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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Knucklehead Teil 4
Eingestellt am 06. 12. 2003 15:10


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bluesnote
One-Hit-Wonder-Autor
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Die Polizei setzte zumindest einen Hubschrauber ein. Das Whap, whap der Rotoren war noch nicht ĂŒber ihnen, auch sehen konnten sie den Helikopter noch nicht. Die gebirgige Strecke, die sie nahmen, um aus der Stadt rauszukommen, spendete ihnen zumindest einen Tunnel als vorlĂ€ufige Deckung. Der LĂ€rm der RotorblĂ€tter kam nĂ€her, verfing sich in dem hohlen Loch, in dem sie steckten, verharrte eine Weile, wurde erst leiser und prasselte noch einmal lauter in die Tunnelöffnung auf der anderen Seite hinein. Als der Hubschrauber endlich abzog, hörten sie das LĂ€uten eines Handys.

Sein Handy lÀutete.
Er sah auf das Display, eine wichtige Nummer leuchtete auf. Wichtiger noch war die Handynummer des Informanten, die er extra abspeicherte. Und weil er ihn immer erreichen konnte, ging ihm seine Beute nicht verloren. Als gelernter Elektroniker war es seine Aufgabe, den ZuhĂ€lter zu verwanzen. Dadurch konnten sie den besten Ort und Zeitpunkt fĂŒr den Mord abpassen.
HÀtte Ruff Eins und Eins zusammengezÀhlt, wÀre ihm eingefallen, das er das gleiche mit allen und jedem tun konnte. Auch mit einem Bandenchef namens Edgar Rufus.
Was er ja am Ende auch ausfĂŒhrte.

> Da meldet sich der Grund, warum sie uns so schnell gefunden haben! <
Will schrie und zeigte mit dem Finger auf Mike. Der Hubschrauber ĂŒber ihnen, die lĂ€rmenden Maschinen im dunklen Tunnel, wahrscheinliche Verfolger hinter ihnen und keine Ahnung, wohin der Weg vor ihnen sie fĂŒhrte, ließen ihre Nerven weit im roten Bereich vibrieren.
Und nun das – ein Verrat!
Mick schrie zurĂŒck, > in all den Jahren, habe ich euch jemals verraten! <
Wer sich ĂŒber den Willen der Gemeinschaft hinwegsetzt, der muß weichen.
Aus ihrer Sicht war die ĂŒbrige Gesellschaft kriminell, die von Anfang an nicht zuließ, das sie sich integrieren konnten. Und das schweißte sie zusammen, nichts schlimmeres gab es als einen VerrĂ€ter in ihren Reihen, noch schlimmer war es fĂŒr Mick, er wurde von ihnen als VerrĂ€ter angesehen.
Wenn du aus dem TeehĂŒttenviertel stammst, erwarte nichts, außer noch mehr Ärger.
Seine Mutter prÀgte ihm diesen Satz oft ein. Damit reagierte sie nicht lieblos, sie wollte ihrem Sohn nur allzuviel EnttÀuschung ersparen und Mick auf eine Welt voller Hindernisse vorbereiten. Und um ihn das noch einmal zu sagen, rief sie ihren Sohn nun an.
> Du hast dich ĂŒber unser Abkommen hinweg gesetzt, drauf geschissen! Verschwinde! <

