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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Josephine wusste
Eingestellt am 29. 04. 2003 15:43


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David Winterhurst
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Er war in seinem Zimmer als sie telefonierte, bekam die Z├Ąhne nicht auseinander und blickte zum Fenster hinaus. Bei nacht entwickelte er beinahe so etwas wie Sympathie f├╝r die Stadt. Der gelbe Lichterzug kurz vor dem Horizont und die k├╝hle Luft, der tiefblaue Himmel und die Sterne. All das lie├č ihn in der Tat Gefallen am Anblick dieser Stadt finden.
Als er dennoch genug davon hatte, vom Anblick dieser Stadt, wandte er sich dem Fenster wieder ab und kehrte zur├╝ck in die Mitte des Raumes, wo er sich auf sein Bett setzte. Die kalte Luft stand starr und trocken im Raum, ohne ganz von ihm Besitz ergreifen zu wollen. Und obwohl er mit blo├čem Oberk├Ârper am Fenster gestanden hatte, fror er nicht. Zwar war seine Haut kalt und er zog sich nun auch wieder ein Hemd ├╝ber, doch wirklich zu frieren war nicht m├Âglich, da den ganzen Tag ├╝ber bei sommerlichen Temperaturen die Sonne geschienen hatte.
W├Ąhrend er sein Hemd zukn├Âpfte, blickte er wortlos geradeaus. Vielleicht nicht wirklich exakt geradeaus, aber zumindest doch vor sich her. Er sah einfach in die Leere des Raumes. Und er atmete, weil es eine Notwendigkeit war die sich nicht unterbrechen lie├č.

Im Flur, nur noch durch einen grell erscheinenden Lichtschimmer mit ihm verbunden, der durch die halb ge├Âffnete T├╝r in den dunklen Raum fiel, stand eine junge Frau. F├╝r ihr Alter - kaum ├╝ber die mittleren zwanzig Jahre hinaus - sah sie sehr reif, man h├Ątte meinen k├Ânnen erwachsen aus. Ihr Blick jedenfalls war zweifelsohne der einer Frau, umgeben von jugendlichem Aussehen. Sie trug l├Ąngeres schwarzes Haar, das sich alle M├╝he gab, auf ihre Schulter zu fallen. Doch diese L├Ąnge hatte es noch nicht ganz erreicht.
Auch sie blieb stumm, blickte auf das Telefon, dessen H├Ârer sie noch vor einem Moment in der Hand gehalten hatte, ein Gespr├Ąch f├╝hrend, mit einem Freund der hier angerufen hatte, um sich mit ihr zu verabreden. Nun strich sie langsam und nachdenklich mit der rechten Hand ├╝ber den Rand ihres Ohres, das von dem langen Telefonat etwas ger├Âtet war und schmerzte. Wie eine ausklingende Spieluhrmelodie pendelte sie so einen Moment lang in ihrem eigenen Kosmos aus angeschlagenen Gef├╝hlen und unvermittelten Gedanken. Ohne es selbst recht zu bemerken, begann sie derweil mit der anderen Hand ihren dunklen Pullover leicht nach oben zu schieben, so dass diese linke Hand - der Arm im rechten Winkel - jetzt auf ihrem nackten Bauch zu liegen kam. Als es ihr schlie├člich auffiel, hatten ihre Finger schon damit begonnen, sich zu bewegen. Sanft ber├╝hrten sie ihre eigene warme Haut. Und allem dessen sich die junge Frau dabei sicher sein konnte, war das was sie mit den empfindsamen Spitzen ihrer Finger f├╝hlte. Vergeblich bem├╝hte sie sich darum, sich auf das Gef├╝hl ihres Bauches zu konzentrieren. Es gelang ihr nicht, die eigene Hand wie eine fremde erscheinen zu lassen. Zwar sp├╝rte sie ihre Hand, doch richtig f├╝hlen konnte sie sie nicht. Dann verstummte sie ganz, zog ihre Hand zur├╝ck und verschwand in die K├╝che.

