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Leselupe.de > Erzählungen
Weltlos. hänsel und gretel.
Eingestellt am 18. 02. 2001 01:04


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Fahnert
Blümchendichter
Registriert: Feb 2001

Werke: 13
Kommentare: 10
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... verliefen sich im Wald. Es war so finster und auch so bitterkalt. Sie kamen an ein Häuschen von P-Kuchen fein, wer mag der Herr wohl in diesem Häuschen sein.

Was haben Sie denn erwartet. Da der Autor obigen Songfragmentes inzwischen verstorben und wegen Volkstümlichkeit kein Lizenzrecht besteht, ist es ohne weiteres möglich, diesen herzunehmen, und sich an Verwandtschaft zu erinnern.

Wenn es in meiner Erinnerung Liebende gegeben hat, so waren es Johannes und Margarete, die Mamma-Secunda-Producer.

In jungen Jahren hat die Grete einen Käseladen gehabt, bis der Krieg kam. Da tat sie sich einen Heidlabben um und drehte Bomben, weil es so bestimmt war. Im Grunde ist die Grete eine herzensgute Frau gewesen und sie trifft keine Schuld am Großen Ganzen. Sie hat immer oft erzählt, daß sie im Luftschutzkeller warteten, bis die Flugzeuge einen unüberschaubaren Käse hinterlassen hatten. Der Hans, der Mann mit den goldenen Händen, der war unterwegs und hat sein Schießgewehr bedient und dann ein Haus geerbt, das er aus Leibeskräften vorm Zerfall verhütete, bis er selbst zerfiel.
Und als der Hans nicht mehr war, da begab sich die Grete auf die Reise. Sie jammerte zehn Jahre lang nicht und hat der Mutter Erde nie verziehn, daß sie so lange zu warten hatte, damit sie sie zu sich nähme. Im Schönsten Wiesengrunde haben sie gesungen und der ABV sprach nutzlose Worte bis sie im Boden versank.
Die Grete hat in dieser Familie Geschichte gemacht, als die beste aller Mütter, die klügste aller Frauen, bis herauskam, daß sie sich auf Raten selbst verschwinden ließ. Wie alle ihre Vorgängerinnen hatte sie mit Mord zu tun.

Obs's Recht ist oder Untat steht auf einenm anderen vergilbten Blatt Papier, denn die Seele der Menschen ist unergründlich, genau, wie das Leben stets eine Anhäufung allerlei Zufälle ist, die Erfurcht aufkommen läßt. Und wenn es in gelegentlichen Fällen zur Anhäufung von merkwürdigen Tatbeständen kommt, wie etwa eine Selbstentleibung oder ein nichtnatürlicher Tod, so haben wir es mit den Weltlosen zu tun, die sich aus ihren unsichtbaren Korsetts befreien, damit sie Luft zum atmen hätten.

Als die Grete bei ihrem Hans im Jenseits wohnte, habe ich ihre knöchernen Hände vermißt, die sich liebevoll auf meine Schultern legten und Wärme erzeugten. Seitdem verschwand die Lust zum Trauern, vielleicht noch um den Tod der dreibeinigen Katz'.

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