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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Geteiltes Leid
Eingestellt am 10. 09. 2002 00:15


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itsme
???
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Ziemann hielt sich nicht mit Vorreden auf. Er sei der Mann von Nessie. Annalena Bloch war die Überraschung deutlich anzusehen, als Ziemann ihr auf den Kopf zu sagte, dass sie Lusitana sei im Chat. Auch ihr frĂŒherer Nick Rosa und ihr neuester, Sansibar, seien ihm bekannt. Unwichtig woher er das wisse. Sie widersprach vehement; was ihm ĂŒberhaupt einfiele, bot schließlich eine Verwechselung als ErklĂ€rung an. Er lachte nur grimmig. Ihre unruhig umherwandernden Augen versuchten sich ihm zu entziehen und ihre Finger begannen ein nervöses Spiel mit ihrer Halskette. Nicht mit ihm. Er ließ sich nichts vormachen.
Fest angesehen hatte er sie mit seinen kalten Augen und mit dem Finger auf sie gezeigt, wĂ€hrend er sprach, als seien schon die Namen eine Bezichtigung. Sie war zu erschrocken, die LĂŒge verbergen zu können. Als Ziemann eine Begegnung mit Sandelzweig anbot, laut, so dass es die Kolleginnen hören konnten, gab sie den Widerspruch auf, und auch den letzte Rest Kontrolle ĂŒber sich. Als hĂ€tte sie nur darauf gewartet, dass sich die TĂŒr öffnet, und irgendwer erschien, der ihr Erleichterung verschaffte. Jeglicher Ausdruck wich aus ihrem hĂŒbschen, bleichen Gesicht. Ihre HĂ€nde zerrten zitternd an ihrer Halskette, als wollte sie sich selbst erwĂŒrgen.
Sie wolle sich setzen, nebenan im Bistro, nicht hier in diesem BĂŒro. Es sei ihm egal wo, entgegnete Ziemann, aber sie solle reden. Er wolle alles wissen ĂŒber Sandelzweig. Er mĂŒsse es wissen. Fertig machen werde er ihn. Mit geballten FĂ€usten unterstrich er seine Drohung. Was er zu hören bekam, erschien ihm selbst nach seinem GesprĂ€ch mit Sandelzweig noch unglaublich krass, und der, in seinen Augen ein großmĂ€uliger, hinterhĂ€ltiger Schlappschwanz, hatte viel geredet. Seine Frau wĂŒrde ihn rausschmeißen, wenn sie von seinen Eskapaden Wind bekĂ€me. Ohne sie sei er mittellos. Sie stamme aus einer angesehenen, reichen Familie. Sie habe ihn gebraucht, und ein Kind, um das Erbe des Großvaters antreten zu können. Es sprudelte nur so aus ihm heraus. Weinerlich habe Sandelzweig ihn beschworen seine Frau raus zu halten. Was seine, Ziemanns Frau an diesem Arschloch gefunden habe, sei ihm ein RĂ€tsel.

Dem Chatten sei sie schon nach dem ersten Besuch eines Chats verfallen, begann Annalena. Sie habe dort offene Ohren fĂŒr ihre Trauer, die sie in ihrem realen Umfeld niemandem anvertrauen mochte, gefunden. Sie habe die Aufmerksamkeit und die Flirts genossen. Die angenehme WĂ€rme ihrer neuen Umgebung sei ihre Heimat geworden. Wie grĂ€sslich erschien ihr dagegen ihre Ehe. Wie sie sich nur in diese Ehe habe drĂ€ngen lassen können. Sie hĂ€tte ihrem Mann besser zuhören sollen, frĂŒher, bevor sie in diese Ehe einwilligte. Er habe doch schon damals nur von seiner Karriere geredet, von dem, was er sich aufbauen wĂŒrde. Wie selbstverstĂ€ndlich sei er davon ausgegangen, dass seine Lebensziele auch die ihren waren, und sie habe nie widersprochen, nie, nicht laut jedenfalls. Die leisen Töne blieben ohne Wirkung. Sie erreichten ihn nicht. Auch dachte sie, dass es immer so sei in einer Ehe. Nein, dachte sie nicht wirklich, aber sie habe es versucht. Seit sie chattete sei ihr das immer weniger gelungen. Seit einiger Zeit arbeite sie im Betrieb ihres Mannes, anonym, sie solle ihre Kolleginnen aushorchen. Ihr Mann fĂŒrchte betrogen zu werden.
Sie sprach schnell, ohne Betonungen, und sie beugte sich weit ĂŒber den kleinen Tisch an dem sie saßen. Ihre langen braunen Haare tauchten in die Tasse vor ihr auf dem Tisch, die sie mit beiden HĂ€nden umklammerte, rhythmisch, im Takt des Kopf-Nickens, das ihr Sprechen begleitete. StĂ€ndig wanderte ihr Blick umher, auch wenn sie sprach. Nur den Blick in Ziemanns Augen vermied sie. JĂ€mmerlich kam sie ihm vor, aber diese Frau war ihm völlig egal. Nur wenn sie stockte, stellte er eine Frage, die sie weiter trieb in ihrer Schilderung. Weiber, sagte er ein mal, wĂ€hrend sie Luft holte, und schĂŒttelte verĂ€chtlich den Kopf.

