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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Schwanenfrau
Eingestellt am 17. 05. 2009 10:14


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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

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SCHWANENFRAU



Sie waren ihr aus den Fingern gefallen. Rot, zornig, wie Blutsterne, ihr WĂŒrgen verstĂ€rkte sich. Sie rannte auf das Badezimmer zu, schaffte es jedoch nicht mehr und erbrach sich auf dem weißen Fliesenboden. Anschließend saß sie vor ihrem Erbrochenen und schaute zur Uhr an der KĂŒchenwand. Sie atmete tief ein und aus, stand auf und wischte was sie verursacht hatte mechanisch weg, sammelte die Rosen auf und ordnete sie in einer Blumenvase. Dann wusch sie sich, schaute prĂŒfend in den Spiegel, warf sich den Mantel ĂŒber und verließ das Haus.
Zehn Minuten Fußweg hatte sie zur Arbeit, Zeit genug fĂŒr ihren Körper, sich wieder zu beruhigen. Solche körperlichen Störungen waren ihr Ă€ußerst lĂ€stig, ebenso wie solche Tage, an denen sie sich verloren fĂŒhlte, innerlich weinerlich und im Äußeren fröstelnd. Sie akzeptierte solche ZustĂ€nde bei anderen nicht und schon gar nicht bei sich selbst.
Ihr BĂŒro lag im zwölften Stock und die FahrstĂŒhle waren wieder einmal endlos unterwegs. Sie wĂ€hlte das Treppenhaus und ging, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, der Fahrstuhlchance entgegen. So war sie bis zum fĂŒnften Stockwerk unterwegs. Hier ergab es sich endlich, dass sie mit dem Fahrstuhl weiterfahren konnte.

„Viola, da bist du ja, komm her, es gibt tolle Neuigkeiten“

Sanne lachte ihr entgegen. „Du hast es geschafft, du bist im Team!“ Viola schaukelte ĂŒbertrieben mit den HĂŒften und rollte albern mit den Augen. „Hast du daran gezweifelt?“ fragte sie, mit leicht ĂŒberhöhter, fast schriller Stimme, „Wer hĂ€tte es denn sonst werden sollen?“

„Schau mal, auf deinem Schreibtisch liegen schon die ersten GlĂŒckwĂŒnsche, Frau Bartels bittet dich dringend um RĂŒckruf und Herr Kohlwagen hat dir einen Termin um 16.00 Uhr gegeben.“
Viola Brecht las konzentriert weitere Notizen durch, schnappte sich das Telefon und ging schon die erste Nummer wĂ€hlend in das Nebenzimmer mit der Kaffeemaschine. Hier stand wie immer frisch gebrĂŒhter Kaffee bereit. Viola schubste die TĂŒr mit ihrem Fuß zu und schenkte sich eine Tasse Schwarzen ein.
Mit einem kurzen Blick in den Spiegel, der neben der Pinwand hing, ĂŒberprĂŒfte sie ihr Erscheinungsbild, sie wirkte wie aus dem Ei gepellt, Kleidung, Haare, FingernĂ€gel, alles war perfekt. Die junge Frau nickte sich zufrieden zu, schĂŒrzte ihre Lippen und warf sich einen Spiegelkuss zu.
Nach dem Telefonat machte sie sich einige Notizen in ihren Terminkalender und malte bestgelaunt ein riesiges Ausrufezeichen hinter das Datum des heutigen Tages.
Der anschließende Blick aus dem Fenster ließ sie stirnrunzelnd zurĂŒck: Schon wieder so ein typischer Januartag, dachte sie, grauer geht es fast nicht mehr. Der leichte Nieselregen ließ sie jedoch lĂ€cheln: sie hatte GlĂŒck gehabt, denn sie war vorhin ohne Schirm aus dem Haus gegangen und wieder einmal davon gekommen.



