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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Gefangene des Terrors!
Eingestellt am 26. 01. 2003 18:46


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Akono
Hobbydichter
Registriert: Jan 2003

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Gefangene des Terrors!

Samantha stand gedankenversunken an der kleinen Holzpalisasde, die den Innenhof umrahmte. Sie war 22 Jahre jung und arbeite als Freiwillige in einem Hospital der Menschenrechtsbewegung, hier in Peru. Vor 3 Wochen dann, war sie, sowie fĂŒnf ihrer Kollegen, von einer militanten Widerstandsbewegung entfĂŒhrt worden. Sie wollten dadurch die Freilassung einiger inhaftierter Kameraden, sowie ein stattliches Lösegeld zur Finanzierung weiterer Aktionen erzwingen. Ihre Gefangenen hatten sie in einer entlegenen Finca eingesperrt, in der sie die Reaktion der Regierung abwarten wollten. Von hier zu fliehen kĂ€me einem Selbstmord gleich, waren sie doch von unwirtlichen Naturregionen umgeben, durch die es ohne ortskundigen FĂŒhrer keinen sicheren Steig gab. Sam, so wurde Samantha von Freunden und Kollegen genannt, war anfangs ausgesprochene Gegnerin der politischen Ideale ihrer EntfĂŒhrer gewesen. NatĂŒrlich getraute sie sich nicht, dieses laut auszusprechen, hatte sie doch selbstverstĂ€ndlich Todesangst in ihrer Situation, fĂŒr sich aber stand sie eher auf Seiten der linksgerichteten Regierung in Lima. Im Laufe der Zeit war dann allerdings etwas Seltsames geschehen. Im gleichen Masse wie ihre anfĂ€ngliche Angst vor den Terroristen einschlummerte, wuchs das VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre Motivation. TatsĂ€chlich war es so, dass trotz einer nach außen hin Linken Regierung, breite Bevölkerungsschichten unter bitterster Armut zu leiden hatten, die von Regierungsseite nicht oder nur ungenĂŒgend bekĂ€mpft wurde. Aufgrund dieser Tatsachen hatte sich in Sam so etwas wie VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre EntfĂŒhrer gebildet. Dennoch vergaß sie nie, dass sie Gefangene war und der WillkĂŒr ihrer Peiniger ungeschĂŒtzt ausgesetzt! Und wie unberechenbar und gefĂ€hrlich diese MĂ€nner waren, zeigte sich besonders am Schicksal der armen Fabiella. Fabiella war eine Einheimische, die von den Terroristen auf dem Marsch zur Finca aufgegabelt und mitgenommen worden war. Sie war in etwa 17 oder 18 Jahre alt und wurde von den MĂ€nnern zu KĂŒchenarbeiten und als LastentrĂ€gerin eingesetzt. In der zweiten Nacht nach Ankunft auf der Finca, konnten Sam und ihre Mitgefangenen dann das Gegröle der MĂ€nner, sowie die schmerzerfĂŒllten Schreie des MĂ€dchens durch die Nacht schallen hören. Nach diesen GerĂ€uschen in der Nacht hat niemand Fabiella je wieder gesehen. Zwar waren die MĂ€nner Sam und ihren zwei anderen weiblichen und zwei mĂ€nnlichen Mitgefangenen gegenĂŒber immer Ă€ußerst freundlich und zuvorkommend, das hinter dieser Maske aber wahre Bestien schlummerten war Sam dennoch stets bewusst. Besonders wenn die Terroristen voller Zorn schimpften und fluchten, weil ihnen die Regierung nicht entgegen kam mit der ErfĂŒllung ihrer Forderungen oder etwas anderes nicht so klappte wie sie es sich vorstellten, kauerte Sam sich voller Angst zusammen.
