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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Meine Geschichte
Eingestellt am 28. 10. 2002 13:01


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schmitzli
Hobbydichter
Registriert: Oct 2002

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Meine Geschichte
Ich lief durch die Stadt. Die Sonne schien grell. Sie wollte mich fr├Âhlich stimmen glaub ich, doch es gelang ihr nicht. Denn ich f├╝hlte, das die ganze Welt gegen mich war und keiner konnte mich verstehen. Selbst du konntest es nicht. Ich f├╝hlte mich schlecht in deiner N├Ąhe. Ich musste weg. Mit gesenktem Kopf und tr├Ąnen in den Augen schlurfte ich meinen Weg. Ich wusste nicht genau wohin ich wollte, aber das wird sich schon zeigen dachte ich.
In der Fu├čg├Ąngerzone war der B├Ąr los. So viele lachende und gl├╝ckliche Gesichter sah ich. Ich lief einen Schritt schneller um den ach so fr├Âhlichen Gestalten zu entkommen, da doch eh alles nur Fassade war.
Am Stadtrand angekommen fiel mein Blick nach rechts auf einen Spielplatz. Dort sa├č ein ca. 7 J├Ąhriges M├Ądchen ganz allein im Sandkasten. Sie spielte mit ihrer Puppe und sah so gl├╝cklich aus. Ich blieb stehen und beobachtete sie eine Weile. Nach einigen Minuten setzte ich mich auf die Bank die in der n├Ąhe des Sandkastens stand. Denn irgendwie f├╝hlte ich mich angezogen von dem Kind.
Nach n├Ąherer Betrachtung, sah sie irgendwie armsselig aus. Sie hatte ein blaues Shirt an mit vielen Flecken darauf und ein rotes kurzes H├Âschen. Die d├╝nnen Beinchen die darunter raus schauten waren mit blauen Flecken ├╝bers├Ąht. Die Arme von dem M├Ądchen sahen nicht anders aus. Die Sandalen die sie trug waren glaub ich mal gelb. Man konnte die Farbe schlecht erkennen so abgesch├╝rft waren sie. Ihre Haare waren hell blond mit vielen kleinen L├Âckchen, die wohl heute noch keine B├╝rste gesehen haben. Sie tat mir leid.
Und pl├Âtzlich hatte ich ganz vergessen warum ich weg gelaufen war. War es nicht deswegen, weil es mir zu Hause, da wo du warst schlecht ging?
Schnell lenkte ich meine Gedanken wieder zu der Kleinen, die jetzt einen Kuchen f├╝r ihr P├╝ppchen gebacken hatte. Anscheinend hatte sie mich noch gar nicht bemerkt, oder sie wollte es nicht. So sprach ich sie also an und fragte sie, ob ich auch ein St├╝ck von ihrem Sandkuchen haben d├╝rfte. Mit erschrockenem Blick und gro├čen Augen schaute sie mich an, z├Âgerte etwas, stand auf und brachte mir tats├Ąchlich ein St├╝ck zerbr├Âselten Sandkuchen. Ich l├Ąchelte sie an, bedankte mich und tat so, als w├╝rde ich es essen. Sie stand vor mir und beobachtete mich genau, ob ich auch alles auf esse. Ihre Augen gl├Ąnzten hell blau in der Sonne. Doch irgendwie konnte ich auch Sehnsucht darin erkennen. Dann wollte ich wissen wie sie denn hie├če, aber sie lief zur├╝ck zum Sandkasten, wo ihre Puppe lag, nahm diese in den Arm und dr├╝ckte sie ganz fest an sich und schaute mich an. Ja regelrecht gestarrt hat sie.
Ich ├╝berlegte, was sie mir wohl damit sagen will, oder hat sie solche Angst vor mir?
Ich rief ihr zu, das sie mir doch mal ihr P├╝ppchen zeigen solle! Doch sie bewegte sich keinen Zentimeter. Nun gut dachte ich. Wenn du nicht zu mir kommen m├Âchtest, dann komme ich eben zu dir. Ich stand auf und ging ganz langsam zu ihr. Ich achtete darauf keine hektischen Bewegungen zu machen, damit ich sie nicht erschrak. Ich wollte ihr doch nichts tun! Ich wollte doch einfach nur n├Ąher an sie heran kommen. Irgendwie kam ich mir vor, als w├╝rde ich ein kleines H├╝ndchen locken und dachte eigentlich nur, hoffentlich sieht mich keiner. Aber es schien zu klappen, denn jetzt war ich fast bei ihr. Ich sprach ruhig zu ihr und sagte ihr auch, das ich ihr nichts wolle. Pl├Âtzlich schrie sie mich an und sagte, das dies ihr Papa auch gesagt h├Ątte. Und dann lief sie weg. Einige Sekunden stand ich fassungslos da eh ich begriff. Sie war doch nicht etwa ein Vergewaltigungsopfer? Scho├č mir durch den Kopf. Oder was meinte sie sonst damit? Schnell versuchte ich sie noch zu erwischen und rannte ihr hinterher. Doch sie war nicht mehr zu sehen. Ich lief durch die ganze Stadt. Es war noch immer sehr viel los dort. Die lachenden und fr├Âhlichen Fassaden sind noch nicht ersch├Âpft. Doch das interessierte mich auch jetzt nicht mehr wirklich. Ich wollte einfach nur das Kind finden. Ob sie sich irgendwo versteckt hat? Ich suchte auch in allen noch so kleinen Gassen, doch ich fand sie nicht. Ich f├╝hlte mich wie ein streunender Hund, der sein zu Hause verloren hatte. Es wurde jetzt auch schon etwas schummerig und ich dachte wieder an dich. Bestimmt w├╝rdest du dir schon gro├če Sorgen machen! Also ging ich langsam und in Gedanken vertieft nach Hause. Von weitem sah ich schon unser Haus. Mein zu Hause! Dachte ich und legte einen Schritt zu.
Denn ich wollte dich ganz fest in den Arm nehmen.
