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Ein schönes Spiel mit Homonymen.
Außerdem zeigt es sehr gut, was einem passiert, wenn man Kritik übt.
Besonders schön finde ich die Zeile, und das ist nicht ironisch gemeint - quote: Der Star denkt: „Blöde Kritiker!“,
Sie erinnert mich an Verse der "schlesischen Nachtigall" Friederike Kempner.
Hier passt es sehr zum Charakter des Stars. Er hält das Versmaß nicht ein, krächzt und glaubt, er sei groß als Sänger.
Der Wurm allerdings: Er war einfach nur dumm.
Am Versmaß habe ich eine kleine Kritik: Du wechselst es plötzlich ohne Grund, der im Gedicht selbst liegt.
In den ersten Strophen ist der zweite Kreuzreim weiblich, dann wird er plötzlich männlich.
Hier ein Vorschlag:
Ein Star, der saß auf einem Ast.
Schwarz glänzte sein Gefieder.
Ne kleine Raupe hörte ihn,
denn er sang krächzend Lieder.
Die Raupe rief: He, du, Gesell,
lass bloß das Singen bleiben.
Denn ehrlich, du singst furchtbar schlecht.
Dass will ich nicht erleiden. Das kein echter Reim, wegen des volksliedhaften Charakters stört es nicht allzu sehr.
Der Star, der guckt ganz irritiert.
Ich hätte keine Stimme?
Man hat mich nur noch nicht entdeckt,
das ist das einzig Schlimme.
Doch fliege ich zum Bohlen bald.
Da klappt es, du wirst sehen.
Als Star werd ich dann in der Welt
auf großen Bühnen stehen.
Und will der nicht, dann, das ist klar,
flieg ich halt zu Pro Sieben.
Der Detlef D., der Popstars macht,
wird mich ganz sicher lieben.
Ein Star bin ich, egal was kommt,
da rüttelt keiner dran. (hier ist es schwieriger, wenn keine Lösung gefunden wird, müssen die anderen Stellen aus Symmetriegründen bleiben. Das wäre für das Gedicht dann insgesamt besser.)
So was wie dich vernasch ich gleich,
ganz einfach, weil ich`s kann!
Ruck zuck, schon pickt der Schnabel zu.
Die Raupe kehrt nie wieder.
Der Star denkt: „Blöde Kritiker!“, Betonung im Kempner-Stil. Der Star wirkt unfreiwillig komisch.
singt weiter krächzend Lieder.
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Copy-Left, samisdada
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