SilbersprĂŒhend hing die Wolke ĂŒber ihr. Das war kein Nieselregen, das war etwas anderes. Unter ihren FĂŒĂŸen war Gras. GrĂŒnes weiches Gras, sie hatte keine Schuhe an und spĂŒrte die weichen Halme unter ihren Fußsohlen. Sie war auf einer Art Lichtung, in der Ferne standen BĂ€ume, ja, das musste ein Wald sein. Ein Vogel sang. Er sang so schön, dass ihr TrĂ€nen ĂŒber die Wange liefen. Ein leichter Lufthauch strich ihr zart ĂŒber die Stirn, ihr Kleid wurde ein wenig vom Wind gezupft. Da löste sich eine Gestalt aus dem Schatten der mĂ€chtigen drei BĂ€ume, eine Frau. LeichtfĂŒĂŸig, vor sich hinsummend, tĂ€nzelnd, gĂ€nzlich nackt. Als sie sich seitlich drehte, sah Viola die schneeweißen FlĂŒgel auf ihrem RĂŒcken. Ein Engel, durchfuhr es sie, da wendete dieses Wesen mit einer weichen Bewegung seinen Kopf in ihre Richtung und lĂ€chelte ihr zu. "Ein Menschenschwan - nein, eine Schwanenfrau", flĂŒsterte die junge Frau und konnte nicht anders, als zu lĂ€cheln.
Viola hatte noch nie etwas so schönes, vollendetes gesehen. Jeder Schritt dieses Wesens war wie eine Choreographie. Wieder ganz in sich versunken ging sie auf eine Baumgruppe mit weißsilbernen StĂ€mmen zu., Birken, schlank mit BlĂ€ttern wie grĂŒne Edelseide,schwingend im leichten Wind. Die Schwanenfrau setzte sich unter einen der schlanken Baumleiber und winkte ihr zu.
Viola war wie betĂ€ubt. Sie schritt durch das Gras und kurz bevor sie diese Frau erreicht hatte, gewahrte sie, wie sie selber angezogen war. Sie schĂ€mte sich, ob ihrer Kleidung, die hier wie ein Frevel schien. Doch sie, die Schöne, lĂ€chelte sie weiter an und hielt ihr die Hand zur BegrĂŒĂŸung hin. Da sank sie zu ihr in das Gras und spĂŒrte einen Frieden, wie sie ihn nie gekannt hatte.



Nach dem 16.00 Uhr Termin mit Herrn Kohlwagen fĂŒhlte sich Viola erschöpft. In letzter Zeit hatte sie hin und wieder leichte BewusstseinseintrĂŒbungen, nichts dramatisches, nur so seltsame Bilder, die, obwohl sie schön waren, ein unangenehmes GefĂŒhl in ihr hinterließen. Ihr Kopf schmerzte und Übelkeit stieg in ihr auf. Sie hatte wieder einmal vergessen etwas zu sich zu nehmen und so begleiteten sie neben der Übelkeit auch Hunger und Energiemangel.
Die Kantine hatte noch geöffnet und so nahm sie schnell einen Kaffee und ein StĂŒck Kuchen zu sich. Um 17.15 musste sie bei ihrer Mutter sein, das hatte sie ganz fest versprochen. In letzter Zeit hĂ€uften sich die Beschwerden aus ihrer Familie, dass sie sich zuwenig um dieses Privatleben kĂŒmmerte. Saskia, ihre Schwester versuchte oft vergeblich ein gemeinsames Treffen zu vereinbaren.
Till wohnte in MĂŒnchen; ihr Bruder war Ă€hnlich wie sie tief in seiner GeschĂ€ftswelt versunken, schaffte es aber dennoch ausgemachte Termine einzuhalten.
Viola hatte immer das GefĂŒhl vor einem riesigen Durchbruch zu stehen, der ihr ganz nach oben helfen sollte. Da passte ihre Familie selten hinein. Heute war das Wahlergebnis ihrer Bewerbung um die Mitgliedschaft im Special Marketingclub „Europe“ bekannt gegeben worden und sie war als einzige ihrer Firma gewĂ€hlt worden, zu diesem großen internationalen Team zu gehören. Das war eine große Ehre fĂŒr ihre Firma und vor allem natĂŒrlich fĂŒr sie. Die Garantie einer außerordentlichen Karriere war ihr gewiss.
Ihre Mutter wohnte am anderen Ende der Stadt, deshalb wollte sie mit einem Taxi fahren; zwei oder drei standen meist unten in der Kennedystraße. Sie erledigte noch zwei Telefonate, die vom Vormittag liegengeblieben waren und kaufte sich ein paar Pfefferminzkaugummis aus dem Automaten.
Das Bild ihrer Mutter vor Augen, wie sie vor ungefĂ€hr zwei Jahren bewundernd den ersten Provisionsscheck ihrer Tochter betrachtete, brachte Viola wie immer gute Laune. Gut, dachte sie, meine Stirnfalte glĂ€ttet sich, wenn ich lĂ€chle, gut fĂŒr mein Telefonat mit Herrn Kohlwagen, ich muss ihn noch um etwas bitten.


