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Leselupe.de > Erzählungen
Mittagspause oder: ein Kuss über Wasser
Eingestellt am 18. 02. 2003 19:49


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[aZrael]
Wird mal Schriftsteller
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Heute klappte mal wieder gar nichts. Zumindest kam es mir so vor. Seit einer halben Stunde bastelte ich an einer Bildunterschrift herum und es wollte sich einfach nicht der berühmte Geniestreich einstellen, der einem in solchen Situationen oft aus der Klemme hilft.
Genervt verpasste ich der Maus meines Macs einen Stoß, der sie quer über den Schreibtisch trieb. In der Redaktion um mich herum waren die normalen Hintergrundgeräusche fast gänzlich verstummt. Das stetige Klackern der Tastaturen, das Rattern des Faxes, selbst das Grummeln des einen Layouters konnte ich nicht mehr vernehmen. Ein Blick zur Uhr klärte mich auf: Halb eins, Mittagspause.

Vielleicht würde ja ein Portion frische Luft meinem Denkapparat gut tun. So beschloss ich, eine Weile durch unseren schönen Stadtgarten zu schlendern. Als ich aus unserem Betonwürfel, der neben der Redaktion der Tageszeitung noch andere Büros enthielt, trat, merkte ich erst, wie herrlich doch das Wetter geworden war: ein makelloser Wintertag entfaltete sich vor mir. Gerade ein, zwei Grad unter Null, kein kalter Wind und die Sonne strahlte von einem blauen Himmel herunter, um dessen Farbe einige Jeanshersteller bestimmt ihre Seele verkauft hätten.
Mit einem Lächeln auf den Lippen entfernte ich mich vom lauten und hektischen Zentrum der Stadt, überquerte eine Fußgängerbrücke über die Stadtdurchfahrt und trat unter den Schatten alter Bäume.

Vielleicht war es nur pure Einbildung, aber der Lärm der fahrenden Autos blieb plötzlich wie abgeschnitten hinter mir zurück. Meine Hände in den Taschen meiner Lederjacke versenkt, schritt ich an der Elz entlang, einem kleinen Flüsschen, das sich durch den Stadtpark mäanderförmig zog. Hier waren keine wildgewordenen Landschaftsdesigner am Werk gewesen, das grüne Herz unserer Stadt war einer der letzten Orte, an denen die Natur noch frei von Einflüssen des Menschen war.

Auf einer Holzbrücke über dem klaren und wahrscheinlich eiskalten Wasser der Elz blieb ich stehen. Das Sonnenlicht brach sich auf der blauen Wasserfläche und schickte ein Prisma aus allen Spektralfarben zu mir hinauf. Versonnen lauschte ich dem Gluckern und Glucksen der kleinen Wellen, die sich an glatt geschliffenen Kieselsteinen brachen. Der Ärger mit der widerspenstigen Bildunterzeile hatte ich inzwischen ganz vergessen, eine sanfte, leicht melancholische Ruhe hatte von mir Besitz ergriffen.

Plötzlich quarkte es genau unter mir: eine Schar Wildenten gründelte in dem klaren Wasser nach Futter. Als sie sahen, dass ein Fußgänger auf der Brücke stand, schwenkten sie wie eine Flottenformation um und hielten auf mich zu: wahrscheinlich gab es viele ältere Menschen, die genau von dieser Brücke aus die Tiere fütterten. Und Richtig: zu meinem Füssen lagen einige Stücke alten Brotes, die irgend Spaziergänger hier verloren haben musste.
Ich hob die Brocken auf und warf sie zu den Enten. Lachend sah ich zu, wie sie nach den Krümmeln tauchten, sich um die größeren Brocken stritten und gegen die leichte Strömung anruderten.

