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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
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Eingestellt am 24. 10. 2002 16:33


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glutexo
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

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Da sa├č ich nun, inmitten von vielen M├Ąnnern in rot-wei├čer Kleidung. Ganz alleine, die einzige Frau auf einer Rettungswache, die schon ewig keine Frau mehr gesehen hatte. Nur gut, da├č ich einige schon von der Ausbildung kannte, wo ich doch so sch├╝chtern bin.

Tage sp├Ąter kam ein Kollege zum Dienst, den ich noch nicht kannte, er war krank als ich hier anfing. Gro├č war er, dick war er, eine Brille trug er, und verheiratet war er. Verheiratet, dabei war er noch gar nicht so alt. Aber jedem das Seine sag ich immer.

Wir verstanden uns ganz gut, so wie ich mich mit jedem Kollegen verstand, nix besonderes, noch nicht.

Es war ein Samstag, er hatte mit dem >Wachen-Idioten< Dienst. Ich war mit meinem Verlobten bei seiner Schwester zum Fr├╝hst├╝ck.
Wollte dem Kollegen etwas die Zeit vertreiben, also schrieb ich ihm SMS. Wir schrieben uns den ganzen Tag, irgendwann kamen so Sachen auf wie >du siehst doch gut aus, was willst du denn< Das war etwas, was ich nicht verstand, gefiel ich ihm etwa? Ja, das tat ich, jedenfalls konnte man es aus den Texten die er schrieb entnehmen.
Tage lang ging das so weiter, die SMS wurden immer interessanter, wir konnten gar nicht mehr ohne SMS. Oh mein Gott, es ging hin bis zum >SMS-Sex< Nie zuvor hatte ich Sex ├╝ber's Telefon, geschweige denn ├╝ber SMS-Texte. Aber es war sch├Ân, hat spa├č gemacht.
aber warum tat er das, er war doch verheiratet. Es war ihm egal!

Die Kollegen wurden langsam Mi├čtrauisch, vermuteten was, ja sogar einer der Chefs sprach mich darauf an. Wir sagten immer >NEIN< wenn wir gefragt wurden, irgendwann h├Ârten sie wieder auf mit ihrer Neugier.

Es war Neujahr als wir das erste mal Dienst zusammen hatten, wir waren ganz allein auf der Wache. Wir sahen uns an, genau in die Augen. Ich wollt ihn so gerne k├╝ssen, doch ich traute mich nicht. Und er sagte mal, da├č er mir Zeit lie├če, alles m├╝sse von mir aus kommen, er wollte mich nicht ├╝berrumpeln. Also war klar, da├č er in dieser Richtung nichts unternehmen w├╝rde, der erste Schritt mu├čte von mir kommen. Aber ich war doch so sch├╝chtern. Nix passierte an diesem Tag, in diesem Dienst.

Ein paar Tage sp├Ąter trafen wir uns das erste Mal privat, wir sa├čen im Auto vor einen Schwimmbad. Drau├čen herrschten Minusgerade, drei Stunden sa├čen wir dort, boh war mir kalt.
Wieder wollte ich ihn k├╝ssen, aber ich war so feige. wenigstens schaffte ich ihm zu sagen, da├č ich mich nicht traue. Es war ihm egal, es m├╝sse von mir aus kommen. Toll dachte ich, aber ich will doch, ich kann nur nicht.
Schlie├člich hat er es endlich getan, endlich es war geschafft, der erste Kuss. Sch├Ân war er, der erste Kuss.

Ich sa├č zuhause und malte mir aus wie es wohl weitergehen w├╝rde. Ich verlobt, er verheiratet und dann auch noch Kollegen. War ja mal wieder klar, da├č so was mir passierte, wem auch sonst? Mittlerweile war mir klar, da├č ich f├╝r meinen Freund nicht mehr viel empfand, sonst h├Ątte ich ihn wohl auch nicht betrogen, schlie├člich habe ich so was noch nie getan.
Ich wu├čte eigentlich gar nicht so recht, was ich an ihm fand, er sah nicht gerade besonders gut aus, da waren zwei, drei Kollegen die wesentlich besser aussahen. Aber er hatte etwas besonderes, was es war, wei├č ich bis heute nicht.

