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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Nachtschatten
Eingestellt am 09. 01. 2007 20:38


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Klaus M├╝hlen
Hobbydichter
Registriert: Dec 2006

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Nachtschatten

Er drehte sich um.
ÔÇ×Pitsch ÔÇô PatschÔÇť
Ununterbrochen. Und dazu, Regen, Wasser in Unmengen fielen herab, es regnete und regnete. Er schaute auf die Uhr, als ob sie mit dem Regen etwas zu tun h├Ątte. Nur eines war ihm in diesem Moment klar: Die Uhr, wasserdicht, hatte in diesem Moment nichts gemeinsam mit seinen Schuhen. In diesen suchte sich das Wasser von vorne nach hinten unaufhaltsam einen Weg. Gummistiefel w├Ąren besser gewesen. Auch seine Kleider wurden vom Regen nicht verschont. Einen Schirm! Aber erst einmal einen haben. Und au├čerdem war ihm so ein Ding viel zu umst├Ąndlich: Mit sich herum tragen, dann darauf achten, ja nicht liegen lassen. Viele hatte er schon liegen gelassen.
Und wieder dieses Pitsch ÔÇô Patsch. Als ob jemand nur in den ├╝berall vorhandenen Pf├╝tzen, ausgerechnet darin, springen w├╝rde. Im Licht der Stra├čenlaternen spiegelten sie wie Silber Lackpapier.
Immer nur f├╝r kurz schimmerte das Mondlicht zwischen den dunklen Wolken des Nachthimmels hervor.Sicherlich hatte auch er dieses Pitsch ÔÇô Patsch geh├Ârt, und verkroch sich darauf hin hinter einer vorbeiziehenden Wolke. Dann wieder dieses Pitsch ÔÇô Patsch. Unheimlich.
Dann hatte es sich der Mond doch ├╝berlegt. Und er schob die schwarze Wolke wieder zur Seite.
ÔÇ×Pitsch ÔÇô Patsch.ÔÇť Es erschreckte ihn immer mehr.
Und im Licht des Mondes stand nun ein gro├čer Schatten von der Stra├če reichend an der Hauswand hinauf. Gr├Â├čer als ein Pferd es sein konnte. Der Schatten blieb stehen, zitterte und wackelte nicht. Wie an die Wand gemalt unbeweglich verankert.
Verschwunden war auf einmal dieses Pitsch ÔÇô Patsch. Eiskalt wurde ihm vom Hals bis zu den F├╝├čen. So ein Kribbeln. Dabei bemerkte er schon gar nicht mehr, dass es vielleicht auch nur die durchn├Ąssten Kleider sein konnten, die ihn fr├Âsteln lie├čen.
Er machte einen Schritt r├╝ckw├Ąrts. Stolperte und setzte sich, ausgerechnet in einer der gro├čen Pf├╝tzen. Als h├Ątte das Schattenbild nur darauf gewartet. Es l├Âste sich von der Hauswand und kroch lautlos heran. Direkt auf ihn zu, umklammerte ihn, deckte ihn zu. Ihm wurde noch k├Ąlter. Mitten in dem Schatten lag er nun. Wenn nur nicht die F├╝├če so schwer w├Ąren, dachte er und schloss die Augen. Nur nicht hinsehen wollte er. Dann sp├╝rte er W├Ąrme, ein Hauch davon, der sein Gesicht schon fast streichelte. Ein Atem, der schnell ein- und ausgeatmet wurde. Als mutig galt er nicht. In diesem Zustand erst recht nicht.
Der Kopf brummte, der Magen knurrte, fast ├╝bel war ihm. Und jetzt die Augen ├Âffnen? Nein, dachte er. Noch nicht, erst ├╝berlegen, langsam denken. Erst einmal abwarten, was noch kommt.
Und dann wieder dieses Pitsch ÔÇô Patsch. Um ihn herum. Neugier war es dann doch schon. Er ├Âffnete erst das linke Auge und langsam das rechte.
Zwei im Laternenlicht leuchtende Augen blickten ihn an. Eine Nase beschnuppert ihn. Und dann sp├╝rte er wieder diese W├Ąrme, aber anders als vorher. Zutraulich! Oder war es Mitleid mit ihm? Auch er war nass bis auf die Haut. Und wenn er nicht gewusst h├Ątte, dass er nicht lachen kann, hatte er doch das Gef├╝hl, auch er lache. Er ├╝ber ihn und der Vierbeiner ├╝ber ihn. Zwei in der Nacht im Regen und pitsch patsch nass.
Lange gingen sie danach nebeneinander her. Der Hund als geh├Âre er zu ihm. Der Regen h├Ârte nicht auf, es regnete und regnete unvermindert weiter.
Er aber f├╝hlte sich nicht mehr alleine in dieser Nacht. Pitsch ÔÇô Patsch begleitet ihn.


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