Je riss mich eine Stimme aus meiner schon fast meditativen Ruhe: „Eigentlich ist es ja verboten, die Enten zu füttern”. Ich drehte mich halb herum, ein wenig verstimmt, so einfach aus meiner Ruhe gerissen zu werden. Die Stimme hatte eindeutig nach einer Frau geklungen und ich erwartete, ein von diesen unerträglichen alternativen Ökoterroristinnen hinter mir stehen zu sehen, inklusive selbsgeklöppeltem Schal. Aber da war nicht der Fall. Sie war in jenem schwer schätzbaren Alter zwischen 20 und 30, in dem auch ich mich befand. Ein lange schwarzer Wollmantel verbarg ihre Figur, und dichte Locken der selben Farbe quollen unter ihrer roten Baskenmütze hervor.
Ich lächelte, plötzlich wieder in gelassener Stimmung und gab zurück: „Eigentlich, ja”. Selbst wenn es sie stören sollte, warum sollte ich mir von ihr meine gute Laune verderben lassen? Plötzlich blitzte ein Lächeln in ihrem Gesicht auf, sie legte den Zeigefinger auf ihre vollen Lippen, „Pscht” und mit einer Verschwörergeste zog sie einen Beutel mit zwei alten Brötchen aus ihrer – ebenfalls schwarzen – Umhängetasche. Ich konnte nicht anders und musste einfach lachen.

Sie hatte etwas bezaubernd natürliches an sich und stimmt in mein Lachen ein. „Eigentlich soll man es ja wirklich nicht, aber wer hält sich denn schon an so etwas? ich komme jeden Mittag hierher, um genau das zu tun. Wollen sie mir Gesellschaft leisten?”, und mit diesen Worten reichte sie mir eins der alten Brötchen.
Ich zerbröselte es in meiner Hand: „Gerne.” Dann warfen wir gemeinsam die Brocken zu den Enten hinunter, immer wieder einander anlächelnd. Dabei konnte ich ihr Gesicht gut betrachten, ihre feinen Züge, den Schwung ihrer Wangenknochen und ihre dunkelgrauen Augen. Solche hatte ich noch nie zuvor bei einer Frau gesehen. Irgendwie spürte ich, dass sie etwas besonderes war.

Als die Brotstückchen nach einer Weile in meiner Hand zur Neige gingen, streckte sie mir ihre flach entgegen, auf der noch zwei Bröckchen lagen. Ich beugte mich zu ihr herübe und berührte mit den Fingern ihre Hand, als ich nach dem kleineren griff.
Plötzlich schien eine Spannung durch meinen Arm zu fließen, eine elektrische Ladung von solcher Intensität, dass sich mir die kleinen Härchen aufstellten. Und das alles nur, weil ich ihre Haut berührte hatte! Die Unbekannte mir gegenüber schien gespürt zu haben, was ich fühlte. Sanft schloss sie ihre Finger um die meinen, führte sie an die Lippen und hauchte einen Kuss auf die Spitzen. Eine hundertmal stärkere Ladung elektrisierte meinen Körper, brachte mein Herz aus dem Tritt und brachte meinen Geist dazu, sich eindeutig etwas anderem als Enten zuzuwenden.

„...“ Eigentlich wollte ich etwas geistreiches sagen, vielleicht wie schön sie sei oder wie herrlich die Farbe ihrer Augen leuchte, aber stattdessen schien die Verbindung zwischen Gehirn und Stimmbändern zeitweise außer Funktion zu sein. Ich stand einfach nur da, hörte das Wasser unter mir rauschen, spürte die Sonne auf meiner Haut und sah sie voller Erstaunen an. Dann brach der Zauber, sie ließ meine Hand los und drückte sich an mich, mit einem Kuss, der scheinbar die Kraft hatte, die Welt zu erschüttern.
Begierig erwiderte ich ihn. Meine Zunge streichelte über ihre und unsere Lippen verschmolzen miteinander. Mit einemmal jedoch machte sie sich von mir los und lief schnellen Schrittes über die Brücke hinweg. Völlig verblüfft sah ich, wie sie sich immer weiter von mir entfernte. Ungefähr 20 Meter weiter jedoch blieb sie stehen und drehte sich noch einmal zu mir um, ein Grinsen auf den Lippen: „Bis Morgen!“ Dann tauchte sie zwischen den Bäumen und Buschen auf einem Nebenpfad unter.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch auf der Brück stand, über dem blauen, schnellfließenden Wasser bei den Enten, ihren süßen Geschmack auf den Lippen. Aber als ich später in die Redaktion zurück kehrte , fühlte ich mich wieder voller Energie, bereit, den Kampf mit der Bildunterzeile wieder aufzunehmen.
Und mit der Gewissheit im Herzen, dass ich sie morgen wieder sehen würde.