Dann begegnete ihr Sandelzweig. Der umschmeichelte sie und der rĂŒttelte an ihr, bis ihr schwindelig wurde. Er entblĂ¶ĂŸte ihr tiefstes Inneres. Und wenn es schmerzte, weil er sie beschimpfte, sie prĂŒde, stumpf und eine dĂ€mliche Fotze nannte, sie ignorierte, tagelang, und sie sich ganz winzig fĂŒhlte, ihn anflehte, sich nicht abzuwenden, dann nannte er sie Prinzessin und eine großartige Frau. Sie war selig, wenn er sich ihr zuwandte, aber fiebrig vor Lust, wenn er sie beschimpfte. BittersĂŒĂŸe Chats waren das, und sie begann sich zu sehnen. Sie nannte ihn "Liebster" und sie zitterte, schon wenn er in den Chat kam. Er wĂŒrde ihre Sehnsucht glauben, wenn er ihren Schmerz sieht, hatte er gesagt, bevor sie sich zum ersten Mal trafen.

Sie trafen sich viele Male in den nĂ€chsten Monaten, und sie gab ihm ihren Schmerz, ihre erstickten Schreie, ihre TrĂ€nen ... und es bereitete ihr Lust. Es ließ sie erbeben, wenn er sie streng ansah und den GĂŒrtel aus seiner Hose zog. Dann legte sie den Knebel an, weil sie nicht schreien durfte im Hotel, wenn er sie grĂŒn und blau schlug. Und wenn sie dann wimmernd vor ihm kauerte, holte er sein Geschlechtsteil aus der Hose und steckte es ihr in den Mund. Manchmal kniete er sich auch hinter sie, schob den Zwickel ihres Slips zur Seite, und befreite sich mit brutalen, hastigen StĂ¶ĂŸen von seinem angestauten Trieb. Anschließend lagen sie sich in den Armen, streichelten und kĂŒssten sich so zĂ€rtlich, wie es sonst nur Menschen tun, die sich lieben.

Als er sie nicht mehr wollte, wollte sie sich auch nicht mehr. Er hatte die Miseren ihres Lebens aufgedeckt und ihr GlĂŒcksmomente verschafft. Als er ging, und sie langweilige, blöde Schlampe nannte, blieb ihr nur noch Tod oder Traum. Unwillig und mĂŒhsam verwandelte sie sich morgens in Annalena Bloch, wenn sie die TĂŒr des BĂŒros öffnete oder wenn ihr Mann abends, oft sehr spĂ€t, nach Hause kam. Das Grau, das sich in ihrem schönen Gesicht ausbreitete, weil Trauer sich nicht einsperren lĂ€sst, das sah er nicht. FĂŒr sie wurde es Gewissheit nach Sandelzweig; in der Welt ihres Mannes wĂŒrde sie nie zu Hause sein.

