einige Dinge sind mir bei Ihrem Text unklar. Vielleicht mögen Sie da Licht ins Dunkel bringen?
Sind die grammatikalischen Fehler und Ungenauigkeiten im Text von Ihnen bewusst eingesetzt?
Zu Beginn des Textes nutzen Sie die dem Französischen eigene intonatorische Prosodie, und lassen die Silben "klingen", in den späteren Strophen brechen Sie aber die Sprachmelodie auf und lassen die Prosodie sich selbst entgegenlaufen. Das macht das Ganze Gebilde dann aber sehr hölzern. Das finde ich schade, da das Französische ja diese Möglichkeit der "intonatorischen Dichtung" mit sich bringt, im Gegensatz zum Deutschen.
Falls Sie diesen "Bruch" bewusst als Stilmittel einsetzen wollten, wäre es meiner Ansicht nach gelungener, damit sparsamer umzugehen.
Ich finde auch die Wahl der Sprachbilder etwas unschlüssig, aber das ist dann wohl Geschmacksache.
Ich reaktiviere selten mein Französisch, grammatische Fehler müssen mir deshalb verziehen werden und sind nicht bewusst(schön wenn ich das könnte) eingesetzt.
Nun, die Klänge hingegen sind bewusst eingebaut. Ist sich das lyrische Ich in der ersten Strophe noch nicht der Lage klar, in der es sich befindet, so wird diese stetig klarer umrissen und so eine klanglosere Atmosphäre geschaffen.
Im Deutschen halte ich generell nur mit Einschränkungen etwas vom Klang der Gedichte. Es ist mir klar, dass alles und jeder versucht, alte Goethe, Gryphius oder Trakl-Gedicht dem Klang ach zu interpretiern, aber ich halte da wenig von.
Solte jetzt auch nichts gegen Sie sein, war nur aus einer generalen Verärgerung meinerseits her gerührt.