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Leselupe.de > Ungereimtes
Schneeflocke
Eingestellt am 16. 06. 2001 13:00


Autor
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Engel des Lichts
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2001

Werke: 8
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Schneeflocke

weiß
zart
leicht
so schwebt sie
vom Himmel
Schneeflocke
läßt sich tragen
von kalten Winden
in eisiger Umarmung
zusammen
vereint
schwebt
zur Erde hernieder
hinab
hinab
der Wärme
dem Tode entgegen
Ahnen
Wissen
Aber
Sehnen
Nach Wärme
Sehnen
Nach Ende
Sehnen
Nach Tod
Sehnsucht
Todessehnsucht






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zettelstraum
Blümchendichter
Registriert: May 2001

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interessant wie du alles verwechselst...der tod=wärme?
aha.
interessant ist was anders ist.
aber ist es poesie?
oder nur ver-rückt aufgrund des bindestrichs?

l.G.,chris

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Engel des Lichts
Schriftsteller-Lehrling
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hallo zettelstraum!

Gegenfrage: was ist Poesie für dich? Muß es denn immer ein bestimmtes Schema geben?
Aber nun zum 2. Punkt: Tod muß doch nicht immer kalt und bitter sein, oder? kann er nicht auch Wärme und Licht versprechen? Vielleicht kommt es hier nicht sehr gut raus, ich geb es zu, aber ich wollte ausdrücken, daß der Tod einem manchmal unausweichlich erscheint und gleichzeitig warm, schön, so daß man sich ihm entgegenstreckt, ihn willkommen heißt.
Doch trotzdem danke für deine Meinung.

deine Chrissi

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Sohn des Rhein
Guest
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Hallo,

Natürlich ist es ein Gedicht, denn was wäre es sonst? Abgesehen davon entspricht die "Bewegung" des Gedichts der Bewegung einer Schneeflocke, mal schneller, mal langsamer, mal fliegt sie auch kurz nach oben (zweimal gleiche Zeile); die Form ist dem Inhalt also durchaus angemessen, was ein gutes Gedicht auszeichnet.

Die Todessehnsucht, die auch in Deinem anderen Text, "Der letzte Sprung", Thema ist, wird sehr schön dargestellt, in dem Gedicht allerdings gelungener, wie ich finde. Symbolik und indirekte Darstellung liegen Dir sehr gut, wie man es auch bei "Herbstblatt" sehen kann.

Viele Grüsse,
Sohn des Rhein

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Engel des Lichts
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2001

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Hallo Sohn des Rhein!

Wie du es schon gemerkt hast, ist die Todessehnsucht ein Thema, mit dem ich mch öfters beschäftige. Aber ich freue mich, daß dir das Gedicht und auch die anderen Werke gefallen :-)

Deine Chrissi

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
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tod?

also mich erstaunt auch, dass der tod
hier mit waerme assoziiert wird.
realistischer weise kann man die
eigenschaft tod zu sein eigentlich
mit gar nichts verknuepfen, da
nicht-existenz keine eigenschaft
hat.

was die schneeflocke betrifft - die
hoert ja nicht zwangslaeufig auf zu
'existieren', wenn sie unten ankommt.
unten ist auch nicht notwendig waermer
als oben. die schneeflocke besteht
hauptsaechlich aus wasser in einer
etwas eigenartigen kristallform.
diese kann bei geeigneten temperaturen
unten erst mal liegenbleiben und aendert
dabei wohl die struktur nur wenig.
der liegengebliebene schnee kann sich
dann unter umstaenden zu eis umlagern.
davon gibt es auch wieder verschiedene
formen. wenn es taut, hat man wasser
in fluessiger oder gasfoermiger art
vorliegen - daraus kann man aber wieder
schneeflocken machen, die zugegebener
massen nicht identisch mit der urspruenglichen
schneeflocke sein werden - insofern natuerlich
eine parallele mit dem menschlichen leben -
wo auch derselbe mensch nach dem tod nie
wieder erscheinen wird.

die korrelation zwischen dem schicksal einer
schneeflocke und dem leben eines menschen
erscheint mir dann doch recht schwach, um
das eine als metapher fuer das andere zu
verwenden - schnell fallen einem unterschiede
auf, die die metapher so nicht haltbar erscheinen
lassen.

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