Als die Sehnsucht grĂ¶ĂŸer geworden war als Scham und Schmerz, kehrte sie in den Chat zurĂŒck. Sie nannte sich jetzt Lusitana. Als Rosa fĂŒrchtete sie den Spott von Sandelzweig und die HĂ€me der anderen Chatter. Aber sie konnte sich nicht von ihm befreien. Das Herz schlug ihr bis zum Halse, wenn er einen Satz an sie richtete. Und sie blieb eifersĂŒchtig auf jeden weiblichen Nick, der ihm mit Freundlichkeiten schmeichelte. Jede Gelegenheit nutzte sie diesen Frauen zu schaden. Mit LĂŒgen und bewusst gestreuten Falschinformationen funktionierte das gut im Chat. Sie sei sicher, dass Sandelzweig scharf auf andere Frauen im Chat sei. Sie könne auch Namen nennen. Wut und Hass fraßen in ihr, denn als Lusitana durfte sie im Chat vieles nicht wissen, was Rosa wusste, und sie war als Rosa vielen Chattern auch real bekannt.

Andere Chatter umschmeichelten sie, aber niemand sei wie Sandelholz. Bono habe sich sehr um sie bemĂŒht, aber sie habe gespĂŒrt, dass unter der ironischen, distanzierten und provokanten OberflĂ€che, die er sich zugelegt hatte, das fade Ego eines Spießers zu finden sein wĂŒrde; ein vielseitiger, intelligenter Mann mit gezogenem RĂŒckgrat. Aber selbst wenn sie gewollt hĂ€tte, sie konnte ihn nicht treffen. Die Gefahr war zu groß als Rosa erkannt zu werden.
Ja, sie war auch Sansibar, ein Mann. ZunĂ€chst war es nur Langeweile, die sie experimentieren ließ, aber schon bald kam sie mit Doren ins GesprĂ€ch. Es wurde ein spannender Flirt. Sie habe eine völlig neue Erfahrung gemacht. Bisher hatte sie nie lesbische Neigungen an sich entdeckt. Doren lockte, machte neugierig, verstand sich darauf SĂ€tze so zu verschlĂŒsseln, dass es auch Versprechungen sein konnten. Doren ließ keine Gelegenheit aus mit ihrer Sinnlichkeit zu kokettieren. Sie sei verwirrt gewesen. Sie habe Lust auf Doren gespĂŒrt, aber nicht als Sansibar, sondern als Frau. Ziemann starrte sie verĂ€chtlich an.

Eines Abends wurde aus ein paar frivolen SĂ€tzen, die sie sich schrieben, unversehens heftiger Cybersex. Es habe sie sehr erregt, was sie von Doren las, und es habe ihr garnicht gefallen, dass sie als Mann reagieren musste. Sie habe darĂŒber nachgedacht, wie sie es anstellen könnte sich als Frau zu outen. Doren sei ihr zuvor gekommen. Sie sei auf dem Wege sich in Sansibar zu verlieben, und wolle das Versteck Spiel beenden. Sie gestand Nessie zu sein, seine, Ziemanns Frau, fast jedem im Chat persönlich bekannt und die neue Gespielin von Sandelholz. Sie habe den Chat sofort verlassen. Sie sei einfach zu durcheinander gewesen. Das ganze Theaterspiel und die Verlogenheit in den Chats, ihre eigenen Verwandlungen, alles habe sie plötzlich angewidert. Ihren Mann aber habe sie zu hassen begonnen, vor allem, weil sie sich nicht von ihm trennen könne.

Mit welchen MĂ€nnern seine Frau es noch getrieben habe, wollte Ziemann wissen, Namen, Orte, Telefon Nummern. Sie mĂŒsse nachdenken. Einige Chatter haben schmunzelnd von dem kleinen Schmetterling berichtet, dem Tattoo auf Nessies rasiertem VenushĂŒgel, sagte sie. Warum er das so genau wissen wolle. Die Röte in Ziemanns grobem Gesicht hatte sich verstĂ€rkt nach ihren Worten. Er halte diese Chatter alle fĂŒr gestört im Kopf und er lasse sich nichts wegnehmen von denen. Noch nie habe jemand ihm ungestraft etwas weggenommen. Und er werde diese lĂ€ufige HĂŒndin bĂ€ndigen. Ja, das werde er. Mit ihrer Hilfe und der von Sandelzweig finde er sie. Die Namen! Sie solle nicht vergessen ĂŒber die Namen nachzudenken. Er werde wiederkommen. WĂ€hrend er aufstand, bellte Ziemann das.