Der junge Mann im anderen Zimmer derweil, hatte seine H├Ąnde auf das halbwegs k├╝hle Laken unter sich sinken lassen. Fast war ihm, als w├╝rde er darin noch immer ihre Haut sp├╝ren k├Ânnen, so als w├╝rden sich Laken und Matratze noch genau an ihre Beine erinnern, ihre Arme, ihren R├╝cken, ihren Kopf und ihre H├Ąnde, ja vielleicht sogar an ihre F├╝├če und auch an die gleichen Teile seines K├Ârpers. Doch mehr als erahnen lie├č sich diese Erinnerung nicht. Sie war so unfassbar, in ihrer Distanz so einzigartig verletzend. An jeder Stelle roch das Laken anders. Tief zogen sich die Ger├╝che durch den wei├čen Stoff. Und mit dem Moment in dem man es anhob, seine d├╝nne Beschaffenheit von der Matratze l├Âste, schien dieser Geruch f├╝r einen Moment empor zu steigen, ehe er sofort wieder verschwand und das angehobene Laken nach nichts mehr roch, jedes Merkmal seiner Substanz verloren hatte.
Vorsichtig strich er es glatt und blickte zum Ende des Bettes, wo ein d├╝nnes, schwarzes Brett an der Wand befestigt war. Viel lag und stand darauf nicht. Eine Kerze, ein P├Ąckchen Streichh├Âlzer, ein winzig kleiner Wecker und ein braun eingebundenes Buch. Die k├╝hle Leinenbettw├Ąsche ber├╝hrte dieses Brett zaghaft, als wolle es ihm bedeuten, dass es dazu geh├Âre, kein Feind war. Schweigend nahm das Brett an und r├╝hrte sich keinen Zentimeter von seiner Wand.
Noch stundenlang h├Ątte der junge Mann so dort sitzen k├Ânnen. Doch stattdessen stand er auf, da er wusste es w├Ąre Zeit daf├╝r, und ging zu dem nur wenige Meter entfernten Kleiderschrank hin├╝ber. Langsam ├Âffnete er dessen T├╝ren, in dem Versuch ein Knarren oder Quietschen des Holzes zu vermeiden. Und tats├Ąchlich gelang es ihm, den Schrank vollkommen lautlos zu ├Âffnen. Bis ganz an den Anschlag klappte er die T├╝ren und kniete sich dann zwischen sie, w├Ąhrend sie jeweils einen halben Zentimeter quietschend zur├╝ck sanken. Alles m├Âgliche daraus schlie├čend, nahm der junge Mann von diesem Ger├Ąusch Notiz und griff dann nach einem Pappkarton, welcher im Boden des Schrankes stand. Er hob ihn auf seinen Scho├č und ├Âffnete langsam den rauen Deckel, ehe er sich von einem hell klickenden Ger├Ąusch kurz unterbrechen lie├č.

Die junge Frau hatte in der K├╝che nebenan das Licht ausgeschaltet, kehrte mit einem Glas Wasser zur├╝ck in den Flur und schlie├člich von dort aus in ihr Zimmer, welches sie sich v├Âllig unbedeutend eingerichtet hatte. Denn im Eigentlichen war es das Wohnzimmer dieser Wohnung.
Das Bettzeug dort hatte sie mit schwarzer Satinw├Ąsche bezogen, in welche man unangenehm hinein glitt wenn man sich nachts zum Schlafen legen wollte. Sie stellte den CD-Spieler an, entschied sich jedoch wieder um und wechselte schlie├člich zum Plattenspieler und legte dort die Revolver-LP der Beatles auf. Dann kehrte sie zur├╝ck zum Bett, setzte sich darauf und nahm einen Schluck Wasser. Ihre Augen, die gedankenverloren in das Glas blickten, waren noch immer geschminkt. Und ihr Blick vertr├╝bte sich ein klein wenig, als sie sich mit der Hand durchs Haar griff, merklich ein- und ausatmete.
Und selbst wenn sie, bei der Erinnerung an das vor kurzem gef├╝hrte Telephonat, vorfreudig l├Ącheln konnte, so lie├č sich doch die L├╝ge in ihrem Gesicht, die traurige L├╝ge in ihren Augen, die dieses L├Ącheln tief ├╝berschattete, nicht leugnen. Sie war da und -

