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Leselupe.de > Ungereimtes
Irgendwann wieder der alte Luftballon...
Eingestellt am 24. 09. 2000 13:38


Autor
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Marilu
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2000

Werke: 18
Kommentare: 30
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Vor ein paar Jahren,
war ich noch ein leuchtend bunter Luftballon.
Stark und lebensfroh...
dann nahmt ihr mir St├╝ck f├╝r St├╝ck
die Luft zum Leben...
und so machtet ihr mich gef├╝gig.

Nach und nach verbla├čten auch die Farben,
dann war ich irgendwann absulut willenlos...

da sahen sie auf einmal
was sie aus mir gemacht hatten,
und versuchten mich wieder mit Luft zu f├╝llen...

doch meine Haut hat ├╝ber die Jahre Risse bekommen,
die man nicht einfach so zukleben kann...
und die Luft verschwand durch all diese Wunden.

Dann sagtet ihr, wir haben ja versucht dir zu helfen,
aber du l├Ą├čt dir ja nicht helfen!

Nun pflege ich diese Wunden,
und St├╝ck f├╝r St├╝ck,
Luftzug f├╝r Luftzug,
leuchte ich wieder auf...

auch wenn manchmal alte Wunden aufrei├čen,
und ein St├╝ck m├╝hsamer Arbeit einfach wieder verfliegt.

Ich werde nicht aufgeben,
bevor ich nicht wieder der alte Luftballon bin
der ich vor langer Zeit mal war...
__________________
┬ę 2000 Marilu

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2125
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Der Luftballon strahlt wieder.
Nur nicht zu viel Luft hineinblasen, damit er nicht platzt.

Es gibt ja immer wieder jemanden, dem aber gerade das gef├Ąllt.

Es ist ein trauriges und poetisches Gedicht.



__________________
Copy-Left, samisdada

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Marilu
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2000

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Lieber Bernd,

schaue zur Zeit hier in der Leselupe nur sehr selten vorbei. Umso mehr freue ich mich ├╝ber Dein Statement. Eines meiner Gedichte als poetisch zu beschreiben ehrt mich sehr. Denn ich habe eigentlich so gut wie keine Kenntnisse ├╝ber die Regeln der Poesie. Ich schreibe immer nur so, wie es mir gerade in den Kopf kommt. Freue mich darauf hier mal wieder so richtig st├Âbern zu gehen.

Bis dahin liebe Gr├╝├če
__________________
┬ę 2000 Marilu

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Fee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2000

Werke: 38
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Liebe Marilu,
wie sch├Ân, mal wieder etwas von Dir zu lesen!!
Dieses Gedicht spricht mich sehr an, wie bisher alles, was ich von Dir hier gelesen habe.
Wie gut ich es nachvollziehen kann!
Ich w├╝nsche Dir viel Kraft!

Liebe Gr├╝├če von
Fee

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

Werke: 5
Kommentare: 150
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warum?

das erinnert mich spontan an eine geschichte
von brecht ueber herrn keuner:

"Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte,
begruesste ihn mit den Worten: 'Sie haben sich gar
nicht veraendert.' 'Oh!' sagte Herr K. und erbleichte."



mir laeuft auch immer ein kalter schauer ueber den
ruecken, wenn die werbefachfrau im deutschen
werbefernsehen so von sich selbst uerberzeugt sagt:
"Ich will so bleiben wie ich bin."

aber warum nur sollte man so werden wollen, wie man
einmal war, was kann da nur so falsch gelaufen sein.
warum nicht zu dem stehen, was man ist, was man
in der zwischenzeit gelernt hat?

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