Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87777
Momentan online:
148 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Roman -Entwurf
Eingestellt am 11. 05. 2002 13:48


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Fantasygirl1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2002

Werke: 8
Kommentare: 20
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Fantasygirl1 eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Prolog

Langsam ritt er durch die Nacht. Das schwarze, mittellange Haar klebte ihm an der Stirn und sein Mantel flatterte im Wind. Seine H├Ąnde umklammerten zitternd die Z├╝gel seines rotbraunen Hengstes. Sein Herz raste, sein Atem war nicht regelm├Ą├čig sondern stockend, er rang nach Luft.
Eine ungew├Âhnliche Stille begleitete den Reiter durch die sternklare Nacht. Au├čer den dumpfen, regelm├Ą├čigen Hufschl├Ągen und den Atemz├╝gen von Hengst und Reiter war kein Laut zu h├Âren. Der Mond stand hoch am Himmel und erleuchtete somit zumindest einen kleinen teil des steilen Pfades, den der Reiter folgte.
Noch immer Atemlos, von dem langen, halsbrecherischen Galopp der letzten zwei Tage brachte er den Rest des Hanges, durch den sich der Pfad zog hinter sich und z├╝gelte sein Pferd. Eine Zeit lang sa├č er einfach da und starrte in den hell erleuchteten Nachthimmel. Die Sterne zeigten ihm, dass es Anfang Mai war, das hie├č, es war noch nicht zu sp├Ąt, er k├Ânnte es schaffen, aber er musste sich beeilen. Der Fremde zitterte immer noch, teils vor K├Ąlte und N├Ąsse und teils vor Furcht. Er war zu tief in das dunkle Land eingedrungen, er hatte zuviel gesehen was er lieber h├Ątte nicht sehen wollen und hatte sich zuviel gewagt. Nun hatte er zwar was er wollte, doch er war auf der Flucht. Ein Wettlauf gegen die Zeit hatte begonnen. Der Reiter glaubte nicht daran diesen Wettlauf zu gewinnen, nicht nach den Ereignissen der letzten Tage und nicht nach dem was er gesehen hatte.
Seine Flucht war nicht unbemerkt geblieben und seine J├Ąger waren alles andere als dumm und langsam. Das letzte Mal hatten sie ihn fast erwischt. Er hatte wie der Teufel reiten m├╝ssen um seine Verfolger abzusch├╝tteln, doch er war sich dessen bewusst, dass er es ohne den pl├Âtzlich einsetzenden Regen letzte Nacht nicht geschafft h├Ątte. Seine Verfolger hatten ihn fast sofort aufgesp├╝rt und Jagt auf ihn gemacht. Sie hatten riesige, z├Ąhnefletschende Hund und W├Âlfe bei sich gehabt, deren Geheul einem das Mark in den Knochen erfrieren lie├č und fast noch schlimmer als ihr Aussehen war. Zum Gl├╝ck hatte er einen kleinen Fluss, dessen Wasser zwar nicht tief war, seine Spuren aber ausreichend verwischten, entdeckt und die Verfolger abh├Ąngen k├Ânnen. Der st├╝rmische Wind und der kalte Regen, der erst vor ein paar Stunden aufgeh├Ârt hatte, hatten ihm geholfen seine Spuren wenigsten f├╝r eine kurze Zeit wegzuwischen. Die Hunde waren verwirrt und sich uneinig geworden und die gewaltigen Wassermassen, die wie Sturzb├Ąche aus dem Gebirge und vom Himmel kamen, hatten ihr bestes getan um jeden Hektar Land in ein Schlamm- und Wasserloch zu verwandeln, so dass seine Verfolger keiner richtigen F├Ąhrte mehr nachgehen konnten und die Hufspuren seines Hengstes unentdeckt blieben.
Der Fremde versuchte nun, da er das Gebirge ├╝berquert hatte, nicht mehr an die Bedrohung zu denken, die hinter ihm war und ihn verfolgte, sondern konzentrierte sich auf den langen Weg, der vor ihm lag. Selbst wenn er Tag und Nacht durchreiten w├╝rde, w├╝rde er sein Ziel erst in etwa einem Mond erreichen. Aber er konnte nicht durchreiten. Er hatte nicht mehr die Kraft dazu, denn die Verfolgung hatte ihn ziemlich mitgenommen und er blutete aus vielen, kleinen Wunden, die zwar im Augenblick durch die N├Ąsse und K├Ąlte bet├Ąubt waren, doch bald wieder zu schmerzen beginnen w├╝rden. Au├čerdem w├╝rde er von nun an Stra├čen meiden m├╝ssen und w├╝rde Umwege in Kauf nehmen m├╝ssen um seinen Verfolgern auszuweichen. Hinzu kam, dass er keine Nahrungsmittel mehr bei sich hatte und er sich zus├Ątzlich um die Seine und die Versorgung seines Hengstes k├╝mmern musste.
Die Chancen des fremden Reiters standen alles andere als gut. Keine Zeit, keine Nahrungsmittel, keine Waffe, denn die hatte er bei einem Kampf, bei dem er mit M├╝he und Not entkommen war, verloren. Er wurde verfolgt, gejagt, gehetzt und das alles nur weil er etwas gesehen hatte, dass er gar nicht sehen wollte, sondern nur zuf├Ąllig entdeckt hatte.
Der Fremde hatte keinen Zweifel an dem was er gesehen hatte und die hartn├Ąckigen Verfolger best├Ątigten seinen Verdacht: Die Prophezeiung erf├╝llt sich.
Der Krieg hatte begonnen, nur dummerweise wu├čte noch niemand davon. Nur er. Und er hatte nun die Aufgabe die Anderen davon zu unterrichten und sie zu warnen. Er hoffte nur, dass er es rechtzeitig schaffen w├╝rde - und das man ihm glaubte. Vielleicht hatten auch sie schon die Vorzeichen der Prophezeiung entdeckt, doch sicher sein konnten sie sich nicht. Nur er konnte sicher sein, weil er es mit eigenen Augen gesehen hatte. Sie mussten ihm glauben, denn er war in Besitz des Buches, dem Schl├╝ssel der Prophezeiung. Die Seite, die das Buch besa├č w├╝rde den Krieg gewinnen, denn es verriet jedem was zu tun war, wenn man nur wusste wie man es benutzte. Er war auf Zufall auf das Buch gesto├čen, dass gerade zum dunklen Turm gebracht wurde und hatte es kurzerhand an sich genommen, bevor er ├╝berhaupt wusste, was es war. Nun war er froh, dass er es an sich genommen hatte, denn es w├╝rde Hoffnung bedeuten, Hoffnung in einem schier aussichtslosen Kampf. Der Reiter wu├čte nicht wie man es benutzte, er wollte es auch gar nicht wissen, der er kannte jemanden, der es herausfinden w├╝rde. In seinen H├Ąnden war es sicher besser aufgehoben als in den H├Ąnden des Gegners.
Noch einmal blickte der Reiter zum Himmel empor, dann t├Ątschelte er ruhig den Hals seines treuen Hengstes und machte sich auf, auf eine Reise, deren Ausgang ungewiss war.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Markus77
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