Mick kapitulierte vor der Angst der anderen, der großen KapazitĂ€t seines Handyakkus und seinem Fehler, das GerĂ€t bei der letzten Benutzung außer dem Vibrator versehentlich den Ton zugeschaltet zu haben.
Wortlos startete er die Maschine. Ohne einmal nach ihnen zurĂŒck zu blicken fuhr er die Strasse entlang. Bevor er rasch zu einem kleinen, schwarzen Punkt wurde, sah Tom noch einmal die Schwingen des Adlers auf Micks ledernen RĂŒcken. Und plötzlich meinte er zu erkennen: nicht der Adler ist frei, seine Schwingen sind zu groß, sein Körper zu mĂ€chtig. Sein Sturz auf die Beute ist rasend, doch sein Flug ist nicht so schnell und wendig wie der des kleineren unscheinbaren Falken. Der Falke ist frei, solange der Schatten des Adlers nicht ĂŒber ihn fĂ€llt. Ein GerĂ€usch schreckte Tom aus seinen Überlegungen auf, er sah zu seinem Freund. Will warf das Handy zu Boden, trat mit dem Stiefel drauf, bis es knirschte unter der Sohle. Dann ging er zu seiner Knucklehead, wĂ€hrend die Jungs immer noch den kleinen, schwarzen Punkt Duke nachschauten.
Der Helikopter hatte seine Suche noch nicht beendet. In ihren RĂŒcken hörten sie ihn wieder heran nahen. Sie sahen hinter sich, als erwarteten sie, das das FluggerĂ€t direkt in den Tunnel fliegt. Als die GerĂ€usche sich verstĂ€rkten, fiel ein Schuß am anderen Ende des Tunnels, Tom sah zu Will. Der Gangleader setzte sein Gewehr von der Schulter ab und ließ es sinken. Der kleine schwarze Punkt fing an zu eiern. Geriet erst rechts, dann links an den Straßenrand, bevor er endgĂŒltig in den Straßengraben kippte.
> Will! < Tom schrie auf, > Will! <
In ohnmĂ€chtiger Wut stĂŒrzte Tom auf seinen Freund zu, ĂŒberrannte ihn. Beide fielen in den Staub, Will verlor das Gewehr, das einige Meter ĂŒber den Asphalt schlitterte. > Du hast es endgĂŒltig ĂŒbertrieben, spielst hier Herr ĂŒber Leben und Tod und wir wissen nicht mal, ob er wirklich schuldig war. < Tom keuchte die Worte ĂŒber seine Lippen, wĂ€hrend er Will am Boden festnagelte.
> Er ist..., er war..., einer von uns! < Tom sprach jetzt eindringlich, fast leise.
> Ja! Er „war“ einer von uns <, sagte Will genauso ruhig. > Ich hab Mick nicht getötet, Tom! Ihn nicht. Und den ZuhĂ€lter auch nicht! <
> Was quatscht du da. Wir haben gesehen, wie du geschossen hast und der Lude aus seinen Schuhen kippte. Und genau dasselbe haben wir hier gesehen. <
> Es muß ein ScharfschĂŒtze gewesen sein, der zeitgleich auf den Mann schoß. Er muß gewußt haben, das ich absichtlich daneben zielte. SchĂ€tze, es ist genau derselbe, der Mick auf den Gewissen hat und der jetzt vor uns in den BĂŒschen Stellung bezogen hat, um uns in die ewigen JagdgrĂŒnde zu schicken. Ich bin kein Mörder, Tom! <

