Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5313
Themen:   88556
Momentan online:
162 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Tragweite
Eingestellt am 14. 08. 2006 11:42


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 961
Kommentare: 2789
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Tragweite


Es ist der Wind
der unsere Stimme tr├Ągt
fl├╝stern, singen, rufen
der antwortet
wehend, pfeifend, donnernd

Es ist der Wind
der uns steigen l├Ąsst
schnurgehalten, gasgef├╝llt, raketengetrieben
der losl├Ąsst
segelnd, treibend, st├╝rzend

im freien Fall


Mir gef├Ąllt die Leselupe, deshalb unterst├╝tze ich sie... ... indem ich bereits regelm├Ą├čig die Leselupen-Shop-Links nutze.
... indem ich die Leselupen-Shop-Links in Zukunft nutzen werde.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 794
Kommentare: 4502
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Karl Feldkamp eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Unlyrisch

Hallo Perry,

insgesamt finde ich dein Gedicht eher romantisch angelegt. Den m├Âglichen Versuch, diese Stimmung zu brechen durch Adjektiv wie "gasgef├╝llt" und "raketengetrieben" halt ich f├╝r zu krass. Ich nehme an, du beschreibst einen Ballonflug?!
Aber die Gef├╝hle, die einen Ballonfahrer bewegen, sind mir zu wenig nachvollziehbar. Im ├ťbrigen eigenen sich Eigenschaftsworte ohnehin nicht besonders f├╝r Gedichte. Metaphern und Wortbilder sind einfach anschaulicher und lyrischer.
Nimm mir bitte meine Kritik nicht ├╝bel.
Herzliche Gr├╝├če
Karl Feldkamp
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Bearbeiten/Löschen    


Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 961
Kommentare: 2789
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Karl,
warum sollte ich dir deine offene Meinung krumm nehmen. Ich poste meine Gedichte, um genau solche Reaktionen zu bekommen.
Das Gedicht ist eigentlich mehr zum laut Lesen gedacht, als zum romantischen Verinnerlichen. Die unlyrisch anmutenden Aneinanderreihungen sollten lautsteigernd gelesen werden.
Inhaltlich setzt sich das Gedicht mit der Mensch-Natur-Beziehung auseinander. Solange wir die Gesetze der Natur beachten, wird sie uns "(er)tragen."
Danke und LG
Manfred

Bearbeiten/Löschen    


Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 794
Kommentare: 4502
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Karl Feldkamp eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Achso!

Lieber Manfred,

dass um die Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur ging, ist mir klar. Und jetzt, da du schreibst, dass es ein Lesegedicht ist, ziehe ich einen Teil meiner Kritik gern zur├╝ck. Dennoch w├╝rde ich mich ├╝ber ein paar starke Bilder auch beim Vorlesen freuen.
Herzliche Gr├╝├če
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Bearbeiten/Löschen    


Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo perry,
ich finde es schon mutig, ein gedicht zu posten, das
zu einem gro├čen teil aus adjektiven besteht. zwar nehme
ich es damit normalerweise nicht so genau (letztens las
ich hier, ich glaube von sandra, einiges dazu), aber
bei diesem gedicht sticht es nat├╝rlich sofort ins auge.
ich versuche mich darauf einzulassen und die unterschied-
lichen winde zu sp├╝ren. vielleicht auch zu h├Âren, was
der wind zu sagen hat, wenn er leise weht oder laut.
wenn er um die uni herum weht oder um das haus meines
vaters auf dem land. wenn er mich fast vom fahrrad schubst
oder mir an einem hei├čen sommertag das gesicht k├╝hlt.
das ist der eine aspekt, den ich interessant finde.

etwas anderes ist ein ausspruch von hugo von hofmannsthal,
der die erfahrung des ├Ąsthetischen in etwas folgenderma├čen
beschreibt: es sei, wie sein ich sich selber gleich zu
sp├╝ren im sturze des daseins.
daran denke ich, wenn ich die rahmung deiner verse
betrachte.

quote:
Tragweite
(...)
im freien Fall
seit ich diesen satz gelesen habe (in einem sekund├Ąrtext),
versuche ich mir das vorzustellen, bzw. vergleiche meine
eigenen (├Ąsthetischen) erlebnisse damit.
ich finde den wind, einen windsto├č, in dem alles und
nichts passieren kann, einen guten vergleich daf├╝r.

mir gef├Ąllt dein gedicht.
lg, denschie

Bearbeiten/Löschen    


Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 961
Kommentare: 2789
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Perry eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Karl,
wenn du Denschies Komm liest, dann entdeckst du vielleicht auch f├╝r dich ein paar "starke" Bilder in dem Text.
LG
Manfred

Hallo Denschie,
ich habe bei diesem Text bewusst auf eine prosaische Ausdrucksweise, wie ich sie ├╝blicherweise verwende, verzichtet. Die einzelnen Wortstafetten sollen jeweils die Antwort des Winds auf die menschliche ├äu├čerung/Handlung sein (fl├╝stern-wehend ... raktengetrieben-st├╝rzend).
Im ├╝bertragenen Sinn steht der Wind hier auch f├╝r Bewegung, Aktion, solange wir uns bewegen (mit den Armen/Fl├╝geln schlagen) tr├Ągt uns der Wind. Nur ist der Wind des Lebens nicht gleichm├Ą├čig, manchmal erfasst uns eine Thermik, ein anderes Mal fallen wir in ein Luftloch. Letztlich ist die Tragweite des Winds unbestimmt.
Danke f├╝r deine interessante Interpretation und LG
Manfred

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!