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Leselupe.de > Ungereimtes
Mein liebster Tod
Eingestellt am 21. 09. 2001 19:37


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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 13
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Mein treuester Freund ist mein Tod.
So wie er bereits mit mir geboren wurde,
wie er mein Dasein und sterben begleitet,
wie er absolut synchron mit mir diese Welt verlassen wird,
so nah
so treu
wird dereinst kein Freund und keine Freundin,
keine Liebste an meiner Seite gewesen sein.
Ich liebe meinen Tod ein lebendiges Sterben lang.

__________________________________________
Lebe einsam, wild und gefÀhrlich.

©20010921’mod

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nemo
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2001

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Leben und Sterben


"Mit der Geburt beginnt der Countdown"

Guter Text, wenn auch etwas deprimier(end)t.

Nemo
__________________
:nemo

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Löwengeist
???
Registriert: Sep 2001

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So habe ich es nie gesehen...

GefÀllt mir sehr gut, interessante Betrachtungsweise, weiter so !

GrĂŒĂŸe
Löwin

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

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Geboren werden bedeutet nur, zu sterben beginnen.(Theophile Gautier)

Hallo mod

Ich habe Probleme mit der in deinem Text verwendeten Todes-Vorstellung. Sie bleibt fĂŒr mich kontraintuitiv, weil Tod eigentlich immer nur da anfangen kann, wo das Leben aufhört. Er ist Teil einer DualitĂ€t. In Ă€hnlicher Weise wie Schatten nur sein kann, wo kein Licht mehr ist. Es bedarf also nach meinem VerstĂ€ndnis fĂŒr den Tod wie fĂŒr den Schatten immer einer perspektivischen Quelle .... Leben/Licht. Eine Loslösung aus diesem Kontext (wie in deinem Text geschildert) gelingt mir selbst mit aller mir möglichen Phantasie nicht. Ich verstehe zwar durchaus den Ansatz deines Gedichtes, die Grundidee, die Art der Betrachtung - muß allerdings sagen, daß vieles darin zugunsten dieser Sichtweise undifferenziert im Raum stehenbleibt:
Beispiel: >wie er absolut synchron mit mir diese Welt verlassen wird< Tod definiert sich im Allgemeinen ĂŒber das Erlöschen biologischer Funktionen. Wenn dein Körper tot ist, was verlĂ€ĂŸt dann diese Welt? Existiert (lebt) etwas weiter? Wer oder was ist dann ĂŒberhaupt gestorben?
Solcherlei analytische Fragen muß man sich sicher nicht unbedingt in poetischen Bereichen stellen. Mit ging jedoch genau das beim Lesen durch den Kopf. Es ist sicher -wie Löwengeist es schreibt - eine interessante Betrachtungsweise ... nur auf mich wirkt sie derart konstruiert, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß ein Mensch wirklich so empfinden könnte. Schließlich scheint es sich um eine Art Liebesgedicht zu handeln.

GrĂŒĂŸe Martin

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mod
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 13
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konstruiert?

Ich halte hier nicht viel fĂŒr konstruiert - noch fĂŒr unreflektiert. NatĂŒrlich wird mein Tod Vergangenheit sein, sobald mein Leben nicht mehr ist, was schließlich sollte dann noch sterben von mir? WĂ€hrend ich jedoch lebe, ist jeder Augenblick der vergangen ist im wahrsten Sinne des Wortes gestorben, ja nicht nur erlebt sondern eben erstorben. (Da brauche ich mich nicht auf ProfanitĂ€ten hinab zu lassen, wie jene, dass bereits vor der Geburt und von da an jeden Augenblick tausende von Zellen meines Körpers sterben.)

Im Gegenteil könnte man sagen, dass hier intellektuell nicht viel Neues ist z.B. ist der gleiche Gedanke mit Leichtigkeit bei Rilke oder Updike zu finden - aber Poesie hat ja nicht den Anspruch einer abendlichen Nachrichtensendung.

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

Werke: 68
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im wahrsten Sinne des Wortes

Hallo mod

Genau darum geht es - SinnĂŒbertragungen. Ich frage mich, wie erfolgreich es ist, literarisch mit der Belebung eines Begriffes zu operieren, der in sich selber jedes Leben ausschließt (im Gegensatz zu sterben) und komme zu dem Schluß, daß es auf mich konstruiert wirkt, da ich die Wortbedeutung von Tod und Tot-Sein vornehmlich als >aufgehört haben zu leben< verstehe. Insofern finde ich es vor diesem Hintergrund auch unreflektiert, daß dem Tod eine Zeitdimension zukommen sollte, weil man formal nie aufhört, tot zu sein. "NatĂŒrlich wird mein Tod Vergangenheit sein, sobald mein Leben nicht mehr ist [...]" Oder verwenden wir unterschiedliche Begriffsinhalte? Vielleicht liegt darin der Kern unseres "Mißverstehens"?

GrĂŒĂŸe Martin

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