Zeit: 444-11-22, Ort: Sprungtor-Kontrollstation im System Helos:
Es schien ein Tag wie jeder andere zu sein. Gerade erst zwei Tage war es her, das der kybernetische Spion erloschen war. Jeden Tag passierten etliche Einheiten das Tor und verstärkten die Flotten, die überall in der Galaxis gegen die Bestien kämpften.
Die Sprungtor-Kontrollstation war gleichzeitig auch das Kommunikationshauptquartier des BUNDES, denn nur von hier aus konnte man Nachrichten nach Ulran schicken oder von dort empfangen. Auf Helos in der Festung dagegen wurden taktische und strategische Entscheidungen gefällt, denn das Robotgehirn bot selbst für die Maßstäbe des BUNDES mehr als ausreichende Rechenkapazitäten.
Dazu verfügte jede größere Flotteneinheit über eines oder auch mehrere Computerschiffe, welche bei Bedarf unmittelbar mit dem Robotgehirn in Verbindung treten konnten.
Vor allem die neuen Robotschiffe, welche nach dem von den Helosianern angeregten Host-Remote-System arbeiteten, profitierten davon.
Die ersten Einheiten dieser Klasse waren bereits im Einsatz und wurden an den aller härtesten Kampfabschnitten eingesetzt. Der BUND hatte mittlerweile die Großserie anlaufen lassen, und innerhalb weniger Monate würden zigtausend neue Einheiten bereitstehen. Für diesen Zeitpunkt plante der BUND eine gewaltige Offensive gegen die Bestien, genannt „Operation Sturmflut“. Auf Helos dagegen fand derzeit ein regelrechtes Wirtschaftswunder, angeregt durch die vielen technischen Neuerungen, statt, und die dortigen Wissenschaftler hatten voller Elan bereits eine zweite Wunderwaffe ersonnen.
Diese bestach durch ihre „relative“ Einfachheit und Zuverlässigkeit.
Es handelte sich hierbei um Raumtorpedos. Und zwar um solche der besonderen Art. Der Torpedo war erheblich größer, als die normalen Torpedos. Und das hatte seinen Grund:
In ihm war ein kompaktes Impulstriebwerk enthalten, welches den Torpedo innerhalb von fünfeinhalb Minuten auf nahezu Lichtgeschwindigkeit brachte. Außerdem enthielt er ein (Eine der Neuerungen) Mikro-Überlichttriebwerk mit einer Reichweite von etwa siebenhundert Lichtjahren! Als Gefechtskopf fungierte ein Anti-Materie Sprengkopf mit einer Sprengkraft von neuntausend Gigatonnen TNT. Allerdings konnten nur sehr große Schlachtschiffe oder Träger die nötigen Lafetten dafür einbauen.
Diese Eigenschaften machten den Torpedo ideal für Überraschungsangriffe gegen langsame oder unbewegliche Ziele. Geplant war, diese Torpedos zum ersten Male in der „Operation Sturmflut“ einzusetzen. Vorrangiges Ziel sollten die Sprungtore und Schlachtfestungen der Bestien sein. Die Sache mit den Torpedos lief unter dem Decknamen „Operation Sonnenhammer“ und würde den Bestien, wenn sie gelang, sowohl Nachschub, als auch Rückzug abschneiden.
Ihre verbliebenen Restflotten würden dann nach und nach von den Einheiten des BUNDES aufgerieben werden.
Über all das machte sich der Befehlshaber, Luisano 'Varcar, der Kontrollstation kaum Gedanken, denn er vermisste den lange überfälligen Kontakt zur Befreiungsflotte. Seit ihrer Meldung über einen Energiesturm fehlte jedes Lebenszeichen, und allmählich machte der Vakuna sich Sorgen. Ein Rufsignal ertönte, und Luisano nahm den Kontakt an.
Der anrufende Offizier machte eine Ehrenbezeugung.
„Befehlshaber, wir haben eine bisher unidentifizierte Einheit ausgemacht, die sich dem Sprungtor nähert. Laut den Daten könnte es sich um einen leichten Kreuzer der Teliden handeln. Er scheint beschädigt zu sein, bisher kam noch keine Antwort auf unsere Rufsignale. Ah, Moment....“
Der Offizier wandte sich zur Seite.