__________________
Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicher unerfreulich, aber die Gesellschaft dort wäre von Interesse.

Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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flammarion
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hm,

da hast du etwas alltägliches zu etwas ganz besonderem gemacht. aber kannste mich bitte aufklären, warum es in dieser stadt verboten ist, enten zu füttern? das würde mich mal sehr interessieren. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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doktordigitalis
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]Hallo aZrael!
Deine Geschichte find ich so liebevoll geschrieben, dass ich mir die Mühe gemacht habe, einmal durchzuforsten, wie sie - für meinen Geschmack – noch flüssiger wäre.
Erschrick nicht über die vielen durchgestrichenen Stellen. Das sind oft unnötige Füllwörter, die die eigentliche Aussage eines Satzes oder eines Wortes abschwächen; so als wäre man nicht ganz sicher...
In diesem Sinne, also ran:


Heute klappte mal wieder gar nichts. Zumindest kam es mir so vor.
Seit einer halben Stunde bastelte ich an einer Bildunterschrift herum und es wollte sich einfach nicht der berühmte Geniestreich einstellen, der einem in solchen Situationen oft aus der Klemme hilft. Vorschlag: der zündende Gedanke – oder einfach: kein Geniestreich einstellen.

Genervt verpasste ich der Maus meines Macs einen Stoß, der sie quer über den Schreibtisch trieb. In der Redaktion um mich herum waren die normalen Hintergrundgeräusche fast gänzlich verstummt. Das stetige Klackern der Tastaturen, das Rattern des Faxes, selbst das Grummeln des einen Layouters konnte ich nicht mehr vernehmen. Ein Blick zur Uhr klärte mich auf: Halb eins, Mittagspause.

Vielleicht würde ja ein Portion frische Luft meinem Denkapparat gut tun. So beschloss ich, eine Weile durch unseren schönen Stadtgarten zu schlendern. Als ich aus unserem Betonwürfel, der neben der Redaktion der Tageszeitung noch andere Büros enthielt Vorschlag: als ich aus dem Betonwürfel unserer Redaktion trat, trat, merkte ich erst, wie herrlich doch das Wetter geworden war: ein makelloser Wintertag entfaltete sich vor mir. Gerade ein, zwei Grad unter Null, kein kalter Wind und die Sonne strahlte von einem blauen Himmel herunter, um dessen Farbe einige Jeanshersteller bestimmt ihre Seele verkauft hätten. sehr gut!

Mit einem Lächeln auf den Lippen entfernte ich mich vom lauten und hektischen Zentrum der Stadt, überquerte eine Fußgängerbrücke über die Stadtdurchfahrt und trat unter in den Schatten alter Bäume.

Vielleicht war es nur pure Einbildung, aber der Lärm der fahrenden Autos blieb plötzlich wie abgeschnitten hinter mir zurück. Meine Hände in den Taschen meiner Lederjacke versenkt, schritt ich an der Elz entlang, einem kleinen Flüsschen, das sich durch den Stadtpark mäanderförmig zog. IVorschlagt: das durch den Stadtpark mäanderte Hier waren keine wildgewordenen Landschaftsdesigner am Werk gewesen, das grüne Herz unserer Stadt war einer der letzten Orte, an denen die Natur noch frei von Einflüssen des Menschen war. Wenn nicht unbedingt nötig, würde ich es weglassen.

Auf einer Holzbrücke über dem klaren und wahrscheinlich eiskalten Wasser der Elz blieb ich stehen. Das Sonnenlicht brach sich auf der blauen Wasserfläche und schickte ein Prisma aus allen Spektralfarben zu mir hinauf. Also erst mal: Schönes Bild! Ich mache oft Fotos von derartigen Spiegelungen. Mein Text-Vorschlag: Das Sonnenlicht fächerte die Spektralfarben zu mir hinauf.Oder: ....licht glitzerte in den Spektralfarben zu mir herauf – Nicht leicht, diese Formulierung. Viel Spaß dabei.

