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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Leseprobe: Angie..oder: eineEpisode aus meinem Leben..
Eingestellt am 23. 02. 2002 21:34


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Gagamello
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Angie
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© by Gagamello // Unerlaubte VervielfÀltigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten//

Draußen war es noch stockdunkel, als er von einem durchdringenden Quietschen aus seinen TrĂ€umen gerissen wurde. Ein Ruck ging durch den Eisenbahn-Waggon. Die Sitzbank, auf der er genĂ€chtigt hatte wackelte fĂŒr einen Moment. Er schnellte vom Sitz hoch und hörte ein paar halblaute Kommandos. Es waren Anweisungen des LokfĂŒhrers an den Rangierer, der die Wagen aneinander koppelte.Von den Rangierern ging jedoch kaum Gefahr aus, entdeckt zu werden. Die liefen fast immer außen am Zug entlang.
Nach einem Blick auf die Uhr entspannte er sich. Es war erst drei Uhr dreißig. Noch zwei Stunden, dachte er. Noch genug Zeit fĂŒr eine MĂŒtze voll Schlaf, bis der Zugbegleiter durch die abteile geht und die Beleuchtung anmacht. Er mußte sehen, das er vor Ankunft des Schaffners den zug verlassen hatte.Wenn man ihn hier erwischte, wĂŒrde die Bahnhofspolizei wieder öfter die abgestellten ZĂŒge nach ungebetenen GĂ€sten kontrollieren. Das wollte er unter allen UmstĂ€nden vermeiden.
Ein erneuter Ruck. Dann konnte er hören, wie sich der Bahnarbeiter auf dem Schotter der Bahngleise gehend, vom Zug entfernte. Auch die GerĂ€usche der Rangierlok wurden schnell leiser und verstummten schließlich ganz.
Momentan kam ein Übernachten in den umliegenden Scheunen nicht in Frage. Die HeuvorrĂ€te waren durch das Winterwetter feucht und zum Übernachten nicht geeignet. Ausserdem waren die meisten ohnehin undicht und es regnete durch die DĂ€cher. Er kannte hier auch niemanden, der ihm vorrĂŒbergehend ein Bett zur VerfĂŒgung gestellt hĂ€tte.
Die Bahnhofswartehalle war bis sechs Uhr morgens geschlossen. Somit waren die leeren Wagen, die in einiger Entfernung vom Bahnhof auf Abstellgleisen parkten, die einzige Alternative zu einer weiteren Nacht in einem der öffentlichen ToilettenhĂ€uschen. Zwar herrschte dort nachts ziemliche Ruhe und es gab sogar eine Heizung, aber der Geruch war nicht der angenehmste und stundenlang auf der SchĂŒssel zu sitzen bedeutete eher Streß, denn Schlaf.
Er vergewisserte sich, das sich niemand mehr in der NĂ€he des Zuges befand. Nachdem er kontrolliert hatte, das der Wecker seiner Armbanduhr auf 5.10 Uhr eingestellt war, kauerte er sich wieder auf die Sitzbank und war nach wenigen Augenblicken tief und fest eingeschlafen.

Ein lauter Knall lies ihn erneut zusammenschrecken. Wieder war er blitzartig hellwach. Der Knall rĂŒhrte von einer zugeschlagenen ZugtĂŒre her.Sorgsam darauf bedacht, nicht entdeckt zu werden, lugte er in den Mittelgang und sah den Schaffner drei Wagen weiter in entgegengesetzter Richtung durch den Zug laufen. Er schaute auf seine Uhr. Es war 5.20 Uhr. Mist .. dachte er, hab den Wecker gar nicht gehört. Vorsichtig schlich er sich aus dem Abteil und öffnete die TĂŒre des Waggons.
Er spĂ€hte kurz nach allen Seiten und ĂŒberzeugte sich davon, das ihn niemand beim Verlassen des Zug beobachtete. Fast lautlos drĂŒckte er die TĂŒr hinter sich ins Schloss und schlich sich am Zug entlang bis zum Aufgang des Bahnsteigs.Dort richtete er sich aus seiner gebĂŒckten Haltung auf und schlenderte wie einer dieser FrĂŒhfahrer, die jetzt in immer grĂ¶ĂŸerer Zahl am Bahnhof auftauchten, in Richtung der Wartehalle. .
Es war ziemlich kalt an diesem Freitagmorgen. Er fröstelte und schlug den Kragen seines Parkas hoch. Die Atemluft der Leute ließ kleine Dampfwölkchen aufsteigen. Einige der Leute machten noch einen ziemlich verschlafenen Eindruck. Bei dem Gedanken an die warmen Betten, denen sie erst gerade entstiegen sein mussten, kam ein GefĂŒhl von Neid in ihm auf. Es war schon einige Wochen her, seit er das letzte Mal in einem richtigen Bett geschlafen hatte.
Am Eingang des Bahnhofs hielt soeben ein weißer Lieferwagen. Der Fahrer stieg aus und öffnete die Heckklappe.. Er lud einige Körbe aus. Diese waren fĂŒr die Bahnhofskneipe bestimmt . Unvermittelt hing der Geruch frischer Brötchen und Brezeln in der Luft.
Sein Magen begann wie ein hungriger Wolf zu knurren.

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Des Menschen VerhÀngniss ist,
dass er vergisst

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Oblivia
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Hi,

natĂŒrlich ist etwas verboten, wenn es nicht erlaubt ist ;-)

O.

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Gagamello
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hi

Hallo Oblivia.Ich nehme an, Du meinst mit Deiner Anmerkung den Hinweis zu Beginn der Seite. War dieser unnötig?
Da ich noch kleinerlei Erfahrung im Veröffentlichen von Texten habe, ging ich davon aus, der Hinweis sei ein Muß. Im Vorfeld habe ich in verschiedenen Seiten gestöbert und mir die Veröffentlichungen anderer Schreiber angeschaut. Dabei fiel mir eben dieser Satz immer wieder auf. Es lag nicht in meiner Absischt, durch diesen Heinweis, meiner Schreibe den Anschein, einer wie auch immer gearteten Wichtigkeit zu verleihen.
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jorunn
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hallo, Gagamello,

ist da ein Teil einer lĂ€ngeren Geschichte oder hab ich etwas ĂŒberlesen? Was hat die Geschichte mit Angie zu tun? Hat sie ihn rausgeschmissen oder was? Falls es eine lĂ€ngere Gechichte ist, dann ist es okay, fĂŒr eine Kurzgeschichte fehlt der Sache die "Pointe".
Viele GrĂŒĂŸe
Jorunn

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Gagamello
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hallo jorun

es handelt sich bei den Zeilen um die Einleitung (den Versuch :-)... )zu einer Autobiographie. Ich hÀtte vielleicht besser etwas aus dem weiteren Verlauf der Schreibe genommen?
mfg
Achim
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jorunn
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hi, Gagasmello,

nö, warum denn? Ich denke nur, Du hÀttest dazuschreiben sollen, dass dies ein Teil einer lÀngeren Geschichte ist. Das was da steht ist nicht schlecht, aber auch sehr nichtsagend, wenns alleine da steht, verstehste?
Bis dann,
Jorunn

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