„...Eben haben wir Kontakt erhalten. Es ist tatsächlich ein leichter Kreuzer, und zwar identifiziert er sich als WARNIA. Sie kommen als Kurierschiff von der Befreiungsflotte, und der Kommandant will unbedingt mit Ihnen persönlich sprechen. Es scheint sehr wichtig zu sein.“
Der Befehlshaber dachte kurz nach, und entschied:
„Weisen Sie der WARNIA ein Landedock in direkter Nähe zu und stellen Sie sicher, das der Kommandant unverzüglich hier erscheinen kann. Ich bin sehr gespannt auf Neuigkeiten von der Befreiungsflotte.“
Der Offizier bestätigte und schaltete ab.
Da gellte plötzlich der Alarm durch die Kontrollstation. Verschiedene Anzeigen wiesen aus, dass das Empfängerfeld des Sprungtors instabil wurde. Die sofort eingeleiteten Schaltmaßnahmen bewirkten nur eine kurzfristige Besserung. Und das, wo gerade ein Durchgang einer Nachschubflotte bevorstand!
Luisano lies sofort eine Nachricht nach Ulran schicken. Da er sich nicht sicher war, ob der normale Funkweg durch das Tor funktionierte, ließ er zwanzig unbemannte Sonden mit einer Nachricht, den Transfer der Flotte abzubrechen, durch das Tor fliegen.
Mit Sorge beobachtete der Befehlshaber, das die Störungen im Tor immer stärker wurden.
Und dann geschah, was er die ganze Zeit befürchtete:
Das Empfängerfeld begann zu pulsieren, und dann erschienen mehrere Reflexe auf der Ortung.
Doch was da im Raum erschienen war, hatte mit Raumschiffen keine Ähnlichkeit mehr. Unförmige, pulsierende und grell leuchtende Klumpen Materie waren materialisiert.
Als die Zählwerke bei 219 angekommen waren, stoppte das Tor sein Werk. Zumindest kam kein Objekt mehr nach.
Luisano fragte sich, ob man auf der Gegenseite endlich auf die Nachricht reagiert hatte, oder ob der Rest der angekündigten 688 Schiffe einfach im Überraum verschwand. Denn das Tor selber war immer noch aktiv.
„Ortung hier. Die 219 Objekte senden eine sehr starke Strahlung vor allem im überdimensionalen Bereich aus. Kein Schiff darf sich einem der Objekte nähern. Unsere Schirmfelder werden diese Strahlung nicht abwehren können. Einige Sonden, die wir hin geschickt haben, wurden von der Strahlung zerstört. Wir werten momentan noch die erhaltenen Daten aus.“
Luisano erteilte den Befehl, das Tor komplett abzuschalten und den gesamten Komplex danach auf Fehler oder Schäden zu untersuchen.
Ein paar Minuten danach lief eine Meldung des Robotgehirns ein, nach der sich Störungen der Maschinenanlagen und Fehler bei Manöverberechnungen im Sektor Helos häuften. Der Kontakt zu einigen Computerschiffen war zusammengebrochen, andere Einheiten übermittelten fast nur noch Datenmüll. Und dann übertrug das Robotgehirn eine Videoaufzeichnung, welche es in sich hatte!
Das Bild zeigte zunächst den normalen Sternenhimmel. Unten mitlaufende Informationen sagten aus, dass es sich um die Aufzeichnungen einer von vielen Ortungsbojen handelte.
Einer der anwesenden Wissenschaftler rief aufgeregt:
„Achten Sie auf die Anzeigen der Instrumente! Sie zeigen schnell ansteigende Störungen im Raum-Zeit-Gefüge!“
Das Bild wackelte. Die Geschwindigkeit der Boje, die vorher Null betrug, wuchs rapide an. Und dann bildete sich vor dem Sternenhimmel plötzlich ein rot flimmernder Riss aus. Die Boje wurde davon angezogen und erreichte immer höheres Tempo. Kurz vor Erreichen des Risses erlosch das Bild.
„Die Boje befand sich auf direktem Wege zwischen Helos und dem galaktischen Zentrum. Und soeben haben wir die Verbindung zu einer weiteren Boje verloren, die sich auf der gleichen Linie befand. Was immer das auch ist, es nähert sich uns sehr schnell!“
Das Robotgehirn gab Alarm für alle Flottenteile im Sektor.
Und wenige Minuten später kam das Unheil über den Sektor Helos.
