Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87759
Momentan online:
515 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Schachmatt ?
Eingestellt am 14. 09. 2001 11:49


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Löwengeist
???
Registriert: Sep 2001

Werke: 66
Kommentare: 72
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Löwengeist eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo,
dies ist mein erster Beitrag hier. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn Ihr mein Gedicht bewerten wĂŒrdet, danke !

Schachmatt ?

Im Flammenmeer der Wut entsprungen
auf Spuren in der Nacht
mit Dolchen tiefer eingedrungen
besessen von ihrer Macht

Beispiellose Offenheit
im Zuge der Gewalt
fĂŒr kurze Zeit die Freiheit leiht
bis flĂŒchtig sie verhallt

Im Rausch der Stille gleiten
am Abgrund in den Tiefen wĂŒhlen
stumme Schreie, andre Seiten
Schach dem Lauf des Lebens spielen

Facetten greifen um den Glanz
gaukeln trĂŒgerischen Frieden
winden einen Lichterkranz
aus massiven Nervenkriegen

Bilder ziehen dumpfe Kreise
gefangen fest im Leid
lÀchelnd spielt der Tod die Weise
Melodie der Einsamkeit

Sandkorn in der Weite nur
gegangen mit dem Wind
endet dort die Lebensspur
wo TrÀnen nicht mehr sind

Ein dunkler Stein erinnert lang
an diesen letzten Sieg
wo einst der Trauermarsch erklang
ein Menschenkind zum Himmel stieg

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Aspirin
???
Registriert: Oct 2001

Werke: 5
Kommentare: 8
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
---

Das Gedicht Schachmatt weist eine strenge Ă€ußere Form auf, es ist in sieben Strophen mit jeweils vier Versen gegliedert. Als Reimschema wird durch das ganze Gedicht hindurch der Kreuzreim verwendet. Auch das Metrum ist fast durchgehend regelmĂ€ĂŸig, die ungeraden Verse sind alle vom weiblichen Jambus geprĂ€gt, wĂ€hrend die geraden und meist kĂŒrzeren eine Mischform aufweisen, die sich jedoch in gleicher Weise regelmĂ€ĂŸig durch das ganze Gedicht zieht(?).
Im krassen Gegensatz zu dem Ă€ußeren Aufbau steht der innere Verlauf.
Das Gedicht lebt von Metaphern und Bildern, was einen rein rationalen Zugang zum Gedicht erschwert, wenn nicht gar unmöglich macht. Die einzige Möglichkeit, die dem Leser bleibt, ist das Gedicht auf sich wirken zu lassen und so es aufzunehmen.

Trotz der Tatsache, dass ein klarer Weg des Verstehens, der fĂŒr alle gleichermaßen gĂŒltig wĂ€re, nicht existiert, ist doch eine bestimmte Richtung eindeutig erkennbar.

Diese entsteht durch die verwendeten rhetorischen Mittel.
Besonders auffĂ€llig ist der Gebrauch von Antithesen und SinneseindrĂŒcken, diese sind in jeder Strophe zu finden.
Es werden sich Begriffe wie Gewalt und Freiheit, Stille und Schreie, Frieden und Krieg gegenĂŒbergestellt, allesamt Begriffe, die sich ausschließen. Zudem kommt die Beschreibung der Wahrnehmung und der SinneseindrĂŒcke hinzu, sowie die Beschreibung der emotionalen Ebene. Man erkennt Wut, Aggression, Schmerz, Leid, aber auch Licht und am Ende eine Erlösung (Strophe 7, Vers 4).

All das zeugt von Zerrissenheit, von einer Gradwanderung zwischen Licht und Finsternis, Leben und Tod.

Doch das Gedicht hat kein Ende, bzw. keine abgeschlossene Handlung. Es wird daraus nicht deutlich, fĂŒr was man sich entscheidet, bzw. entschieden hat. Wie schon der Titel und das dahinter stehende Fragezeichen bleibt unklar, welchen Weg man nun einschlagen soll, aber gerade das ist der Sinn des ganzen.
Dem Einzelnen seine ganz individuelle Entscheidung ĂŒberlassen und ihn danach trotzdem so nehmen, wie er ist.

Bearbeiten/Löschen    


ralph raske
???
Registriert: Jul 2001

Werke: 0
Kommentare: 963
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
du brauchst keine scheu haben

lieber löwe,
ich mag keine gedichte bewerten
dein gedicht ist mir zusehr leierkasten - offen gesagt
die ein oder andere strophe hÀtts allein getan
denke immer daran, daß das nur meine persönliche
meinung ist
du hast dir sicher mĂŒhe gemacht
wie gefÀllt dir dein gedicht eigentlich selbst?
bist du damit zufrieden?
ist es das, was du dir unter einem gelungenen gedicht
vorstellst?
was ist ein gelungenes gedicht?
wenn es positive bewertungen kriegt?

wie gesagt, ich mag es anders lieber

ralph
__________________
notre vie est un voyage
dans l`hiver et dans la nuit
nous cherchons notre passage

Bearbeiten/Löschen    


Löwengeist
???
Registriert: Sep 2001

Werke: 66
Kommentare: 72
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Löwengeist eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Scheu ? Wovor denn ?

Lieber Ralph,

zugegeben, Du beeindruckst mich selbst bei Deinen Kommentaren :-)
Wo nimmst Du blos diese GedankengÀnge her ?
Ob Du meine Gedichte bewertest, ist mir eigentlich egal.
Du stellst mir so viele Fragen, mir schwirrt der Kopf.
Offen gestanden, nein, ich mag keins meiner Gedichte sonderlich...sie sind geschaffen, um den Lesern zu gefallen, nicht um das Ego zu befriedigen :-)
Und MĂŒhe gebe ich mir beim Schreiben auch nicht, das fĂ€llt mir leider alles so ein, ich schĂ€tze, Dir geht es genauso. Zumindest habe ich bei Deinen Gedichten den Eindruck...sag mal, hast Du eigentlich irgendeine Erfahrung auf dem Gebiet der Poesie und Lyrik, oder postest Du hier als "Hobbyschriftsteller" ?
Was ein gelungenes Gedicht ist, fragst Du mich ? FĂŒr mich ist ein Werk gelungen, wenn es einen bestimmten Dunstkreis erreicht, der die Worte versteht und als schön empfindet.
Was hat eine positive Bewertung damit zu tun ? Gar nichts !
Ich bin fĂŒr konstruktive Kritik, da hat ein jeder mehr von.
Ich freue mich schon auf Deine Antwort.

Hochachtungsvoll
Löwengeist

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!