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Leselupe.de > Fantasy und MĂ€rchen
Loki und die drei Haare in der Suppe
Eingestellt am 02. 01. 2017 13:27


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Trestone
Schriftsteller-Lehrling
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Einst hatten die Menschen noch direkteren Umgang mit den Göttern
und konnten sogar Loki dazu verpflichten,
Ihnen eine Suppe der Götter zu servieren.
Am Grund der SchĂŒssel sollte eine Belohnung fĂŒr sie bereitliegen.

Aber Loki wÀre nicht Loki, wenn er dabei nicht etwas ausgeheckt hÀtte:

Er gab drei Haare in die Suppe,
die erst ganz genießbar und auszulöffeln ist,
wenn diese gefunden und entfernt worden sind.

1) Das erste Haar fanden Pythagoras und Euklid:
„Die Wurzel aus Zwei ist irrational“,
d.h. sie lĂ€sst sich nicht durch einen Bruch aus ganzen Zahlen darstellen –
und es gibt noch unendlich viele Zahlen dieser Sorte.
Sie konnten das Haar aber nicht entfernen
und so gewöhnten sich die Menschen ĂŒber zweitausend Jahre daran,
diese irrationalen Suppenbrocken mitzuschlucken,
ohne dieses Haar ganz los zu werden.

2) Das zweite Haar fand Georg Cantor:
„Die Potenzmenge einer Menge ist mĂ€chtiger (von grĂ¶ĂŸerer Unendlichkeit)
als die Menge“,
d.h. man kann eine niemals endende Kette von Unendlichkeiten bilden.
Auch er konnte dieses Haar nicht entfernen,
doch vielen Mathematikern gefÀllt,
dass man so die Suppe niemals auslöffeln kann.
Nach nun ĂŒber hundert Jahren ist das etwas langweilig,
und einige wĂŒssten doch gern,
was auf dem Grund der Suppe wartet statt ewig weiter zu löffeln.

3) Aber da ist ja noch das dritte Haar Lokis: Kurt Gödel entdeckte es 1931,
es heißt der „UnvollstĂ€ndigkeitssatz“:
In jedem axiomatischen System, dass die Arithmetik enthÀlt,
gibt es wahre SĂ€tze, die sich nicht aus den Axiomen beweisen lassen.
(Und es gibt viel mehr wahre SĂ€tze als Beweise).
Es war schwierig genug, dieses Haar zu finden,
entfernbar war bisher auch dieses nicht.
Stellt man sich die beweisbaren SĂ€tze oben in der Suppe vor,
so können wir mit unseren „Beweislöffeln“ nur die Haut der Suppe essen.


NatĂŒrlich gibt es wie immer im MĂ€rchen einen SchlĂŒssel:

Loki hatte den Menschen nÀmlich auch einen Löffel mitgegeben,
den sie gern benutzten, genannt „Logik“.
Damit lÀsst sich zwar ein wenig Suppe essen,
die Haare lassen sich aber nicht entfernen.

Wer auf den Grund der SuppenschĂŒssel gelangen will,
muss sich einen neuen schnitzen.
Einen Versuch, mit dem sich das erste und zweite Haar
wohl entfernen lassen,
findet man mittels „Stufenlogik Trestone“.
Da das dritte Haar etwas komplizierter ist,
mĂŒsste hier wohl ein Mathematiker helfen,
die Chancen stehen aber gut.

Wenn das geschafft und die Suppe endlich leer ist,
muss ich mir genauer ausdenken,
was am Grund der SchĂŒssel zu finden ist 


Gruß
Trestone

Version vom 02. 01. 2017 13:27
Version vom 13. 01. 2017 17:52

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flammarion
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jon
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Das ist aus meiner Sicht keine Geschichte, sondern ein „Spaß fĂŒr Mathematiker“. Wahrscheinlich ist es aber sogar ein auf humorig gemachter Werbetext fĂŒr den Unterzeichnenden, der offenbar seine Lösung fĂŒr die Probleme eins und zwei verkaufen will.

Doch selbst wenn man das so hinnimmt, gibt es eine Menge zu bemĂ€ngeln. Das beginnt bei Fehlern im Bereich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Textsatz (meint vor allem die unsinnigen ZeilenumbrĂŒche) und reicht bis zu logischen Unstimmigkeiten.

Zu Letzterem:

Die Suppe war nicht "ganz genießbar“. Heißt wohl, sie schmeckte schlecht. Mal abgesehen davon, dass es unklar bleibt, wieso die Menschen sie dann trotzdem essen, geht es spĂ€ter nicht mehr um den Geschmack, sondern um das Erreichen des Bodens der SuppenschĂŒssel. Das sind zwei völlig verschiedene Aspekte bei einer Suppe.

Wenn die Menschen (wie unter Punkt eins erwĂ€hnt) „diese Brocken“ (also die Haare) mitessen, dann werden diese Haare doch dadurch entfernt. Also: Problem gelöst!

Suppen sind nie leer, SuppenschĂŒsseln aber können es sein oder werden.

Wenn das dritte Haar entfernt ist und der Boden der SuppenschĂŒssel sichtbar wird, dann muss sich niemand erst ausdenken, was da zu sehen ist - man sieht es ja. Der Unterzeichner kann sich zwar was ausdenken, aber das ist irrelevant angesichts des Sichtbargewordenen. Er könnte sich auch vor Erreichen des Bodens etwas ausdenken, das wĂ€re dann aber nur etwas, was zu sehen sein könnte.


 und so kann man noch dies und jenes zusammenstellen. Auf das zu erwartende Gegenargument, das sei doch nur eine Metapher, erwidre ich vorsorglich: Auch innerhalb der Metapher (oder eines Bildes) muss es logisch zugehen.


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Trestone
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Hallo jon,

Deine Vermutungen im ersten Absatz treffen alle zu.

Die Anregungen zur Logik der Geschichte und der Umbruchsgestaltung habe ich versucht umzusetzen
- gemĂ€ĂŸ klassischer Logik ...

Die Schlusspointe zum "Grund der SchĂŒssel"
habe ich nur leicht verÀndert,
da der Wechsel auf die Metaebene gewolltes Stilmittel ist.

Gruß
Trestone

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