Der junge Mann hatte damit begonnen, einige Sachen aus dem Pappkarton heraus zu nehmen, sie anzusehen und meist legte er sie gleich darauf wieder zur├╝ck. Es waren Fotos und andere kleine Erinnerungsst├╝cke. Fotos und Erinnerungsst├╝cke von ihr und ihm. Und beinahe h├Ątte er voller Hohn lachen m├╝ssen, als er daran dachte, dass diese Fotos aus ganz anderen Gr├╝nden gemacht worden waren, als zum Zwecke einer solchen Art von Erinnerung, wie sie ihn nun offenbar erf├╝llten. Doch er lachte nicht, sondern vielmehr kippte sein Gesichtsausdruck sofort in einen tieftraurigen Blick her├╝ber. Aber auch diesen behielt er nicht lange bei. Und mit einem zerbrechlichen Gesichtsausdruck, einem schwebenden Blick kurz vor dem Gipfel und knapp neben dem Abgrund, sah er auf den restlichen Inhalt des Kartons. Haltlos war das Betrachten der Fotos f├╝r ihn. Er sah sie sich an, ohne es wirklich zu wollen und ohne zum anderen einen richtigen Widerwillen dagegen entwickeln zu k├Ânnen.
Vielleicht langweilte er sich ja auch einfach nur. Denn all seine wichtigsten Sachen waren in einer Tasche verpackt und das Unwichtige stand nur inmitten der Leere herum und wirkte so noch tausendmal unwichtiger als sonst. Er verreiste immer mit einer Tasche, da Koffer so etwas unhandliches und nicht zuletzt auch endg├╝ltiges an sich hatten, wie er fand.
Die Langeweile jedoch, welche man seinen Handlungen h├Ątte zuschreiben k├Ânnen, versp├╝rte er nicht. Er f├╝hlte sich nicht so ├╝bertrieben leer und nutzlos, so unwissend in jedem Schritt, dass er ihn mehrmals h├Ątte wiederholen m├╝ssen, um dessen Sinn zu begreifen. Es war etwas ganz und gar anderes als Langeweile, das ihn erf├╝llte. Etwas viel tieferes war in ihm und die Erf├╝llung die es ausmachte, war nicht unbedingt gleich Erf├╝llung im Sinne einer gl├╝cklichen Erleichterung. Wie ein Stein hing dieses fremdartige Gef├╝hl um seinen Hals, so unab├Ąnderlich in seiner Klarheit, dass man es nur mit einem weinenden Schulterzucken hinnehmen konnte. Den Lauf der Welt.