Werke: 5
Kommentare: 36
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Habid├ęre Fantasygirl!

Ich habe mir deinen Prolog durchgelesen, er beinhaltet eine gute Grundidee, die es sicher Wert ist, weiter verfolgt zu werden (im wahrsten Sinne des Wortes ).
Allerdings ist mir aufgefallen, dass du denselben Fehler wie ich begehst (siehe meine Fantasystory in der Schreibwerkstatt), n├Ąmlich Teile immer wieder zu wiederholen oder zusammenzufassen, um dann letztlich eine neue Info hinzuzuf├╝gen. Das liegt wohl daran, dass man den Lesern unbedingt klarmachen m├Âchte, in welch verzwickter Situation der Protagonist grade steckt, in letzter Konsequenz spricht man ihnen aber damit jede Intelligenz ab (und das ├Ąrgert nat├╝rlich - bewu├čt oder unbewu├čt - die Riege der Leser oder langweilt sie einfach nur).
Versuch doch mal, deinen Text zu ├╝berarbeiten und dabei alle Doppelinfos zu beseitigen.


In der Hoffnung, Dir geholfen zu haben verabschiede ich mich mfG,
Markus
__________________
Nieder mit den Transaminasen!

Bearbeiten/Löschen    


Fantasygirl1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2002

Werke: 8
Kommentare: 20
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Fantasygirl1 eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Danke

Hallo Markus!

Vielen Dank f├╝r deine Kritik!
Jetzt wo du es angesprochen hast und ich mir das Ganze noch mal durchgelesen habe, habe ich festgestellt, dass du vollkommen Recht hast; es gibt wirklich einiges, dass doppelt ist.
Ich glaube ich habe das deshalb gemacht, um die Situation in der sich der "Fremde" befindet zu unterstreichen, damit es auch eindeutig ist.
Aber ich denke jetzt, dass das ├╝berfl├╝ssig ist;
ich werds also am besten noch mal ├╝berschreiben.

Wie gesagt Danke!

Nai tiruvantel ar varyuvantel i Valar tielyanna nu vilja

Fantasygirl1 alias Claudia

__________________
"Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, da├č sie ein allgemeines Gesetz werde."

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Erz├Ąhlungen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!