Versonnen lauschte ich dem Gluckern und Glucksen der kleinen Wellen, die sich an glatt geschliffenen Kieselsteinen brachen. Der Ärger mit der widerspenstigen Bildunterzeile hatte ich inzwischen ganz vergessen, hier würde ich einen Punkt machen. eine sanfte, leicht melancholische Ruhe hatte von mir Besitz ergriffen.

Plötzlich quarkte quakte es genau unter mir: eine Schar Wildenten gründelte in dem klaren Wasser nach Futter. Als sie sahen, dass ein Fußgänger auf der Brücke stand, schwenkten sie wie eine Flottenformation um und hielten auf mich zu:Punkt wäre gut wahrscheinlich gab es viele ältere Menschen, die genau von dieser Brücke aus die Tiere fütterten. Und Richtig: zu meinem Füssen lagen einige Stücke alten Brotes, die irgend einSpaziergänger hier verloren haben musste.
Ich hob die Brocken auf und warf sie zu den Enten den Enten zu. Lachend sah ich zu, wie sie nach den Krümmeln tauchten, sich um die größeren Brocken stritten und gegen die leichte Strömung anruderten.

Je Jäh riss mich eine Stimme aus meiner schon fast meditativen Ruhe: „Eigentlich ist es ja verboten, die Enten zu füttern”. Ich drehte mich halb herum, ein wenig verstimmt, so einfach aus meiner Ruhe gerissen zu werden. Die Stimme hatte eindeutig nach einer Frau geklungen und ich erwartete, ein von diesen unerträglichen alternativen Ökoterroristinnen hinter mir stehen zu sehen, inklusive selbsgeklöppeltem Schal. Aber das war nicht der Fall. Sie war in jenem schwer schätzbaren Alter zwischen 20 und 30, in dem auch ich mich befand. Ein langer schwarzer Wollmantel verbarg ihre Figur, und dichte Locken der selben Farbe quollen unter ihrer roten Baskenmütze hervor.
Ich lächelte, plötzlich wieder in gelassener Stimmung und gab zurück: „Eigentlich, ja”. Selbst wenn es sie stören sollte, warum sollte ich mir von ihr meine gute Laune verderben lassen? Plötzlich blitzte ein Lächeln in ihrem Gesicht auf, sie legte den Zeigefinger auf ihre vollen Lippen, „Pscht” und mit einer Verschwörergeste zog sie einen Beutel mit zwei alten Brötchen aus ihrer – ebenfalls schwarzen – Umhängetasche. Ich konnte nicht anders und musste einfach lachen.

Sie hatte etwas bezaubernd natürliches an sich und stimmt in mein Lachen ein. „Eigentlich soll man es ja wirklich nicht, aber wer hält sich denn schon an so etwas? ich komme jeden Mittag hierher, um genau das zu tun. Wollen sie mir Gesellschaft leisten?”, und mit diesen Worten reichte sie mir eins der alten Brötchen.
Ich zerbröselte es in meiner Hand: „Gerne.” Dann warfen wir gemeinsam die Brocken zu den Enten hinunter, immer wieder einander anlächelnd. Dabei konnte ich ihr Gesicht gut betrachten, ihre feinen Züge, den Schwung ihrer Wangenknochen und ihre dunkelgrauen Augen. Solche hatte ich noch nie zuvor bei einer Frau gesehen. Irgendwie spürte ich, dass sie etwas besonderes war.