Langsam verschloss der junge Mann den Karton und stellte ihn zur├╝ck in den Schrank, ehe er die H├Ąnde einen Augenblick lang schweigend im Scho├č verschloss. Die Reise welche vor ihm stand, war nicht ├╝berm├Ą├čig lang. Doch sie war es auch nicht, die ihn im Moment besch├Ąftigte. Was ihm viel eher zu denken gab, war seine bevorstehende R├╝ckkehr. Die R├╝ckkehr in diese Wohnung, die er erst vor so kurzem bezogen hatte. Alles w├╝rde aussehen wie er es verlassen hatte. Und beim ersten H├Ąndewaschen im Bad, w├╝rde er ein frisches Handtuch vorfinden, w├Ąhrend die L├Ąnge seiner Reise doch zum anderen nicht ausreichte, um die Anschaffung einer neuen Seife, neuer Haarw├Ąsche oder eines neu versuchten Bade├Âls zu rechtfertigen. All die leicht verklebten Flaschen w├Ąren die selben und im K├╝hlschrank l├Ąge frischer K├Ąse, aber der gleiche wie vor seiner Reise. Vielleicht g├Ąbe es irgendetwas anderes neues auszuprobieren. Doch im Gro├čen und Ganzen war Josephines Wesen nicht morbid genug, um beinahe jede Handlung zu einem Ereignis werden zu lassen, zu einem Sprung ins Tal oder zum rettenden Zug auf den Berg. Im Grunde war es eben dieses Zusammenspiel von Berg und Tal, das ihrem Wesen fehlte. Viel eher war es ein Leben zwischen H├╝geln und kleineren Erdl├Âchern, welches vermutlich auch beim Treffen mit ihrer Verabredung Erwiderung finden w├╝rde. Dieser Freund war jemand der seinen Pl├Ąnen unabh├Ąngig von der Welt anging, unbehelligt von R├╝ckschl├Ągen und Abweisungen. Jemand der alles einzig und allein nach sich selbst ausrichtete, verwirklichte was ihn begeisterte, bis es ihn langweilte. Und doch verbarg sein Wesen mehr Einfalt als Perfektion in sich, mehr Stil als Geschmack und mehr Ahnung als Wissen.
Der junge Mann wusste, dass ihr einiges fehlen w├╝rde wenn er erst einmal fort sei. Doch konnte er sich auch die Anrufe vorstellen, bei denen er vor Sehnsucht zitternd auf dem Bett lag, w├Ąhrend sie - ein Kleid tragend - Ohrringe ausw├Ąhlen w├╝rde und bereits beim ersten L├Ąuten des Telefons, dank der geforderten Konzentration auf andere Dinge, durchaus auch auf vieles verzichten konnte. Und bei seiner R├╝ckkehr von dieser Reise, w├╝rde man sich nicht l├Ąnger vermissen, w├╝rde anfangen die gemeinsame Wohnung miteinander zu teilen, w├╝rde endlich wieder gemeinsam einschlafen - wer wei├č wonach - und am n├Ąchsten Morgen schlie├člich doch jeder f├╝r sich erwachen.

Als der junge Mann auf die Uhr sah, war es knapp Zehn durch und noch ehe er einen Gedanken daran aufwerfen konnte, klingelte es an der T├╝r. Langsam stand er vor dem Schrank auf, schloss dessen T├╝ren ger├Ąuschlos und doch ohne sich gro├če M├╝he darum zu geben und hob vom Boden seine Tasche auf. Nach wenigen Schritten stellte er sie wieder ab und ging zum Fenster, um es zu schlie├čen. Nachdem das geschehen war, ging er zur T├╝r, nahm unterwegs die Tasche wieder auf und warf nun noch einmal einen Blick zur├╝ck ins Zimmer. Doch wie ein Spiegel, warf die Leere des Raumes diesen Blick zur├╝ck in ihn selbst. Und als er sich dem und dessen Bedeutung im Klaren war, drehte er sich um und ging ohne die T├╝r zu schlie├čen. Stumm blickte ihm die dunkle Leere des Raumes hinterher, so als wolle sie fragen ob er sich von dieser Handlung denn allen ernstes noch etwas verspreche. So trieb sie ihn nach links, den Flur hinunter, wo neben der offenen Wohnungst├╝r bereits Josephine wartend stand.
Ihr Glas hatte sie im Wohnzimmer gelassen, wo auch die Platte noch immer lief. Und selbst ihre Augen hatten noch immer den selben, auf eine gewisse Art unsichtbaren Ausdruck einer Traurigkeit. Als der junge Mann sie ansah, wollte er nicht gehen. Und mit der ├ťberlegung, wie es denn damit h├Ątte weiter gehen sollen, trat er bis direkt an die T├╝r.
ÔÇ×Soll ich die Tasche denn vielleicht schon nach unten ins Auto bringen?ÔÇť fragte der Taxifahrer, welcher wartend vor der T├╝r stand und den der junge Mann selbst jetzt noch immer nicht ansah. Er gab ihm die Tasche und auf die Frage hin, ob er noch mehr Gep├Ąck habe, sch├╝ttelte er nur den Kopf und der Fahrer verschwand mit der Tasche im Dunkeln des Treppenhauses.
Es war noch immer diese au├čergew├Âhnliche Freundschaft, die die Beiden allein in ihrer Blicken und Gedanken alles wichtige sagen lie├č, ohne sich selbst dabei irgendwie unsicher oder gar l├Ącherlich vorzukommen. Und als sie sich k├╝ssten, sie sein zartes, halb zwischen Gipfel und Abgrund schwebendes Gesicht ber├╝hrte, f├╝hlte er es genau und schloss die Augen, wobei er mehr Tiefe als Dunkelheit empfand. Und w├Ąhrend sie einander noch immer langsam k├╝ssten, griff sie nach seiner Hand und schob sie vorsichtig unter ihren Pullover. Er ber├╝hrte ihren Bauch und sie begann zu weinen, w├Ąhrend sich ihre Lippen langsam voneinander trennten. Behutsam griff er nach ihrem Haar und zog es ihr aus dem Gesicht. Ihre dunklen Augen blickten ihn an und er betrachtete schweigend dieses wundersch├Âne, zarte Gesicht, das auch ebenso hart sein konnte und dem diese L├╝ge noch immer nicht abzuleugnen war. Jetzt erstrecht nicht. Doch der junge Mann wollte und konnte sie deshalb nicht bemerken.

