Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87711
Momentan online:
502 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Gewalt
Eingestellt am 10. 03. 2002 17:31


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 611
Kommentare: 3148
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Otto Lenk eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gefangen
in der Spirale
des Irr-Sinns
drehen sie an der
Schraube der Gewalt
und vergessen dabei
das jedes Gewinde
einmal ein Ende hat

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion



Guest
Registriert: Not Yet

das heisst doch, daß die schraube irgendwann ĂŒberdreht ist und dann nicht mehr greift. das finde ich gut. bitte weiterdrehen.

Bearbeiten/Löschen    


Lothar
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 0
Kommentare: 360
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Gewalt

Lieber Otto!
Mit Deinen wenigen Worten hast Du das Ziel gut erfasst, auf das wir jetzt zu steuern, ohne dass wir noch daran glauben wollen, siehe den Kommentar von Paradigma, der wohl fĂŒr die Mehrheit in unseren Landen spricht.

Zum Begriff Paradigma, der wie angegossen auf diese Problematik passt, kurz eine ErlÀuterung aus einem Lexikon:
Das Paradagma ist fĂŒr eine philosophische Disziplin grundlegend, insofern es festlegt, was als eine wissenschaftlich befriedigende Lösung angesehen werden kann und welche Fragestellungen wissenschaftlich zulĂ€ssig sind. Hat ein P. in einem bestimmten Bereich allgemeine Anerkennung gefunden, gewinnt es eine soziale Funktion: Andere Wissenschaftler orientieren sich an dem P., dehnen seinen Anwendungsbereich aus und prĂ€zisieren ihn.

Wenn eine Mehrheit der Ansicht ist, dass eine Frage nicht zulÀssig ist, dann erlauben wir sie halt nicht und den Fragesteller trifft die Zensur! Bei seit Anfang der 70er Jahre mehr oder weniger gleich geschalteten Medien und Vertrieb kein Problem.

Eine der Grundlagen unserer westlichen Humanphilosophie war ein Mal die (völlige) Gewaltfreiheit. Deren AnhĂ€nger, deren es noch immer (zu) viele gibt, können noch immer nicht davon lassen. Sie negieren das Leben, so wie es nun ein Mal ist und trĂ€umen sich an diesem Leben vorbei, wenn es sein muss, (heute auch schon) mit Gewalt. NatĂŒrlich nennen wir das dann anders. Beim Argumentieren waren diese Leute ja immer gut. Unsere "Gewaltlosigkeit" nennen wir heute ja auch einen "Bewaffneten Frieden" (Kofi Annan). So kann man sich auch selber in die eigene Tasche lĂŒgen. Und die Paradigmas dieser Welt verharren auf ihren Positionen und schweigen, in der Hoffnung, dass der Traum noch etwas lĂ€nger dauert.

Mir kommt das so vor, wie ein verantwortungsloser Typ, der um 7.00 h frĂŒh einen fĂŒr seine Firma wichtigen Termin hat, aber im Bett ist es noch so gut, also trĂ€umt er einfach weiter und pfeift auf seine Firma. Im konkreten Fall natĂŒrlich pfeifen diese Paradigmen-Bewahrer auf die ganze Menschheit. Der Traum ist wichtiger, auch wenn man mit Umdenken diese Menschheit retten könnte.

Und deshalb werden Frauen und MĂ€nner wie Du, lieber Otto, und ich, die aufrĂŒttelnd schreiben, die also an der HaustĂŒre stehen und diese Schlafhauben aus dem Bett lĂ€uten, bald auf deren Neuen Verbotslisten stehen, weil wir einfach lĂ€stig sind. So war es schon immer. Und unter Freiheit hat diese selbst ernannte Friedensgeneration ja sowieso immer nur die eigene Gedankenfreiheit verstanden. Das Gequake von denen war immer nur reines Wischiwaschi, GehirnwĂ€sche, und jetzt fahren sie beinahe ohne Gegenkommentare in der Medienwelt und auch sonstwo das Ja-Wort fĂŒr die kommenden Kriege ein, wenn es sein muss, auch mit Atombomben, siehe die Überlegungen jetzt von unseren Noch-Freunden, den Amerikanern. Wenn auch nur ein Funken Wahrheit an der 68er-Philosophie dran wĂ€re, dann mĂŒsste jetzt ganz Europa auf den Straßen stehen, samt den nett leuchtenden Friedenskerzerln in den HĂ€nden.

Aber wenn man dies fordert, wie ich, wird man als Depp abgetan und zum Schweigen gebracht. Ehrlich gesagt, mir graut vor all diesen alten FriedenskĂ€mpfern von Einst samt ihrem sich so schön anhörenden Gequake. Da sind mir die wenigstens ehrlichen George "Adolf" Bush und Dick "Göbbels" Cheney noch lieber. Bei denen weiß ich wenigstens, was mich erwartet.

Drum Alle Achtung vor Deinen Worten.
Beste GrĂŒĂŸe
Lothar.

Bearbeiten/Löschen    


Lothar
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 0
Kommentare: 360
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Zensur oder was?

Lieber Otto!
Tut mir leid, dass mein Kommentar Deinen Thread nicht wie sonst bei anderen ĂŒblich nach oben hebt, aber irgend Jemand hat bei mir diese Funktion gesperrt. Meine Kommentare gefallen wohl nicht.
B.G. Lothar

Bearbeiten/Löschen    



Guest
Registriert: Not Yet

wow, was fĂŒr ein Monolog.

ich habe mit meinem Beitrag darauf hinweisen wollen, daß Herr Lenk einen Gedankenfehler in seinem Gedicht hat.

Das Gewinde hat ein Ende. Was passiert dann ? Wird dann nicht mehr an der Schraube der Gewalt gedreht ? Wohl kaum, denn die Drehenden sind ja gefangen im Irr-Sinn und vergessen das Ende des Gewindes. Also drehen sie weiter.
Was passiert mit einer Schraube, die weiter und weiter gedreht wird ? Irgendwann, das weiß jeder Handwerker, dreht die Schraube durch, fasst nicht mehr, ist ruiniert.

Was ist eine ruinierte Schraube der Gewalt ? Eine Schraube, an der nicht mehr gedreht werden kann, bzw. wo das Drehen keine Wirkung mehr zeigt. Das ist doch wunderbar.
Ich dachte immer, daß die Schraube der Gewalt endlos weiter gedreht werden kann und wird.

Soviel dazu. (ups, mein lÀngster Beitrag bisher *g* - habe mich wohl von meinem Vorredner animieren lassen)

Bearbeiten/Löschen    


Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 611
Kommentare: 3148
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Otto Lenk eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Lothar,

unter der Rubrik Kurzgeschichten findest Du die Fortsetzung der Gewalt.

Deine Homepage ist faszinierend. Gruß Otto

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!