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Leselupe.de > Anonymus
Szenen einer Ehe
Eingestellt am 16. 06. 2010 15:03


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

    Szenen einer Ehe

Ich verstehe meine Frau, wenn
sie sagt: Ich verstehe Dich nicht.
Denn was ich so rede und schreibe,
verstehe ich anschließend oft selber
nicht mehr so richtig. Da kann mal se-
hen, welch starken Schwankungen unser
Denk-, Einfühlungs- und Interpretationsver-
mögen unterliegt. Ansonsten denke ich: wir
müssen ja auch nicht alles bis ins Letzte verste-
hen. Wichtig ist: dass wir konsequent
bleiben: Was wir jetzt nicht verstehen,
sollten wir auch zukünftig als unbegr-
eiflich abtun. Immer, wenn mich mein-
e Frau nicht versteht, und das ist m-
eistens der Fall, gehe ich in mich,
was sich äußerlich
darstellt als schnel-
ler Gang zur Haus-
bar. Ich genehmig-
e mir einen Drink,
noch einen, dann
ein paar. Ja, ich
genieße derarti-
ge Deeskalatio-
nsübungen seit
Jahren, oder sa-
gen wir: seitde-
m ich disziplin-
iert und regel-
mäßig das un-
kontrollierte
Trinken

übe.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Strindbergh hatte eindeutig mehr Stirn, dafür einen kürzeren Hals ... . Dein Adamsapfel ist hingegen bemerkenswert in seiner Visualisierung.

Etwas lyrischer könnte der Text aber schon sein. - Ich mag die Aneinanderreihung von Prosasätzen nicht so besonders ...

Die Idee ist jedoch formidabel.

Grüßle
Heidrun

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Gefällt mir nicht.
Die Monologe einer Ehe sind spätestens ab Kishon obsolet.
Ich finde, das macht auch die Form des Textes nicht wett.


Lieber atoun,

ich akzeptiere Dein Missfallen. Widerspreche aber heftig Deiner Behauptung: die klingt fast so, als hätten Kishons Texte die Ehe an sich abgeschafft. Nun, ich glaube, da sind noch ein paar Leutchen verheiratet! Und offenbar heiraten auch gelegentlich immer mal wieder welche, wie eigenartig. Ich kann daraus messerscharf schlussfolgern: es wird auch weiterhin geredet werden in dieser und jener Ehe, wenn auch meistens aneinander vorbei...

A.

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atoun
???
Registriert: Mar 2009

Werke: 21
Kommentare: 319
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Hallo A.,

ich akzeptiere Dein Missfallen. Widerspreche aber heftig Deiner Behauptung: die klingt fast so, als hätten Kishons Texte die Ehe an sich abgeschafft.

Ach was, so meinte ich es ganz bestimmt nicht nicht. Es geht um den Text, und nicht um eine (die!) Ehe.


Ich kann daraus messerscharf schlussfolgern: es wird auch weiterhin geredet werden in dieser und jener Ehe, wenn auch meistens aneinander vorbei...

Sicher, aber ist das was Neues? Für mich ist so ein Text ähnlich, wie Zähne putzen.

Nicht böse sein,
ich habe deinen Text ja auch nicht bewertet, sondern nur meine Meinung gesagt.

Viele Grüße
atoun

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