Ein Ruck ging durch die Kontrollstation. Plötzlich wurden die Schirmfelder aufs Höchste belastet. Die Sicherheitsautomatik reagierte zwar schnell, doch das Unheil konnte auch sie bestenfalls verzögern. Die Energie der Kraftwerke wurde in die Schilde umgeleitet. Doch das stabilisierte sie nicht, sondern regte die Wechselwirkung mit der draußen tobenden Kraft nur noch mehr an. Luisanos Befehl, die Schirme abzuschalten, kam zu spät.
Die gegenpoligen Kräfte schaukelten sich in Sekundenschnelle in unermessliche Höhen auf, und die Anlagen der Station erwiesen sich als schwächerer Part.
Die Feldprojektoren der Schilde explodierten mit lautem Krachen. Die Notautomatik der Kraftwerke unterband blitzschnell die weitere Energieproduktion. Die tobenden Kraftwerke, so plötzlich ihrer Abnehmer beraubt, wären sonst durchgegangen, und von der Station wären nicht mal Trümmer zur Identifikation übrig geblieben.
Auch so wurden die Schäden groß genug. Das Hochkatalyse-Deuterium in den Zuleitungen der Reaktoren konnte nicht schnell genug in die Tanks zurück geleitet werden, so das die Sollbruchstellen der Sicherungen brachen. Mit hohem Tempo strömte teilweise glühendes Plasma aus der Station ins All. Die Station begann, hilflos durch den Raum zu treiben. Die Koordination der Torwerke, die ebenfalls unter dem Energiesturm litten, ging verloren, das Tor erlosch endgültig!
Doch die Besatzungen der Stationen bekamen das nicht mehr mit. Die fünfdimesionalen Auswirkungen des Sturms machte sie handlungsunfähig, die meisten wurden auf der Stelle bewusstlos. Das waren die glücklicheren. Die anderen verfielen dem Wahnsinn und wurden entweder zu blindwütigen Bestien oder sabbernden Idioten.
Und so senkte sich das Schweigen über den Sektor Helos. Zigtausende Einheiten trieben steuerlos durch den Raum.
Die Planeten des Systems bleiben jedoch weitgehend verschont. Die Gravitations -und Magnetfelder hielten die Gewalten von der Oberfläche ab, wenn es auch zu einigen atmosphärischen Phänomenen kam.
Das Robotgehirn versuchte immer wieder, Zugriff auf treibende Einheiten zu erhalten, doch deren Systeme waren komplett funktionsunfähig. Auch Versuche, Kontakt zu weiter entfernten Flottenteilen oder Basen aufzunehmen, scheiterten.
In einiger Entfernung zum Torpunkt bildete sich ein flammender Riss im All. Er erstreckte sich über einige Lichtstunden Länge, und ein paar hundert Einheiten des BUNDES verschwanden auf Nimmerwiedersehen in ihm. Zum Glück waren die Torwerke außerhalb des kritischen Bereiches. Denn noch war die helosianische Industrie nicht weit genug, das Sprungtor in ausreichender Zeit neu zu erstellen. Der Feldzug des BUNDES wäre gescheitert. Auch so würde es einige zeit in Anspruch nehmen, das Tor neu zu konfigurieren und die Schäden an den Stationen zu reparieren.
Der Sturm tobte noch einige Stunden im Sektor Helos, wobei der Riss mehrmals Position und Größe änderte und jedes Mal einige Einheiten verschlang. Wie durch ein Wunder geschah den Stationen nichts weiter mehr.
Schließlich bekam das Robotgehirn teilweise eine Verbindung zu anderen Schiffen in der Nähe. Dann beruhigte sich der Sturm und wenig später erloschen die Phänomene ganz.
Zurück blieben tausende wie tot treibende Einheiten. Doch ganz so tot waren sie nicht. Das Robotgehirn begann, Kontakte zunächst zu den Computerschiffen aufzunehmen. Statusberichte und Anweisungen eilten hin und her.
Die Gehirne der Computerschiffe wurden aus dem Standby geweckt. Diagnoseprogramme checkten die Systeme der Schiffe durch. Die Diagnosen waren einheitlich:
Kraftwerke und Schirmfeldprojektoren waren beschädigt, bzw. vernichtet. Dazu andere Schäden durch Sekundärexplosionen.
Überall in den Schiffen öffneten sich die Notfallklappen. Wartungsroboter machten sich an die Arbeit, zu retten, was zu retten war. Medoroboter durchsuchten die Schiffe nach verletzten und bewusstlosen Besatzungsmitgliedern. Die wenigen wahnsinnig gewordenen wurden kurzerhand paralysiert und in Tiefschlaf versetzt.
