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Leselupe.de > Ungereimtes
Tanzend
Eingestellt am 30. 10. 2001 21:13


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Mel.
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

Werke: 3
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Glück.

Träge und erschöpft hängt der blasse Mond am Firmament wie eine abgegriffene Münze, die durch tausend Hände ging und beobachtet Tautropfen beim gemächlichen Herabrinnen von glänzenden Halmen gebogen durch die samtige Brise des beginnenden Tages. Ruhig nimmt die Zeit ihren Lauf.
Kicherelfen flattern über fahle Felsen, streuen Licht auf welke Stümpfe.
Stobende Sterne glitzern in duftenden Wogen aus Luft. Schmunzelnde Trolle hüpfen erstaunlich behänd über neu belebte Fluren. Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Beglückung reitet auf Sturmpferden durch die dämmernden Lande. Strahlen gleißender Leidenschaft erhellen die müden Winkel vollgestopft mit Melancholie, trübe Tümpel entstanden aus Tränen der Verzweiflung lassen Seerosen erblühen, in Urzeiten versteinerte Empfindungen regen verwunschen ihre Glieder und beginnen träumend Verse zu dichten. Über Allem das kindliche Kichern der beschwingten Elfen, die graue Wolken von Angst und Beklemmung hinfort scheuchen, Bällchen aus rosa Zuckerwatte.
Mit wie Flammen ausgebreiteten Armen tanzen Wesenheiten jedwede Bekümmerung hinweg, drehen, wirbeln, verwirren, lassen erblühen den Tag.
Oh, Narren, die nicht sehen, was geschehen ist.
Die Welt jauchzt,
ich stehe staunend und lächle.






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thaukelt
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

Werke: 5
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Hallo Mel,
ich schmunzel gerade über die Kicherelfen. ;-)

Auch wenn abwertend klingt, es ist nicht so gemeint: Ich finde Dein Gedicht einfach drollig. Da schwebt ein kleiner rosa Elefant mit einem Zuckerstangenregenschirm zwischen den Zeilen.

Gruß
Stefan

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Mel.
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

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Guten Tag thaukelt,

es freut mich, dass dies kleine Poem jemanden erheitern konnte. Man liest so selten etwas fröhliches, dass ich schon Angst hatte, es könnte nicht ankommen in der Leselupe. Fluffig und zuckersüß, der Ausdruck von fast nicht fassbarem Glück, es ist schwieriger zu beschreiben als ich dachte... denn die zuckerstangenregenschimtragenden Elefanten dürfen den Inhalt nicht verkleben.


Mit vielen Grüßen
Mel.

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caspar
Guest
Registriert: Not Yet

wer bist du, um solche bilder vom himmel zu holen? wo die welt, in der solch' erwachen möglich? ich stehe neben dir, doch was wir sehen und hören, vielleicht sogar für einen kurzen moment empfinden, lässt mich nicht glauben, dies sei real. wir umklammern eine glocke aus schwarzem glas,
unter der du vermutest leben zu spüren, doch massig und unbewegt wird sie weiter vor uns ruhen, eine gesamte Menschheit überdauern.

zum text:

Stobende Sterne glitzern in duftenden Wogen aus Luft.

empfand ich am gelungenstem, wurde aber meiner meinung nach von diesen schmunzelden trollen entkräftet

Strahlen gleißender Leidenschaft erhellen die müden Winkel vollgestopft mit Melancholie, trübe Tümpel entstanden aus Tränen der Verzweiflung lassen Seerosen erblühen

also hier, hätte ich mir ein einen großen eisbecher, gefüllt mit himbeeren hingestellt, aber dann kamen ja noch die beschwingten elfen und die rosa zuckerwattebällchen...

ziemlich knallige farben zeichnest du da, dein poem ist eine große spielzeugkiste, bei der ich kein problem sehe, sie zu öffnen, doch das hier ist surface, ich bin überzeugt da geht mehr als flatternde kicherelfen. grabe.

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Mel.
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2001

Werke: 3
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Guten Tag Caspar.


Den Elfen klebt noch der Schlamm der Nacht an den Beinchen. Es ist ihnen müsam zu flattern, doch sie tun es. Sie kommen aus Finsternis und sind froh den Tag zu erkennen, sie glaubten nicht mehr an das Licht, resignierten ob der grauen Härte der Umgebung. So ist der unverhoffte Tagesanbruch ein Ereignis, das um eine gewisse Kitschigkeit nicht herum kommt. Eben zuckersüß und etwas glitzerklebrig. Es liegt ein kindliches Staunen darin und so gefällt mir Dein Bild der Spielzeugkiste, die Schatztruhe und Welt eines Kindes, bunt und vielschichtig. Die Elfen flattern vorsichtig und entdecken und sind so zerbrechlich, könnten sich jede Sekunde wieder zurückziehen und unsichtbar werden, einfach verschwinden. Erschreckt werden dürfen sie nicht.
Ich bin mir der bunten Bilder bewußt.
Dies Poem ist die Zuckerkruste über tiefe Wunden, ein Schleier, doch, ja... ich komme nur weiter, wenn ich grabe, der Spaten steht schon bereit...

Danke
Mel.



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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

"Firmament wie eine abgegriffene Münze, die durch tausend Hände ging und beobachtet Tautropfen beim gemächlichen Herabrinnen"
wow..das find ich toll..abgegriffene Münze..
"Kicherelfen" ist auch schön..
"schmunzelnde Trolle" find ich auch toll,gerade,weil TROLLE doch sonst DIES nicht tun..
"in Urzeiten versteinerte Empfindungen regen verwunschen ihre Glieder und beginnen träumend Verse zu dichten."
DAS hört sich wirklich schön an..*träum*aber was bitte heisst dort"regen ihre glieder"?so etwas wie STRECKEN??
Aber ich denke,ich weiss was du meinst..
sich regen..
"lassen den Tag..neu erblühen.." also..umdrhen würd ichs..
schön..so eine leichtigkeit..eben wie..GLÜCK.
Man muss es nur..sehen.
lg
sanne

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