Annalena wartete. Mehr als zwei Wochen vergingen. Mit jedem weiteren Tag wuchs ihre Hoffnung, Ziemann werde nicht zurĂŒck kommen. Er war offenbar zufrieden mit den Namen, die sie ihm telefonisch genannt hatte. An einem Dienstag Nachmittag gegen 15:30 Uhr klingelte das Telefon. Eine Frauenstimme sagte, sie sei Nessie, Ziemanns Frau. Sie wolle sich mit ihr treffen, Eile sei geboten. Es gehe um ihr gemeinsames Problem. Die Stimme duldete keinen Widerspruch. Ach ja, und sie wisse, dass sie Sansibar gewesen sei.

Sie trafen sich zwei Tage spĂ€ter an einem abgelegenen Ort. Es gab viel zu besprechen und sie hatten sich viel zu merken, fĂŒr spĂ€ter, wenn sie gefragt werden wĂŒrden. Das GesprĂ€ch war wichtig. Die Ruhe im Chat musste wieder hergestellt werden. Nessie und Annalena hatten sich vielsagend angelĂ€chelt wĂ€hrend des GesprĂ€ches. Sie wĂŒrden sich gut verstehen. Beide lobten Sandelzweig fĂŒr seine Initiative. SpĂ€ter, viel spĂ€ter, bestĂ€tigten sie sich gegenseitig das einzig Richtige getan zu haben. Die polizeilichen Ermittlungen hatten nur kurzzeitig fĂŒr Unruhe gesorgt. Das Erscheinen von Ziemann aber musste niemand mehr fĂŒrchten.

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Parsifal
Guest
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Geteiltes Leid

Hallo itsme,

Deine Geschichte ist gut erzĂ€hlt, bis auf einen Umstand, der mich ein wenig gestört hat: Du bleibst in der Uneigentlichkeit der indirekten Rede, und das ermĂŒdet ein wenig.

Ich weiß, wie schwer es ist, eine abgeschlossene Geschichte umzuarbeiten, aber vielleicht lockerst Du die eine oder andere Situation mit Dialogen auf. Die Geschichte könnte dadurch mehr Biß bekommen.

LG
Parsifal

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itsme
???
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.....

Parsifal ... du nennst es "Uneigentlichkeit"; ein gutes Wort fĂŒr die Distanziertheit, die ich wollte. Viewpoint ErzĂ€hlung mit wechselnder, aber undeutlicher Perspektive und indirekte Rede, sollen die unerhörte NormalitĂ€t, in der sich die Personen bewegen, ertrĂ€glicher machen. Der ErzĂ€hler drĂŒckt damit und durch die Form, die einem Bericht Ă€hnelt, auch sein Unvermögen aus, sich den allesamt gestörten (verstörten?) Personen in der Geschichte zu nĂ€hern.

Offenbar bin ich unverstÀndlich geblieben mit meiner Absicht.

GrĂŒĂŸlinge
itsme
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Zefira
???
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Hallo itsme und Parsifal,
der Effekt dieser geballten Ladung indirekter Rede war bei mir hauptsĂ€chlich ein verfremdender - die handelnden Personen schienen gar nicht richtig prĂ€sent zu sein. Ich hatte dabei immer das GefĂŒhl, der anonyme ErzĂ€hler habe selbst nicht richtig verstanden, worum es in der Geschichte eigentlich geht...

Es macht das Lesen recht mĂŒhsam, ich mußte den Text zweimal lesen, um die vielen Namen und das komplizierte Beziehungsgeflecht auf die Reihe zu bekommen. Aber der Stil ist der Story, in der das virtuelle Leben einen grĂ¶ĂŸeren Stellenwert hat als das reale, durchaus angemessen. Den Schluß fand ich ein bißchen verkĂŒrzt. Es steht zwar alles da, was man wissen muß, aber verglichen mit der vorherigen AusfĂŒhrlichkeit geht alles plötzlich sehr schnell...

