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Leselupe.de > Humor und Satire
Tick Tack (gelöscht)
Eingestellt am 02. 02. 2012 12:12


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USch
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jon
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Ja, ich gebe auch positive Rückmeldungen. Wenn ich was Positives zu melden finde. Hier: "so dass man nicht wirklich mit geistreichen Spitzen eines ironisch, satirisch oder sonstwie humorvollen Textes rechnet. Ich hab solche zwar erahnt, aber auch nicht wirklich gefunden." Das heißt genau das: Ich ahne, dass sie da sein sollen (du dir also etwas über das Schimpfen hinaus gedacht hat), aber ich sehe sie nicht (weil du nicht geschafft hast, mir zu zeigen, was du dir gedacht hast). (*)

Sorry, ich empfand den Streit als Schlammschlacht. Jetzt zum Beispiel streiten sie immer noch, aber sie "schlammschlachten" nicht mehr. Das sagt mir mehr zu. Mir gefällt auch die Einschränkung mit der Vitrine – in der liegen gewöhnlich Armband- und/oder Taschenuhren, da ist das Nicht-Ticken wirklich viel häufiger als im Uhren-Durchschnitt.

Was den Tonfall angeht: Eine zusätzliche Ebene der Aussage würde entstehen, wenn die Meisteruhr sich gewählt, "drumrumredend" ausdrückt, so im Stil der "alten Schule". Und die Digitaluhr könnte im Gegensatz dazu eher modisch-flockig, mit "starken Worten" reden.

Zu der Botschaft: Ich ahne immer noch, worauf du hinauswillst, aber ich verstehe es nicht wirklich. Willst du die Wertarbeit höher geschätzt sehen? Dafür spräche der extra abgetrennte Abschluss. Aber die Meisteruhr klingt bei allem genauso arrogant, wie sie es der modernen Uhr vorwirft. Nein, eigentlich klingt sie überheblicher. Die Digitaluhr hat immerhin Sach-Fakten auf ihrer Seite (moderne Technik), während die Meisteruhr nur mit Dünkeln hantiert. Daraus würde ich nun wieder schließen, dass du als Autor diese Dünkelhaftigkeit aufs Korn nehmen willst. Es kann natürlich sein, dass du einfach nur beides nebeneinanderstellen willst – dann stört aber die Heraushebung der letzten Äußerung das "Gleichgewicht".


* Es liegt in der Natur eines Arbeitsforums, dass vor allem die – echten und/oder vermeintlichen – Schwachstellen gezeigt werden, denn die bedürfen – eventuell – einer Änderung. Was gut läuft, kann ja einfach weiterlaufen. Sieh es doch mal so: Wenn ein Text m. M. n. nicht zu retten ist oder ich ihn auch besser geschrieben langweilig fände, mach ich mir keine Mühe damit.
(Übrigens: nachdem mir ab und zu passiert ist, dass Autoren sich auf Sachen, die ich lobte, so konzentrierten, dass sie damit übertrieben, bin ich etwas vorsichtiger mit zu detaillieren „Gut!“-Infos. Was ich dagegen gern mache, ist, gelungene Überarbeitungen zu erwähnen. Vielleicht ticke ich ungewöhnlich: Besserwerden(sehen) macht mir mindestens genauso viel Spaß wie von Anfang an sehr Gutes.)
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USch
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Danke dir Jon für die ausführliche Antwort. Nun verstehe ich dich besser.

In der Geschichte kam es mir nicht darauf an, ein Ziel, wer besser ist zu verfolgen, sondern ich wollte einfach einen Dialog zweier grundsätzlich unterschiedlicher Uhren schreiben, der ja bei Uhren nicht real sein kann, aber sich im Menschlichen häufig abspielt, z.B. auch hier im Forum zwischen jüngeren Schreibern und Rentnern. Da könnte man ja auch von modernen Schreibern (Uhren), die immer auf dem letzten Stand moderner Literatur stehen, und antiken Schreibern (Uhren), die vielleicht eher zu dem Stil großer Erzähler des vorigen Jahrhunderts tendieren, sprechen.

Zu den Nichtklarheiten, was ich will: Ich habe oft in Rezensionen erlebt, dass mir vorgeworfen wurde, dass ich alles schon sehr genau beschreibe und keine Luft mehr wäre für die Phantasie des Lesers. Und ich dachte nun, lass´ es mal etwas offener, überlasse dem Leser welche Uhr er attraktiver, arroganter usw. findet. Das sieht wahrscheinlich jeder etwas anders aus seiner Sozialisation heraus. Das Leben gibt halt nicht immer die Eindeutigkeiten, was ja auch interessant sein kann.

Mir geht es auch so, dass ich am Besserwerden anderer Menschen und natürlich auch mir Freude habe. Ich habe lange LehrerInnen in kreativen Unterrichtsmethoden im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung geschult, doch auch die brauchten im Prozess Lob und Ermutigung, und das geht wohl jedem Menschen so. Wobei LehrerInnen die schwierigsten Lerner sind, da sie meistens glauben, sie wüßten schon alles. Fördern und Fordern in ausgewogenem Verhältnis sind wohl die beste Lösung.

LG Uwe
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