Die MĂ€nner standen um sie herum, hörten stumm das GesprĂ€ch. Als Will den SchĂŒtzen erwĂ€hnte, sahen sie nach vorn. FĂŒr Tom und die anderen war jetzt keine Zeit, die neue Wahrheit zu verdauen, er sah weit entfernt eine Braker, die am Straßenrand parkte. Mit so einer Rennmaschine konnte man fĂŒr eine Sekunde auftauchen und wieder verschwinden. Der Fahrer mußte in den BĂŒschen am Straßenrand Deckung gefunden haben. > Er wartet auf uns, wartet ab, bis wir einer nach den anderen aus dem dunklen Tunnel rauskommen.< Tom vermutete ebenfalls, das ihr JĂ€ger so lange ausharrte, bis sie die sichere Dunkelheit der Röhre aufgaben und vorpreschten. ZurĂŒck konnten sie nicht, der Heli stand nun nah ĂŒber dem Tunnel, ein Lichtkegel fiel einige Meter in die Öffnung hinein. Er schĂ€tzte, weitere Verfolger waren auf dem Weg, ob nun Perros, die Polizei oder beide zusammen.
Tom sah sich um und befand, ein ZurĂŒck ist unmöglich. Der Lichtschein verschwand und der Hubschrauber wechselte noch einmal die Seite, jetzt sahen sie ihn am anderen Ende der Röhre auftauchen, plötzlich hörten sie den ratternden Feuerstoß einer automatischen Waffe. Sie sahen, wie der Heli eingehĂŒllt in einer schwarzen Rauchwolke ein, zwei schnelle Drehungen vollfĂŒhrte und dann auf die Strasse stĂŒrzte. Trotzdem die Maschine eine niedrige Höhe eingehalten hatte, explodierte sie beim Aufprall. Die Explosion trieb eine gewaltige Feuerlohe gefolgt von noch mehr schwarzen Rauch in die Tunnelröhre hinein.
> Jetzt oder nie <, Will schrie und sprang gemeinsam mit Tom auf, sie rannten zu ihren Maschinen und jagten mitten in das Inferno aus Feuer, Rauch und glĂŒhenden Wrackteilen hinein. Die Höllenpforte stand weit offen.

Der Hinkende hatte den Kampf und ihre anschließende Flucht aus der Distanz gesehen. Eilig entfaltete er dann am Ortsausgang eine Karte, suchte den Weg, den sie genommen hatten. Er sah eine Möglichkeit, sie zu erwischen, seine Rennmaschine war um einiges schneller und wendiger als die relativ behĂ€bigen Chopper.
Er schoß in der Mordnacht eine Viertelsekunde nach Will. Direkt, nach dem er durch das starke Visier seines Gewehres ein Staubwölkchen sah, das die abgefeuerte Kugel oberhalb eines Laternenmastes aufwirbelte. So schlecht konnte nur jemand mit Absicht zielen, fĂŒr ihn ein Zeichen beginnender Auflehnung. Er vermutete von Anfang an, das sie fliehen wĂŒrden. Wenn es nach ihm gegangen wĂ€re, hĂ€tte er die sechs MĂ€nner gleich in der Einsamkeit des Tatorts neben den Sarg des Luden gelegt. Mausetot!
Er hatte mehr gesehen als Rufus und konnte daher besser zÀhlen.
Es wĂŒrde Ärger geben, die Bullen wĂŒrden den Tod ihrer Kameraden nicht so einfach hinnehmen. Aber er konnte jetzt nicht mehr zurĂŒck, nicht so kurz vor dem Ziel und seiner selbst auferlegten PrĂŒfung, die ihm beweisen sollte, das er mehr konnte, als große, schwarze Limousinen steuern. Vor allem bedauerte der Hinkende, das er die Skorpion nicht so schnell mit einem neuen Magazin laden konnte. DafĂŒr stand die Braker in diesem Moment zu weit weg, in dessen Tankrucksack ein Ersatzmagazin lag. Er warf die Maschinenpistole achtlos weg und zerrte den Schultergurt seines PrĂ€zisionsgewehres ĂŒber den Kopf. Die Waffe leistete ihm schon gute Dienste, als er den Luden ermordete. Es war sein erster Beweis, das er es noch konnte. Auf Menschen zielen und treffen, AuftrĂ€ge erledigen trotz seiner Behinderung. Der Hinkende bewegte sich auf die Strasse zu und brachte das Gewehr im Anschlag.