Als die Brotstückchen nach einer Weile in meiner Hand zur Neige gingen, streckte sie mir ihre flach entgegen, auf der noch zwei Bröckchen lagen. Ich beugte mich zu ihr herübe und berührte mit den Fingern ihre Hand, als ich nach dem kleineren griff.
Plötzlich schien eine Spannung durch meinen Arm zu fließen, eine elektrische Ladung von solcher Intensität, dass sich mir die kleinen Härchen aufstellten. Und das alles nur, weil ich ihre Haut berührte hatte! Die Unbekannte mir gegenüber schien gespürt zu haben, was ich fühlte. Sanft schloss sie ihre Finger um die meinen, führte sie an die Lippen und hauchte einen Kuss auf die Spitzen. Eine hundertmal stärkere Ladung elektrisierte meinen Körper, brachte mein Herz aus dem Tritt und brachte meinen Geist dazu, sich eindeutig etwas anderem als Enten zuzuwenden. sehr romantisch! Schön!

„...“ Eigentlich wollte ich etwas geistreiches sagen, vielleicht wie schön sie sei oder wie herrlich die Farbe ihrer Augen leuchte, aber stattdessen schien die Verbindung zwischen Gehirn und Stimmbändern zeitweise außer Funktion zu sein. Ich stand einfach nur da, hörte das Wasser unter mir rauschen, spürte die Sonne auf meiner Haut und sah sie voller Erstaunen an. Dann brach der Zauber, sie ließ meine Hand los und drückte sich an mich, mit einem Kuss, der scheinbar die Kraft hatte, die Welt zu erschüttern.
Begierig erwiderte ich ihn. Meine Zunge streichelte über ihre und unsere Lippen verschmolzen miteinander. Entschuldige bitte, dass ich in diese gefühlvolle Kussszene ein Strike mache!Mit einemmal jedoch Vorschlag: Abrupt? machte sie sich von mir los und lief schnellen Schrittes über die Brücke hinweg. Völlig verblüfft sah ich, wie sie sich immer weiter von mir entfernte. Ungefähr 20 Meter weiter jedochNach zwanzig Metern blieb sie stehen und drehte sich noch einmal zu mir um, ein Grinsen auf den Lippen: „Bis Morgen!“ Dann tauchte sie zwischen den Bäumen und Buschen auf einem Nebenpfad unter.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch auf der Brück stand, über dem blauen, schnellfließenden Wasser bei den Enten, ihren süßen Geschmack auf den Lippen. Aber als ich später in die Redaktion zurück kehrte , fühlte ich mich wieder voller Energie, bereit, den Kampf mit der Bildunterzeile wieder aufzunehmen.
Und mit der Gewissheit im Herzen, dass ich sie morgen wieder sehen würde.
Ein bißchen mehr Spannung noch am Schluß:
Würde sie morgen wiederkommen?

So, jetzt ist genug rumgestrichen und angemerkt.
Ich hoffe, du kannst es gut nehmen...

-Take it easy, but take it -
__________________
doktordigitalis

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[aZrael]
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*freude*

*smile* hätte nicht gedacht, dass eine ganz leichte, romantische geschichte doch so viele leser ansprechen würde, bin wirklich sehr positiv überrascht (nachdem ich nach der letzten fingerübung mich als "leichenficker" beschimpfen lassen durfte...)

@flammarion: nun ja, bei uns ist es nicht verboten, aber ich weiß, dass man es in bad homburg im statdgarten nicht darf... füttern nämlich zu viele leute die enten, dann haben die auch zu viele stoffwechselendprodukte im wasser.. also zuviel entenscheiße *g* und die dient dann als nährstoff für algen aller art, die wiederum das gewässer umkippen lassen... habe das einfach mal auf meine stadt übertragen. und zum teil ist der text sogar autobiographisch... bis auf die frau *lach*

@doktordigitalis: vielen, vielen dank für deine anmerkungen. habe schon angefangen, mir in meinem script anzustreichen, was du entdeckt hast. viele deiner vorschläge finde ich klasse... habe die kleine geschichte einfach sehr schnell herunter geschrieben, eben in meiner "mittagspause" in der redaktion *lach*

mfg, aZrael
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Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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flammarion
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hm,

vielen dank für die freundliche aufklärung. ja, das ist mir helle, in einem stehenden oder nur sacht fließenden gewässer könnte es kippen.
aber lass dir nicht die vielen angenehmen blumen aus deinem text pflücken! nicht alles muss so straff wie ein zeitungsartikel sein, erst recht nicht eine poetische geschichte.
ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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