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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Mamma Sekunda. Kindheitserinnerung
Eingestellt am 13. 04. 2001 21:39


Autor
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Fahnert
Bl├╝mchendichter
Registriert: Feb 2001

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Wir haben wohl ausgezeichnete Zeitchen miteinander gehabt, insbesondere die Kinderjahre nachdem ich als Blondling bei den Secundas zu leben begann, allerlei n├╝tzliche und unn├╝tzliche Dinge ausgeh├Ąndigt bekam und mich grunds├Ątzlich heimisch f├╝hlte.

Mamma Secunda erschien vom ersten Augenblick an ordnungsliebend. Sauber und unverschn├Ârkelt. Sie f├╝hrte engmaschige Kontrollen aus und achtete stets auf die Korrektheit der Erscheinung. In Kinderzeiten hatte ich wenig ├╝brig f├╝r solche Veranstaltungen.

Sie arbeitete in einer Schokoladenfabrik, zehn Fu├čminuten von zu Hause fort. Das Fris├Ârhandwerk hatte sie aufgegeben, als ich eintrag. Sicher auch deshalb, weil ihre H├Ąnde nicht die besten waren. Sp├Ąter kam heraus, da├č sie die Gespr├Ąche ├Ąlterer Witwen und br├Âtchenverkaufender B├Ąckersfrauen nicht mehr ehrtrug.

Manchmal, wenn sich ihre Stirn in Falten legte, da wu├čte ich, da├č es in der Secundabrust brodelte. Sie konnte viel L├Ąrm veranstalten, wenn sie sich in Widrigkeiten verstrickt hatte und sich scherenlos Luft machte. Sp├Ąter, als ich ihre Autorit├Ąt untergrub, stellte ich fest, da├č ihr Inneres kaum Ruhe fand und es bereits an Boden verlor, wenn ich mich ignorierend abwandte oder mich querstellte. Es bedurfte kaum M├╝he, sie w├╝tend zu machen.

Wenn sie nichts zu tun hat, ist sie ungl├╝cklich. An ungest├╝men Herbsttagen zogen wir ins Freie. Sie liebt den Wald und die frische Luft. Wir verschwanden im feuchten Dickicht, kramten Rotk├Ąpplein hervor und schleppten berstende K├Ârbe mit waldiger Aura ins Haus. Sp├Ąter erschienen sie zusammengezurrt wie Schnecken auf dem K├╝chentisch, soda├č es einer dicken Brille bedurfte, um sie festzustellen. Es wurde notwendig, einige Stullen hinzuzuziehen, damit der Unmut ├╝ber den Betrug kein Loch im Bauch hinterlie├č ...

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

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Hallo Fahnert,

ich finde, du schreibst gut. Leider l├Ą├čt Du mich (den Leser) zu sehr am ausgestreckten Arm verhungern. F├╝r mich sind deine Geschichten fast nur Fragmente. Wie w├Ąre es mit einer zusammenfassenden Erz├Ąhlung? Mich w├╝rde das interessieren.

Gru├č Ralph
__________________
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Fahnert
Bl├╝mchendichter
Registriert: Feb 2001

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Hunger :-)

Fahnert wird sich bessern. Ich hatte hier einen ausgezeichneten Plattencrash, der meinen Rechner lahmgelegt hat ... ich erg├Ąnze in den n├Ąchsten Tagen.

Gruss, Fa

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