Vor ihnen auf der Landstrasse sank endgĂŒltig die Sonne. Das matte Rot, das durch die schwarzen Rauchschwaden leuchtete, wies ihnen nicht nur den Weg, sondern schien gleichsam ein Omen zu sein, ein böses Vorzeichen. Vor dem Glutball der Sonne erschien eine aufrecht gehende Gestalt, siegessicher, als wĂ€r’s Asmodis selbst, der sie in seinem blutigen Heim willkommen hieß. RotglĂ€nzende Schlieren auf dem Asphalt, die bis zu den VorderrĂ€dern ihrer Maschinen reichten, ihr Teppich war ausgerollt.
Die MĂ€nner auf ihren Choppern sahen, wie diese Gestalt noch einige Meter ging, bevor sie auf der Mittellinie der Strasse stehen blieb.
> Soll das ein Show Down auf dem Highway werden <, schrie Bon den MĂ€nnern zu.
Seine Frage wurde im nĂ€chsten Moment beantwortet. Bon blieb als erster auf der Strecke. Sein Helm barst, seine Stirn zertrĂŒmmerte ein schlankes, ultraschnelles Projektil.
Will folgte ihm als nĂ€chster, mit seinem Bike bog er in einem wilden neunzig Grad Winkel ab und querte die Fahrbahn. Das Vorderrad schlug mit Wucht an der hinteren Böschung des Straßengrabens. Sein schon schlaffer Körper machte einen Überschlag ĂŒber den Lenker. Wie eine Puppe hing sein Torso mit dem Kopf nach unten in den Graben. Ihr Mörder schaffte es, zwei der Maschinen mit Treffer in den Tanks in Brand zu schießen.
Alle fielen hinter Tom, der zwischen toten Kameraden und dicken, schwarzen Rauchwolken laut schreiend vorstĂŒrmte und den Gasgriff aufdrehte bis zum Anschlag. Deckung gab es auf der Strasse zwischen den GrĂ€ben keine, also kam ihm in den Sinn, Angriff ist die beste Verteidigung, nein, ist vielleicht die letzte Verteidigung!

So jagte Tom auf seinen Gegner zu. 80, 90, 120 km/h.
100, 80, 60 Meter bis zu der Gestalt auf der Strasse. Tom sah, wie der Mann vor ihm nachlud. Weiter vorn tauchte ein großer Wagen auf, dessen Besitzer er kannte. Er griff in eine Innentasche seiner Weste, seine Hand umschloß etwas ovales.
50, 30, 20 Meter.
Der Gegner hob die Waffe an, um ihn genau ins Visier zu nehmen. Kugeln pfiffen Tom entgegen, zwei oder drei Treffer bekam die Maschine ab, das verdoppelte seine Wut. Er riß das ovale Etwas heraus, fĂŒhrte eine handvoll Stahl zu seinen Lippen, zog mit den ZĂ€hnen einen blanken Stift heraus.
10 Meter. Hinter dem SchĂŒtzen war das Fahrzeug fast heran. Der Biker riß sich am Lenker nach vorn. 5 Meter. Tom hob den rechten Fuß, streckte das Bein. Der Feind schoß weiter.
2, 1 Meter und Aufschlag. Tom traf den SchĂ€del des Widersachers mit brachialer Wucht, etwas knackte und brach, die Waffe des Typs sank und gab weiter einige Kugeln ab in Tom’s Bike hinein.
Tom war am Gegner vorbei, wollte bremsen, wollte absteigen und den Mörder seiner Leute ins Gesicht treten, bis nichts mehr davon ĂŒbrig war.
Doch es blieb keine Zeit, nur mit einer Hand am Lenker verriß er bei diesem Stoss sein Bike. Er steuerte zur Gegenfahrbahn auf den Wagen zu, rammte die Fahrerseite des Fahrzeugs, hinterließ Beulen und rauhe Spuren. Doch, das, was er zuvor eisern fest hielt und nur fĂŒr den allerhöchsten Notfall gebrauchen wollte, traf sein Ziel.
Edgar Rufus hörte Glas splittern. Ein kleiner Schatten flog an ihm vorbei, das kurze GerĂ€usch eines schweren, dumpfen Aufpralles folgte. Im rechten Fußraum rollte das Wurfgeschoß von links nach rechts und umgekehrt, bevor das tödliche Ei endgĂŒltig liegen blieb.
Und wĂ€hrend er mit weit aufgerissenen Augen auf die Handgranate schaute, solange ihm der ZĂŒnder noch Zeit ließ, stellte er fest: das Leben kann viel zu kurz sein, wenn man einen Chauffeur beschĂ€ftigt, der sich am Ende doch noch loyal zeigt und seinem PrĂ€sidenten den direkten Weg in die Hölle beschreibt.

