Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87782
Momentan online:
444 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Wechselhaft
Eingestellt am 30. 12. 2001 18:23


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Haget
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2001

Werke: 280
Kommentare: 1613
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Haget eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Wechselhaft
Haget 6/90 Nr.19

An diesem Tag voll Sonnenschein,
mit warmer Luft und ohne Wind,
trĂĽbt finster sich der Himmel ein,
ziehn schwarze Wolken auf geschwind.
Was eben klar und hell noch war,
so freundlich, licht und blau,
wirkt gläsern-drohend, wie nicht wahr,
als schien die Sonne grau!

Wo kommen bloĂź die Wolken her,
zu schwarzen Bergen hochgetĂĽrmt;
es werden sichtbar mehr und mehr,
wie aus dem Nichts gestĂĽrmt.
Unmerklich fast kommt Wind jetzt auf,
zum Sturm sich steigernd in Minuten.
Er beutelt Bäume, Staub steigt auf,
wer trocken heim will, muss sich sputen!

Fernes Poltern - was geht’s uns an? -
nach Wetterleuchten, wie’s Knallkörper machen;
schon zuckt der Blitz - wie nebenan
entlädt sich Donners dröhnend' Krachen!
Riesige Tropfen fallen von oben,
auf staubigen Hof, ins dĂĽrre Gras;
es scheint der Himmel jetzt zu toben
- inzwischen gießt’s ohn’ Unterlass!

Wer kann ohne Angst noch sein,
wenn zornig der Himmel zur Erde schreit?
Ein Blitz mit Donner - jetzt schlug’s ein -
der Untergang scheint nicht mehr weit!
Ist alles aus den Fugen geraten?
Der Sturm peitscht weit die Regenmassen;
sprudelnde Bäche queren den Garten,
die trockne Erde kann’s Wasser nicht fassen!
Es spĂĽlt die geschichteten Beete hinweg
- kunstvoll bepflanzt in vielen Stunden!
auf gepflegten Steigen schwimmt der Dreck -
und weiter gießt’s aus vollen Spunden! - -

- - - Donner und Blitz - wo sind sie geblieben?
Nur von fern noch hört man’s grollen!
Und Regen fällt wie aus feinen Sieben,
wie wir seit Wochen ihn schon wollen.
Nun ist der laute Spuk nicht mehr da,
wir atmen frei - von der Angst genesen;
die Erde dampft - die Luft ist so klar,
der Himmel so blau - als sei nichts gewesen!
__________________

Haget wĂĽnscht Dir Gutes!
Selbst dĂĽmmste SprĂĽche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


egofrau
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2001

Werke: 60
Kommentare: 211
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um egofrau eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

lieber haget,

du bist ein meister des reimes! ich hab diese naturgewalt erlebt, als ich dein bild- und stimmungsreiches gedicht gelesen hab. einfach fantastisch. mir ist, von dir inspiriert, auch mal wieder was gereimtes aus der tastatur geflossen s. "ausgleichende macht"

ich danke dir.

liebe grĂĽĂźe
johanna
__________________
Erde mein Körper, Wasser mein Blut. Luft mein Atem und Feuer mein Geist.

Danke Arupa

Bearbeiten/Löschen    


Haget
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2001

Werke: 280
Kommentare: 1613
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Haget eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Danke Egofrau, davon werde ich ein ganzes Jahr lang zehren. Ich meine natĂĽrlich 02!
Liebe GrĂĽĂźe
__________________

Haget wĂĽnscht Dir Gutes!
Selbst dĂĽmmste SprĂĽche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂĽck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!