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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
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Eingestellt am 21. 10. 2001 05:07


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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ÔÇ×Ich wollte dich fragen, ob du am Wochenende schon etwas vor hast?ÔÇť Oh, diese Frage h├Ârte sich nicht gut an, doch Eva hatte nichts vor.

. Sie besa├č sogar jede Menge Zeit. Schwanger war sie, im 4. Monat. Sie wollten sich den Tag vertreiben, ganz in Ruhe, vielleicht in den Stadtpark gehen. Doch jetzt wurde ihr Plan umgeworfen.

Jetzt kam die alles vernichtende Frage: ÔÇ×K├Ânnt ihr euch einen Tag um Sven k├╝mmern? Du wirst auch keine Arbeit haben, ich packe Mittagessen f├╝r euch ein und hole ihn morgen wieder ab, wir wollen einen Ausflug machen, ohne Kinder versteht sich. Der j├╝ngste wird zur Oma gebracht.ÔÇť

Was hatte sie jetzt noch dagegen einzuwenden. Sie stimmte zu, denn sie mochte Kinder, auch Sven und der war weniger anstrengend als der J├╝ngste, der zur Oma sollte. Sie gab sich also geschlagen, sagte, dass es ihr nichts ausmachen w├╝rde, ihn einen Tag zu besch├Ąftigen und sie ihn gerne bringen k├Ânnten.

***

Der Tag versprach, ein sch├Âner Tag zu werden. J├╝rgen wollte gleich morgens mit dem Jungen ins Schwimmbad. Eva konnte in Ruhe das Lager f├╝r ihn aufschlagen und dachte schon mit Freuden daran, wie es w├Ąre, wenn demn├Ąchst ihr eigener Spr├Âssling das Kinderzimmer in Beschlag nahm.

Sie lie├č sich Zeit, denn das Mittagessen stand schon in der K├╝che bereit: Eine Riesenportion Gulasch, die noch erhitzt werden musste. Eva brauchte nur Apfelmus in eine Sch├╝ssel geben und Nudeln kochen.

Als dann kurz vor Mittag die beiden Schwimmer zum Essen nach Hause kamen, roch es schon recht angenehm in der K├╝che. Es war gen├╝gend Pilzgulasch vorhanden und dazu dann die Nudeln, das gab ein ausgezeichnetes Mahl. Zum Nachtisch a├čen alle ein Eis und die Bande war zufrieden.

Doch leider hielt es nicht lange an, denn schon bald nach der Mahlzeit klagte der Erste ├╝ber Leibschmerzen. Es schien Sven nicht gut zu gehen, ihm war ├╝bel und bald schon verdr├╝ckte sich der 8-j├Ąhrige ins Badezimmer und machte keine Anstalten, dieses so schnell wieder zu verlassen.

Einige Zeit sp├Ąter begehrte auch J├╝rgen sehr danach, denn die einzige Toilette stand nun mal leider dort und ihm ging es nicht weniger schlecht. Beide litten unter Erbrechen und Durchfall und konnten sich nur daran erinnern, vor dem Schwimmen eine S├╝├čigkeit gegessen zu haben.

Da Eva das Gleiche gegessen hatte wie sie, sich aber pudelwohl f├╝hlte, schlossen sie eine Lebensmittelvergiftung aus.

Der Tag sollte jedenfalls damit ausgef├╝llt sein, Toilette und Eimer zu benutzen, um sich der Mahlzeit schnellstens wieder zu entledigen.


Irgendwann war in den M├Ągen auch absolut nichts mehr vorhanden, es d├Ąmmerte schon und der Tag, der so sch├Ân begonnen hatte ging dem Ende zu.


Alle sa├čen ersch├Âpft und ausgepumpt vor dem Fernsehapparat und h├Ątten sich vermutlich jede Sendung angesehen und sei sie noch so langweilig.



Am n├Ąchsten Tag wurde Sven von seinen Eltern wieder abgeholt. Nach dem Kaffee verlie├čen die Verwandten das junge Paar und verschwanden wieder mit ihrem Sven, der trotz allem noch freundlich winkte.

Doch das Elend nahm dann weiterhin seinen Lauf, als sich nach ein paar Tagen bei Eva eine Nierenkolik bemerkbar machte und sich bei ihr Blutungen einstellten. Sie musste ins Krankenhaus.

In der Nacht setzten bei ihr die Wehen ein. Die Nachtschwester schien sehr unfreundlich zu sein. Sie war nicht bereit, f├╝r Eva zu laufen, blo├č weil sie auf den Klingelknopf dr├╝ckte. Sie solle nur zur Toilette gehen, wenn sie es meinte.

In dieser Nacht verlor Eva ihr Kind, welches noch nicht lebensf├Ąhig war im 4. Monat. Sie hatte sich so darauf gefreut. Doch jetzt brach in ihr eine Welt zusammen. Als J├╝rgen sie am n├Ąchsten Tag besuchte traf er eine heulende Eva an, die sich dar├╝ber beschwerte, so ruppig behandelt worden zu sein und depressiv in ihren Kissen lag. In ihr setzte sich der Gedanke einer Lebensmittelvergiftung fest, der sie nie mehr loslie├č.

Die Nachtschwester entschuldigte sich sp├Ąter bei ihr, sie hatte sie noch f├╝r ein Kind gehalten, weil sie so jung aussah. War das ein Grund sie so schlecht zu behandeln? Eva war 21 Jahre alt. Sie h├Ątte gerade als Kind ihre Hilfe besonders gebraucht.

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Quidam
Guest
Registriert: Not Yet

nun habe ich mir zwei Texte von die durchgelesen und kann verstehen, warum du auf meinen augenzwinkerndern Text so allergisch reagiert hast.
Du scheinst nicht sehr viel in deinem Leben zu l├Ącheln. Eine dunkle Wolke betr├╝bt deine Sinneswelt.. hey, la├č mal die Sonne durchkommen.

Zu deinen Texten rate ich dir, dass du dich zuvor erst einmal fragen m├Âchtest, WAS du eigentlich damit sagen m├Âchtest.
Willst du in diesem text die Krankenschwestern kritisieren, die allzuoft von st├Ârischen Patienten maltretiert werden, trotzdem keine schlechte Laune haben d├╝rfen?
Oder willst du mit erhobenen Zeigefinger Vorsicht predigen?

liebe Gr├╝├če
Quidam

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Es war als Trostpflaster gedacht f├╝r Andre und Natascha, die gerade ihr Kind im 2. Monat verloren. Sorry

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