Eine Kurve mußte er nach dem Anprall nehmen, ein scharfer Knall, dann ein jaulendes Quietschen. Die Antriebskette riß und verfing sich in den Speichen des Hinterrades. Tom und das Motorrad fielen, schlitterten ĂŒber den schmutzigen Asphalt. Tom hoffte, die Maschine wĂŒrde auf diesem Weg liegen bleiben, die Knucklehead blieb nicht liegen. Er landete mit dem Genick am Pfosten einer Leitplanke, die man am Außenrand der Kurve aufgestellt hatte. Der Outlaw blieb dort schwer verletzt liegen, sein Motorrad rutschte auf ihn zu und quetschte ihn vollends an den weißen Pfosten.
Zeitgleich hörte er eine gewaltige Detonation. Der Wagen explodierte, wÀhrend er die brennende Braker des Mörders vor sich her schob.

Mit einem schwachen Ruck schob Tom den Helm vom Kopf. Das Sicherheitsteil rollte holprig und mit nĂ€selndem Klang einige Meter von ihm weg. Tom lag schwer verletzt und kaum noch bei Besinnung bĂ€uchlings ĂŒber den Tank seiner Maschine. Einige Male sackte sein Bewußtsein weg. Wie in abgehackten Bildsequenzen ertappte er sich dabei, sah sich selbst, wie er versuchte, mit den HĂ€nden Zentimeter fĂŒr Zentimeter seinen Körper von der Maschine runter zu ziehen. Die Motorik seiner Beine war außer Kraft. Wie ein Betrunkener am Boden drehte er sich mal auf die eine, dann auf die andere Seite. Grotesk fuhr sein linker Arm nach oben, seine Hand wollte weiter vorn ein StĂŒckchen groben Asphalt finden, wo er seine Finger hineinkrallen konnte.
Er wiederholte diese Bewegung einige Male und es sah aus, als winke er seinen toten Kameraden weiter hinten – kommt doch, kommt.
Und mit einem Mal hörte er den Sound. Den typischen Klang der Motoren. Und dann standen sie da – Knuckleheads.
Will, Bon, Brian und die anderen mit ihren Maschinen, auch Mick war wieder bei ihnen.
> Na, was ist, du Memme! Willst du noch lang dort liegen bleiben oder endlich aufsteigen und mit uns reiten? Weißt du nicht mehr, wir wollen nach SĂŒden. < Tom hörte Will. Er stand auf, so, als wenn nichts gewesen wĂ€re außer ein paar weitere Schrammen.
Tom stieg auf und gemeinsam verschwanden sie inmitten einer Staubwolke in den untergehenden Glutball, der Sonne entgegen
FĂŒr immer Frei. FĂŒr immer Adler.

Amigos! Era Yo Un Placer.


Im Westen, September bis November 2003

Ich möchte mich an dieser Stelle bei dir bedanken, Birgit. FĂŒr dein Fachwissen ĂŒber MotorrĂ€der.
Und fĂŒr die Diskussionen ĂŒber Frau und Motorrad unter ledernen Wappen, ohne die ich die Hijas del Camiono nie zum Leben erweckt hĂ€tte.

