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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Kekse auch noch kaufen!
Eingestellt am 08. 09. 2001 01:22


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Morgana
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

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Dies ist eine der ersten Geschichten die ich geschrieben habe. Ich h├Ątte gerne mal ein paar Meinungen dazu geh├Ârt. Heute kommt sie mir etwas, hm h├Âlzern vor, aber bildet Euch selbst ein Urteil.

...Tekse a no taufen (= Kekse auch noch kaufen Anm. der Autorin; Alter des Helden: 2 Jahre)

Morgens um 8 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Aber um 9 Uhr sieht es schon wieder ganz anders aus. Mein Sohn Pascal ist untr├Âstlich! Die Butterkekse sind aus. Unter Tr├Ąnen fordert er mich auf: "Mami Tekse taufen!" Da ich eine gehorsame Mutter bin und eigentlich sowieso zum Einkaufen gehen wollte machen wir uns auch sofort auf den Weg. Unterwegs bekomme ich noch genaue Anweisungen was wir noch alles kaufen m├╝ssen - au├čer der nat├╝rlich lebenswichtigen Butterkekse. Zu seiner Ehrenrettung mu├č ich allerdings sagen, da├č mein Filius durchaus gesunde Sachen mag. Heute hat er Milch, Tomaten, K├Ąse und nat├╝rlich seine Leibspeise Gurke auf die Einkaufliste gesetzt. Meine Einw├╝rfe, das wir noch Kaffee und Brot brauchen werden h├Âchst ungn├Ądig aufgenommen. "Bauch ma net, Bot meckt net!" Da seine ├╝brigen Vorschl├Ąge aber durchwegs vern├╝nftig sind, tue ich ihm gerne den Gefallen, weil doch jeder wei├č, da├č Kinder das am liebsten essen was sie selber aussuchen
Mein kleines Plappermaul quatscht munter drauf los und ich bin wieder einmal froh, da├č die Zeiten in denen man nur raten konnte was das Kind will, ein f├╝r alle mal vorbei sind. Mittlerweile bekomme ich genaue Anweisungen f├╝r's Mittagessen. "Tese!" soll es sein. Das selbe wie gestern und vorgestern und vorvor.... Ich seufze und hoffe, das sich seine Vorliebe bald ├Ąndert. Seit einer Woche will er nur K├Ąse zu allen Gelegenheiten und nat├╝rlich ohne Brot, weil Brot schmeckt ja nicht. Er i├čt zwar wenn man ihm etwas anderes vorsetzt, aber wenn Blicke t├Âten k├Ânnten w├Ąre Pascal bereits Halbwaise. Ich beschlie├če die Konfrontation f├╝r heute zu vermeiden und den K├Ąse in einen gemischten Salat zu schneiden, der Vitamine wegen.
Inzwischen haben wir den Supermarkt erreicht. Pascal ist nicht zu halten und nutzt die Gelegenheit zu entwischen, als ich noch in meiner Tasche nach einem Markst├╝ck f├╝r den Einkaufwagen krame. An der K├╝hltheke erwische ich ihn wieder, mit zwei Milchschnitten in der Hand. Treuherzig schaut er zu mir auf. "Pakal Milchnitte haben, Mamma ano Milchnitte haben!" Angesichts diese solidarischen Verhaltens kann ich nichts mehr entgegnen und die Milchschnitten landen im Einkaufswagen. Das ist nat├╝rlich alles Berechnung von Pascal und ich wei├č das auch. Aber er ist in solchen Momenten einfach so s├╝├č, da├č man nicht wiederstehen kann.
Gleich nach den Milchschnitten landet auch Pascal im Einkaufswagen. Im Kindersitz desselben, will er nicht sitzen und ich habe auch keine Lust ihm nachzulaufen. Also sitzt er wie Graf Protz zwischen den Sachen die ich zu kaufen gedenke und kr├Ąht vergn├╝gt: "Pakal alles taufen!" und versucht dabei die Packung mit den Butterkeksen aufzureisen. Meine Ermahnungen wir m├╝├čten das doch erst bezahlen ignoriert er geflissentlich.┬á
Inzwischen bemerke ich bereits die belustigten Blicke einiger Kunden und versuche meinen Sohn etwas zu z├╝geln. Aber alle Ermahnungen sind vergebens. Pascal ist bester Laune und findet es toll ein so gro├čes, geneigtes Publikum zu haben. Allerdings kann Pascal allzu betuliche ├Ąltere Damen nicht leiden und so geschah es schon des ├Âfteren, das er Bemerkungen von der Art: "Ei bist Du aber ein s├╝├čer Fratz und so h├╝bsch!", mit einer herausgestreckten Zunge quittierte. Wobei ich immer krampfhaft in die andere Richtung blicke. Zum einen weil ich mir angesichts der verbl├╝fften Gesichter der Damen kaum das Lachen verbei├čen kann. Zum anderen weil ich keine Lust versp├╝re auf die bissigen Bemerkungen die von eben den Damen dann zumeist folgen zu reagieren.
Alles in allem verlaufen unsere Besuche im Supermarkt allerdings meist in harmonischer Atmosph├Ąre, da Pascal nicht dazu neigt zu quengeln wenn er etwas haben will. und ich nicht dazu neige ihn gewaltsam von interessanten Dingen, die er genauer betrachten will zu entfernen.
Pascal scheint auch einen ausgepr├Ągten Sinn f├╝r Gerechtigkeit zu haben. Als wir einmal im Supermarkt waren, beobachteten wir eine Frau die ihr Kind an der Hand hinter sich her zog. Die Kleine, sie mag wohl etwa 3 Jahre alt gewesen sein, blieb vor einem Regal mit S├╝├čigkeiten stehen und war nicht mehr zum Weitergehen zu bewegen. Die Mutter zerrte ungeduldig an der Hand und schimpfte ├Ąrgerlich auf das Kind ein. Pascal brach seine eben ausgepackte Milchschnitte in zwei Teile und streckte dem Kind eine H├Ąlfte hin. "Tind ano Milchnitte haben, Hunga hata Tind." Das brachte ihm aber nur einen b├Âsen Blick von der Mutter ein, die daraufhin Ihr Kind auf den Arm nahm und sagte: "Komm Nadine du bekommst von mir eine Milchschnitte!" Ich war so ger├╝hrt von dieser Geste meines Sohnes, das ich ihn ohne Vorwarnung in die Arme nahm und k├╝├čte. Das wiederum lie├č meinen Sohn ziemlich kalt. Er beteuerte nur noch einmal nachdr├╝cklich: "Tind aba Hunga hata!"

