Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87739
Momentan online:
80 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Fröhliche Weihnachten
Eingestellt am 25. 12. 2000 00:28


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
vanHelsig
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 5
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Fröhliche Weihnachten
I:
Tränen, Tag ein, Tag aus.
Tränen dieser Welt.
Tränen!

II:
Freut euch es ist Weihnacht.
Kinder sie schreien
Hört Ihr die Glocken wohl erklingen?
wollen nur ein wenig Wasser und Brot
Seht er kommt, schwer beladen!
um zu vergessen ihre Not.
Ob er mir die neue Eisenbahn bringt?

III:
Was hört ich, ein Geräusch?
Jede Minute ein neues Kind
Ah er ist an der Tür
hat zu sterben.
Warum soll ich mir mein Fest verderben?

IV:
Und noch ein Schrei?
Ob es die Tür war?
Sie ist schon alt, zu alt!
Die Mutter hält Ihr Kind verborgen.
Es war die Tür!
Ich werde sie austauschen.
Das Kind braucht Kälte, Hunger
und Durst nicht mehr zu fürchten.
Doch warum wird mir Angst?
Ich will dem Weihnachtsmann die Türe öffnen.

V:
Noch vier Schritte bis zur Tür.
Ein Geräusch, hör ich jemand weinen?
Es wird der Wind gewesen sein.

Der Vater kniet über die Mutter,
er hält Sie in den Armen.
Die Hände - die Augen schließen
Sie braucht nicht mehr Kälte, Hunger
und Durst zu fürchten.
Und er zum ersten Male eine Träne läßt vergießen.
Männerstolz wo bist Du?
Was willst Du,
sind sie nicht erlöst?
Sprach er nicht: "Selig sind, die da Leid tragen,
denn sie sollen getröstet werden."

VI:
Noch drei Schritte bis zur Tür.
Ein Lied. hör ich jemanden singen?
Es wird ein Vogel gewesen sein.
Zu dieser Zeit?

VII:
Aber hör:
Oh Du fröhliche, Oh Du gnadenreiche,
warum läßt Du mein Kind, meine Frau sterben,
das was mir liebst war,
aber mich läßt Du weiterziehen,
um zu morden und zu stehlen und zu vernichten.
Was ist der Grund für dieses Leid?
Und siehe - er zum zweiten Male
läßt eine Träne vergießen.
Männerstolz wo bist Du verblieben?
Unmöglich!
Ich träume schon mit offenen Augen.

VIII:
Noch zwei Schritte bis zur Tür.
Der Mann, die Frau und das Kind,
sie gehen mir nicht aus dem Kopf.
Aber was geht mich das an?
Mir geht es auch nicht besser.
Ich fahre nur einen Kleinwagen,

wohne zur Miete,
kann nur einmal im Jahr verreisen,
kaufe Importware
und soll mir mein Weihnachtsfest verderben?

IX:
Noch ein Schritt bis zur Tür?
Diese Stille ist beängstigend.
Mein Kind wird sich freuen.
Es gäbe nichts was ich für es nicht täte, oder?
Diesmal ist die Mami der Weihnachtsmann.
Schließlich zweifelt er langsam.

X:
Ist der Weihnachtsmann vor der Tür?
Mir zweifelst.
Ich habe Angst.
Ein komisches kribbeln durchläuft meinen Körper.
Ich werde sie jetzt öffnen,
und wir werden feiern.
Morgen spende ich 50DM.
Nein 100 DM!

XI:
Ich öffne die Tür.
Jemand sagt:
„Fröhliche Weihnachten!“
Er ist nicht der Weihnachtsmann.
Der Vater mit seiner Frau und ihrem Kind.
Meinem Kind!

vanHelsig

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!