Ich schlo├č die T├╝re auf und du kamst mir schon mit einem l├Ącheln entgegen. Wir sagten kein Wort und nahmen uns einfach nur in die Arme. Den Abend verbrachten wir zusammen. Wir hatten es uns gem├╝tlich gemacht mit Kerzenschein und einem Glas Sekt. Wir sprachen ├╝ber alles m├Âgliche, nur ├╝ber dem Kind was mir noch immer im Kopf rum schwirrte, verlor ich kein Wort. Als die Nacht einbrach ging ich nach drau├čen. Es standen Millionen Sterne am Himmel. Ich w├╝nschte, ich w├Ąre so ein Stern. Nur f├╝r eins, zwei Minuten, damit ich nach dem M├Ądchen ausschau halten k├Ânnte. Nach einer Weile kamst du auch raus und wir schauten beide sehr lange in den leuchtenden Himmel. Und dann geschah das, worauf ich gewartet aber nicht gerechnet hatte. Es fielen gleich zwei Sterne vom Himmel. Wir durften uns was w├╝nschen. Du schautest mich an, aber ich schaute noch immer zum leuchtenden Firmament. Mit tr├Ąnen in den Augen und auch schon mittlerweile Frostbeulen am K├Ârper ging ich rein.
Es ist auch schon sehr sp├Ąt geworden und wir gingen ins Bett. Meine Tr├Ąnen hast du Gott sei dank nicht gesehen. Das ist auch gut so, denn ich wollte keine antwort auf die Frage:“ Warum weinst du denn?“ geben. Denn dann h├Ątte ich l├╝gen m├╝ssen.
Als wir im Bett waren konnte irgendwie keiner ans schlafen denken. Denn ich f├╝hlte mich so wohl bei dir, so geborgen und so f├╝rchterlich sch├Ân schwach. Diese Nacht die wir gemeinsam erlebten, war wohl unvergesslich! Dann um drei Uhr in der fr├╝h schliefen wir ein.
Am n├Ąchsten Morgen, es war Montag, waren wir noch etwas m├╝de, aber wir waren so gl├╝cklich uns zu haben, das alles andere nebens├Ąchlich war. F├╝r dich. Denn f├╝r mich gab es ja noch immer das M├Ądchen. Wir fuhren zum Laden, fr├╝hst├╝ckten zusammen und du gingst deiner Arbeit nach. Ich lie├č mir eine Ausrede einfallen und sagte zu dir, das ich noch unbedingt in die Stadt m├╝sse. Das war kein Problem f├╝r dich und so ging ich direkt zum Spielplatz von gestern. Ich musste sie finden. Ich mu├č sie wieder sehen. Dachte ich immer wieder!
Als der Spielplatz schon in Sichtweite war, konnte ich meinen Augen kaum glauben! Sie sa├č wirklich wieder an der selben Stelle, mit ihrem P├╝ppchen im Arm und den selben Sachen an wie gestern. Es kam mir vor, als w├╝rde sie auf mich warten. Ich lief auf sie zu, aber ehe ich sie nur ann├Ąhrend erreicht hatte, lief das Kind wieder weg. Und sie war wieder sehr schnell verschwunden. Weit kann sie doch nicht sein dachte ich nur und drehte eine Runde durch die Stad. Aber keine Spur von ihr. Schnell kaufte ich noch irgend ein Kitsch den ich sowieso nicht brauchte und ging zum Laden. Ich versuchte mich in Arbeit zu st├╝rzen, um nicht st├Ąndig an dem M├Ądchen denken zu m├╝ssen. Was mir aber nicht wirklich gelang. Aber dich in meiner n├Ąhe zu haben erleichterte mir die Sache doch etwas. Denn es wurde mir immer wieder klar, wie sch├Ân es doch mit dir ist.
Endlich! 18:30 Uhr! Feierabend. Den Abend verbrachten wir mit Freunden. Wir redeten ├╝ber alte Zeiten und hatten viel Spa├č zusammen. Aber noch immer verlor ich kein Ton vom dem, was mir passiert war. Tod m├╝de aber gl├╝cklich gingen wir dann ins Bett. Und ich hatte das Gef├╝hl, nichts und niemand k├Ânnte uns trennen. Ich legte mich mit meinem Kopf auf deine Brust, h├Ârte f├╝r ein paar Minuten dein Herz schlagen und schlief dann ein.
Dann hatte ich einen Traum. Ich tr├Ąumte, das kleine M├Ądchen stand vor meinem Bett und sagte immer zu, das ihr etwas passieren w├╝rde und das ich ihr helfen solle. Mit einem Schrecken und Schwei├čperlen auf der Stirn wachte ich auf. Ich machte das Licht an, aber es war alles in Ordnung. Kein Kind und du schnarchtest auch schon tief und fest. Also machte ich das Licht aus, legte mich wieder hin, aber schlafen konnte ich noch nicht. Irgendwann wiegten die Gedanken mich in den Schlaf.
Am Dienstag Morgen war alles wie gewohnt. Wir standen auf, waren froh diese Nacht zusammen verbracht zu haben ( was schon fast unheimlich war, denn wir haben uns schon zwei Tage nicht gestritten)! Dann fuhren wir zum Laden und fr├╝hst├╝ckten dort wie jeden Morgen. Nach dem Fr├╝hst├╝ck kam die Zeitung. Ziemlich fr├╝h wie ich fand, denn sonst kam sie immer am Nachmittag. Sofort setzte ich mich an meinen Schreibtisch und schlug die Zeitung auf. Denn ich bin schon immer sehr neugierig gewesen und wollte auch diesmal wissen was es in unserer Stadt so neues gibt. Ich ├╝berflog die ersten paar Seiten nur fl├╝chtig. Doch dann blieb ich an einem kleinen Text h├Ąngen. Da stand:
Kind tot gefahren!
In der Nacht von Montag auf Dienstag ist ein ca. 7 J├Ąhriges Kind von einen Alkoholisierten Autofahrer ums Leben gekommen. Die Not├Ąrzte konnten nichts mehr tun. Sie war auf der Stelle tot. Das M├Ądchen wohnte in einem Heim f├╝r Elterlose Kinder. Von dort aus musste sie wohl in der Nacht ausgebrochen sein. Dabei musste sie die gro├če Kreuzung zur Innenstadt ├╝berqueren...!
Ich las nicht weiter. Ich dachte nur an meinen Traum und schlug die Zeitung zu. Ich machte mir Vorw├╝rfe. Warum hab ich nicht? Warum bin ich nicht?
Doch jetzt ist alles zu sp├Ąt. Ich konnte meine Tr├Ąnen nicht l├Ąnger halten.
Aber eines habe ich daraus gelernt: Ich werde nie wieder sagen das es mir bei dir schlecht geht....!