Sie musste unter dem Baum eingeschlafen sein, die Sonne stand nun direkt ĂŒber ihr und warf keine Schatten; so etwa Mittagszeit war es jetzt.
Die Schwanenfrau saß nicht mehr im Gras, sie hockte mit ausgebreiteten FlĂŒgeln auf einem Baumstumpf, und betrachtete etwas. Viola erhob sich und ging unsicher auf dieses ĂŒberirdisch schöne Wesen zu. Sie folgte seinen Blicken ins Gras; zwischen einigen schimmernden Quarzsteinen lag dort unten eine Stadt, im Miniformat. Wolkenkratzer, Kirchen, Schulen, Straßen wie summende Schlangen und Autos wie flitzende KrabbelkĂ€fer. An einer Kreuzung stand eine Traube winziger Menschen; sie betrachteten eine menschliche Gestalt, die auf der Straße lag und schlief. Neben ihr hockte ein Mann, der sie scheinbar untersuchte. Aus der Ferne klang das Heulen einer Sirene. Der Untersuchende erhob sich und zuckte mit den Schultern.
„Sie lebt“, sagte er, zu einer neben ihm stehenden Frau, „aber sie reagiert nicht“.

Die Frau sah aus wie Saskia und brach in Schluchzen aus. Viola hielt sich entsetzt den Mund zu und sah wie erstarrt zu der Schwanenfrau, dem Engel oder was auch immer dieses Wesen war.
Sie blickte in Augen wie silbergrĂŒnes Wasser, tief und gut, kĂŒhl und warm, vertraut und geheimnisvoll. Die Schwanenfrau legte ihr die HĂ€nde auf die Schultern und zog sie sanft an sich. Viola spĂŒrte, wie ihr die TrĂ€nen die Wangen herunterliefen, wie ihr Körper begann rhythmisch zu schluchzen; sie warf einen Blick auf die Quarzsteinstadt, obwohl sie bereits ahnte, was sie dort zu sehen bekam: Die Frau, die dort unten lag war sie selbst.
Dann fĂŒhlte sie, die kraftvollen SchlĂ€ge von weichen Schwingen, linde Luft, die ihr die dunklen HaarstrĂ€hnen aus dem Gesicht bliesen und lange sanfte Ruhe.

Und spÀter, viel spÀter der Traum: Sie konnten das Federkleid der Schwanenfrau nicht finden. Verloren? Gestohlen?
Sie suchten es ĂŒberall, einen Tag, einen Monat, ein Jahr und lĂ€nger, doch es blieb verschwunden.

Sie konnte nicht mehr zurĂŒck.