Du hast in der Mitte zweimal "Sandelholz" statt "Sandelzweig" geschrieben. Ist das jetzt ein weiterer Nick?

GrĂŒĂŸe von
Zefira

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itsme
???
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Hallo Zefira

ZunĂ€chst Dank fĂŒr dein aufmerksames Lesen. Es muss natĂŒrlich jeweils Sandelzweig heißen - ein blöder Fehler.

Parsifal bemerkte die Uneigentlichkeit der indirekten Rede. FĂŒr dich war der Effekt ein Verfremdender, und du vermutest, dass der ErzĂ€hler auch nicht richtig verstanden hat, worum es eigentlich geht.

Richtig und gut so, der Eindruck sollte entstehen. Die Wirklichkeiten, in denen sich die Protagonisten bewegen mĂŒssen dem Betrachter unverstĂ€ndlich, ja fast surreal erscheinen - so, wie mir selbst. Die Geschichte ist darauf angelegt.

Zum Ende der Geschichte: Du scheinst auch in KurzerzĂ€hlungen ein gut vorbereitetes, in einer deutlichen Pointe gipfelndes Ende zu erwarten. Ich entnehme das diversen deiner Kommentare zu anderen Geschichten. In meinen Texten wird es das nur selten geben. Ich schreibe zwar mehr als einen einzelnen Schlusssatz, aber es gibt keine Hebung. Ich will die BeilĂ€ufigkeit; in dieser Geschichte die SelbstverstĂ€ndlichkeit mit der die Protagonisten handeln, um ihre Wirklichkeit zu schĂŒtzen.

Ich bin nicht so borniert den Leser fĂŒr dumm zu halten, wenn er nicht versteht was ich vermitteln will. Es wĂ€re mein Fehler als Autor wenn dem so ist. In diesem Text aber war eine gewisse Ratlosigkeit gewollt; schon die des ErzĂ€hlers und spĂ€ter die des Lesers. Nun ja, ich bin immer selbst mein schĂ€rfster Kritiker. Die Übereinstimmung von Zielsetzung und Ergebnis könnte grĂ¶ĂŸer sein. Es entspricht aber meinem Vermögen.

Immerhin, du hast den Text vollstÀndig gelesen ;-).

GrĂŒĂŸlinge
itsme
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Zefira
???
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Lieber itsme,

noch einmal zum Ende der Geschichte....

>Du scheinst auch in KurzerzÀhlungen ein gut vorbereitetes, in einer deutlichen Pointe gipfelndes Ende zu erwarten.<
...schreibst Du.
Ich weiß jetzt nicht, auf welche anderen Kommentare, die ich da und dort noch abgegeben habe, Du Dich beziehst, aber grundsĂ€tzlich erwarte ich so etwas nicht. Schon deshalb nicht, weil es so etwas bei mir auch nur selten gibt - was mir oft zum Vorwurf gemacht wird - ich gab einmal einer Freundin eine Geschichte zum Lesen, und die fragte mich vorab: "Hat die Geschichte ein Ende-Ende oder hat sie wieder ein Anna-Ende?"
Also, ich erwarte eine Pointe nur dann, wenn der Text sichtbar darauf zulĂ€uft, wie etwa in den ironischen Geschichten von Henry Slesar oder Roald Dahl der Fall ist. Von Deiner Geschichte hier wĂŒrde ich das nicht unbedingt erwarten.
Ich meinte meinen Kommentar so, daß das GesprĂ€ch zwischen Ziemann und Annalena sehr ausfĂŒhrlich wiedergegeben wird - was natĂŒrlich sein muß,da es die Exposition mitliefert - und die Schlußszene demgegenĂŒber sehr kurz ausfĂ€llt.
Die Geschichte ist irgendwie unausgeglichen gewichtet - oder wie ich das nennen soll *hilflos gestikulier*
Einen Verschimmbesserungsvorschlag könnte ich allerdings auch nicht machen... wahrscheinlich ist es in Ordnung so, wie es ist... vergisses einfach

Liebe GrĂŒĂŸe
Zefira

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