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Leselupe.de > ErzÀhlungen
In der Stille der Nacht!
Eingestellt am 13. 07. 2003 16:45


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Andrea1694
Hobbydichter
Registriert: Oct 2002

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Kakalaken liefen zu Hunderten an den HotelwĂ€nden entlang und die Reisenden entschlossen sich, diese eine Nacht der WĂŒstensafari, nicht zu schlafen sondern sich lieber dem Alkohol zu widmen und den fehlenden Schlaf am nĂ€chsten morgen im Bus nachzuholen.

Außer Maria, die diesem unĂŒbersichtbaren Alkoholkonsum mit Ihren 21 Jahren noch nie etwas abgewinnen konnte. Nach einem GlĂ€schen Wein entschied sie sich fĂŒr das kĂŒhlende Wasser, um ihren Verstand, in der Hitze, nicht zu verlier`n.

Sie blickte zu Ihrem Mann herĂŒber, der sich angeregt mit den anderen Reisenden unterhielt und unĂŒberlegt ein Bier nach dem anderen in seinen Schlund kippte. Sie schĂŒttelte traurig den Kopf, zudem ihr die ganze Umgebung nicht geheuer war.

Außer den Kellnern, sowie den Reisenden selbst, lief jegliches weiteres Personal vermummt durch die Anlage. Lediglich deren dunkle Augen funkelten einen, durch kleine Schlitze im Stoff, unverhohlen an.
Sie fröstelte etwas, nicht auf Grund der Temperatur, nein,
auf Grund Ihrer Angst, welche diese ungewohnte Umgebung auf sie hinterließ.

Stunde um Stunde verrann wie im Flug und langsam versank die glĂŒhende Sonne am Horizont. Die Reisegesellschaft, ja, selbst ihr Mann, waren schon seit einiger Zeit betrunken und lallten nur noch herum.

Maria bat ihren Mann, auf Grund der Dunkelheit, sie zu den Toiletten-RĂ€umen, am Ende der langen Hotelanlage, zu begleiten. Missmutig, da sie ihn wohl gerade aus einem GesprĂ€ch herausgerissen hatte, sah er sie finster an, lachte lauthals und meinte nur spöttisch „Nun stell dich mal nicht so an, dass kleine StĂŒck wirst du schon mit Leichtigkeit alleine schaffen“.

Sie schlug die Augen nieder, weil sie ihm nicht ihre TrÀnen zeigen wollte, die sich gerade durch ihre geschlossenen Lider pressten.

Der Drang wurde immer stĂ€rker und sie riss all ihren Mut zusammen und ging langsam den karg beleuchteten Weg hinunter. Hinter jedem kleinen GebĂ€ude waren dunkle, unbeleuchtete Ecken und nichts als weißer, weicher Sand.

Sie schritt zitternd immer weiter und war sichtlich froh, als sie die besagten RĂ€umlichkeiten endlich erreichte. Gerade als sie die BrettertĂŒre aufmachen wollte, wurde eine Hand auf ihren Mund gepresst. Sie schrak zusammen und wollte schreien, doch es konnte kein Laut aus ihren Lippen dringen.

Jemand riß ihre Arme nach hinten, hielt sie mit sicherem Griff fest und zog sie mit einem Ruck nach hinten. Sie sah mit schreckgeweiteten Augen in eines dieser vermummten, ihr unbekannten, Gesichter, als er ihr das T-Shirt vom Leib riss.

Sie hatte panische Angst und versuchte mit ihren FĂŒĂŸen nach dem Gegner zu treten als eine dritte, vermummte Gestalt sie zu Fall brachte. WĂŒtende Stimmen waren zu hören, doch sie konnte keines der Worte, der ihr fremden Sprache, versteh`n.
Eine der vermummten Gestalten zog ein Messer aus seinem Umhang heraus und hielt es ihr an die Kehle.
Eine andere knöpfte ihre Bermuda auf und zog sie, samt Slip, nach unten.

Sie lag da, mit ihrer BlĂ¶ĂŸe und versuchte sich zu winden um ihren Gegnern doch noch zu entflieh`n. Plötzlich schnitt ihr Gegner, mit der Klinge des Messers, in ihren Brustkorb und sie verspĂŒrte einen stechenden, brennenden Schmerz.
Blut rann ĂŒber ihre BrĂŒste und sie lag hilflos auf dem kĂŒhlen Boden, als einer der Vermummten ihre Beine spreizte, seinen Umhang bei Seite schob und tief und schmerzvoll in sie eindrang.