Als Viola das letzte Telefonat erledigt hatte, trug sie noch einen weiteren Termin in ihren Kalender ein. Sie kniff sich in die Wangen, als sie bemerkte, dass sie mit einem Mal sehr mĂŒde wurde und die Knie ein wenig nachgaben. „Jetzt reiß dich doch mal zusammen, Brecht“ schimpfte sie mit sich und sprang die Treppen herunter, zum Warten auf den Fahrstuhl hatte sie keine Zeit. Ihre AbsĂ€tze hallten ihr hinterher und wurden ihr unangenehm laut in den Ohren. Um sich abzulenken von diesem seltsamen GefĂŒhl in ihrem Körper, rechnete sie sich noch einmal aus, was sie jetzt mehr verdienen wĂŒrde. Zufrieden nickte sie vor sich hin, ja, damit konnte sie sich endlich einige TrĂ€ume erfĂŒllen. Sie verließ das GebĂ€ude und hielt Ausschau nach einem Taxi. „Mist“ murmelte sie, „ich muss ĂŒber die Kennedystraße, heute stehen die Taxen auf der anderen Seite“. Sie wartete bis die Ampel grĂŒn zeigte und schritt entschlossen auf die Kreuzung. Als ihre Knie nachgaben, fĂŒhlte sie, wie ihr die Handtasche aus der Hand glitt und zu Boden fiel;
sie fiel so tief, als wenn die Straße eine endlose Schlucht wĂ€re und in ihrer Angst wollte sie schreien, doch eine Frau mit grĂŒnen Augen legte sich den Finger auf die Lippen. “Leise “, stammelte Viola, „ich soll leise sein“ und wĂ€hrend ihre Handtasche noch fiel in diese schwarze flĂŒsternde Schlucht, wurde sie von tausend weichen HĂ€nden gehalten,
nichts konnte ihr geschehen, nichts.



„Kann sie etwas spĂŒren oder sehen, irgendetwas?“ fragte Saskia. Neben ihr stand eine alte Frau, ihre Mutter, deren HĂ€nde zitterten.
„Nein, alles was sie an Reaktionen zeigt sind höchstwahrscheinlich Reflexe.“
Die Ärztin sagte es sachlich kĂŒhl und auch ein wenig mĂŒde.
„Sie hat heute morgen geweint“ sagte die junge Frau leise.
"Ich kann nicht glauben, dass sie wirklich nichts fĂŒhlen soll".
Die alte Dame strich Viola zĂ€rtlich ĂŒber die Stirn.
„Ihr Gesichtsausdruck wird immer weich, wenn ich komme und wenn sie meine Stimme hört. Sie wacht eines Tages wieder auf, das fĂŒhle ich“, sagte sie und in ihrem Gesicht zeichnete sich ihre Verzweiflung ein.

Als die Ärztin den Raum verlassen hatte, öffnete Saskia die Fenster weit. Es war Sommer, ein weicher Wind verfing sich in den Gardinen und schubste die Klangspiele ĂŒber dem Bett an. Violas Augen waren geschlossen.
Saskia sah ihre Mutter an:“ Sie wissen immer noch nicht, was damals wirklich geschehen ist, Mutter, das macht mir Mut, es kann doch wirklich sein, dass sie irgendwann genauso plötzlich wieder aufwacht, wie sie eingeschlafen ist".
Frau Brecht sah von Saskia zu Viola und nickte.
„Es ist nun schon drei Jahre her und manchmal hatte ich den Eindruck, sie ist kurz davor aufzuwachen ... Saskia, aber was ist, wenn sie es gar nicht will?“
Die junge Frau sah ihre Mutter ernst an.
"Das habe ich auch schon oft gedacht“, sagte sie. "Vielleicht ist das Leben fĂŒr sie im Draußen schwerer als bei sich darinnen


Der Wald war in eine sĂŒĂŸe Stille getaucht, heute morgen sprang nicht einmal der Bach fröhlich ĂŒber die Steine, sondern murmelte nur, die Vögel ließen vereinzelt feine trillernde Laute erklingen, so leise, dass es klang als ob ein Tautropfen im Fall die BlĂŒten der Waldglockenblumen streifte.

