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Leselupe.de > Ungereimtes
Lebenslauf eines Katers
Eingestellt am 03. 04. 2002 16:46


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alte-wurz
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

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Lebenslauf eines Katers

Anton mein Name, so stell ich mich höflichst vor
Von Beruf streck ich mich an so manchem Knie empor
Nebenher streif ich noch durch mein Garten-Revier
Nur Selten, bin schon alt - neun Jahre, sagte man mir
Mein Hobby ist wohl schlafen und dösen in der Sonne
In der Jugend verkannt, nun ist’s mir die reinste Wonne

Wenn die Sonne mir gnädig, ein Strahl Richtung Bett
Trete ich mir eine Mulde und mach’s mir dort nett
Noch einmal schlecken übers glänzende Fell
Dann schließ ich die Augen, die Sonne scheint grell
Rekeln und strecken aber dann doch wieder rund
Den Kopf aufs Hinterbein so scheint’s mir gesund

Aus der Ruhe bringt mich heutzutage fast nichts mehr
Früher eine Katze oder Kater in meinem Revier hingegen sehr
Keinen Kampf gescheut, oft gekrallt, doch meist nur als Drohung
Nun aber älter steht mir das Gemüt mehr nach Schonung
Das Leben als Kater hat seine Spuren auch bei mir hinterlassen
Das Ohr voller Narben vergangener Kämpfe die nicht mehr verblassen

Aus so manchem Gebüsch sah man meine Augen funkeln
Ein guter Jäger sei ich, hörte man sogar die Mäuse munkeln
Für mich war’s ein Spiel zum angenehmen Zeitvertreib,
Für die Gejagten jedoch da ging’s um Leben und Leib
Eine lästige Fliege die jage ich heute noch dann und wann
Doch die meiste Zeit, wie gesagt, trifft man mich dösend an

Nun, so finde ich mein Leben doch ganz angenehm
Schließlich Fressen und Milch immer zur Verfügung stehn
Auch ein warmer Schlafplatz ist immer für mich frei
Und Freiheit und Streunerei sind mir inzwischen eh einerlei
So zeigen sie mir, die, die hier mit mir zusammen leben
Wie leer es doch wäre, würde es mich nicht geben

So steig ich alter Knabe wieder zurück ins Federbett
Hab keinen Nutzen mehr und auch keinen Zweck
Denn schon lange ist das Jagen mir müßig geworden
Aber trotzdem fühl ich mich bei euch noch geborgen
Es ist so schön wenn man sich um nichts mehr kümmern muss
Dafür bekommst du, mein Mensch, einen feuchten Nasenkuss!




__________________
Barbara G.

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