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Leselupe.de > Ungereimtes
Mein Voegelchen
Eingestellt am 28. 02. 2002 10:51


Autor
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Daniel J.
???
Registriert: Feb 2002

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Mein Voegelchen
Du singst viel schoener noch
als die Sirenen sangen
klingt Deine Stimme doch
verfuehrerischer
als jene in Odysseus Ohr erklangen

Ach koenntest Du
fuer mich allein nur singen
ich wuerd' wie er
die Anderen zur Taubheit zwingen

Doch Du mein Voegelchen
Du liebst es zu gefallen
Du singst verfuehrst
und wirst begehrt von allen

Mein Voegelchen
ganz so wie die Sirenen
ziehst Du jeden ins Verderben
und ganz so wie Odysseus
wuerde ich fuer Dich sterben
__________________
Ich ist ein Anderer (Rimbaud)

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Haget
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MoinMoin Daniel,
Dein Gedicht erz├Ąhlt eine wundersch├Âne Geschichte des Heute, verwoben mit dem Gestern.
Gut gereimt, lyrisch-poetisch.
Fraglich, ob man HEUTE auch noch unbedingt die Rhythmus-Vorschriften von GESTERN einhalten muss und sollte. Aber WENN Du einen Rhythmus mit gleichen Silben in die Strophen bringen m├Âchtest, mein Vorschlag, ganz eng in Deinem Stil mit (fast) Deinen Worten (hinter Klammer die Silben).
Und bitte: Immer mit ├ťberschrift!


Mein V├Âgelchen

Mein V├Âgelchen - Du singst viel sch├Âner noch als die Sirenen sangen
verf├╝hrerischer auch, als jene in Odysseus Ohr erklangen (17

Ach k├Ânntest Du f├╝r mich alleine nur so herrlich singen
ich w├╝rde gleich' - wie er - die Anderen zur Taubheit zwingen (15

Doch Du mein V├Âgelchen - Du liebst es zu gefallen
Du singst, verf├╝hrst und wirst darauf begehrt von allen (13

Mein V├Âgelchen - wie die Sirenen singst Du ins Verderben
doch wie Odysseus einst - w├╝rd jederzeit ich f├╝r dich sterben.(15

... auch dieses ist absolut noch immer DEIN Gedicht.

Liebe Gr├╝├če
Hans-Georg

__________________
Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Daniel J.
???
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Moin Haget,
erstmal Dank fuer Interesse, Zeit und Muehe. Ja, manchmal halte ich mich streng an Versmass, Metrik etc. aber dann wieder setze ich mich darueber hinweg, je nach Gefuehl. Deine Version ist allerdings der Erwaegung wert, modern gesagt vielleicht ein Haget Remix. Sie ist schon in mein kleines rotes Gedichtbuch uebertragen. Auf bald.
__________________
Ich ist ein Anderer (Rimbaud)

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Monfou
???
Registriert: Feb 2002

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Nur etwas Sachliches

Zum Schluss der Zeilen hei├čt es:

"und ganz so wie Odysseus
wuerde ich fuer Dich sterben"

Odysseus ist doch eben dadurch, dass er am Mast gefesselt war, NICHT gestorben und nach langer Irrfahrt wohlbehalten zu Hause angekommen. Warum dann w├╝rde das lyrische Ich ganz so wie Odysseus sterben?

Gr├╝├če von
Monfou


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Haget
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MoinMoin Monfu,
Deine Auslegung ist die naheliegendste. Aber es sagt auch aus: Ich habe die gleiche Einstellung wie einst O.: Ich w├╝rde (bin bereit) auch f├╝r dich sterben - bin aber wie er froh, wenn ich nicht muss.
Vielleicht ist in MEINEM Vorschlag das "jederzeit" etwas verdeutlichend (daf├╝r steht es jedenfalls drin).
Aber mein Vorschlag macht das UR-Gedichts nicht besser - nur ganz leicht anders weil strenger in den Silben.

Liebe Gr├╝├če
__________________

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Daniel J.
???
Registriert: Feb 2002

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ich hatte das erwartet

es bedarf wohl der Klaerung.
1. Haget hat Recht, genau so war es gedacht, "wuerde" im Sinne von "gestorben waere" und nicht "gestorben ist"
2. Im Laufe der Literaturgeschichte ist der gute Homer nicht selten verbogen worden. Kafka hat Odysseus beispielsweise in "Das schweigen der Sirenen" Wachs in die Ohren gestopft, was das Fesseln an den Mast sinnlos machte, aber Kafka eine wunderbare Geschichte ermoeglichte. Es waere mir von daher sogar zu verzeihen gewesen den Guten zu "ermorden"
3. Es hilft alles nichts, eine undeutliche Stelle bleit eine Solche und bedarf wohl erneuter Bearbeitung. Also, ihr werdet moeglicherweise in einiger Zeit ein deutlicheres Ende bekommen. Auf bald.
__________________
Ich ist ein Anderer (Rimbaud)

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