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Rainer
???
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hallo bluesnote,

nun ist deine geschichte zu ende, und nach meinen harschen worten zum ersten teil, will ich diese nun etwas revidieren.

was mir gefiel: der aufbau der geschichte.
mit den verschiedenen ebenen hast du wunderbar gespielt; ja ich denke sogar, dass sie ein wichtiges element der spannung ausgemacht haben. an der struktur wĂŒrde ich demnach nichts Ă€ndern.
die szenen sind sehr plastisch geschildert, ohne sich dabei in epischen betrachtungen zu verlieren.
einige formulierungen sind neu und sehr treffend; manchmal scheint das geschehen, ob gewollt oder nicht, lautmalerisch unterlegt zu sein.
der gesamte plot mit seinem wertungsfreien verlauf.

was mir nicht gefiel:
die vielen vermeidbaren rechtschreibungs- und grammatikfehler (z.b. die hĂ€ufige verwechslung 3. und 4. fall) inklusive einiger stilblĂŒten (z.b. wird im dritten teil eine frau von einer treppe betreten ) – hier solltest du nochmals aktiv werden; dass das mit dem das und dass eine schwierige sache ist, weiß ich selber.
es sind viele gewollt wirkende umschreibungen enthalten (z.b. die handgranate im 4. teil). hier wĂ€re die rĂŒckbesinnung auf die alltagssprache sicherlich sehr hilfreich. z.b. wie ein öliger magnet (was meinst du denn fĂŒr einen? keramische werkstoffe oder legierungen – die riechen alle anders ) riecht und was das mit einer schußwaffe zu tun hat, wird mir auch ein rĂ€tsel bleiben.
das ende ist geschmackssache; mir hÀtte toms genick an leitplankenpfosten auch gereicht, aber wenn er danach noch mit seinen kumpels... von mir aus .

fazit: eine geschichte mit potential; gut und durchaus ein gewinn fĂŒr die ll. ein umfangreiches lektorat wĂŒrde die geschichte zum funkeln bringen.


viele grĂŒĂŸe + bitte mehr davon

rainer

__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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bluesnote
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2002

Werke: 23
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Hallo Rainer.

StilblĂŒten lockern so manche Story auf.
Das Thema ist von mir erdacht und bleibt auch so. Um ein Lektorat habe ich mich bemĂŒht, leider hat niemand so kurz vor Weihnachten Zeit, was ich verstehen kann.
Ich wollte keine schön funkelnde Story. Das ganze sollte etwas sozialkritisches sein, ein bisschen zum Nachdenken.
Und was den Vergleich mit dem Penner Bukowsky angeht.
Seine Sprache ist fĂŒr mich in etwa so hart, als wenn die Kastelruther Spatzen den Song "Sympathy for the Devil" intonieren wĂŒrden. Wenn ich hier die Sprache eines ehemaligen Bauarbeiters und jetzigen Fuhrmannes benutzen wĂŒrde, wĂ€re mir ein Rauswurf aus der LL sicher.
Und so kurz vor Weihnachten heimatlos, wer möchte das schon.

Grammatikalische Fehler muss ich natĂŒrlich ausmerzen.
Mit Fehlern in sÀmtlichen FÀllen habe nicht nur ich zu kÀmpfen.
Wenn beim Lesen meiner Texte ein Leser sagt, es wĂ€ren Bilder in seinem Kopf entstanden, er hĂ€tte die Szene genau gesehen, dann ist das fĂŒr mich die grösste Freude.
Grosse Literatur kann mein Text nicht sein:

a)ich weile noch unter den Lebenden.

b) die mir zur VerfĂŒgung stehende Zeit und die daraus folgende Eile, einen Text fertig zu stellen. Und höchstwahrscheinlich das Quentchen Talent, das mich zum Starschreiber machen wĂŒrde, verhindert das.

c) wenn ich ein grosser Literat wĂ€re, dann wĂŒrde ich doch wohl kaum hier schreiben, sondern unter sĂŒdlicher Sonne am Meer sitzen und wissen, wieviel Dollar ich fĂŒr jedes Wort bekomme.

Lieber Rainer. Ich weiss, meine Worte werden dich nicht erfreuen. Doch du hast vielleicht Àhnliche Probleme, wenn du einen Text fertig stellen möchtest und die Familie oder Beruf vorgehen.

Bei der ganzen Kritik, die ich erhalten habe, freut mich eines ganz besonders; denn ich weiss:

einen toten Hund tritt man nicht!


Viele GrĂŒsse

Udo

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