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Man kann nicht wissen ob man etwas kann oder nicht, bevor man es nicht versucht hat...

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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

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Hallo Morgana,

da bis jetzt noch niemand auf Deine Bitte um Meinungen geantwortet hat, m├Âchte ich den Anfang machen. Ich m├Âchte ehrliche, konstruktive Kritik loswerden und ich hoffe, Du nimmst sie mir nicht ├╝bel.

Man merkt, dass es sich um eines deiner ersten Werke handelt. Nicht, weil es h├Âlzern klingt, wie Du vermutest, sondern weil Deiner Geschichte einfach ein tieferer Sinn und Zweck fehlt. Du erz├Ąhlst etwas von Deinem Sohn, weil Du ihn liebst und sein Leben f├╝r Dich interessant ist. Vielleicht hast Du auch einen anderen Grund, der aber jedenfalls verborgen bleibt.
Wer schreiben m├Âchte, wird auch schreiben. Aber wenn Du f├╝r die breite ├ľffentlichkeit schreiben m├Âchtest, ├╝berlege Dir genau, welche Aussage oder Botschaft Du mit Deiner Geschichte verbreiten m├Âchtest. Denke dar├╝ber nach, ob das, was f├╝r Dich interessant ist, auch f├╝r v├Âllig Aussenstehende interessant genug ist. Betrachte diese Geschichte als ├ťbung und schreibe weiter. Mit jeder neuen Geschichte kommst Du dem Anspruch, eine Schriftstellerin zu sein, einem Schritt n├Ąher. Deiner Bemerkung, die ├╝ber Deiner Geschichte steht, entnehme ich, dass Du selbst nicht damit zufrieden bist. Und das ist ein gutes Zeichen.

Es gr├╝sst Dich
Intonia

__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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Morgana
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

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Hallo Intonia,

vielen Dank f├╝r Deine Zeilen. Du hast recht! Warum sollte ich Dir das ├╝bel nehmen? Ich hab die Geschichten (es gibt mehr davon f├╝rchte ich ... ) damals geschrieben, weil ich die Geschehnisse f├╝r witzig hielt. Allerdings hat das ganzen von meinem heutigen Standpunkt ausbetrachtet wirklich nur dann einen Sinn, wenn man meinen Sohn kennt (und wie viele Leute sind das schon.... nur ca. 20 Leute, keine gro├če Leserschaft )
Danke das Du mir das klar gemacht hast. Werde sicher weiter am Ball bleiben.

Bright Blessings

Morgana
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Willi Corsten
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

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Liebe Morgana,
die kleinen Episoden aus dem Alltag sind es, die du treffend geschildert hast. Sicher, es fehlt noch an dem n├Âtigen Kick, der die Sache f├╝r andere interessant macht, doch das kommt mit der Zeit.
Da du aber zurecht Hinweise erwartest, hier ein paar Anmerkungen. Ich w├╝rde an manchen Stellen einfacher formulieren, denn der Text spielt sich ja im Umfeld des Kindes ab. Zwei Beispiele:
ÔÇ×In den Kindersitz will er nicht, also thront er nun wie Graf Protz zwischen den schon eingekauften Sachen und kr├Ąht vergn├╝gt: ...ÔÇť
ÔÇ×Alles in allem laufen unsere Besuche im Supermarkt allerdings harmonisch ab, weil Pascal nicht quengelt, wenn er etwas haben will.ÔÇť

Du verstehst, was ich sagen will. OK?
Ansonsten prima gemacht
Liebe Gr├╝├če
Willi

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Morgana
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

Werke: 19
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Ja, ich verstehe...

ich werde mich die Tage nochmal dransetzen, wenn ich den Romananfang umgeschrieben habe und diese Geschichte auch nochmal ├╝berarbeiten.

Brightest Blessings

Morgana
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