Die Helosioaner bleiben nicht untätig. Einige Medoschiffe und andere Einheiten, darunter zwei große Flottentender waren zufällig gerade während dem Sturm gelandet gewesen, und waren daher voll Einsatzbereit.
Aus den Hangars der Festung starteten hunderte von Jägern, und gingen an den Rändern des Systems auf Patrouille. Sie suchten den Raum ab, nach treibenden Schiffen und betrieben Raumaufklärung. Das war auch dringend nötig, denn es existierte keinerlei Raumüberwachung mehr. Und außer den Jägern gab es momentan im System kaum kampffähige Schiffe. Eine gefährliche Situation...
Einer der Tender begann, sich um die Torwerke zu kümmern, der andere nahm sich beschädigter Schiffe an. Doch würde es lange dauern, bis all die Einheiten geborgen waren. Es ging hier immerhin um etwa 60.000 Einheiten! Ohne Nachschub aus Ulran würde man diese kaum reparieren können, daher hatte das Tor Priorität. Funktionierte erst das Tor wieder, konnten die Einheiten manöverklar gemacht werden und nach Ulran geschickt werden, wo sie dann in den Großwerften generalüberholt werden konnten.
Etwa 15.000 Einheiten waren als Totalverlust einzustufen. Die meisten waren vom Strukturriss verschlungen worden. Andere waren von den Wahnsinnigen zerstört worden. Unter den Verlusten befand sich auch der Kurierkreuzer der Befreiungsflotte. Ihn hatte die Stoßfront im Anflug auf die Kontrollstation erwischt.
Zwei Tage später erscholl plötzlich Alarm in der Festung! Einer der Jäger hatte eine große Flotte entdeckt, die aus dem Überraum gekommen war und sich jetzt in Richtung Helos bewegte. Anfragen zur Identifikation blieben bisher unbeantwortet. Als der Jäger näher kam, löste sich der Alarm in Wohlgefallen auf. Denn es handelte sich um die zurückkehrende Befreiungsflotte. Sowohl das Robotgehirn, als auch dessen Besatzung waren über die Rückkehr sehr erfreut, war doch das System nun nicht mehr schutzlos.
Vor allem konnten die etwa 100.000 Einheiten sehr gute Hilfe bei der Bergung der beschädigten Einheiten leisten, denn es gehörten auch einige große und kleinere Flottentender dazu. Und auf den tausend Medoschiffen war auch noch genug Platz für Verletzte übrig, denn den meisten Geretteten wurde ein Übergangsquartier auf Helos eingerichtet.
Doch bis das Sprungtor wieder seinen Dienst aufnehmen konnte, würden noch ein oder zwei Wochen vergehen. Das war schon kritisch genug, allerdings machten sich die Bestien ziemlich rar in letzter Zeit. Sie verfolgten momentan eine Taktik der Zurückhaltung.
Natürlich machte sich die militärische Führung in Helos Gedanken über die Beweggründe der Bestien. Man hatte zwar im Teren-System den Oberbefehlshaber ausgeschaltet, aber mit Sicherheit war zwischenzeitlich ein Ersatz eingetroffen. Aber was, wenn nicht...?
Ihrem Verhalten nach, schienen die Bestien ihrerseits auch Probleme zu haben. Die Führung beschloss, die gesammelten Daten des Sturms von den Wissenschaftlern aufarbeiten zu lassen. Sie sollten herausfinden, ob die Bestien ebenfalls Probleme mit ihren Toren hatten. Außerdem wurden einige Aufklärer losgeschickt, die nach Möglichkeit versuchen sollten, die Tore auszuspionieren...
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Alles ist auf irgendein Naturgesetz zurückzuführen. Wenn uns etwas unnatürlich vorkommt, dann nur deshalb, weil wir das entsprechende Naturgesetz noch nicht kennen.
Wie es aussieht, haben wir ja echt ein sch... Wetter im Helossektor.
Ein klitzekleiner Ausrutscher:
quote:Das Bild wackelte. Die Geschwindigkeit der Boje, die vorher Null betrug, wuchs rapide an.
und kurz darauf erklärst du
quote:„Die Boje befand sich auf direktem Wege zwischen Helos und dem galaktischen Zentrum.“
Liest sich als würde sich die Boje (geplant) bewegen.
