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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Selbstreflexionen oder Notizen eines Pessimisten
Eingestellt am 11. 01. 2017 13:46


Autor
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Patrick Schuler
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Warnung:
Der Verfasser ist borniert.
Er bittet dieses zu entschuldigen.

1.
Hiersein ist herrlich.
Undenkbarer Satz.
Zuletzt muss man verzweifelt genug sein so etwas zu rufen.
Meist sind wir zu stumpf um zu verzweifeln.
Sind wir nicht verzweifelt, hat das Leben keine Rechtfertigung nötig.
Es ist entweder:
Herrlich. Dann fehlt es an Emphatie
Oder:
Schrecklich. In diesem Fall wird man zum Schneider.
Seltsam nur, dass niemand dar√ľber lacht.

2.
Gestern:
Gespräche wie Folter
Warum? Er ist kl√ľger als ich.
Das wäre zu verkraften.
Nur, er l√§sst es sp√ľren.
Wie? Er vereinfacht.

Trauriger Abschied
Die Scham winkt dem Verstand.

3.
Solange ich mich in B√ľchern wiederfinde
läuft alles verkehrt.

4.
Spiegel haben ein kurzes Gedächtnis.
Das ist gut
Ansonsten wären sie unausstehbar

5.
Je √§lter ich werde desto sch√∂ner verl√ľge ich die tragische
Suche nach Identität.
Ich bin nun 22 Jahre alt und stehe vor dem Spiegel.
Entweder bin ich noch immer Pubertär,
oder zu blöde mir ein Ich zu schaffen, oder es zu finden.

Mein innerstes Wesen entspricht in etwa:
Wandel
Wi(e)derspruch
Selbstreflexion.

Gäbe es ein tieferes Ich, wäre ich albern.
Aber die Suche ist schön.
Oder schrecklich. Zumindest das ist relativ.

6.
In etwa Nietzsche:
Dann ziehe noch deinen Teufel groß.

In jedem Falle ist der Teufel:
Ehrlich von sich schreiben. Oder schreien.
Zumeist dasselbe.
W√ľrde der Verfasser Humor besitzen, w√§re es lesbar.

7.
Wahrheit ist die Geißel der Meinung.

8.
Ein alter Gedanke wäre:
Einen Gedanken aufschreiben.
Ein neuer Gedanke wäre:
Keinen Gedanken aufschreiben
Und ihn veröffentlichen.

9.
Schreiben wie eine Maschine.
Das ganze verstunkene Ich nach au√üen st√ľlpen.
Nicht zu viel denken.
Denken ist schon Konstruiren.
Ich schreibe, wie es sich verhält.
Ich sp√ľre:
Angst
(Ein Nichts zu sein, albern zu sein)
Scham
(Ehrlich zu sein)
Lust
(Keine Epigonale Form)

10.
Gesang mit Herbstmond
Epos eines verschollenen Gärtners.
Er hat es gesehen.
Kann aber enstweilen nichts mehr berichten.

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Patrick Schuler
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11.
Seltsamen Traum gehabt.

Ein Rabbi und ein Mönch
sitzen im Garten meiner Großeltern.
Während der Rabbi
wieder und wieder die Sterne zählt,
behauptet der Mönch
das Kreuz dr√ľcke ihn,
dabei lacht er und macht
bewegungen als schultere er etwas.

Ich selber sitze etwas abseits und trinke.
Nach einer Weile spreche ich dem Rabbi zu:
"Die Sterne sind ja da, aber
wo ist dieses Kreuz auf dem R√ľcken des M√∂nches?"
Dieser musste es gehört haben,
beginnt nervös zu werden und schreit plötzlich:
"Ich sterbe, ich sterbe"

Der Rabbi bleibt gelassen,
während ich
gr√∂√üere Schl√ľcke nehme
bis ich betrunken vom Stuhl falle.

Dann verschwimmt das Bild
ich sehe
meine Mutter,
die langsam den Kopf sch√ľttelt.

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Patrick Schuler
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12
Der moderne Mensch
ist ein wandelndes Pseudonym.
Ein Pseudo-Ich,
eine Kapital-Existenz,
auf der Suche nach Sekundarbestätigung.

Sein Wert ist seine Fähigkeit.
Seine Bestätigung ist das Kapital.
Sein Bed√ľrfnis ist kaufbar.
Sein Mitmensch ist selbstflucht.
Sein Narkotikum ist die Teschnik.

Der moderne Mensch ist, was er gilt.

Er gilt in den Köpfen anderer.
Andere gelten in seinem Kopf.
Tut er als gelten sie viel in seinen Kopf,
Tun sie als gilt er viel in ihrem kopf.
Er manipuliert - also gilt er.

Der moderne Mensch kauft - also ist er.

Der moderne Mensch
Redet von sich in der 3ten Person.

Der moderne Mensch ist strenger als
A. Das Leben erlaubt.
B. Der Tod erlaubt.
Und C. Als er muss.

Der moderne Mensch ist das Tier
Mit einem 60j√§hrigem Abonnement f√ľr sein Grab.

Der moderne Mensch wäre tragisch,
Wenn er lustiger wäre.

Der moderne Mensch bestimmt
Wann er den
Cut!

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