PS. Diese Geschichte k├Ânnte so passiert sein. Aber sie ist frei von mir erfunden. Ich habe sie f├╝r mich geschrieben, damit ich auch mal an die Leute denke, denen es wirklich schlecht geht. Und damit meine ich solche, die keine Familie, kein zu Hause, oder keinen Partner haben der sie liebt!

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Michael Schmidt
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Hast du dir die Geschichte nach dem Schreiben nochmal durchgelesen?

Solltest du auf jeden Fall noch einmal machen. Eventuell f├Ąllt dir der Satzrhythmus auf, den du gew├Ąhlt hast. Und eventuell hast du selbst Schwierigkeiten, dich durch diese Monotonie zu k├Ąmpfen. Denke mal dr├╝ber nach.

Und Kommas und Klein/Gro├čschreibung freuen sich auf ├ťberpr├╝fung. Unter anderem.

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 277
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hm,

inhalt und absicht 1, rest 3 bis 5. schulnoten. da wei├č man gar nicht, wie man das werk jetzt in der lupe bewerten soll. nach inhalt und aussage w├Ąrs ne 10. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Zefira
???
Registriert: Jan 2001

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Tja, die gute Absicht macht's eben nicht allein. Der Text wimmelt von Fehlern. Ich bitte dringend um Nacharbeiten der Rechtschreibung.

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