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Leselupe.de > Ungereimtes
Spiegelsuche
Eingestellt am 16. 08. 2001 16:34


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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

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Spiegelsuche

Eine rÀtselhafte Gestalt,
Kann sie nicht erkennen,
Verschwommen
In einem Spiegel
Auf dem Jahrmarkt,
Verzerrt.

Immer wieder
Ändert sich das Bild.
Immer wieder,
Der Wunsch
Sie endlich klar und deutlich
Zu sehen.
Immer wieder
Ist er ĂŒbermĂ€chtig.

Darum
Muss ich
Diesen Ort verlassen,
Darum,
Mich auf die Suche
Des richtigen Spiegels begeben.
Darum
Nicht aufgeben.

Irgendwo
Gibt es ihn.
Irgendwo
Den Spiegel,
In dem ich sie erkenne,
Jedes kleinste Detail von ihr.
Wenn ich ihn gefunden habe,
Irgendwo,
Werde ich sie befreien.

Irgendwann
Mit ihr
Zu einem Ganzen,
Irgendwann
Mit ihr
verschmelzen.
Dann werde ich
In den nÀchsten Spiegel schauen.

Nur noch mich sehen.
Mit einem LĂ€cheln,
Nur noch mich sehen.
Mit einem LĂ€cheln,
werde ich mich umdrehen
Und auf die Suche
Nach weiteren RĂ€tseln
Des Lebens begeben.

__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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Blueghost
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 24
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Sehr sicher...

Hallo Danni!

Du scheinst Dir ja sehr sicher zu sein, Dich selbst zu finden, um Dich dann zu neuen Abenteuern aufmachen zu können... ich wĂŒnsche Dir viel GlĂŒck dabei!

Immer wenn ich glaubte micht endlich gefunden zu haben, dann hatte ich mich schon so weit verĂ€ndert, daß ich mehr ein altes Foto als ein Spiegelbild zu sehen bekam.

Aus diesem Grund glaube ich auch, daß möglicher Weise der Weg das Ziel ist.

Ein sehr schönes Gedicht, in dem ich mich gut wiederfinden konnte!

Sehr gespannt auf weiteres,

GĂŒĂŸe Blue

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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

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Danke...

Hallo Blue,

unsere Antworten waren ja fast Zeitgleich *g*

Freue mich, dass dir das Gedicht gefÀllt. Ja, ich bin mir sicher, dass ich mich irgendwann selbstfinden werde. Ich weiss zwar nicht wann, aber ich denke, mit dieser Zuversicht und dem Glauben daran ist der Weg dorthin nicht ganz so beschwerlich. Mit diesem Ziel vor Augen denke ich mal, verlÀuft man sich auch nicht so oft.

liebe GrĂŒĂŸe,

Danni
__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

Werke: 5
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standpunkt

bei terry pratchett las ich mal eine
interessante einstellung zur selbstfindung,
sinngemaess hiess es da:
ich weiss immer ganz genau, wo ich bin,
nur das drumherum verstehe ich manchmal
nicht so ganz genau ;o)

in diesem sinne meine ich auch, in einem
spiegel - egal ob wortwoertlich oder im
uebertragenen sinne gemeint - findet man
immer nur ein abbild, eine lichtreflexion -
und nicht mehr.


heisst das zitat von kafka nicht:
'Ein Buch muß die Axt sein
fĂŒr das gefrorene Meer in uns.'?

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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

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Hallo prinz...

Ich denke auch nicht, dass ich mich selbst völlig in einem Spiegel finden kann, aber in meinem Gedicht sage ich auch, dass dort der Teil ist, der mir vielleicht noch fehlt um mich ganz zu finden. NatĂŒrlich ist es nur eine Reflexion, aber durch diese Reflexion sehe ich mich aber vielleicht auch mit anderen Augen, oder besser gesagt, aus einer anderen Perspektive. So habe ich es zumindest zu sagen versucht. Im Endeffekt ist es ja auch Ansichtssache. Jeder muss seinen eigenen Weg finden...

Zu dem Zitat: ich kenne es so wie ich es da stehen habe....allerdings bestehe ich nicht darauf, dass ich Recht habe. Muss ich mich wohl nochmal schlau machen. Aber auch wenn es so falsch ist, finde ich es dennoch passend und schön.

liebe grĂŒĂŸe,

Danni
__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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Sohn des Rhein
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,

Ist nicht die ganze Welt ein Spiegel? Sehen nicht in allen, was uns geschieht, in jedem Menschen nur das, was wir selbst sind, zu einem gewissen Teil?

Der Wunsch, den Spiegel zu finden, der einen so zeigt, wie man wirklich ist, hat zwei Seiten: Zum einen die gute seite, denn es ist wichtig, sich selbst zu erkennen. Zum anderen die schlechte, dass man nichts anderes als Teile seiner eigenen IdentitÀt wahrnimmt. Deshalb ist auch die letzte Strophe des Gedichtes sehr schön: Nachdem man sich selbst gefunden hat, den Rest der Welt zu finden.

Ein weiterer Gedanke: Ist es unbedingt wĂŒnschenswert, sich genau so zu sehen, wie man wirklich ist? Bei Oscar Wilde treibt es Dorian Gray in die Verzweiflung, dass ihm das Bild seiner Seele gezeigt wird.

Ich hoffe, Dir wird gefallen, was Du am Ende Deiner Suche findest, Danni. Das Gedicht gefÀllt mir sehr gut.

Viele GrĂŒĂŸe,
Sohn des Rhein

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Danni
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

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Hallo Sohn des Rhein...

Schön, dass dir das Gedicht gefÀllt. Ich hoffe auch, dass mir gefÀllt was ich am Ende finde :-)
aber wer weiß schon was das sein wird.
Mag sein, dass manche lieber die Augen verschließen und gar nicht wissen wollen wer sie wirklich sind, aus Angst es könnte etwas schlechtes sein. Aber hat nicht jeder Mensch nunmal seine guten und schlechten Seiten?
Ich fĂŒr meinen Teil möchte schon irgendwann wissen, wer ich bin. Vielleicht werde auch ich dann erschrecken, ĂŒber das was ich sehe, aber selbst die dunkle Seite ist auch ein Teil meines Ichs und ich muss mich dann damit auseinandersetzen.
Was Dorian Gray betrifft, so ist es doch nicht verwunderlich, dass er zerbricht. Durch seinen exzessiven Lebenswandel hat er seine ganze Kraft verbraucht, um sich dann noch mit seiner Seele zu versöhnen. Er hat es einfach zu spÀt erkannt.

Aber nun erstmal Schluss hier :-) könnte zwar noch einiges schreiben, aber dann nimmt das ja gar kein Ende mehr...

liebe GrĂŒĂŸe,

Danni
__________________
"Die Literatur ist die Axt fĂŒr das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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