Die Schwanenfrau stieg nackt und bloß in den trĂ€umenden kleinen See, in den zwei Trauerweiden ihre Äste spielten. Ihr wunderschönes Federkleid hatte sie vor Jahrtausenden verloren, manchmal dachte sie noch daran und ein Schmerz, klein wie ein Schmetterling breitete sich in ihrem Herzen aus.
Sie schwamm einige ZĂŒge und atmete tief die wie grĂŒn schmeckende Luft. Um ihre Beine im Wasser perlten kleine LuftblĂ€schen, da spĂŒrte sie auch schon die rauen Schuppen des Hechtes, der sie jeden Morgen auf diese Weise begrĂŒĂŸte und gleich wieder in den Tiefen des Sees verschwand.
Jeden Hauch kannte sie hier, jede Farbe, jeden Laut. Auch die Wellenstimmen, die immer wieder aus dem Himmel fielen waren ihr vertraut. Sie ließen sie an eine junge Frau denken, von der sie in diesem Wald einst besucht wurde, ihren Namen wusste sie nicht mehr, es war schon zu lange her.
Sie begann ein Lied zu summen, erstaunt und erfreut, wie schön ihre Stimme hier in der Stille klang und griff mit den HĂ€nden in das Wasser, um es anschließend in den See tröpfeln zu lassen. Ihr Summen und das Tröpfeln hallte angenehm in ihrem Kopf nach.
Die Wellenstimmen von oben wurden ein wenig lauter und die Frau bemĂŒhte sich zu verstehen, was diese Wellen gegen das Blau des Himmels schlugen, doch wie meistens bemĂŒhte sie sich vergebens.
Nur einmal hatte sie etwas verstanden: “Mein armes Kind“.

„Mein armes Kind“ sang sie an jenem Tag wie ein Lied, leise und voller GefĂŒhl.
„Mein armes Kind“ flĂŒsterte sie wieder und wieder und dachte an jene Frau, die sie einst besucht hatte und die nie wieder gekommen war.

Niemand war jemals vor dieser Frau bei ihr gewesen und niemand kam nach ihr.

Sie war ganz allein.




C.by. Mara Krovecs














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Heidrun D.
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Registriert: Not Yet

Liebe Mara,

dies scheint mir eine prachtvolle ErzÀhlung zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes.

Sie wirkt auf mich kostbar - wie ein Edelstein *lĂ€chel. Das mag an der GegenĂŒberstellung der mĂ€rchenhaften Schwanenfrau und deren Pendant, der karriereorientierten Businessfrau liegen, die dieses Edle besonders herausarbeitet, an deiner sprachgewaltigen Schreibweise oder einfach an der guten Story, die diesem Text zugrunde liegt.

Einmal mehr schilderst du die schizoide Gesamtsituation, in der Menschen oft leben mĂŒssen und ihre ungebrochene Erinnerung an ein verlorenes Paradies.

Heidrun

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
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Verlorenes Paradies

Liebe Heidrun,


herzlichen Dank fĂŒr das Lesen meiner ErzĂ€hlung und Deine Gedanken dazu.Ich freue mich sie Dir gefĂ€llt!
Das verloren gegangene Paradies; irgendwie steckt es in uns allen, die Sehnsucht danach vollstÀndig zu sein, alle Facetten ausleben zu können. In diesem Fall ist es ja leider tragisch,
dass die "Schwanenfrau" erst im Zustand des Komas auftreten kann/will und es anschließend keine Möglichkeit mehr gibt
dies auch auf der bewußten Ebene zu leben. Die krasse GegenĂŒberstellung dieser beiden Welten hat meine Nachdenklichkeit diesbezĂŒglich nocheinmal verstĂ€rkt: Unser Leben fließt so schnell, fĂŒr so schöne Momente wie in der Welt der Schwanenfrau, bleibt viel zu wenig Zeit.

Alle die mit Wachkoma - oder Komapatienten arbeiten fragen sich, was kann der / die Betroffene noch wahrnehmen. Ich hoffe fĂŒr diese Menschen, dass ihr Unterbewußtsein wenigstens ein solches Paradies trĂ€umen kann.
Wissen kann ich natĂŒrlich nicht ...

Liebe GrĂŒĂŸe und ein gutes Wochenende

Mara

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