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Leselupe.de > Ungereimtes
Vom Mann, den keiner wollte
Eingestellt am 27. 10. 2000 22:19


Autor
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Kathrien
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 20
Kommentare: 35
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Vom Mann, den keiner wollte

So einst, da zog ein weiser Mann
Im Dorf von T├╝r zu T├╝r.
Er klopfte freundlich daran an
Und sprach "so ├Âffnet mir!"
Doch nichts passierte, regte sich.
Der Mann, der schrie "so glaubt an mich!"
Doch es hielt leise an.
Zu leise f├╝r einen armen Mann.

Und so ging er weiter,
wieder gl├╝cklich, wieder heiter.
Beim n├Ąchsten Haus, da w├╝rde man ihn ehren.
Es sollte ihn bald eines Besseren belehren.
Denn als er ankam mit neuem Mut,
ohne Zweifel, ihm ging's gut,
klopfte er und sagte leise:
"Ich tat eine lange reise.

Ich war lange auf den Beinen.
Darf ich mich st├Ąrken bei euch?
Dies ist hier, so will ich meinen,
Euer g├Âttlich K├Ânigreich".

Doch keiner bat den Mann herein,
also ging er wieder.
Und, sein Herz, das war noch rein,
setzte er sich nieder.
Dort begann er dann zu denken:
"ich wollte die Menschen doch belehren,
ihnen einen Teil von mir schenken,
sie auch das Gl├╝cklichsein lehren.

H├Ątten sie mich reingelassen,
w├╝rden sie mich nicht mehr hassen".
Und der Mann, den alle mieden,
dessen Name, der war Frieden.


Und merken solltest du dir eins:
Bittet dich ein Mensch ganz ehrlich
Um einen gefallen, und sei's ein kleiner,
so w├Ąre es doch recht gef├Ąhrlich,
es ihm abzuschlagen.
Du k├Ânntest die Konsequenzen
Dein ganzes leben tragen.

Denn spendest du den andern Gl├╝ck,
so kommt es schneller als du denkst zur├╝ck.


Kathrien Viergutz, im Winter 1997

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

Werke: 68
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Hallo Kathrien

eine sehr idealistische Aussage, die dein Bem├╝hen und Hoffen widerpspiegelt, die Welt zu verbessern. Das ist sehr sch├Ân. Ich sehe Naivit├Ąt nicht als Schw├Ąche ... es ist oft notwendig mit allen Mitteln gegen die Gleichg├╝ltigkeit der Resignation anzuk├Ąmpfen. La├č dich nicht zu fr├╝h entmutigen!

Gru├č Martin
__________________
Lyrik ist Logop├Ądie im Zeitalter der Sprachlosigkeit. [Alexander Eilers]

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Wolf
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 2
Kommentare: 26
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Sehr sch├Ân

Hallo Kathrien.

Ich finde dein Gedicht sehr sch├Ân.
Es sagt das aus, was man nur zuoft erlebt,wenn man jemand um Hilfe bittet.
Wie gesagt es ist ein vergn├╝gen Beitr├Ąge von Dir zu lesen.

Gr├╝ssle.
__________________
Wolf

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