Nur Pablo war anders! Pablo war einer der EntfĂŒhrer. Er war der jĂŒngste der Gruppe, circa 20 Jahre alt und war Sam und ihren Mitgefangenen immer besonders freundlich begegnet und hatte ihnen immer, wenn es die Lage zuließ, hilfsbereit zur Seite gestanden. Und ĂŒber diesen Pablo sann Sam nach, als sie da so zeitvergessend an der Palisade stand. Es war Abend, schon sehr dunkel und Sam hatte nicht einschlafen können. Die Gedanken um Pablo hielten sie von Tag zu Tag mehr in Atem. Konnte es fĂŒr sie beide eine gemeinsame Zukunft geben? Eine Zukunft fĂŒr den EntfĂŒhrer und seine ehemalige Geisel? WĂŒnschte Pablo diese gemeinsame Zukunft ĂŒberhaupt? Fragen ĂŒber Fragen rannten Sam um! Da hörte sie ein GerĂ€usch aus dem Wachraum, der sich am Eingang zum Innenhof befand und wandte ihren Blick sofort dort hin. In diesem Raum war rund um die Uhr einer der Terroristen wach und sicherte die Finca. In dieser Nacht war die Reihe an Pablo Wacht zu halten, wie Sam unschwer an seinen Umrissen im hell erleuchteten Fenster erkennen konnte. Ohne im geringsten darĂŒber nachgedacht zu haben setzte sich Sam zum Wachraum hin in Bewegung. Ohne anzuklopfen öffnete sie die TĂŒr und trat in den Raum. "Hallo Pablo, ich möchte Dir ein wenig Gesellschaft leisten!" sagte sie zur BegrĂŒĂŸung. "Schön!" war das einzige Wort das Pablo erwiderte, aber sein LĂ€cheln war wie immer göttlich. Sam versank in diesem LĂ€cheln und wie von selbst drĂ€ngte sie sich in seine Arme. Nur kurz spiegelte Pablos Gesicht Erstaunen wieder, dann legte er ihr seinen Arm um die HĂŒften. Wenige verliebte Worte wechselten zwischen den Zweien hin und her, dann verschloss Pablo Sam`s Mund durch einen innigen Kuss. Sam glaubte auf Watte zu schweben, den hellen Glockenklang der Himmelschöre zu hören, als der Mund des Partners fordernder kĂŒsste. Mit fliehenden HĂ€nden erkundete sie den Körper des Mannes, drang unter sein Hemd, um im lichten Flaum seiner Brusthaare zu wĂŒhlen. Pablo genoss diese ZĂ€rtlichkeiten! Nicht zögernd, keine Sekunde verschwendend schickte auch er seine Finger auf Erkundung. Leichte Blitze des Verlangens durchzuckten ihn, als er spĂŒren konnte, wie sich die zarten Krönchen auf Sam`s Brust verhĂ€rteten. Sam zog sich genießend in sich zusammen, nicht ohne ihrerseits die wachsende VerhĂ€rtung in Pablos Hose zu liebkosen. Ein lustvoller Taumel hielt die Zwei umfangen, der letztlich auf dem schmuddeligen Sofa in der hintersten Ecke des Wachraumes seinen Höhepunkt fand. Doch all der Dreck der verschmutzten Couch und alles unbestimmte der Zukunft ging im Stöhnen und Keuchen der Kopulierenden unter. Jetzt war jetzt, Lust war Lust, alles weitere ließ sich immer noch regeln. So oder Ă€hnlich dachten die Liebenden wohl, wenn sie denn ĂŒberhaupt dachten!
__________________
M. Grotefendt

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gladiator
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Registriert: May 2001

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Hmm....

Dieser Text ist keine Kurzgeschichte, sondern allenfalls ExposĂ© fĂŒr eine ausfĂŒhrlichere ErzĂ€hlung. Formal fehlen Abschnitte und Dialoge. Einziger Rettungsversuch wĂ€re meiner Meinung ein Einstieg "in medias res" (wie es bei einer Kurzgeschichte ja auch sein sollte) mit dem Dialog zwischen Pablo und Sam, daran aufgereiht, die zuvor erzĂ€hlte Geschichte.

Gruß
Gladiator
__________________
Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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