ich freu mich, dass Du Dich wieder mal gemeldet hast !
Durch die Zeilenumbrüche sollen zwei Themen NAHTLOS verbunden sein, damit es gut fließen kann. Du scheinst das anders zu empfinden, kein Problem.
Chronlogisch gesehen, ist es z.B. in der ersten Strophe eigentlich nur 1 Thema, welches Ursache und Wirkung verknüpft.
* Vaterverlust, d. h. ohne Vater aufgewachsen &
* "Haus der Kindheit" - Synonym für das Sammelbecken der Erlebnisse als kleiner Junge... und die unbewussten Eindrücke, die in mir gespeichert sind (stumme Träume).
Also Bilder, Erinnerungen, die unter der Oberfläche schlummerten, somit nichts vermitteln konnten - bis hier und da ein Geistesblitz Licht in das Dunkel gebracht hat.
Und das ist nicht immer angenehm, man fühlt sich ohnmächtig,
gefangen - "ich komm´ nicht heraus !"
Der spanische Likör ist doppeldeutig:
1. es ist einfach nur spanischer Likör (der wirklich im Rachen
brennt, genauso wie die Lüge, beim Aussprechen) und
2. soll er ein Sinnbild sein für die Suche nach Betäubung bzw.
Ablenkung
Kannst Du jetzt mehr damit anfangen?
Ich bin eigentlich kein Freund von ausgiebigen Analysen, vor allem, wenn es der Verfasser selbst unternimmt...gerade in der Lyrik. Dadurch können Interpretationsfreiräume für den Leser verloren gehen. Wie Du weißt, hat jeder eine andere Sicht / Empfindung etc. in Bezug auf Gedichte.
Diese sollen, zumindest meiner Meinung nach, eher empfunden als verstanden werden...oder eben in diesem Ablauf "ankommen".
Wenn das beim Leser gelingt, ist es ein angenehmer Bonus für den Schreiber. Primär entstehen Gedichte (aus meiner begrenzten Erfahrung) aus dem Willen der ihm eigenen Energie,
sich loszulösen von der Unterdrückung / Verdrängung...zumindest wenn der Anlaß ein eher "negativer" war.
Freu mich, wieder von Dir zu hören. Du sollst auch wissen,
dass ich Dein Feedback ernst nehme und es bei Bedarf gerne
berücksichtige .
LG
Marc
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Trasla Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2011
Und, so wenig habe ich garnicht verstanden, ich meinte jetzt weniger das Verstehen der Bilder, die dein Werk zeichnet, sondern der Aussage.
Aber
aus dem Haus
der Kindheit schießen manchmal Geistesblitze
auf stumme Träume
ruft bei mir ein sehr physisches Bild hervor. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit Geistesblitz eine örtlich begrenzte Erleuchtung verbinde, und nicht einen Blitz als etwas, das eine Quelle und ein Ziel hat.
Und wenn schon - warum werden die stummen Träume vom Blitz getroffen (und erleuchtet), und nicht der Inhaber dieser?
(Nicht, dass du den Eindruck kriegst, ich würde irgendwie schlecht oder unsinnig finden, was du schreibst. Ich tue mich nur etwas schwer zur Zeit, aber habe mir fest vorgenommen, Werke nicht unkommentiert zu lassen, nur weil ich glaube, sie nicht richtig zu erfassen.)
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Marc Leistner Häufig gelesener Autor
Registriert: Sep 2011
ich habe Dir keineswegs unterstellt, dass Du wenig verstanden hast. Du hast einfach eine andere Sicht (oder was auch immer?)
auf dieses Gedicht. Das ist alles. Mehr wollte ich nicht mit meinem Kommentar ausdrücken. Und...ich habe versucht, auf Deine Fragen / Unklarheiten zu reagieren.
Was den Blitz betrifft, so habe ich ihn GEISTESblitz genannt,
da es sich hier um Eingebungen etc. handelt - und nicht um ein Naturphänomen.
Der Inhaber, wie Du ihn nennst, ist nicht getrennt von den "stummen Träumen", da sie ein Teil von ihm sind. Und diese Träume wurden erhellt durch Eingebung / Intuition.
Aber...nichts für ungut.
Marc
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