Als er selbst im Dunkel des Treppenhauses verschwand, war ihr Blick noch immer ebenso unsicher und doch hart. Denn diese L├╝ge in ihrem Gesicht hatte auch gar nicht ihm gegolten. Ihm, der immer alles viel zu genau wusste und dem daraus doch kein Vorwurf zu machen war, wenn er in seiner Naivit├Ąt das wesentlich Grausame immer wieder ├╝bersah. Die L├╝ge in ihrem Gesicht, das Unsagbare in ihren Augen, galt doch im Eigentlichen nur ihr selbst und ├╝berschattete so jedes noch so sch├Âne L├Ącheln. Sie war da, diese L├╝ge. Vielleicht eine Heuchelei ihres Herzens gegen├╝ber ihrer Seele. Sie war da und Josephine wusste, was sie bedeutete.
Sie schloss die T├╝r und kehrte wortlos ins Wohnzimmer zur├╝ck, setzte sich auf ihre Satinbettw├Ąsche. Dann zog sie ihren schwarzen Pullover ganz aus, lie├č ihn auf den Boden fallen und legte sich zur├╝ck auf das Bett. Und obgleich es ihre warme, weiche Haut war, die diesen gl├Ąnzenden, k├╝hlen Stoff nun ber├╝hrte, f├╝hlte sie sich nicht viel besser als ein rauwandiger Pappkarton in dem h├Âlzernen Boden eines Kleiderschranks.


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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Hallo David,
ich hatte einige Probleme mit deiner Geschichte.

Ich fand sie lange (zu lange?) und hatte Schwierigkeiten, den Faden nicht zu verlieren.
Dein Satzbau ist oft kompliziert und deine Wortwahl z.T. schwerf├Ąllig.

Z. B.:
Sie war kaum ├╝ber die mittleren zwanzig Jahre hinaus ...
Warum schreibst du nicht, ... sie war knapp ├╝ber Mitte zwanzig...

Dann hast du aber auch gute und sehr gute Ausdr├╝cke in deiner Erz├Ąhlung:

z. B. Sie war so unfassbar, in ihrer Distanz, so einzigaritg verletzend.
oder:
.. das Unwichtige stand nur inmitten der Leere herum und wirkte so noch tausendmal unwichtiger als sonst. ...

Dass du den Schluss offen l├Ąsst finde ich gut.

Summa summarum meine ich:
Du hast die Situation in der die beiden Personen stecken und die unterschiedliche Perspektive der beiden gut beschrieben, aber es ist dir nicht immer gelungen ihr Handeln, ihre Gedanken in fl├╝ssigem Stil zu beschreiben.

Aber ich meine, du hast es wirklich drauf zu schreiben.
__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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