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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Liebe in der Schule
Eingestellt am 18. 04. 2002 15:21


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antebear
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2002

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Wie jeden Morgen erwachte sie mit nur einen Gedanken: Frank.
In ihrem Kopf durchfliegt sie, noch im Bett sitzend, die Zeit am Vorabend, als sie 2 Stunden lang beide vor dem Pc saßen und sich ĂŒber die Telefonleitung unterhielten.

Ja, diesmal traute sie sich und gestand ihm ihre Liebe.
Auch er ließ seine Fingerspritzen auf der Tastatur arbeiten und schrieb: "Da bist du nicht die einzige".
Ihr Herz raste, ihre HĂ€nde zitterten. StĂ€ndig rutschte sie von der Tastatur ab, sie war so verwirrt, glĂŒcklich, aber auch Ă€ngstlich zugleich.
Noch vor ein paar Monaten hatte sie nicht an die Liebe geglaubt. Beziehungen mochte sie nicht. Sie wollte Spaß haben und doch glĂŒcklich dabei sein. Doch diesmal war es anders.

In der Schule bemerkte sie ihn erst nach 1 1/2 Jahren. Sie gingen zusammen in einen Kurs. Immer öfter schaute sie ihn an, immer öfter fing an ihr Herz wie wild zu klopfen, als er mit ihr sprach. Sie hörte ihm so gern zu...
Als sie aber gesagt bekam, dass Frank seit 22 Monaten in festen HĂ€nden sei, ĂŒberkam es sie und nun war sie ratlos.
Was sollte sie nur machen?
Diese GefĂŒhle, sie waren so groß. Nie zuvor hatte sie so etwas empfunden. Doch stĂ€ndig lĂ€chelt er sie an.
Manchmal trafen sich die beiden heimlich im chat und redeten. Sie verabredeten sich und hatten einen schönen Abend zu zweit.

Beide saßen sie nervös und angespannt auf dem Bett. Beide lĂ€chelten verlegen und der eine dachte genau das gleiche wie der andere. Doch keiner traute sich etwas zu sagen.
Erst an diesem Abend bemerkte sie seine wunderschöne Stimme. Sie war so weich und schön.
Am nÀchsten Tag in der Schule brachte keiner ein Wort hervor. Beide waren sie so angespannt, so nervös, scheue Blicke, ein zaghaftes Hallo. Was ist mit den beiden nur passiert?
Am Abend trafen sie sich wieder im chat.
Sie konnte es nicht stoppen und schrieb einfach drauf los und erkannte spÀter, dass dies eine LiebeserklÀrung war, die sie grad von sich gab.
"Die Wahrheit ist immer das richtige, Antje", sagte ihre Freundin. Das tat sie dann auch. Sie sprach ĂŒber alles... wie es ist, wenn sie ihn in der Schule begegnet, ohne ihn berĂŒhren zu können, wie sie mit ihm redet, ohne ihn kĂŒssen zu dĂŒrfen und wie sie abends allein zu Haus in ihrem Zimmer sitzt und nur an ihn denken kann.
All diese Sachen. Sie wartete zitternt auf seine Antwort. Dann erschien auf dem Bildschirm der Satz "Du bist nicht die einzige".
Sofort ging die Sonne auf. Sie war erleichtert, fĂŒhlte sich einfach wunderbar, sie freute sich, die Hoffnung hatte sie wieder gepackt, sie war einfach nur ĂŒberglĂŒcklich..

Immer noch sitzend auf dem Bett, beendigte sie ihren Gedanken an diesen Abend. Sie fragte sich, wie es wohl sein wird jetzt neben ihm zu sitzen und trotzdem dem Lehrer zuhören zu mĂŒssen.
Dann kam der Moment, an dem sie vor dem Schultor stand. Da kam er auf dem Fahrrad, schloss es an, kam zu ihr herĂŒber, stellte sich mit in den morgendlichen Kreis und sprach einen "Guten Morgen"-Gruß aus.
Ihr schlug das Herz bis zum Hals, aber sie bemerkte schnell, dass es ihm genauso ergehen musste. Er lĂ€chelte nervös zu ihr herĂŒber. Als er schon in die Schule ging, um sich einen Kaffee zu holen, sah sie ihn mit großen Augen hinter her. "Am liebsten gleich hinter her gehen", sagten ihre Gedanken, aber sie zwang sich vernĂŒnftig zu bleiben.
"22 Monate sind nicht einfach so zu streichen". Dieser Satz beschĂ€ftigte sie eine ganze Weile. Sie konnte nichts dagegen machen, es war seine Beziehung und sie konnte nur warten, und schauen, ob er sich entscheiden wird, und vielleicht auch zu ihr kommt. Ein komisches GefĂŒhl machte sich in ihr breit.
Auch sie ging dann in das SchulgebÀude und schon sah sie wieder seine rote Jacke, dann ihn, der einen Kaffeebecher in der Hand hielt. Er sieht ihr nach, er lÀsst keinen Blick von ihr ab. Als sie sich noch einmal zu ihm umdreht sah sie sein LÀcheln, dass ihr sagen sollte: Du bedeutest mir soviel, komm zu mir und beende dieses Chaos in meinem Kopf.
Sie ging zu ihrem Unterricht und die ganzen 45 Minuten hatte sie nur sein LĂ€cheln vor Augen. Keine Konzentration, nur Frank, immer nur Frank.. sie war glĂŒcklich.
In der letzten Stunde saßen sie nebeneinander. Beide waren verdammt aufgeregt. Ein kleines zwanghaftes GesprĂ€ch. Doch schon gelangten Blicke der MitschĂŒler zu ihnen. Schon wurde das GesprĂ€ch abgebrochen.
Ein "tschĂŒĂŸ" noch zum Abschied und nach Hause fuhr sie. In Gedanken nur bei ihm. Eine Freundin sagte ihr: "Du kannst da nichts machen, entweder er wird es riskieren und seine langweilige Beziehung mit seiner Freundin beenden, oder halt nicht."
Sie fuhr damit in Gedanken nach Hause, legte sich aufÂŽs Bett und wusste nicht wohin mit ihren WĂŒnschen, TrĂ€umen..
Sie setzte sich an den Pc und schrieb einfach alles auf...
__________________
Gedichte spiegeln das Traurige und Schöne des Lebens wieder. Nur in ihnen steckt die Wahrheit..

Mir gefĂ€llt die Leselupe, deshalb unterstĂŒtze ich sie... ... indem ich bereits regelmĂ€ĂŸig die Leselupen-Shop-Links nutze.
... indem ich die Leselupen-Shop-Links in Zukunft nutzen werde.

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rob25
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Hi Antje,
schön Dich hier zu treffen...
Ein kleiner Tip, gib nicht zu viel von Dir preis, es könnte weh tun, von "gutgemeinten" RatschlÀgen getroffen zu werden...

LG Rob
__________________
Was spontan ĂŒber die Lippen kommt, verletzt meist am allerschlimmsten, aber tut dies die Wahrheit nicht immer.

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