gef├╝hle B├╝cher schreiben.
dann w├Ąr selbst das Papier bewegt.
Nicht eine Frage w├╝rde bleiben.
Ein jedes R├Ątsel w├Ąr belegt.

Die Tinte k├Ânnte leichter flie├čen.
Das L├Âschpapier g├Ąb es als Paar.
Der Einband w├╝rde viel umschlie├čen.
Mehr, als je zu berichten war.

K├Ânnten Gef├╝hle komponieren,
dann w├╝rde die Musik gelenkt.
Die Noten d├╝rften explodieren.
Zum Werk, das keine Grenzen kennt.

Ges├Ąnge w├╝rden voller klingen.
Die Ohren w├Ąren ausges├Âhnt.
Kein Instrument w├Ąr abzustimmen
auf das, das alles ├╝bert├Ânt.

K├Ânnten Gef├╝hle Bilder malen,
dann blieben keine Fl├Ąchen frei.
Sie glichen vollen, runden Zahlen.
Kein leerer Wert. Kein Einerlei.

Es w├╝rde viel mehr Farben geben.
Und jede davon tr├╝ge Glanz.
Das Innerste w├Ąr ihr Verm├Âgen.
Nat├╝rlichkeit zeigte Brillanz.

K├Ânnten Gef├╝hle Br├╝cken bauen,
glich das Ger├╝st dem Felsmassiv.
Man k├Ânnte ├╝ber Grenzen schauen.
Verbunden, nah und objektiv.

Sie w├╝rden mehr zu Aussicht haben
als jeder Gipfel dieser Welt.
Die ganze Menschheit k├Ąm zum Tragen,
wenn Liebe auf die Plattform f├Ąllt.

Gute Gef├╝hle m├Âchten schweben.
Sie sind zwar hier, doch fern der Zeit.
Sie wissen um das Seelenleben.
Folg ihnen nach. Es ist nicht weit!

__________________
copyright by Feder______________________Die Dinge sind nie so, wie sie sind.Sie sind immer das,was man aus ihnen macht.*Jean Anouilh*http://www.feder-online.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Pessimist
Guest
Registriert: Not Yet

Sch├Ân

K├Ânnten Gef├╝hle schreiben w├╝rden sie sich "Feder" nennen...

Bearbeiten/Löschen    


Brigitte
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Dec 2000

Werke: 98
Kommentare: 933
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Brigitte eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Frieden.........

Liebe Feder,

Du hast das sehr sch├Ân und treffend formuliert.
Sch├Ân w├Ąre es, wenn es endlich auf der ganzen Welt Frieden g├Ąbe, k├Ânnen wir nicht mit dem zufrieden sein, was wir sind und haben, es muss doch endlich einmal eine Einheit geben. Wenn der Mensch so weitermacht, dann gibt es bald nichts mehr, worum es sich noch lohnt zu leben, soweit darf es einfach nicht kommen.
Aber ich habe so ein ungutes Gef├╝hl im Bauch, aber dennoch gibt es da ein Funken Hoffnung.....

Ganz liebe Gr├╝sse
deine Brigitte

__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f├╝r das Auge unsichtbar.

Bearbeiten/Löschen    


Kunigunde
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 28
Kommentare: 36
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Frieden

Lieber Feder,

Dein Gedicht spricht mich unwahrscheinlich und tief an. Wie Recht Du hast. Gef├╝hle k├Ânnen so viel bewirken. Ich bin fest davon ├╝berzeugt, dass Gef├╝hle Br├╝cken bauen k├Ânnen, wenn wir sie nur zulassen. Ich selbst male nur nach Gef├╝hl und habe schon manche bewegte Gesichter beim Betrachten meiner Bilder erlebt. Du stellst es so in Frage, ich meine das Gef├╝hl. Aber ich denke und f├╝hle auch, dass, wenn ein Jeder aus und mit dem Gef├╝hl leben w├╝rde, wir jeden Menschen, egal welcher Nationalit├Ąt, egal ob schwarz ob wei├č, egal ob arm ob reich, egal welcher Glaubensrichtung, annehmen und tolerieren k├Ânnten. Wir w├╝rden aus dem Gef├╝hl heraus ihn zumindest versuchen zu verstehen. Das w├Ąre schon viel. Danke f├╝r dieses tolle Gedicht.
Gef├╝hlvolle Gr├╝├če Kuni

Bearbeiten/Löschen    


Feder
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2000

Werke: 413
Kommentare: 1763
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Feder eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Pessimist,
auch ich bin ein Optimist mit Erfahrung und danke dir mit leicht ger├Âteten ├ľhrchen f├╝r deinen liebevollen Kommentar ;-)!