Was wird wohl als n├Ąchstes passieren fragte ich mich immer wieder. Eigentlich wu├čte ich es, per SMS waren wir ja schon so weit.
Er fragte mich mal, warum ich nicht schon ein Jahr fr├╝her angefangen h├Ątte in der Firma zu arbeiten, da w├Ąre er ja noch nicht verheiratet gewesen. Aber die Hochzeit war doch schon geplant, war meine Antwort.
Die h├Ątte man ja absagen k├Ânnen.
Toll dachte ich, er h├Ątte sie f├╝r mich abgesagt, dann kann er sich ja jetzt auch scheiden lassen. Wie naiv, nat├╝rlich w├╝rde er das niemals tun. Aber ich w├╝nschte es mir.

Wir planten an einem Samstag mit der ganzen Firma wegzugehen, einen Drauf zu machen. Er hatte den Tag vorher 24 Stunden Dienst. Wollte dann Abends wieder kommen und bei mir ├╝bernachten.
Die ganze Firma war es nicht, wir waren nur zu dritt plus zwei Au├čenstehende.
Er erz├Ąhlte von seinem Dienst, er und der Kollege sind mitten in eine Schie├čerei gekommen. Cool dachte ich, das w├Ąre was gewesen, endlich mal Action.
Meine Meinung ├Ąnderte sich noch in dieser Nacht.
Wir wollten eigentlich etwas intimer werden, aber er konnte irgendwie nicht. Er brach weinend zusammen, erz├Ąhlte von der letzten Nacht, von seiner Angst als er die Sch├╝sse h├Ârte. Er zitterte am ganzen K├Ârper und war nervlich am Ende.
Wir verschoben unser erstes Mal auf einen anderen Tag.

Viele gemeinsame Dienste, viele gemeinsame Tage vergingen. Es war immer sch├Ân mit ihm auch wenn wir eigentlich nie miteinander geschlafen haben, es klappte einfach nicht. Trotzdem war es immer sehr sch├Ân mit ihm, er war so anders als mein Freund, viel erwachsener, man konnte sich normal mit ihm unterhalten.

Aber all das lie├č pl├Âtzlich nach, er begann mich anzul├╝gen, zu guter letzt beendete er es. Seine Frau w├Ąre dahinter gekommen, er w├╝├čte nicht was er jetzt tun sollte. Mittlerweile glaube ich das gar nicht mehr, da├č sie es herausgefunden hat.
Schlie├člich konnte es seine Finger ja doch nicht von mir lassen. Insgesamt ging es mit uns sechs Monate, bis er die Wache verlie├č um woanders zu arbeiten, pl├Âtzlich war ich wohl nicht mehr interessant f├╝r ihn. Er fing wieder an zu l├╝gen.

Mir gingen seine Worte durch den Kopf >ich hab dich lieb<, >ich liebe dich< und die sch├Ânen Momente die wir hatten. Alles nur eine gro├če L├╝ge? Bis heute wei├č ich es nicht, aber mittlerweile ist es mir auch egal.
Ich bin gl├╝cklich, so gl├╝cklich wie nie zuvor. Ohne ihn und ohne meinen damaligen Verlobten. Mir wurde auf eine phantastische Art gezeigt, da├č es auch sehr gut ohne die Beiden geht. Das ist jetzt ├╝ber ein Jahr her und ich bin immer noch so gl├╝cklich wie am ersten Tag.
...


Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier in der Rubrik richtig bin mit der Geschichte.
Also wenn nicht, dann verschiebt die Geschichte doch bitte.
Danke!

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damaskus
Guest
Registriert: Not Yet

Hey glutexo,

eine interessante Geschichte, wenn die nicht wahr ist, frisst Damaskus einen rohen Barsch. Hast gute Ans├Ątze r├╝bergebracht, aber ich finde, es fehlt ein bisschen ... wei├č nicht, vielleicht ein bisschen mehr Tiefgang, obwohl schon einiges drin war (aber manche k├Ânnen halt nie genug haben).
Was soll ich sagen ... der Erz├Ąhlstil hat mir gefallen, nicht sonderlich originell, witzig, spritzig oder was wei├č ich was, aber eine Geschichte, die ich von der ersten Zeile bis zum letzten Wort mochte.

LG Damaskus

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glutexo
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

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Hallo damaskus!

Freut mich, da├č dir die Geschichte gefallen hat, wenn sie auch nicht perfekt ist. Ja, sie ist wirklich so passiert. Und das ist auch oft das Problem beim Schreiben, ich m├Âchte dann ungerne etwas dazu dichten oder umschreiben.
Aber ich bin ja auch Anf├Ąngerin und versuche auch noch etwas zu lernen, mit der Zeit werden die Texte vielleicht besser *g*

Gru├č glu

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