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Leselupe.de > Kurzprosa
Polarlichter
Eingestellt am 20. 04. 2012 21:12


Autor
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Federkiel
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2012

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Ich bin vom Kurs abgekommen, alleine auf der rauen See.
Schwarze Fluten zerren an meinem Schiff, wollen mich ├╝ber Bord, in die Tiefen rei├čen.
Ich habe dich verloren. Du warst der Weg, die Hoffnung, die mich ├╝ber Wasser hielt. Vollkommen ruhelos hetze ich einem Nichts hinterher, verloren auf st├╝rmischer See.
Ich bin auf der Suche nach dir, verzweifelt sehne ich mich nach einer Spur.
Dort wo du nun bist, bist du unerreichbar f├╝r mich, ich kann dich nicht begleiten.
Das Einzige was bleibt, ist das Meer, in dem ich treibe. Eine Reise ohne Ziel, rastlos, zu kraftlos um mich zu wehren. Immer weiter gen Norden, kalte Winde rei├čen an mir, seit du fort bist, gibt es keinen Halt mehr.

Doch dann legt sich der Sturm, die Wogen gl├Ątten sich. Eis leckt am Bug, l├Ąsst die See erstarren, doch ist nichts im Vergleich zu der K├Ąlte, die mein Herz erfrieren lie├č. Unendliche Stille und Leere schleichen sich in mein tiefstes Inneres, ergreifen Besitz von meinem Verstand. Ich schaue ├╝ber das weite Land, keine Seele au├čer mir. Trauer dr├╝ckt mir auf die Brust, das Atmen f├Ąllt mir schwerer, mein Schiff gefangen im ewigen Eis.
Wenn du mir doch nur ein Zeichen geben w├╝rdest, irgendetwas, dass mir die Kraft geben w├╝rde, mich zu befreien. Mich zur├╝ck zur Sonne zu k├Ąmpfen, um dort neuen Sinn zu finden. Dunkelheit ergreift mich, zieht mich hinunter. Die Last auf meinem Herzen dr├╝ckt mich immer tiefer. Tiefer hinab in den eisigen Tod.

Doch pl├Âtzlich, in dieser dunkelsten Stunde, ├Âffnet sich der Himmel ein St├╝ck und Licht flutet die Dunkelheit mit Farben, die mit keinen Worten zu beschreiben sind. Ich sehe sie, sehe die Sch├Ânheit, sehe dich. Ist dies das Zeichen, nach dem ich mich sehnte? Der Wind weht eine Melodie ├╝bers Land, welche in meinem Herzen nachklingt und die K├Ąlte vertreibt. Eine Melodie, wie aus dem Innersten deiner Seele gewebt.
Genauso pl├Âtzlich wie es erschien, verschwinden die Lichter, doch die W├Ąrme bleibt. Ich werde warten, bis sie erneut erscheinen, werde ihnen folgen. Und vielleicht, vielleicht irgendwann, bringen sie mich zu dem Ort, an dem ich meine Hoffnung wieder finde.


Version vom 20. 04. 2012 21:12

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