Sollte es sich um eine stationäre Boje handeln (sonst wäre es ja wohl eine Sonde), solltest du den zweiten Satz ein wenig umformulieren.
quote:Was immer das auch ist, es nähert sich uns sehr schnell!
Man gewinnt den Eindruck, dieses (natürliche?) Phänomen würde sich mit einem vielfachen der Lichtgeschwindigkeit durch die Galaxis bewegen, innerhalb von Minuten ist es von seinem Weg zwischen Helos und dem galaktischen Zentrum (sicherlich etliche 100 Lichtjahre) im Helossystem angekommen.
Da man nicht annehmen kann, das dieses Phänomen nun ausgerechnet nur im Helossystem langsamer wird, um scheinbar minutenlang die dort beschriebenen Katastrophen zu verursachen, muß man sich vorstellen, das dieses „was auch immer“ gigantische Ausmaße (mehrere Lichtjahre!) hat.
Starker Tobak!
Ein (energetisches) Gebilde mit solchen Ausmaßen, daran sollte jedes(!) Schiff wie eine Seifenblase zerplatzen.
quote:Die fünfdimesionalen Auswirkungen des Sturms machte sie handlungsunfähig, die meisten wurden auf der Stelle bewusstlos.
im Gegensatz zu
quote:Die Planeten des Systems bleiben jedoch weitgehend verschont. Die Gravitations -und Magnetfelder hielten die Gewalten von der Oberfläche ab, wenn es auch zu einigen atmosphärischen Phänomenen kam.
Ich weiß nichts über „fünfdimensionale Auswirkungen“, aber ich kann mir nicht vorstellen, das einfache Gravitations- und Magnetfelder eine fünfdimensionale Komponente aufweisen.
Ich glaube nicht, das du einen so urgewaltigen kosmischen Sturm heraufbeschwören solltest, um mit „fünfdimensionalen Argumenten“ die Schiffsbesatzungen außer Gefecht zu setzen, die Mannschaften auf den Planeten bleiben unbehelligt?
Kräftige Sonnenstürme können auf der Erde schon Gesundheits- und Systemstörungen verursachen, nicht blos ein paar „atmosphärische Phänomene“. Was du da heraufbeschworen hast, ist etwa Millionenfach größer.
Von den Ausmaßen her könnte es ganze Sonnensysteme verschlingen.
Man könnte ja noch ein Auge zudrücken, wenn der Sturm im Affentempo durch das System gerast wäre, aber:
quote:Der Sturm tobte noch einige Stunden im Sektor Helos, wobei der Riss mehrmals Position und Größe änderte und jedes Mal einige Einheiten verschlang.
Das ist nicht dein Ernst, oder?
Dieser Sturm ist tatsächlich mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit quer durch die halbe Galaxie gerast, nur um sich im Helos-Sektor zu vergnügen?
quote:Wie durch ein Wunder geschah den Stationen nichts weiter mehr.
Ist ja Irre. Nein, dieser eine Satz kann dich auch nicht mehr rausreißen.
Bitte, bitte, mach den Sturm etwas kleiner und lass ihn deutlich schneller abziehen.
Allgemein:
Die Kämpfe mit den „Widrigkeiten der Natur“ haben in sich recht gute Aspekte, im Sinne der Gesamtlänge des Textes sind sie aber zu kurz gekommen, um wirklich Spannung zu erzeugen. Du rast in der Geschichte förmlich durch die Ereignisse, fast im Telegrammstil.
Das „schlechte Wetter“ hält länger als nötig.
quote:„...Eben haben wir Kontakt erhalten. Es ist tatsächlich ein leichter Kreuzer, und zwar identifiziert er sich als WARNIA. Sie kommen als Kurierschiff von der Befreiungsflotte, und der Kommandant will unbedingt mit Ihnen persönlich sprechen. Es scheint sehr wichtig zu sein.“
Die Einleitung mit dem Kurierkreuzer und seiner geheimnisvollen Botschaft weckte Neugier, die läst du aber, sehr zur Unlust deiner Leser, wie eine Seifenblase platzen.
Zwei Tage später kommt die „Befreiungsflotte“ einfach an, auch hier nichts mehr von einer wichtigen Botschaft.
Daher die Dumme Frage: Was sollte das?
Keine weitere Bedeutung für die Geschichte? Raus damit!
Schafft etwas mehr Platz für das Ausweiten der Aufräumarbeiten.