Maria wollte aufschreien, doch jeglicher Schrei wurde duch die Hand auf ihrem Mund unterdrĂŒckt.

Als sich gerade der zweite von den dreien ĂŒber sie hermachte, verlor sie ihr Bewusstsein.

Es mussten Stunden vergangen sein, als sie erwachte und in das Dunkel der Nacht blickte. Sie richtete sich unter Schmerzen auf und erschrak, als sie auf ihren nackten, blutverkrusteten Körper heruntersah.

Angstvoll blickte sie sich um, doch niemand war da, sie war alleine.

Sie zitterte am ganzen Körper, zog ihren Slip und ihre Bermuda wieder an, verbarg mit dem zerissenen T-Shirt ihre nackten, blutverschmierten BrĂŒste und eilte in Richtung der Reisegesellschaft, als wĂŒrde ein Tier sie zu Tode hetzen.

Als sie dort angelangt war, begann sie wieder unaufhörlich zu weinen. Die Kellner waren weg und ihr Mann sowie die anderen Reisenden schliefen einen tiefen, alkoholisierten Schlaf. Jeder Versuch, ihren Mann zu wecken, schlug fehl. Sie nahm einen Pulli aus ihrer Reisetasche, streifte ihn ĂŒber und sank erschöpft und zitternd am Boden zusammen.

„Hey, zu viel gesoffen oder was“ herrschte sie jemand am nĂ€chsten Tag an. Verstört und mit schreckgeweiteten Augen blickte sie in die ihres Mannes. „Ach du liebe GĂŒte, was ist denn mit dir passiert“ drang es nun aus ihm heraus, als er ihre blutverschmierten Beine sah.

Sie stand auf, schluchzte wieder lauthals los und erzÀhlte ihrem Mann von der Vergewaltigung der letzten Nacht. Mittlerweile standen auch einige der anderen um sie herum und schauten sie mit schreckgeweiteten Augen an. Sie schÀmte sich, schÀmte sich jedoch am meisten vor sich selber, weil sie nicht in der Lage war, diesem Unheil zu entflieh`n.

Nachdem auch der Hotelinhaber zum x-ten Male von diesem Grauen erfuhr, sagte er ganz leise und eingeschĂŒchtert, dass es leider nicht möglich sei, die Polizei zu rufen, da es sich mit Sicherheit um Beduinen hielt, die mittlerweile bestimmt auf der Flucht seien.

Maria kauerte hiflos und verlegen auf einem Stuhl und starrte nur noch in`s Leere. Sie dachte an nichts mehr und erschrak, als sie sich irgendwann wieder im Hotelzimmer in Monastir wiederfand.

Wie sie hierher kam, wusste sie nicht, was geschehen war, wollte sie einfach aus ihren Gedanken verdrĂ€ngen, fĂŒr alle Zeit und Ewigkeit.

Wochen spÀter, mittlerweile wieder daheim in Deutschland angekommen, bemerkte Maria, dass Ihre Blutung ausblieb, woraufhin sie sofort ihren Frauenartzt aufsuchte.

Nachdem die Untersuchung abgeschlossen war, entgegnete er mit strahlenden Augen „Herzlichen GlĂŒckwunsch, sie werden Mutter, endlich hat es auch bei ihnen geklappt“

Er verstand Maria`s TrĂ€nen und den Schreck in ihren Augen erst nach langer Zeit, als sie ihm nach der Abtreibung von der Vergewaltigung erzĂ€hlte und von ihrem Mann, der zum Zeitpunkt der Schwangerschaft nur meinte „willst du etwa diesen Bastard behalten“?

Ob dieses Kind wirklich eine Zeugung der Vergewaltigung war oder gar ihr eigenes, wĂŒrde sie niemals mehr erfahren, doch den tiefen Schmerz in ihrem Herzen und ihrer Seele spĂŒrte sie noch viele, lange Jahre danach.

Andrea
13/07/03

P.S.: Liebe(r) Moderator(in), sollte diese Geschichte nicht richtig zugeordnet sein, bitte ich Euch, diese an geeignete Selle zu verschieben!

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