Lb. Gru├č,
Feder


Hallo Brigitte,
es entstand im Zug auf dem Weg zur Arbeit am vergangenen Freitag.
Mehr denn je werden wir alle mit der Nase drauf gesto├čen, uns mit dem Thema auseinander zu setzen, und mit jedem Tag, der vergeht, wird einerseits die Sehnsucht nach Frieden gr├Â├čer und w├Ąchst andererseits die Traurigkeit gepaart mit Angst vor der Vision, dass die Menschen es nie begreifen werden, das ins Leben zu rufen, was sie eigentlich auszeichnet: Gef├╝hl zu haben, es zu zeigen, es umzusetzen ÔÇô Menschen, und damit ÔÇ×menschlichÔÇť zu sein.

Wenn man die Zeitung aufschl├Ągt, dann stechen ÔÇ×SchlagÔÇťworte ins Auge, die die Seele verpr├╝geln. In allen Ecken und Enden der Welt ÔÇ×wehrenÔÇť sich Menschen, weil sie sich unverstanden f├╝hlen, ÔÇ×verteidigenÔÇť das, was ihre ├ťberzeugung ist, und wenn man fern von jeder Standortbeziehung ÔÇ×neutralÔÇť versucht (was zugegeben selten leicht f├Ąllt) zu verstehen, versteht man nur eins: WERTEVERFALL ÔÇô aber das nicht erst hier und heute, dies, soweit man zur├╝ckdenken und zur├╝cklesen kann, im Kleinen wie im Gro├čen.

Was aber passiert mit einem Schneeball, den man auf einen Steilhang des Montblancs setzt? Mit jedem Meter, den er zu Tal rollt, wird er gr├Â├čer und gr├Â├čer und mutiert zu guter Letzt zu einer Lawine, die nicht mehr aufzuhalten ist. Das Leben bleibt uns nichts schuldig. Es gibt immer eine Antwort ...

... und die Menschheit stellt nicht die falschen Fragen, sondern sie geht leider allzu oft falsch mit den Antworten um ...

Ja, Brigitte, die Hoffnung ...
Sie ist der Schild, mit dem wir gerade in den letzten Wochen durch den Tag gehen.
Sie sch├╝tzt uns von vorne, aber was st├Ąrkt uns den R├╝cken?
Die Vergangenheit. Aber nur, wenn wir aus ihr lernen ...

Nachdenkliche Gr├╝├če,
deine Feder

Liebe Kuni,
danke f├╝r deine Zeilen. Du be-schreibst, was mich zum Schreiben bewegte.
Wenn ich auf Menschen treffe und die M├Âglichkeit zu einem Gespr├Ąch habe, versuche ich den ÔÇ×MenschenÔÇť zu finden, das, was ihn ausmacht ÔÇô seine Art zu denken und zu f├╝hlen. Bis auf wenige Ausnahmen, die meist dann entstehen, wenn der Andere ÔÇ×die Schotten dicht machtÔÇť ÔÇô nicht mehr reden will, zeigt sich ein ÔÇ×MiteinanderÔÇť ÔÇô eine ├ťbereinstimmung in der Einstellung. Zumindest immer in dem Bereich, dass jeder von uns die Sehnsucht nach Frieden und damit nach Freiheit und Pers├Ânlichkeitsentwicklung mit sich tr├Ągt. Denn, wo Hass regiert, ist keine Freiheit m├Âglich. Wo keine Freiheit m├Âglich ist, ist die Pers├Ânlichkeit beschnitten, und wo die Pers├Ânlichkeit beschnitten ist, ist der Lebenswert in Frage gestellt. Zur├╝ck bleibt die Antwort. Ein Gef├╝hl. Wenn wir es ├Âffnen, ├Âffnen wir uns und sehen jeden Menschen neben uns mit anderen Augen. Guten Augen, einer Seele und einem Herz, das auf der Suche ist. Auf der Suche nach Frieden.

Die Menschheit m├╝sste mehr miteinander reden. Sie w├╝rde feststellen, wie ├Ąhnlich sie sich ist, wie viel sie sich zu sagen hat, was sie verbindet.
Die Tage w├Ąren ausgef├╝llt mit Gewissheit, dass mehr verbindet als trennt und die Zeit w├Ąre genutzt, von den Erfahrungen der anderen zu lernen und zu partizipieren.
Es w├Ąre keine Zeit mehr da, um Hass zu produzieren. Nicht, solange man sich austauscht, ├ähnlichkeiten entdeckt und der Wille da ist, daraus gemeinsam das Beste und Gr├Â├čte machen zu k├Ânnen.

Zwietracht und im schlechtesten Fall Kriege entstehen dann, wenn sich Menschen unverstanden f├╝hlen und benachteiligt. Dann h├Âren sie auf, miteinander zu reden und konzentrieren sich auf das Negative.

Am Anfang war das Wort ...

Lieben Gru├č,
Feder

Bearbeiten/Löschen    


schwafelfasel
Guest
Registriert: Not Yet

sch├Ân, aber...

... sich von Gef├╝hlen leiten lassen und gleichzeitig objektiv sein? Wie das?

Schwafelfasel

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!