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Leselupe.de > Ungereimtes
Mein Vogel
Eingestellt am 28. 04. 2006 00:06


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Walther
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Mein Vogel


Ich sag zum Vogel: Vogel fri├č!
Der Vogel fri├čt, worauf ich sterb,
Und nehme ihn, den letzten Bi├č,
Da├č er nicht nebenbei verderb.

Ich sag zum Vogel: Vogel sing!
Der Vogel singt, und ich werd stumm,
Dabei ich mich im Netz verfing
Und sicher wei├č, ich komm drin um.

Ich sag zum Vogel: Vogel flieg!
Der Vogel fliegt, und ich st├╝rz ab.
Und st├╝rz nur so von Sieg zu Sieg
Und fall am Ende doch ins Grab.

Ich sag zum Vogel: Tirili!
Der Vogel schweigt und schaut erstaunt,
Weil diesen Ton h├Ârt er noch nie,
Und tirilat dann gut gelaunt.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Larissa
Guest
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Hallo Walther,

dein Gedicht besticht durch perfekten Reim und tadellose Metrik. Nur aus dem Inhalt werde ich nicht ganz schlau. Ist mit dem Vogel sinnbildlich das Leben gemeint?

Fragend sendet einen Gutenachtgru├č
Larissa

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Walther
Routinierter Autor
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Hi Larissa!

Das Gedicht ist ein Spiel mit dem Spruch "Vogel, fri├č oder stirb!" und den vielen Vogelliedern - "Kommt ein Vogel geflogen, ...", "Flieg, mein Vogel, flieg, ..." -, der alten Ikarusmetapher vom Highflyer und Tiefst├╝rzer und: einfach den Fr├╝hling erleben.

In den Garten sitzen, mit den V├Âgel "sprechen", ein Liedchen h├Âren, eine Melodiesequenz zur├╝ckpfeifen und die Antwort h├Âren. Und schon wird die Sache rund.

Am Ende wird eben durch das Tirilitirila alles, was uns umtreibt, reduziert und distanziert, im Gro├čen und Ganzen der umgebenden Natur das aktuelle, individuelle Schicksal relativ. Beim Zuh├Âren des aufgeregten und fr├Âhlichen Zwitscherns der V├Âgel werden wir f├╝r einen Moment in der richtigen Dimension "eingeordnet", bis uns das Leben und das Streben nach eigener Erf├╝llung wieder aus der eigentlichen Wahrheit entf├╝hrt.

Fr├╝hlingsgr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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