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Leselupe.de > Ungereimtes
Loslassen
Eingestellt am 05. 03. 2001 20:29


Autor
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Fee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2000

Werke: 38
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Gestern noch war deine Hand
klein und weich
schmiegte sich in meine
suchte Halt
zog und zerrte
hierhin, dorthin
wollte F├╝hrung
wie schwer es dir oft fiel, mich loszulassen
gehenzulassen

Heute schau ich auf
deine Hand
seh, wie kr├Ąftig sie geworden ist
entw├Ąchst mir mehr und mehr
greift mutig ins Leben
schafft vieles allein
sucht dennoch Halt
aber
weist meine Hand oft zur├╝ck
wie schwer es mir f├Ąllt, dich loszulassen
gehenzulassen
in dein eigenes Leben

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Brigitte
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Dec 2000

Werke: 98
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Hallo Fee,
es ist schwer, los zu lassen, ├╝berhaupt bei Kindern empfindet man es doppelt. Man hat immer das Gef├╝hl, ihnen helfen zu m├╝ssen, sie zu f├╝hren, ihnen den rechten Weg zu zeigen. Loslassen ist oft sehr schmerzhaft.
Aber das ist bei den Eltern doch auch nicht anders gewesen, sie mu├čten sich doch auch l├Âsen und haben es geschafft, es ist ein ewiger Kreislauf, der unser Leben bestimmt.
Aber wenn wir unsre Kinder mit Gewalt festhalten, dann verlieren wir sie vielleicht f├╝r immer und soweit sollte man es nicht kommen lassen.
Wir k├Ânnen sie ja trotzdem im Auge behalten, jedenfalls solange, bis sie sich ihre eigene Grundlage geschaffen haben.

Gr├╝sse
Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f├╝r das Auge unsichtbar.

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Fee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2000

Werke: 38
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Hallo Brigitte,
ich stimme Dir zu.

Loslassen bedeutet auch Abschied. In diesem Fall ist es ein Abschied von den ersten Jahren der Kindheit.
Mein ├Ąltester Sohn wird 14 und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt, f├╝r uns beide.
Zur Zeit schwelge ich des ├Âfteren in sentimentalen Erinnerungen, wie sch├Ân es doch war, als er noch "Kind" war.
Ist wohl normal, denke ich. Es ver├Ąndert sich so vieles zwischen uns, dass meine ich nicht nur negativ.
├ťberzeugt bin ich mittlerweile aber von folgendem:

Pubert├Ąt - Eines der letzten Abenteuer

Liebe Gr├╝├če,
Fee

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Stefan Schweers
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2000

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Solche Texte begegnen einem oft in Literaturforen. Es steckt was selbst Erlebtes dahinter, von daher ist der Text ernstzunehmen. Aber der literarische Wert? Ich wei├č nicht. Du hast Dich nicht um sprachliche Kunst bem├╝ht, sondern "nur" versucht, einf├╝hlsam zu beschreiben. Deshalb ist es nicht wirklich ein Gedicht, sondern eine festgehaltene Erinnerung f├╝r Dich selbst, ├Ąhnlich einem Fotoalbum.

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Fee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2000

Werke: 38
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Hallo Stefan,
was ist denn f├╝r Dich "sprachliche Kunst" und was sind f├╝r Dich "wirkliche Gedichte"?
W├╝rde mich interessieren.
Gru├č
Fee

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Stefan Schweers
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2000

Werke: 9
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Niemand hat eine g├╝ltige Definition f├╝r Kunst. Eine habe ich geh├Ârt, die mir gef├Ąllt. Kunst weise ├╝ber sich selbst hinaus. Der Text ├╝ber seine sachliche, einzelne Wortbedeutung, die Skulptur ├╝ber den dargestellten Gegenstand, das Bild ├╝bers Motiv etc. Hinter der Oberfl├Ąche gibts etwas zu entdecken, was sich eben mit Worten und Bildern und Skulpturen nicht darstellen l├Ą├čt, wenn sie sich im unmittelbar Dargestellten ersch├Âpfen. Was soll sonst der Sinn von Kunst sein? Alles andere ist nur Information.

Dein Text erz├Ąhlt was Menschliches, aber er ersch├Âpft sich in seinem Sinn in der unmittelbaren Bedeutung der verwendeten Worte.

├ťbrigens glaub nicht, da├č ich mich diesbez├╝glich f├╝r einen K├Ânner halte. Aber das ist eben mein Begriff von Kunst und damit eben auch von Lyrik/Poesie als einer Kunstrichtung.

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Fee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2000

Werke: 38
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Hallo Stefan,
vielen Dank f├╝r Deine ausf├╝hrliche Antwort.
Diese Definition von Kunst gef├Ąllt mir auch.

Vor diesem Hintergrund hat mein "Gedicht" keinen literarischen Wert, da hast Du Recht.
Trotzdem gefallen mir auch Texte, in denen die Kunst nicht ├╝ber sich selbst hinausweist.
In mir rufen auch solche Texte Bilder hervor, z.B.:

Gestern noch zarter Flaum
auf durchscheinender Haut,
zeigst du mir heute
dein prachtvolles
Federkleid
deine kr├Ąftigen
Schwingen
deinen kunstvollen
Flug
zur├╝ck bleibt nur dein
Nestgeruch

Naja, oder so ├Ąhnlich
Danke f├╝r Deine Kritik.
Gru├č
Fee

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